Rebekka
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Sonntag, 28. Juni 2026
Ich höre häufig, dass in der Kirche perfekte Menschen, klare Antworten und feste Überzeugungen zu finden sind. Aber ich finde, dass Kirche kein Ort für Perfektion ist, sondern einer, wo Menschen etwas suchen.
Ein bisschen wie eine Bibliothek. Hier darf ich stöbern, Fragen mitbringen und Neues entdecken. Ich kann gezielt suchen, ohne zu wissen, wonach ich eigentlich suche. Ich muss nicht alles wissen, um dort willkommen zu sein.
Trotzdem denke ich, dass sich viele nicht trauen, überhaupt in die Kirche zu gehen. Aus Angst, nicht dazuzugehören, zu „anders“ zu sein oder nicht genug zu glauben.
Das ist schade, weil für mich gehören gerade hierhin Fragen, Zweifel und Fehler. Und ich sehe das als eine Stärke von Kirche: dass Menschen kommen dürfen, wie sie sind.
Rebekka
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Samstag, 27. Juni 2026
Ich merke gerade immer öfter, wie ich Politik eigentlich nur noch ignorieren will. Zu viele Nachrichten im Fernsehen, zu viele Debatten auf Social Media, und irgendwie macht es doch gefühlt sowieso keinen Unterschied. Es frustriert mich mehr, als dass es mich motiviert mich damit zu beschäftigen.
Und da liegt das Problem: Denn wenn ich mich komplett abwende, verschwinden die politischen Entscheidungen ja nicht. Sie werden trotzdem getroffen. Nur ohne meine Aufmerksamkeit und ohne meine Stimme – und zwar von denen, die lauter sind oder das System bewusst ausnutzen wollen.
Ich muss Politik nicht immer gut oder interessant finden. Aber wenn ich mich nur noch zurückziehe, ändere ich nichts. Wie wir miteinander leben, entscheiden dann andere – und am Ende betrifft mich das trotzdem.
Rebekka
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Freitag, 26. Juni 2026
„Hoffnung ist kein blinder Optimismus“, hat mal Barack Obama gesagt. Richtig gut!
Hoffnung heißt nicht, einfach so zu tun, als ob alles gut wird. Und auch nicht darauf zu warten, dass es besser wird. Sondern sie bestärkt, etwas zu tun.
Wenn ich aber Hasskommentare auf Social Media sehe, die beleidigen, drohen oder sich lustig machen, macht mich das traurig und wütend -nicht optimistisch.
Ich frage mich eher, ob Menschen sich irgendwann wieder menschlich begegnen. Ich hoffe es. Und genau darum geht’s. Hoffnung wartet nicht darauf, dass von selbst alles gut wird. Sie ignoriert Probleme nicht, sondern ermutigt, sich für eine bessere Zukunft einzusetzen. Ich kann schon mit einem positiven Kommentar etwas verändern.
Und das ist der Unterschied: Optimismus sagt „Wird schon irgendwie gut“. Hoffnung hilft mit, dass es besser wird.
Rebekka
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Donnerstag, 25. Juni 2026
Ich glaube, viele Menschen erwarten von Kirche, dass sie auf alles eine Antwort hat: auf Kriege, Armut, Politik, Klimawandel, Einsamkeit. Ja – Kirche sollte Haltung zeigen und helfen, wo sie kann. Aber Kirche kann doch nicht alle Probleme der Welt lösen!
Für mich ist Kirche etwas anderes. Ich sehe, wie sie Menschen auffängt. Wie sie Hoffnung gibt. Wie sie Räume schafft, in denen man zuhört, statt urteilt – und Orte, an denen man nicht perfekt sein muss.
Ich finde, Kirche ist dann stark, wenn sie menschlich ist. Wenn ich mich mit anderen verbinde und nicht ausschließe, wenn ich Trost finden kann oder einfach nicht allein sein will.
Ich glaube: Kirche muss nicht alles, aber kann extrem viel! Und sie kann mir genau das geben, was ich brauche – auch in schwierigen Zeiten.
Rebekka
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Mittwoch, 24. Juni 2026
Social Media zieht mich immer öfter runter. Wenn ich durch Kommentare scrolle, sehe ich Streit, Beleidigungen - einfach Hass. Und wenn ich dann durch meinen Feed gehe, habe ich schnell das Gefühl, die Welt besteht nur noch aus Krisen, Konflikten und schlechten Nachrichten.
Natürlich will ich die Augen vor Problemen nicht verschließen. Es ist wichtig, darüber zu sprechen. Aber ich hab gemerkt, dass ich dadurch manchmal vergesse, dass auch gute Dinge passieren. Menschen engagieren sich ehrenamtlich, sammeln Spenden oder entwickeln Lösungen für Probleme. Das passiert alles auch, nur bekommt es viel weniger Aufmerksamkeit.
Ich hab mir deshalb vorgenommen, bewusster darauf zu achten, was ich konsumiere und weiterverbreite. Damit schlechte Nachrichten nicht alles bestimmen.
Denn in Wirklichkeit sehe ich ja nicht nur was schiefläuft, sondern auch was gelingt.
Rebekka
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Dienstag, 23. Juni 2026
„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – den Satz kennt man einfach. Aber ehrlich gesagt hab ich ihn nie richtig hinterfragt. Klar, es geht um Nächstenliebe. Aber der zweite Teil?
Wenn ich mich selbst nicht liebe, wie soll ich jemand anderen gut behandeln? Wenn ich selbst ständig hart zu mir bin? Wenn ich mich klein mache oder mir nichts zugestehe?
Ich denke, dass das miteinander zusammenhängt. Wenn ich mich selbst respektiere, nicht so streng zu mir bin und mir nicht so viel Stress mache, dann fällt es mir auch leichter, andere gut zu behandeln und geduldiger zu sein. Ich mein jetzt nicht, dass ich mich nur noch um mich kümmern soll…sondern dass ich einfach nicht vergesse, dass es genauso wichtig ist, gut zu mir selbst zu sein.
Denn Nächstenliebe beginnt bei mir selbst.
Rebekka
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Montag, 22. Juni 2026
Viele deutsche Promis haben mit dem Spot #melddichmalwieder auf Einsamkeit aufmerksam gemacht. Das fand ich richtig gut! Weil EINSAM fühlen sich viele, nur sieht das niemand. Dabei kann es sogar richtig krank machen - körperlich und psychisch.
Wenn ich mich einsam fühle, freue ich mich darüber, wenn sich jemand bei mir meldet und sich für mich interessiert. Dasselbe will ich auch bei anderen tun.
Ich möchte andere Menschen wahrnehmen und ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind. Besonders die, die vielleicht nicht so laut sind und sofort erzählen, wenn es ihnen schlecht geht. Die eher untergehen, weil sie nicht aufdringlich sind. Ob das jetzt mein geschiedener Arbeitskollege ist oder meine verwitwete Großtante. Ich möchte nicht nur „Hallo“ sagen, sondern wirklich nachfragen, wie es geht. Also mich einfach mal melden.
Rebekka
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Sonntag, 08. März 2026
Ich mag Sprache. Und Schreiben. Schon immer. Irgendwie finde ich‘s befreiend. Wenn ich ChatGPT nutze, dann eigentlich nur, um mir eine Idee zu holen oder zu sehen, wie man einen Text aufbauen könnte. Aber ich überarbeite alles, weil das Schreiben ja mein Ding ist.
Was ich aber immer öfter sehe, sind Leute, die ganze Hausarbeiten oder Referate komplett mit KI schreiben. Nicht, weil sie Hilfe brauchen, sondern um weniger Arbeit zu haben. Und das Schlimme ist – es funktioniert. Nur lernen sie dabei nichts. Noch problematischer ist es bei Kindern, die gar nicht erst lernen, selbst zu schreiben oder zu recherchieren, weil sie von Anfang an mit ChatGPT aufwachsen.
Ich frage mich echt, was das mit unserer Kreativität macht. Manchmal bin ich sogar paranoid: Wenn ich was schreibe, denke ich, „klingt das jetzt zu sehr nach KI?“ – total absurd eigentlich. Und dann kenne ich jemanden, der sogar Liebesnachrichten mit ChatGPT schreibt. Entschuldigungen nach einem Streit, „Ich vermisse dich“-Nachrichten … alles mit KI. Und das finde ich richtig schlimm. Weil da ja gar kein echtes Gefühl drinsteckt. Keine Reflexion, kein Versuch, den anderen zu verstehen – nur ein vorgefertigter Text.

Ich glaube, KI an sich ist nicht das Problem – sondern, wie wir sie benutzen. Wenn wir sie als Hilfe sehen, kann sie uns inspirieren. Aber wenn wir sie alles machen lassen, verlernen wir, was uns ausmacht: selbst zu denken, zu fühlen und zu gestalten.
Rebekka
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Samstag, 07. März 2026
Manchmal sitze ich einfach nur da und versteh die Welt nicht. Warum passiert so viel Schlimmes? Warum gibt’s so viel Krieg, Leid, Hass und Ungerechtigkeit – und Gott schaut einfach zu? Ich habe mir diese Frage schon oft gestellt. Wenn Gott allmächtig ist, warum greift er dann nicht ein?
Manchmal denke ich, das bedeutet, dass Gott gar nicht da ist. Aber vielleicht ist das zu einfach. Vielleicht ist Gott nicht der, der alles Schlimme verhindert – sondern der, der mitten im Schlimmen bei uns bleibt. In den Menschen, die helfen. In den Krankenpflegern, die nicht aufgeben. In der Freundin, die mich tröstet. In den Menschen, die spenden, oder einfach beten. Vielleicht nimmt Gott den Schmerz nicht weg, weil er uns die Freiheit lässt, selbst Verantwortung zu übernehmen. Damit wir einander nicht vergessen, und damit wir spüren, wie wichtig Mitgefühl ist.
Ich glaube, Gott wirkt nicht immer laut. Oft ist er leise, fast unscheinbar – aber da. Nicht als Zauberer, der Probleme wegmacht, sondern als Kraft, die uns weitermachen lässt. Und vielleicht geht’s gar nicht darum, Gott zu finden, sondern zu erkennen, wo er längst wirkt. In der Liebe. Im Mitgefühl. In jedem kleinen Stück Hoffnung, das bleibt – auch wenn sonst gerade alles dunkel ist.
Rebekka
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Freitag, 06. März 2026
Was macht uns Menschen eigentlich menschlich? Da fällt mir vieles ein. Zum Beispiel, dass wir uns unterhalten und lieben können. Das können Tiere auch, aber wir sind zudem in der Lage, uns auf echt intelligente Weise gemeinsam zu organisieren und zu koordinieren. Wir sind eine Spezies mit vielen positiven Eigenschaften und auf den ersten Blick die intelligenteste. Vielleicht stellen wir uns deswegen so oft über alle anderen Spezies und rechtfertigen damit unsere schlechten Taten gegenüber der Natur und Tieren – meiner Meinung nach ein großer Fehler.
Und da sind wir auch schon beim Thema: Eine Sache, die ich direkt mit menschlich sein verbinde, ist Imperfektion. Wir Menschen sind nicht perfekt, denn wir alle machen Fehler, ob wir wollen oder nicht. Das ist eins der Dinge, die uns von Gott unterscheidet: Gott macht keine Fehler, wir Menschen schon. Fehler machen ist menschlich. Ich bin ein Mensch und deshalb mache ich Fehler, das kann ich gar nicht vermeiden.
Ich finde, was zählt ist, wie ich mit meinen Fehlern umgehe. So oft will ich keine Verantwortung für meine Fehler übernehmen oder gestehe sie mir gar nicht erst ein. Ich suche mir lieber einen Sündenbock, um davon abzulenken, dass etwas meine Schuld ist. Und hier liegt das eigentliche Problem. Wer Fehler macht, der muss auch dazu stehen. Nobody is perfect. Und klar will ich keine Fehler machen – aber wenn es doch passiert, dann weiß ich eins: Jeder Fehler bietet mir die Möglichkeit, aus ihm zu lernen.