»Weltfriedenstag« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.09.2020 gesendet.
Morgen ist nicht nur ein ganz normaler Montag, sondern es ist der offizielle Weltfriedenstag. Dieser sogenannte „International Day of Peace“ wurde schon vor vielen Jahren von den Vereinten Nationen, also allen Ländern der Welt, ins Leben gerufen. Es soll ein Tag sein, der für Gewaltlosigkeit steht und an dem Waffenruhe herrscht. Doch die Realität sieht manchmal leider anders aus, denn eigentlich wird an jedem Tag irgendwo auf der Erde Krieg geführt. Und daran kann ich – so gern ich es auch möchte – leider nichts ändern.
Aber ich glaube, „Friede“ hat nicht immer etwas mit Krieg zu tun. Man kann zum Beispiel auch bei einem Streit mit einem Freund „Frieden schließen“. Genau dafür möchte ich den Tag morgen nutzen: Ich habe mich nämlich mit einem guten Kumpel heftig gestritten und natürlich wollte keiner nachgeben…
Und ich habe mir fest vorgenommen, jetzt über meinen Schatten zu springen und wieder das Gespräch zu suchen.
Ich habe keine Ahnung, ob das irgendetwas bringt, aber dann habe ich es zumindest versucht und am Ende ja vielleicht auch ein bisschen „Frieden geschlossen“.
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»Das Böse« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.09.2020 gesendet.
Als Teenager bin ich einmal von Mädels verprügelt worden. Ich habe damals gar nicht verstanden warum und mich immer gefragt, wieso die das mit mir gemacht haben. Später habe ich dann ein Mädel gefragt und sie wusste es selbst nicht. Ich schätze ich war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort.
Wenn ich das Freunden erzähle, sind sie immer sehr geschockt und bezeichnen, die Mädels als böse. Aber ich will nicht denken, dass sie nur böse sind. Ich glaube niemand ist durch und durch böse.
Es gibt ja auch Menschen, die gewalttätig werden, weil sie keinen anderen Ausweg sehen oder unter Druck stehen. Deswegen sind die Menschen ja nicht an sich böse, sondern entscheiden sich eben manchmal für das Falsche. Jesus unterscheidet auch zwischen Tat und Person. Das bedeutet wer Böses tut, handelt schlecht aber ist nicht böse.
Mir ist es wichtig, mir das bewusst zu machen. Wir Menschen sind alle unvollkommen und machen Fehler. Und deshalb ist für mich ein Täter nicht einfach nur ein Täter, sondern eine Person die einen Fehler gemacht hat. Wenn ich versuche das so zu sehen, kann ich neben den Fehlern auch wieder den Menschen sehen. Und so ist es mir dann auch gelungen den Mädels zu verzeihen.
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»Streit mit Gott« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.09.2020 gesendet.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich nur richtig glaube, wenn ich Gott dankbar bin und ihn lobe für alles.
Wenn jemand aus meinem Umfeld stirbt oder es jemandem schlecht geht, sind das Momente in denen das für mich überhaupt nicht passt. Dann klage ich Gott an, zweifle an ihm und frage mich, warum er das zulässt – Auch wenn ich weiß, dass Sterben zum Leben dazugehört und dass meine Freunde und Leute aus meiner Familie auch krank werden können. Mit diesen Situationen muss ich dann irgendwie klar kommen und brauche dann etwas anderes als einen Gott, der immer da ist und mich liebt und so. Das kann ich dann einfach nicht annehmen und deswegen wende ich mich eher ab. Ich habe dann Streit mit Gott, und muss ihn dann nicht mögen. Trotzdem ist er mir wichtig für mein Leben, um es bewältigen zu können. Wie ich meinen Glauben an ihn lebe, entscheide ich dabei selbst: Ihn loben gehört für mich genau so dazu, wie mich zeitweilig von ihm abzuwenden und allein auf der Suche zu sein. Und irgendwann macht es hoffentlich einen Sinn.
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»Vertrauen in mich« von Ida   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.09.2020 gesendet.
Letztes Jahr war ich für ein paar Monate in Guatemala. Ich habe dort viele neue Menschen kennengelernt und musste bei der Arbeit Spanisch sprechen. Das musste ich aber erst lernen.
Ich weiß noch genau, wie mir das erste Mal eine Aufgabe mit Verantwortung gegeben wurde. Ich war ganz aufgeregt und wollte mich eigentlich lieber dafür drücken. Der Knackpunkt war nämlich: ich konnte die Sprache kaum.
Mit der großen Verantwortung musste ich aber aus meiner Komfortzone treten. Ich habe mich zusammengerissen und gesagt: Ida, du schaffst das! Was soll denn schon passieren? Ich habe in Gott vertraut und in seine schützende Hand über mir. Das hat mich gestärkt.
Ich bin über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe endlich angefangen zu reden obwohl ich mich am Anfang so unwohl gefühlt habe. Und konnte dann gar nicht mehr damit aufhören. Heute kann ich fast fließend Spanisch. Ohne mein Vertrauen in mich selbst und das einfach loslegen würde ich immer noch nach Wörtern suchen. Ich glaube, meine Spanischlehrerin wäre stolz auf mich!
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