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Jule
Sonntag, 16. Juni 2024
Nächsten Monat bin ich beim Taylor Swift Konzert in Hamburg. Ich freu mich schon so krass. Taylor ist für mich nicht nur ne mega Künstlerin, sondern ich feier sie auch als Person. Sie setzt sich für viele Dinge ein, die mir wichtig sind. Und sie steht als Frau für ihre Rechte ein. Gerade in der Musikszene wird immer noch vieles von Männern bestimmt und deshalb ist es echt cool, wie sie sich da durchsetzt. Besonders toll find ich, dass sie kritisiert, wie sexistisch die Medien oft sind. Ihr wird zum Beispiel häufig vorgeworfen, dass sie zu viele Beziehungen hatte. Und sie wird gefragt, ob sie als Frau mit über 30 nicht mal heiraten und Kinder kriegen will. Es ist also immer noch ein Thema: Natürlich dürfen Frauen Karriere machen, aber spätestens mit 30 ist es dann schon mal an der Zeit, sesshaft zu werden. Ich bin zwar viel jünger als Taylor, aber ich wurde auch schon gefragt, wann ich denn mal Kinder will. Ich find, dass solche Fragen unangebracht sind und glaub, dass Männer sowas nicht so oft gefragt werden. Es ist übergriffig, weil Frauen verletzt werden, die sich eigentlich ganz doll Kinder wünschen, aber keine bekommen können. Oder weil man sich als Frau aufs Kinderkriegen reduziert fühlt. Ich finde es braucht darum mehr Frauen wie Taylor, die zeigen, dass wir uns nach und nach von den Frauen-Klischees verabschieden können. Deshalb freu ich mich schon, wenn ich mit dieser großartigen Frau einen Abend verbringen darf. Sie ist ein Vorbild für mich und für andere Frauen und schon allein deshalb werd ich auf dem Konzert ganz laut jubeln.

Wir

sind die Jugendredaktion der Evangelischen und Katholischen Rundfunkarbeit am SWR. Wir sind Azubis, studieren, haben gerade einen neuen Job angefangen... - und sprechen hier über Erfahrungen aus unserem Alltag, Fragen, die uns beschäftigen und unseren Glauben.

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