»(Keine) Vorsätze« von Anna R.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.01.2019 gesendet.
Die ersten Wochen des Jahres sind vorbei und viele meiner Freunde reden noch über die Vorsätze, die sie sich für 2019 überlegt haben. Fast alle wollen mehr Sport machen, manche weniger Fastfood essen und mehr selbst kochen. Disziplinierter werden und Arbeiten nicht bis zur letzten Minute aufschieben.
Die letzten Jahre habe ich das auch immer so gemacht, aber für dieses Jahr habe ich mir mal keine Vorsätze überlegt. Ja, auch mir würde es guttun, wenn ich mich mehr bewegen würde. Oder wenn ich mir jeden Tag eine halbe Stunde zum Meditieren oder Beten nehmen würde. Aber ganz ehrlich, das hat noch nie funktioniert. Die ersten Wochen bin ich immer ganz euphorisch gewesen, voller Tatendrang. Ich hab gedacht: „Jetzt bekomme ich endlich mal mein Leben auf die Reihe, werde super sportlich und gleichzeitig tiefenentspannt; dieses Jahr wird alles anders.“ Aber irgendwann hab ich immer gemerkt, dass sich mit dem Jahreswechsel eben doch nicht alles ändert. Dass meine Arbeit immer noch genauso stressig ist wie im Jahr davor und ich auch nicht mehr Kraft habe, um abends noch eine Runde laufen zu gehen. Das ist frustrierend gewesen. Und genau deshalb habe ich es dieses Jahr anders gemacht. Ich lasse das mit den guten Vorsätzen und schaue einfach, was das Jahr so bringt. Dann bin ich nicht enttäuscht, dass es wieder nichts geworden ist. Ich freue mich über jede Veränderung, die im Laufe des Jahres passiert, weil es gerade passt und nicht, weil ich sie erzwinge. Vielleicht ist das ja sogar auch ein Vorsatz.
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»Frauenwahlrecht« von Anna R.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.01.2019 gesendet.
Vor etwas mehr als 100 Jahren wurde in Deutschland das Wahlrecht für Frauen eingeführt.
Für mich ist das ja heute eine Selbstverständlichkeit, dass ich wählen kann. Aber woran ich meistens nicht denke, ist, dass das nicht immer so war.
Dass ich heute wählen kann, dafür haben viele Frauen jahrzehntelang gekämpft. Damals haben Männer Frauen nicht zugetraut, dass sie sich politisch einbringen und ihre Interessen vertreten können. Sie sollten sich um den privaten Bereich kümmern; um die Kinder und ihren Ehemann.
Frauen wie Clara Zetkin oder Helene Lange haben sich damit nicht abgefunden. Sie haben sich organisiert und zum Beispiel Zeitschriften gegründet, in denen sie das Wahlrecht für Frauen gefordert haben. Clara Zetkin ist für ihren Einsatz für die Rechte der Frauen sogar verfolgt worden.
Dank dieser Kämpferinnen für das Frauenwahlrecht vor 100 Jahren ist es für mich heute leichter, wenn ich mich politisch einbringen will.
Ich kann wählen gehen, Mitglied einer Partei werden und ich könnte mich sogar selbst zur Wahl stellen.
Dass Frauen Verfolgungen und Verhaftungen in Kauf genommen haben, zeigt mir immer wieder wie wertvoll mein Recht auf Mitbestimmung ist.
Und es erinnert mich daran, dass ich nicht bequem werden darf, sondern meine politische Stimme nutzen muss.
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»Dankbarkeit« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.01.2019 gesendet.
Neulich hab ich eine Hand voll roter Bohnen bekommen. Zu jeder Bohne sollte ich mir eine Sache überlegen, für die ich Gott besonders danken wollte. Das war in einem Gottesdienst. Ich fand das erstmal ganz schön schwierig, weil ich echt viele Bohnen hatte. Aber je länger ich darüber nachgedacht hab desto mehr Dinge sind mir eingefallen: meine Familie, meine Freunde, meine Arbeit, mein Zuhause und vieles mehr.
Gott zu danken ist Christinnen und Christen wichtig. Das sieht man an vielen Dankesliedern und Gebeten, die Christen singen und beten. Zum Beispiel auch in Gottesdiensten.
Mir ist es wichtig Danke zu sagen. Und mir tut es gut, wenn mir jemand Danke sagt. Es zeigt mir, dass andere mich nicht für selbstverständlich nehmen. Und anderes herum, macht es mich genauso glücklich, wenn sich andere über meinen Dank freuen. Es heißt ja nicht umsonst: Geteilte Freude ist doppelte Freude.
Ich glaube bei Gott ist das ganz genauso. Er freut sich, wenn ich ihm ab und zu sage, wie dankbar ich für das bin, was ich habe. Ich habe eine der roten Bohnen aus dem Gottesdienst aufgehoben. Sie liegt auf meinem Schreibtisch direkt neben der Einkaufsliste. So erinnert sie mich jeden Tag daran, dankbar zu sein.
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»Sich anpassen« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.01.2019 gesendet.
Wenn ich neue Menschen kennenlerne, dann muss ich mich oft anpassen. Meist klappt das auch ganz gut. Sich anzupassen ist oft ganz nützlich, weil man dann leichter in Kontakt kommt. Und sich eher gut versteht. Ich habe dann nämlich das Gefühl, dass wir auf einer Wellenlänge sind. Aber ich will mich auch nicht zu sehr anpassen und dadurch mein Gesicht verlieren.
Mir als Christ ist es wichtig auch mit Jesus auf einer Wellenlänge zu sein. Ich glaube aber, dass ich mich an ihn nicht extra anpassen muss. In der Bibel hat dazu ein Lehrer der Christen mal gesagt, dass Gottes Geist in uns wirkt und wir ihm deshalb immer ähnlicher werden. Das heißt da passiert was automatisch. Der Heilige Geist wirkt von ganz alleine und ich muss gar nichts tun. Ich muss mich also nicht extra anpassen, damit ich mit Jesus auf einer Wellenlänge bin. Ich darf ich bleiben. Und mich darauf verlassen, dass der Heilige Geist in mir wirkt. Und dass er meinen Weg mit mir geht. Bei ihm kann ich mein Gesicht gar nicht verlieren. Eben, weil ich mich nicht für ihn verändern muss. Das finde ich super.
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