»Beichte« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.02.2020 gesendet.
Der Track „Bei dir“ von Felix Kummer, dem Sänger von Kraftklub, gefällt mir. Er hat einen satten Sound und gute Lines und er ist persönlich. In einem Interview hat er mal gesagt, dass er da über seine Jugend nachdenkt. Mir gefällt am Track, dass es darum geht ehrlich zu sich selbst zu sein.
Für mich hat der Track was von Beichten. Ich verstehe unter beichten, dass ich mir Gedanken darüber mache, was mich beschäftigt, bedrückt und darüber wo ich mir selbst im Weg stehe. Dann spreche ich mit einer neutralen Person darüber, mit meinem Pfarrer vor Ort. Und ich merke jedes Mal, wie gut mir das tut und wie sich ein innerer Knoten löst. Aber vorher überlege ich mir, was ich erzähle. Dabei bin ich auch ehrlich zu mir selbst und schreibe es auf. Wenn ich darüber ein Lied machen würde, klänge es ähnlich wie das von Felix Kummer. Denn wie im Track überspiele auch ich meine Unsicherheit, verstelle mich manchmal und bin nicht echt. Da enge ich mich selbst ein, statt so zu sein wie ich bin. Und deshalb brauche ich auch in meinem Leben Menschen, die mich reparieren, verändern und mich so zu sagen reseten. Wo ich geborgen bin und die mich aufbauen. Der Track von Kummer schildert für mich halt das, was in mir beichten auslöst: Felix sagt: „Denn bin ich bei dir, ist alles anders, inklusive mir - bin ich ein bisschen repariert.“
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»Sonntag« von Tobi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.02.2020 gesendet.
Ich liebe Sonntage. An Sonntagen ist irgendwie alles langsamer. Da haben die Läden zu. Kaum jemand ist in der Stadt unterwegs. Die Busse fahren seltener. Ich merke da richtig wie so eine ganze Stadt durchatmet.
Und ich glaube das ist kein Zufall. Ich glaube, dass Gott uns bewusst so geschaffen hat, dass wir einen Tag Ruhe brauchen. Dass uns das gut tut. Nur fällt mir das heute oft ganz schön schwer. Mein Handy macht sonntags keine Pause. Die Pushnachrichten kommen trotzdem. Emails erscheinen auf meinem Display. Anfragen für die nächste Woche lassen mir keine Ruhe. Und es gibt ja auch viele Menschen, die sonntags arbeiten müssen.
Richtig ruhig werde ich erst dann, wenn ich das alles loslasse. Ich erhole mich zum Beispiel bei einem Gottesdienstbesuch. Aber da geh ich auch nicht immer hin. Manchmal lese ich auch einfach ein Buch. Oder chill mit meiner Freundin und schau ne Serie. Dann wird der Sonntag wirklich zu einem Erholungstag.
Nach so einem Sonntag bin ich wieder fit. Die neue Woche kann losgehen. Mal schauen, was sie bringt.
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»Gott spüren« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.02.2020 gesendet.
Wenn ich mit Leuten über Gott rede, kommt irgendwann immer der Satz: „Aber wie kannst du denn an Gott glauben, wenn man den gar nicht sehen kann“
Stimmt eigentlich. Aber es gibt immer wieder Situationen, in denen ich spüre, dass es Gott gibt. Zum Beispiel, wenn ich Musik hör. Oder Gitarre spiel.
In Physik habe ich mal gelernt: Musik ja eigentlich nichts anderes als Schallwellen, die irgendwie von irgendwoher in mein Ohr kommen. Und trotzdem kann Musik mich happy machen, oder traurig, oder nachdenklich.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nur an den Schallwellen liegt. Für mich liegt in der Musik deshalb auch irgendwie Gott. Ich bin mir aber auch ziemlich sicher, dass jeder Gott anders spürt.
Für mich ist auf jeden Fall klar: Da, wo ich spüre, dass mein Herz berührt wird, da ist für mich Gott. Ich muss ihn nicht sehen. Nur spüren.
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»Valentinstag« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.02.2020 gesendet.
Habt ihr heute schon fleißig Blumen verschenkt? Oder Schokolade? Bisher hab ich ja vom Valentinstag nicht so viel gehalten. Hinter dem Valentinstag steckt aber eine echt süße Geschichte: Es geht – wenig überraschend – um einen Valentin. Der war im 3. Jahrhundert nach Christus wohl Bischof in Italien.
Und dieser Valentin soll heimlich Leute verheiratet haben. Leute, die laut Gesetz gar nicht heiraten duften. Weil damals war das ja noch anders, da durften reiche Leute zum Beispiel keine Armen heiraten oder so.
Aber Valentin hat sie trotzdem verheiratet – für ihn war nur wichtig, dass sich zwei Menschen lieben. Ok, Valentinstag kann man auch feiern, wenn man nicht verheiratet ist. Und ich glaube, sogar, wenn man nicht mal eine Freundin oder einen Freund hat.
Für mich ist der Valentinstag nämlich nicht nur ein Tag, an dem man sich einen romantischen Abend zu zweit macht. Er erinnert mich auch daran, dass sich dieser Valentin für die Liebe eingesetzt hat. Er hat dafür gesorgt, dass Menschen sich lieben dürfen, wenn sie sich lieben. Ich finde das mega und auf jeden Fall einen Grund zum Feiern – egal, ob mit oder ohne Partner.
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