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Sonntag, 17. Mai 2026
»Segen auf Rezept« von Sarah
Ein echter Segen: auf Rezept, in Tabletten- oder Kapselform - so fühlen sich Medikamente für mich an. Ich nehme jeden Tag Medikamente, und gehe damit auch ganz offen um. Aber ich glaube nicht jeder sieht das so positiv. Leute fragen mich manchmal, ob ich es nicht komisch oder gruselig finde, mich auf die Medis zu verlassen. Wie oft darf ich mir anhören: „Stell doch einfach deine Ernährung um“ oder „Probier doch mal Tees aus Heilpflanzen“; oder „Stell dich doch nicht so an“ - alles Ratschläge von Leuten, die meinen, dass sie meinen Körper besser kennen als ich oder meine Ärzte. Aber meine persönliche Erfahrung zeigt mir: Meine Medis helfen mir, dass ich voll und ganz an meinem Leben teilhaben kann. Ohne sie wäre das so nicht möglich. Ich bin unglaublich dankbar dafür - und für das Gesundheitssystem, das mir Zugang zu ihnen verschafft. Was für ein Segen das ist, hab ich auch bei meiner Mutter gesehen, die Krebs hatte. Ihre Medikamente haben ihr Leben verlängert, und ihr total viel ermöglicht, was ohne sie gar nicht möglich gewesen wäre. Dass ich meine Medis nehmen kann, ist für mich also ein riesiges Privileg, und ein Segen, für den ich unglaublich dankbar bin.

Wir
sind die Jugendredaktion der Evangelischen und Katholischen Rundfunkarbeit am SWR. Wir sind Azubis, studieren, haben gerade einen neuen Job angefangen... - und sprechen hier über Erfahrungen aus unserem Alltag, Fragen, die uns beschäftigen und unseren Glauben.


