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Mittwoch, 29. Juni 2022
Mir geht es zur Zeit echt richtig gut. Ich bin zufrieden mit meinem Job, in der Uni läuft es auch super und durch die Lockerungen kann ich auch wieder mehr mit meinen Freunden unternehmen. Darüber bin ich echt total froh! Ich freue mich wirklich, dass es gerade so gut läuft. Deshalb hab ich letztens auch einer Bekannten davon erzählt. Die hab ich zufällig in der Stadt getroffen und sie wollte wissen, wie es so geht. Als ich ihr dann gesagt habe, dass ich gerade echt zufrieden bin, meinte sie nur: „Naja, schön für dich, aber warte erst mal ab bis wieder Prüfungen sind, dann sieht‘s wieder ganz anders aus.“ Ich bin mir sicher, dass sie das nicht böse gemeint hat, aber ihr Kommentar hat mich echt nachdenklich gemacht. Sie selbst steckt gerade Mitten in ihren Abschlussprüfungen und ist dementsprechend auch sehr angespannt. Aber ich finde trotzdem, dass sie sich ja auch hätte für mich freuen können, statt mir meine gute Laune madig zu reden. Wenn ich ehrlich bin, gelingt mir das selbst aber auch nicht immer. Manchmal, wenn es mir nicht so gut geht und mir jemand erzählt wie super toll alles gerade bei ihm läuft, bin ich auch ziemlich neidisch. Aber ich versuche das den anderen nicht zu zeigen, sondern mich einfach mitzufreuen. Denn dann können sich am Ende nicht nur eine, sondern gleich zwei Personen freuen und das macht mich selbst auch ein bisschen glücklicher.

Wir

sind die Jugendredaktion der Evangelischen und Katholischen Rundfunkarbeit am SWR. Wir sind Azubis, studieren, haben gerade einen neuen Job angefangen... - und sprechen hier über Erfahrungen aus unserem Alltag, Fragen, die uns beschäftigen und unseren Glauben.

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