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Samstag, 08. Mai 2021
„Eigenlob stinkt!“. Den Satz habe ich schon oft gehört und er kommt mir auch immer wieder in den Kopf. Ich finde aber, das stimmt so gar nicht. Wenn ich mich selbst lobe, heißt das noch lange nicht, dass ich mich für etwas Besseres halte. Natürlich finde ich es auch doof, wenn andere sich ständig selbst als besonders toll darstellen. Aber warum sollte ich nicht auch mal zugeben dürfen, dass ich etwas gut gemacht habe? Ich finde, solange ich nicht ständig angebe, ist das völlig okay. Das Umzusetzen gelingt mir aber nicht immer. Letztes Semester habe ich zum Beispiel eine echt anspruchsvolle Prüfung gehabt. Ich habe dafür eine super Note bekommen und war einfach stolz auf mich. Als mich eine Freundin gefragt hat wie die Prüfung lief habe ich mich aber gar nicht getraut ihr das so zu sagen. Eigentlich schade. Ich finde es ist nichts Falsches daran zu seinen Stärken zu stehen. Und wenn ich meiner Freundin offen gesagt hätte, dass die Prüfung richtig gut lief, dann hätte sie sich bestimmt für mich mitgefreut. Ich muss meine Leistung nicht kleinreden und darf mir auch erlauben stolz auf mich zu sein. Ich denke, dann stinkt Eigenlob nämlich ganz und gar nicht.

Wir

sind die Jugendredaktion der Evangelischen und Katholischen Rundfunkarbeit am SWR. Wir sind Azubis, studieren, haben gerade einen neuen Job angefangen... - und sprechen hier über Erfahrungen aus unserem Alltag, Fragen, die uns beschäftigen und unseren Glauben.

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