Sonntag, 19. Juli 2026
Mit Isi. Aktuell geh ich regelmäßig mit meiner Freundin ins Freibad. Und freu mich richtig aufs große Becken. Denn beim Schwimmen kann ich so richtig abschalten und mich ganz leicht fühlen, weil das Wasser mich trägt. Klar das funktioniert nur, weil ich die richtige Technik beim Schwimmen beherrsche. Aber einmal gelernt, verlasse ich mich darauf. Dass ich da überhaupt drauf komm, liegt an einem Satz, den ich vor kurzem bei einer Taufe gehört hab. „Du wirst getauft mit Wasser, das trägt“. Fand ich erst komisch, aber dann hab ich gemerkt, Glauben ist wie Schwimmen. Es braucht schon ein bisschen Übung und Menschen, die mir zeigen, wies geht – aber dann kann ich merken: Gott trägt. Wie das Wasser.
Samstag, 18. Juli 2026
Es ist Sommer und ich seh auf Insta und Co die ganzen krassen Urlauber von Influencerinnen. Und bei mir reicht’s nur“ für einen Camping in Deutschland. Das auszuhalten fällt mir gerade schwer. Dabei lieb ichs eigentlich. Das erinnert mich an eine Geschichte aus der Bibel.
Dort vergleichen Arbeiter, dass was sie für ihre Arbeit bekommen haben mit dem der anderen. Und fühlen sich ungerecht behandelt, weil sie genauso viel bekommen haben, wie die, die viel kürzer gearbeitet haben. Der Punkt in der Geschichte: Alle haben genug zum Leben bekommen und hätten sie nichts von den anderen gewusst, wären sie einfach zufrieden gewesen.
Genau diese Perspektive nehm ich mit: Ich will dankbar sein, für meinen Campingurlaub, ohne zu vergleichen, was andere so machen.
Dort vergleichen Arbeiter, dass was sie für ihre Arbeit bekommen haben mit dem der anderen. Und fühlen sich ungerecht behandelt, weil sie genauso viel bekommen haben, wie die, die viel kürzer gearbeitet haben. Der Punkt in der Geschichte: Alle haben genug zum Leben bekommen und hätten sie nichts von den anderen gewusst, wären sie einfach zufrieden gewesen.
Genau diese Perspektive nehm ich mit: Ich will dankbar sein, für meinen Campingurlaub, ohne zu vergleichen, was andere so machen.
Freitag, 17. Juli 2026
Da ist es, mein erstes graues Haar und mein erster Gedanke: WAS?! Nein… Ich studier doch noch, das kann nicht sein, ich will das nicht…
Ich war echt schockiert, wie sehr mich dieses eine Haar beschäftigt. Vermutlich hängt der Schock damit zusammen, dass ich ständig Menschen seh, die einfach nicht altern. Anne Hathaway zum Beispiel erst bei der Teufel trägt Prada 2. Teilweise hieß es ja sogar, sie sehe jünger aus als in Teil 1.
Mein graues Haar hat mir gezeigt, wie sehr das Ideal jung auszusehen, in mir drin steckt.
Da tut mir ein anderer Blick gut: Der Blick, wie Gott mich sieht. Er schaut mich liebevoll an und interessiert sich nicht graue Haare.
Ich hoffe, ich kann diesem Blick auch irgendwann mehr glauben als den Idealen dieser Welt.
Ich war echt schockiert, wie sehr mich dieses eine Haar beschäftigt. Vermutlich hängt der Schock damit zusammen, dass ich ständig Menschen seh, die einfach nicht altern. Anne Hathaway zum Beispiel erst bei der Teufel trägt Prada 2. Teilweise hieß es ja sogar, sie sehe jünger aus als in Teil 1.
Mein graues Haar hat mir gezeigt, wie sehr das Ideal jung auszusehen, in mir drin steckt.
Da tut mir ein anderer Blick gut: Der Blick, wie Gott mich sieht. Er schaut mich liebevoll an und interessiert sich nicht graue Haare.
Ich hoffe, ich kann diesem Blick auch irgendwann mehr glauben als den Idealen dieser Welt.
Donnerstag, 16. Juli 2026
Wir hatten Sommerball an der Hochschule. So richtig elegant, also Abendkleid, hohe Schuhe, schicke Frisur. Natürlich haben wir auch Bilder gemacht, ich mein, wenn man schon so schick ist. Als ich hinterher die Bilder von einer Freundin angeschaut hab, war ich echt begeistert. Und dann, bei meinen eigenen, dachte ich nur “oh…” und noch einige nicht so nette Aussagen. Kurz gesagt: Ich fand mich auf den Bildern überhaupt nicht schön. Seltsam mit einer Freundin würde ich nie so sprechen… Und dabei mag ich den Satz aus der Bibel doch so wo es heißt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst”.
“Liebe deinen Nächsten” ist mir wirklich wichtig. Aber es heißt eben auch: “wie dich selbst”. Und das ist doch so ein wertvoller Reminder!
“Liebe deinen Nächsten” ist mir wirklich wichtig. Aber es heißt eben auch: “wie dich selbst”. Und das ist doch so ein wertvoller Reminder!
Mittwoch, 15. Juli 2026
Als ich letztens einen Podcast gehört hab, ging es mal wieder um Dating und die Frage, wie man den Menschen fürs Leben findet. Ich hab da gar nicht an die große Liebe gedacht, sondern an die Sehnsucht nach Freundschaft.
Nicht weil ich keine Freunde habe. Im Gegenteil, ich hab viele Menschen, die mir wichtig sind und mit denen ich wirklich gerne Zeit verbring. Aber eine beste Freundin, das hatte ich noch nie.
Fast schlimmer als die Sehnsucht danach ist, dass ich gemerkt hab, dass mir mit das peinlich ist. Weil sich der Wunsch so teenie-mäßig anfühlt und ich mich frag: müsste ich da nicht weiter sein?
Warum eigentlich? Egal, ob wir eine Sehnsucht nach Liebe oder Freundschaft spüren, es zeigt, wir Menschen brauchen Beziehungen, egal in welcher Form. Ich muss mich für den Wunsch also nicht schämen.
Nicht weil ich keine Freunde habe. Im Gegenteil, ich hab viele Menschen, die mir wichtig sind und mit denen ich wirklich gerne Zeit verbring. Aber eine beste Freundin, das hatte ich noch nie.
Fast schlimmer als die Sehnsucht danach ist, dass ich gemerkt hab, dass mir mit das peinlich ist. Weil sich der Wunsch so teenie-mäßig anfühlt und ich mich frag: müsste ich da nicht weiter sein?
Warum eigentlich? Egal, ob wir eine Sehnsucht nach Liebe oder Freundschaft spüren, es zeigt, wir Menschen brauchen Beziehungen, egal in welcher Form. Ich muss mich für den Wunsch also nicht schämen.
Dienstag, 14. Juli 2026
“Das triggert mich“ Ich hör das inzwischen so oft und das kann alles möglich sein: Ein Geräusch, eine Redewendung, ein falsch ausgesprochenes Wort.
Ich frag mich aber, wenn wir so normale Alltagserlebnisse mit so großen Wörtern wie traumatisch, narzisstisch oder triggern beschreiben, welche Worte bleiben denn dann für wirklich extreme Situationen? „Traumatisch, triggern, toxisch“ das sind alles Worte aus der Psychologie und damit Therapie-Slang.
Wir sollten mit solchen Worten sorgsamer umgehen. Denn wenn alles Mögliche triggert, dann fehlen uns die Worte, wenn wir sie eigentlich brauchen. Und Menschen mit psychischen Erkrankungen, die wirkliche Trigger erleben, werden vielleicht nicht mehr ernst genommen.
Und: Statt triggern kann ich auch sagen, es nervt oder provoziert mich.
Ich frag mich aber, wenn wir so normale Alltagserlebnisse mit so großen Wörtern wie traumatisch, narzisstisch oder triggern beschreiben, welche Worte bleiben denn dann für wirklich extreme Situationen? „Traumatisch, triggern, toxisch“ das sind alles Worte aus der Psychologie und damit Therapie-Slang.
Wir sollten mit solchen Worten sorgsamer umgehen. Denn wenn alles Mögliche triggert, dann fehlen uns die Worte, wenn wir sie eigentlich brauchen. Und Menschen mit psychischen Erkrankungen, die wirkliche Trigger erleben, werden vielleicht nicht mehr ernst genommen.
Und: Statt triggern kann ich auch sagen, es nervt oder provoziert mich.
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