Linus
Anhören
Dienstag, 09. August 2022
Ich wohn gerade in einer WG mit 50 anderen Leuten. Das ist schon ziemlich cool. Vor allem, weil es immer Leute gibt, mit denen ich reden kann. Dadurch haben wir uns auch mega gut kennengelernt. Und wir machen auch oft irgendwelche besonderen Sachen. Zum Beispiel mitten unter der Woche einfach die ganze Nacht gemeinsam quatschen.
Mittlerweile habe ich aber gemerkt, wie schön es sein kann, auch mal allein zu sein. Nach ein paar Wochen hat es mich richtig angestrengt, von so vielen Leuten umgeben zu sein. Und dann konnte ich es gar nicht mehr richtig genießen, mit ihnen was zu machen.
Seitdem versuche ich ganz bewusst, mich auch mal zurückzuziehen – und zwar schon bevor ich merke, dass ich ausgepowert bin.
Dann geh ich in den Wald oder lese was. Manchmal brauch ich dann ein paar Stunden für mich, manchmal auch ein ganzes Wochenende. Aber vor allem ist wichtig, mir die Zeit dafür zu nehmen. Dafür möchte ich genauer auf mich achten und schauen, was gerade richtig für mich ist, und was mir guttut.
Rebekka
Anhören
Montag, 08. August 2022
Ihr kennt bestimmt alle diese Tage an denen einfach alles schiefläuft. Letztens hatte ich so einen Tag und war total schlecht drauf. Ich war mega gereizt und lustlos. In so einem Moment brauche ich eigentlich etwas, was meine negative Stimmung vertreibt. Irgendwas, was mich so richtig zum Lachen bringt. Denn immer, wenn ich lache, werde ich glücklicher.
Denn Lachen befreit, verbindet und ist sogar gesund. Wenn ich lache, kann ich Traurigkeit vertreiben, und das tut mir gut. Gerade deswegen ist Lachen auch so ansteckend.
Aber wenn ich allein in meinem Zimmer sitze und mich gerade niemand zum Lachen bringt, auf was soll ich dann vertrauen?
In solchen Momenten hilft mir mein Glaube: Gott sichert den Menschen zu, dass er sie aus Krisenzeiten herausholt. Auf ihn kann ich hoffen. Weil er immer wieder unser Leben bejaht.
Also: egal, wie unzufrieden ich gerade bin. Gott ist bei mir. Und fürs Lachen hab‘ ich einen Trick, der sich vielleicht etwas komisch anhört, aber funktioniert: Eine Minute lang durchlächeln. Und zwar mit einem Stift zwischen den Zähnen vor dem Spiegel. Da kommt das Lachen nämlich ganz von allein!
Juliane
Anhören
Sonntag, 07. August 2022
An meinem Glauben an Gott fasziniert mich immer wieder auf´s Neue: Gott hat keine Berührungsängste. In der Bibel lese ich, dass Gott ganz direkt mit den Menschen unterwegs ist. Er hört ihnen zu, er redet mit ihnen und er begleitet sie im Alltag. Die Menschen erleben, dass Gott da ist!
Besonders eindrücklich erleben sie das, als Gott selbst als Mensch auf die Erde kommt.
In Jesus Christus erlebt Gott das ganze menschliche Leben am eigenen Leib. Das ist einzigartig am christlichen Glauben: Ich kenne keine andere Religion, in der Gott Mensch wird und mitten auf die Erde kommt.
Oft schaue ich auf das Weltgeschehen und verliere den Mut. Krisen ohne Ende. Dann hilft es mir, mich daran zu erinnern, wie Gott in Jesus in der Welt gehandelt hat. Jesus hat sich in seinem menschlichen Leben anderen Leuten zugewendet. Er hat Liebe vorgelebt und seine Nachfolgerinnen und Nachfolger aufgefordert, dasselbe zu tun.
Deshalb ist Jesus für mich das größte Vorbild überhaupt! Denn wenn Gott selbst als Mensch mitten in die Welt kommt, um anderen Gutes zu tun, – dann will ich mir daran ein Beispiel nehmen!
Lena
Anhören
Samstag, 06. August 2022
Dieses Jahr hatte ich im Urlaub ein richtig schlechtes Gewissen. Gerade ist in der Welt ganz schön viel los. So viele Krisen und irgendwie scheint es keine Lösung zu geben. Das macht mich betroffen und lässt mich fast verzweifeln. Da hat es sich für mich schon verrückt angefühlt, in den Urlaub zu fahren. Während andere Menschen leiden, lasse ich es mir gut gehen. Das hat mich sehr beschäftigt.
Und trotzdem merke ich, wie ich solche Pausen brauche. Ich brauche auch mal Momente, in denen ich kurz abschalten kann und alles um mich herum vergesse.
Für sich selbst zu sorgen und sich Auszeiten zu nehmen, wenn einem alles zu viel wird – dazu fordert schon die Bibel auf. In den zehn Geboten steht, dass die Menschen am siebten Tag ruhen sollen. Dieser Tag soll Gott gewidmet werden. Man soll nicht arbeiten, sondern singen, feiern und beten.
So eine Auszeit vom Alltag finde ich im Urlaub. Für mich heißt das auch, Zeit mit Gott zu verbringen. Wenn ich zum Beispiel Gottes schöne Schöpfung bewundere. Oder wenn ich in einem ruhigen Moment bete. So schöpfe ich Kraft für den Alltag.
Juliane
Anhören
Freitag, 05. August 2022
Seit Kurzem wird an meiner Hochschule gebaut. Es entsteht ein neues Wohngebäude, die Lehrräume werden erweitert und die Bibliothek wird vergrößert. Deshalb studiere und lerne zurzeit mitten auf einer Baustelle. Damit ist natürlich viel Lärm verbunden und Einschränkungen im Tagesablauf. Andererseits sind meine Mitstudis und ich super gespannt. Wir sehen, wie sich der Campus verändert.
Der Baubeginn ist für mich ein Beispiel für einen echten Neuanfang. Wo man vielleicht erst mal Trümmer und Bauteile sieht, entdecke ich einen neuen Blick auf die Zukunft. Denn die Hochschule hat mit den Baumaßnahmen wichtige Dinge in Angriff genommen: ein nachhaltiges und sparendes Konzept für die Energienutzung. Echte Barrierefreiheit. Und viele weitere Ideen für ein zukunftsfähiges Gebäude. Das macht mir Mut. Die aktuelle Baustelle zeigt mir jeden Tag, dass wir unsere Zukunft gemeinsam gestalten können!
Lena
Anhören
Donnerstag, 04. August 2022
Dein neues Ritual. Das hab ich neulich auf einem Werbeplakat gelesen. Mich hat das ein bisschen gewundert. Ich verbinde Rituale vor allem mit Religion. So ein religiöses Ritual ist zum Beispiel das Vaterunser, das in jedem Gottesdienst gesprochen wird.
Aber dass die Werbung das Wort Ritual aufgreift, zeigt mir, dass sich offensichtlich viele Menschen nach Ritualen sehnen. Ich glaube, das liegt daran, dass Rituale Sicherheit geben. Sie gliedern unser Leben. Und da merke ich, es gibt doch auch viele Rituale in meinem Leben, die nichts mit Religion zu tun haben. Der morgendliche Kaffee, das gemeinsame Abendbrot in der Familie oder der Filmabend um 20.15 Uhr. Rituale haben ihren Platz in meinem Alltag.
Sie tragen auch dazu bei, dass die Menschen zu einer Gemeinschaft werden. Zum Beispiel wenn die ganze Gemeinde das Vaterunser spricht. Dann sprechen all die unterschiedlichen Menschen wie aus einem Munde. Dann fühle ich mich sogar denen nahe, die ich gar nicht kenne. Aber dann fühle ich mich auch Gott nahe.
Mir tut das gut. Deshalb suche ich mir immer wieder meine Rituale. Und manche Rituale helfen mir, auch in meinem Alltag Momente mit Gott zu haben.