Paul
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Freitag, 03. Februar 2023
Elegant, intelligent, lebensnotwendig – genau ich rede von meinem Laptop. Ich verbringe mit nichts, was mir gehört so viel Zeit wie mit dieser viereckigen Kiste. Ob Serien- oder Arbeitsmarathon, er ist immer mein treuer Begleiter. Er gehört mir und ich brauche ihn!
Aber was heißt das eigentlich: gehören.
Mit meinem Fahrrad oder ebenmeinem Laptop ist das einfach: Die gehören mir, und ich kann damit machen, was ich will. Aber mit „meiner“ Familie oder mit „meinen“ Freunden ist das schon was anderes: Die gehören mir nicht, sondern sie gehören ZU mir.
Mit der Erde ist das vielleicht so ähnlich. Als Christ würde ich sagen: Gott hat uns die Erde gegeben, sie gehört zu uns Menschen. Und wir gehören zu ihr, immer hin leben wir auf ihr. Wir benutzen die Erde für Nahrungsmittel und alles, was wir so brauchen. Gleichzeitig ist die Welt nicht unendlich. Momentan benutzen wir zu viel von der Natur, sprich wir zerstören sie sogar.
Mit meinem Laptop gehe ich auch ganz behutsam um, damit er mir am besten für immer erhalten bleibt. Genauso sind wir Menschen für den Umgang mit der Erde verantwortlich. Keiner und keinem gehört die Erde allein, sondern ich finde allen gleichermaßen. Genau deshalb müssen wir schauen, dass auch alle etwas von ihr haben und in Zukunft auch haben werden. Die Natur der Erde ist nämlich auch elegant, intelligent und lebensnotwendig!
Lena
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Donnerstag, 02. Februar 2023
Und, steht der Tannenbaum noch? Ist sein saftiges Grün einem hellen Grau gewichen? Hat der Baum den Großteil seiner Nadeln schon verloren? Spätestens ab heute findet man wohl kaum mehr einen Tannenbaum. Denn heute ist Mariä Lichtmess und damit traditionell besonders in der katholischen Kirche das Ende der Weihnachtszeit.
Für viele ist Weihnachten ja schon früher vorbei. Mein Weihnachtsbaum ist schon seit Januar abgebaut. Aber es gibt Christen, die den Tannenbaum und die Krippenfiguren bis heute stehen lassen.
Mariä Lichtmess ist aber nicht nur das Ende der Weihnachtszeit. An diesem Tag können die Menschen in der Katholischen Kirche ihre Kerzen segnen lassen. An manchen Orten wird das Fest auch mit Lichterumzügen – ähnlich wie das Laternelaufen – begleitet.
Das gefällt mir. So wird das helle Licht von Weihnachten auch ein bisschen in die Zeit nach Weihnachten mit hineingenommen. Denn mit dem Ende der Weihnachtszeit endet ja das Versprechen, das Gott uns gemacht hat, nicht. Er verspricht uns, bei uns zu sein, auch wenn es ganz dunkel ist. Er verspricht uns, dass er für uns ein helles Licht voller Zuversicht ist. Das können wir mit in unseren Alltag nehmen. Denn egal womit wir kämpfen oder welche Herausforderungen auf uns warten: Gott ist da.
Paul
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Mittwoch, 01. Februar 2023
Hallo, heute mit Paul, dem Kleinen.
Das bedeutet zumindest mein Name – Paul, kommt vom lateinischen Namen Paulus, was so viel wie „klein“ oder „kurz“ bedeutet. Na klasse, da hätten sich meine Eltern auch mal eine coolere Bedeutung überlegen können.
Von einem berühmter Paul finden sich einige Briefe in der Bibel. Daneben hat er aber eine ganz schön wilde Lebensgeschichte. Paul oder Paulus, wie ihn die Bibel nennt, ist im jüdischen Glauben aufgewachsen und hat einen richtig streng-religiösen Lebensstil gehabt. Er sah seinen Glauben von der neu aufkommenden Jesusbewegung angegriffen und hat ihnen deshalb das Leben richtig schwer gemacht. Doch auf einer Reise ist ihm Jesus in einer Vision begegnet und Paulus hat seinen Irrweg erkannt. Also hat er einfach mal eine 180 Grad Wende hingelegt: hat sich der Jesus-Bewegung angeschlossen und nun von der Liebe Gottes erzählt, die allen Menschen gilt.
Mein Name kommt also von einem Typen, der zuerst ziemlich auf dem Holzweg unterwegs ist und schreckliche Dinge tut. Immerhin bekommt er noch die Kurve und wendet sich dem Guten, der Liebe im Leben zu. Und seine Geschichte macht Mut, weil sie mir zeigt: Auch wenn ich mich mal komplett verrannt habe, gibt es immer die Möglichkeit, das zu erkennen und einen völlig anderen Weg einzuschlagen. Doch ganz cool eigentlich. Jetzt bleibt nur die Frage: Von wem oder woher stammt eigentlich dein Name?
Lena
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Dienstag, 31. Januar 2023
Ich bin schon ein musikalischer Mensch. Singen macht mir viel Spaß und ich hatte früher sogar mal Geigenunterricht. Gerade bringt mein Mann mir bei, Ukulele zu spielen. Dynamisch und flink gleitet seine Hand über das Griffbrett. Bei mir dauert es immer ein bis zwei Sekunden, bevor ich von dem einen Griff zum anderen wechseln kann. Mein Endgegner sind die Barrégriffe. Dabei legt man einen Finger quer über die Seiten und drückt mit diesem Finger auf alle Seiten gleichzeitig.
Mein Mann hat damit keine Probleme. Wie macht der das nur? Ich halte die Hand doch genau wie er, aber mir will das einfach nicht gelingen!
Vielleicht hat er einfach mehr Talent als ich. Ihm fällt der Griff leicht. Mir leider nicht. Für den Barrégriff habe ich kein Talent. Aber dafür beherrsche ich besser feinmotorische Arbeiten wie Nähen.
In der Bibel steht, dass jeder von Gott seine eigenen Talente bekommen hat. Der eine hat das Talent, einen Barrégriff zu greifen und die andere hat das Talent, aus einem Stück Stoff eine schöne Bluse zu machen. Wir sind einmalig von Gott geschaffen und haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Das macht uns einzigartig. Und außerdem können wir uns so ergänzen. Für Gott zählt aber nicht, was ich alles Tolles kann. Für ihn bin ich wertvoll – völlig unabhängig von meinen Talenten.
Paul
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Montag, 30. Januar 2023
„Möge die Macht mit dir sein!“ Wahrscheinlich eins der berühmtesten Filmzitate überhaupt. „Möge die Macht mit dir sein!“ In den Star-Wars Filmen sagen das die Jedi zueinander, wenn sich ihre Wege trennen. Jedi - das sind so Art Beschützerinnen und Beschützer der Balance zwischen Gutem und Bösen im Universum. Immer wenn dieser Satz fällt, ist klar: Ein Jedi begibt sich auf eine gefährliche Mission. Die Macht in Star Wars ist nicht sichtbar, aber umgibt alles. Jedis können diese Kraft spüren und selbst benutzen; deshalb sind sie so mächtig.
Eine Macht, die alles umgibt, die nicht sichtbar ist, und doch immer da. So könnte man auch den Gott beschreiben, an den Christinnen und Christen glauben. Die geben sich, wenn sich ihre Wege trennen, auch einen Zuspruch mit. So zum Beispiel am Ende des Gottesdienstes in der Kirche - da heißt der Zuspruch Segen. Es gibt da ganz viele verschiedene Segenswünsche, einer der ganz ähnlich klingt wie bei den Jedi lautet: „Möge der Frieden des Herrn mit dir sein!“
Der Segen ist ein Zuspruch, der mir als Christ sagt: Du bist nicht allein. Gott begleitet dich, er ist bei dir, egal was kommen wir. Mir gibt der Segen Kraft. Ganz so wie bei den Jedis, auch wenn meine Mission nur lautet: Kampf mit dem Alltag der nächsten Woche.
Rebekka
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Sonntag, 29. Januar 2023
„Betet ohne Unterlaß!“ Das ist kein Aufruf von mir, das steht genau so in der Bibel. Aber ehrlich gesagt? Ich habe den Eindruck, dass Beten von vielen als absolut uncool angesehen wird. Zu Unrecht, wie ich finde.
Ich bete meistens in Momenten, in denen es mir nicht so gut geht oder wenn ich einfach nicht aufhören kann, über etwas nachzudenken. Ok gut, und manchmal auch, weil ich dann schneller einschlafen kann. Es hilft mir, mit jemandem zu reden, auch wenn ich denjenigen nicht sehen kann. Und ich brauch auch gar nicht immer eine Antwort: manchmal liegt die Lösung für ein Problem direkt vor meinen Augen und ich konnte sie durch meine tausend anderen Gedanken nur nicht sehen. Meine Gedanken zusammenfassen und aussprechen bringt Ordnung in mein Gedankenchaos und entspannt mich. Außerdem glaube ich daran, dass mir am anderen Ende jemand zuhört, nämlich Gott, und das gibt mir Zuversicht. Es tut gut, ein Problem, das ich selbst nicht lösen kann, in Gottes Hände zu legen.
„Ohne Unterlaß“, also ständig beten, macht keinen Sinn. Aber es macht Sinn zu beten, wenn das Bedürfnis dazu habe. Beten hilft mir und ich kann nur empfehlen, das jeder das mal für sich selbst ausprobiert. Und uncool, finde ich, ist Beten absolut gar nicht, im Gegenteil – also ich fühle mich danach immer viel besser!