Lisa
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Mittwoch, 29. Juni 2022
Mir geht es zur Zeit echt richtig gut. Ich bin zufrieden mit meinem Job, in der Uni läuft es auch super und durch die Lockerungen kann ich auch wieder mehr mit meinen Freunden unternehmen. Darüber bin ich echt total froh!
Ich freue mich wirklich, dass es gerade so gut läuft. Deshalb hab ich letztens auch einer Bekannten davon erzählt. Die hab ich zufällig in der Stadt getroffen und sie wollte wissen, wie es so geht. Als ich ihr dann gesagt habe, dass ich gerade echt zufrieden bin, meinte sie nur: „Naja, schön für dich, aber warte erst mal ab bis wieder Prüfungen sind, dann sieht‘s wieder ganz anders aus.“
Ich bin mir sicher, dass sie das nicht böse gemeint hat, aber ihr Kommentar hat mich echt nachdenklich gemacht. Sie selbst steckt gerade Mitten in ihren Abschlussprüfungen und ist dementsprechend auch sehr angespannt. Aber ich finde trotzdem, dass sie sich ja auch hätte für mich freuen können, statt mir meine gute Laune madig zu reden.
Wenn ich ehrlich bin, gelingt mir das selbst aber auch nicht immer. Manchmal, wenn es mir nicht so gut geht und mir jemand erzählt wie super toll alles gerade bei ihm läuft, bin ich auch ziemlich neidisch. Aber ich versuche das den anderen nicht zu zeigen, sondern mich einfach mitzufreuen. Denn dann können sich am Ende nicht nur eine, sondern gleich zwei Personen freuen und das macht mich selbst auch ein bisschen glücklicher.
Hans-Christian
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Dienstag, 28. Juni 2022
Ich finde Maria aus der Bibel ist echt stark. Sie ist die Mutter von Jesus und hat es nicht leicht gehabt. Jung, plötzlich schwanger und das Ganze auch noch ohne Mann. Gesellschaftlich ein Unding! Umso stärker find ich es, wie sie mit Gott und der Situation umgeht – sich für Gott entscheidet.
Sie ist eine junge, starke Frau – die ihre Meinung sagt und vertritt. Sie sagt, dass Gott für die Schwachen da ist und die Mächtigen vom Thron stürzten wird – dass die Welt besser wird und es Hoffnung gibt. Das feier ich. Und ich finde das sollte auch in den Darstellungen von ihr sichtbarer sein, wie bei den Bildern von der amerikanischen Künstlerin Gracie Saints.
Sie zeigt Maria als Frau auf der Flucht, als eine Frau der People of color oder Maria mit Tatoos. Sie sieht aus wie eine gestandene, selbstbewusste Frau aus dem 21. Jahrhundert. Das gefällt mir.
Eigentlich kenne ich nur Darstellungen, in denen sie als liebe, brave Frau dargestellt wird. Eine junge Frau, die ja und Amen sagt. Irgendwie langweilig, dröge und angepasst. Deshalb konnte ich lang auch nichts mit Maria anfangen.
Mit so einem Bild von Gracie Saints kann ich mehr anfangen. Ich finde, es braucht mehr solche Bilder von Maria. Denn Maria ist eine starke Frau.
Lisa
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Montag, 27. Juni 2022
Ich hab letztens eine ganze Menge Brötchen gerettet! Bei mir in der Straße gibt es einen Fair-Teiler. Das ist ein Ort, wo Menschen Lebensmittel hinbringen, die in Supermärkten und Bäckereien weggeworfen worden wären. Jeder der mag, kann dann im Fair-Teiler vorbeischauen und einfach mitnehmen, worauf er oder sie gerade Lust hat.
Die Lebensmittel sind immer noch richtig gut, manchmal kann ich gar nicht verstehen, warum die im Supermarkt nicht mehr verkauft werden dürfen. Essen hat doch einen Wert! Deshalb finde ich das wirklich eine super Idee. Inzwischen gibt es solche Lebensmittelrettungsaktionen in richtig vielen Städten. Oftmals gibt es aber leider viel mehr Lebensmittel, die gerettet wurden, als Leute, die kommen und sie abholen wollen.
Das finde ich wirklich schade. Ich hole aber nicht nur gerettete Lebensmittel ab, sondern versuche auch sonst so wenig wie möglich an Essen wegzuwerfen. Wenn bei mir beim Mittagessen mal wieder ganz viele Nudeln übrigbleiben, dann biete ich einfach meinen Mitbewohnerinnen eine Portion an oder friere die Sachen ein.
Ich mache natürlich trotzdem noch meinen ganz normalen Einkauf im Supermarkt, aber ab und zu schau ich nach der Arbeit im Fair-Teiler vorbei. Dann freu ich mich richtig, wenn ich Essen retten kann. Vielleicht gibt es sowas ja auch in eurer Stadt?
Ellen
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Sonntag, 26. Juni 2022
Zwischen den Pfingst- und Sommerferien ist immer eine krass volle Zeit, finde ich. Alle Lehrerinnen und Lehrer müssen noch eine Klassenarbeit schreiben, für die Studierenden stehen wieder Prüfungen an und arbeiten bei so einer Hitze ist auch kein Spaß. Alle haben viel zu tun, dabei hätte man doch viel mehr Lust, draußen zu sein, das Wetter zu genießen und sich mit Freunden zu treffen.
Bei mir ist auch privat immer super viel los, weil alle Vereine und Gruppen noch ihr Sommerfest machen. Wenn dann endlich Sommerferien sind, bin ich erst recht ferienreif und brauche die Ruhe und Entspannung.
Ich will mir für dieses Jahr vornehmen, dass es anders wird. Mir ganz bewusst auch Pausen einplanen. Mir Zeiten freihalten, um ins Freibad zu gehen, um mit Freunden Eis zu essen oder zum einfach auf dem Balkon ein gutes Buch lesen. Vielleicht muss ich ja auch nicht bei jedem Grillfest gewesen sein?
Da ist Jesus mein Vorbild. Auch in seinem Leben war immer richtig viel los. Aber er hat sich immer wieder ganz bewusst Zeit genommen, um zur Ruhe zu kommen. Er hat sich zurückgezogen, hat gebetet, geschlafen oder sich einfach entspannt, davon berichtet die Bibel. Und wenn Jesus das getan hat, dann darf ich das ja wohl auch.
Sarah
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Samstag, 25. Juni 2022
Als ich neulich mit dem Zug gefahren bin, hat mich der Blick in die tiefhängenden Wolken richtig bedrückt. Ich hab mich auf einmal richtig einsam gefühlt, als ich mich in den Wolken so ganz verloren hab.
Aber das ist nicht immer so- oft finde ich in dem Blick nach oben auch etwas Tröstendes, denn für mich ist der Himmel auch ein Bild für Gott. Bei einem Blick auf nur einzelne hübsche Wattewölkchen vor einem strahlend blauen Himmel fühl ich mich frei und von Gott angenommen. Aber manchmal ist der Blick von unten in die Wolken auch so trüb, dass es mich fast erschlägt. Gott scheint dann unfassbar weit weg zu sein.
Aber ich glaube, dass das eigentlich nicht stimmt. „Sieh her, Gottes Wohnung ist bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen und … er wird jede Träne abwischen von ihren Augen.“ So heißt es in der Bibel. Gott schwebt nicht distanziert und unerreichbar irgendwo über mir. Er versteckt sich nicht hinter düsteren Wolken. Er ist hier, mitten unter uns. Mehr noch, er verspricht uns zu trösten, auch wenn wir nur dunkle Wolken sehen.
Ellen
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Freitag, 24. Juni 2022
Was für ein Bild hast du im Kopf, wenn du an Sandalen denkst?
Ich geb zu, ich denke gleich an deutsche Touristen, am besten noch mit weißen Socken in den Sandalen. Getragen von älteren Herren. So will es das Klischee.
Aber wusstest du, dass Sandalen eigentlich voll die Jesus-Schuhe sind? Jesus hat vermutlich auch Sandalen getragen. Aber eher solche, wie wir sie heute als Römer-Sandalen kennen. Also eher einfache Schuhe aus Leder und irgendwie zum Schnüren.
Was ich daran so beeindruckend finde: Jesus war ein Wanderprediger. Das heißt, er war den ganzen Tag unterwegs, ist von Ort zu Ort gewandert und hat den Menschen von Gott erzählt. Und das alles in Sandalen, die vom Komfort mit unseren heutigen Sandalen noch lange nicht mithalten können. Respekt. Ich will gar nicht wissen, wie arg seine Füße manchmal wehgetan haben. Aber zum Glück war Jesus unterwegs. Er hat gepredigt und sogar Wunder vollbracht. Er hat die Menschen so begeistert, dass sie gemeinsam mit ihm umhergewandert sind. Die Strapazen haben sich also damals schon gelohnt. Und nur deshalb haben wir heute die Geschichten von Jesus.