Elena
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Sonntag, 01. August 2021
„Irgendwas geht immer!“ oder „Wo sich eine Türe schließt, öffnet sich eine andere!“. Das sind so Sprüche, die man jemandem gerne sagt, dem es gerade nicht so gut geht.
Aber geht wirklich immer was? Bei mir meistens ja. Zumindest dann, wenn es um die kleinen alltäglichen Dinge geht. Ich lebe in einer Welt, in der sich fast immer Türen öffnen. Aber vielen Menschen auf der Welt geht es anders. Bei manchen geht nichts mehr und es öffnen sich auch keine Türen.
Das ist mir gerade einfach wieder klar geworden, als ich einen Bericht über die Hungersnot in Madagaskar gesehen habe. Ich habe immer zu Essen. Auch wenn ich mal kein Geld habe, kann ich mir von meiner Familie etwas leihen. Also ja, für mich geht immer was.
Aber ich frage mich einfach, wie ich helfen kann, damit auch für andere immer was geht. Ich glaube das fängt in meinem Alltag an. Wenn ich eine meiner Türen schließe, öffnet sich vielleicht für jemand anderen eine Tür. Also wenn ich keine „Fast Fashion“ mehr kaufe, sondern mehr für gute, faire Kleidung ausgebe. Damit die, die Kleidung produzieren, auch etwas daran verdienen. Ich glaube, dass es möglich ist, dass für uns alle mal was geht.
Lisa
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Samstag, 31. Juli 2021
Anna R.
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Freitag, 30. Juli 2021
Endlich ist Sommer. Die Sonne und das warme Wetter machen einfach gute Laune! Und: Ich konnte endlich meine Sommergarderobe aus dem Keller holen. Statt dicken Pullovern gibt es jetzt bunte Kleider und T-Shirts… dachte ich jedenfalls. Aber als ich vor ein paar Wochen meine Sommerkleider aus dem Keller geholt habe, gab´s die böse Überraschung: Meine Oberteile spannen ziemlich und den Reißverschluss an meinem Lieblingskleid bekomme ich gar nicht mehr zu. Meine gute Laune war da sofort im Eimer. Für mich ist das ein heikles Thema. Denn obwohl ich weiß, wie blöd das ist, hängt mein Selbstwertgefühl doch ziemlich mit meiner Kleidergröße zusammen. Als Größe 36 oft nicht mehr gepasst hat, hab ich das irgendwann verwunden. Aber wenn jetzt selbst die 38 zu klein wird… Ich hab mich auf einen Schlag richtig mies gefühlt. Eigentlich ist das doch verrückt: Vorher hab ich gar nicht gemerkt, dass ich zugenommen habe. Ich hab mich wohlgefühlt, hab einigermaßen gesund gegessen und Sport gemacht, weil ich Lust darauf hatte – ohne Druck. Meinem Körper geht es gut. Und es ist auch ganz normal, dass er sich über die Zeit verändert. Vielleicht pendelt sich mein Gewicht ja wieder ein. Und wenn nicht: so what?! Dann trage ich ab jetzt eben eine 40. Meinen Sommer lasse ich mir davon bestimmt nicht verderben.
Elena
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Donnerstag, 29. Juli 2021
Menschen, die nicht genügend Kontakte und Berührungen bekommen, können ähnlich schwer körperlich leiden wie an Alkoholismus erkrankte Menschen. Das habe ich gestern in einer Doku gesehen, in der es um Berührungen geht.
Berührungen sind wichtig. Sie reduzieren Stress, stärken Bindungen und geben uns ein gutes Gefühl. Wir alle brauchen Berührungen. Egal wie alt wird sind. Viele Menschen bekommen solche Berührungen aber nicht. Zum Beispiel Menschen in Pflegeeinrichtungen oder alleinstehende Menschen aber auch Menschen in Gefängnissen. Die können dann richtig „Hunger“ nach Berührung bekommen.
Menschen, die so einen Berührungshunger haben, fühlen sich gestresster. Das geht bis hin zur Depression. Eine Berührung kann da Wunder wirken. Zum Beispiel wenn mich jemand in den Arm nimmt oder mir die Hand reicht. Natürlich nur wenn beide Seiten das auch möchten.
Das spüre ich während Corona auch total stark. Die Umarmungen und andere Berührungen fehlen mir einfach. Ich finde es einfach faszinierend, wie Berührungen uns verändern und auch retten können. Und ich freue mich auf eine Zeit, wo das wieder ungefährlich und unkompliziert wird.
Maximilian
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Mittwoch, 28. Juli 2021
Ich hab endlich mal wieder meine Schulfreunde getroffen. Wir sehen uns leider nicht so oft. Ein paar von uns sind weggezogen. Aber letztens waren wir alle mal wieder in unserer Heimat und haben uns dazu entschieden, Burger essen zu gehen. Das war auch echt cool. Nur die Bedienung, die war überhaupt nicht freundlich.
Das ärgert mich echt. Da kann der Abend noch so schön sein, aber sowas lässt mich dann einfach nicht los. Klar, alle können mal einen schlechten Tag haben und einfach mies gelaunt sein. Aber wenn’s drauf ankommt, dann kann ich doch auch freundlich sein! In der Begegnung mit anderen Menschen find ich das so wichtig.
Es sind eben ja gerade die kleinen Dinge, die einem eine Freude machen. Da reicht voll oft schon ein freundliches „Hallo“.
Ich mach das so: wenn ich aufstehe, dann beginne ich den Tag mit einem Lächeln. Dieses Lächeln versuch ich über den Tag zu behalten und schließlich auch weiterzugeben. Und wenn es bei mir mal nicht so läuft, dann lass ich mich von einem anderen Lächeln anstecken.
Hans-Christian
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Dienstag, 27. Juli 2021
Bei mir stehen demnächst meine Abschlussprüfungen an. Ich bin schon ziemlich aufgeregt und etwas unsicher. Natürlich habe ich mich vorbereitet und gelernt. Aber ich weiß nicht was dran kommt, und ob ich mit den Fragen in der Prüfung klar komme.
Wenn ich mir sicher bin, dass Gott mit am Start ist und mich in dieser Situation begleitet, dann hilft mir das. Ich habe mich für die Prüfung segnen lassen. Dafür habe ich mit einem Mitarbeiter von der Kirche gesprochen. Ein gutes Gespräch, in dem ich mich persönlich gut gefühlt habe, und das mich gestärkt hat. Nach dem Gespräch hat er ein Kreuzzeichen gemacht und mich gesegnet. Also hat mir gute Wünsche mitgegeben und gesagt, dass Gott immer mit dabei ist – im ganzen Leben. Das gibt mir Kraft und innere Ruhe. Ich bin gelassener. Natürlich ist dieser Prüfungssegen keine Garantie dafür, dass ich da mit ner eins aus der Prüfung spaziere oder so. Der Segen macht mich sicherer, dass Gott immer mit dabei ist und mich durch mein Leben begleitet. Durch ihn bin ich gesegnet und Gott ist mit dabei.