Dienstag, 10. März 2026
Ich geh gerade nicht mehr ohne Ladegerät und Powerbank aus dem Haus. Irgendwie ist mein Handyakku wohl am Ende – nach n paar Stunden kommt schon die Meldung „bitte ein Ladekabel anschließen“. Mein Handy tankt dann schön seine Energie an der Steckdose. Richtig nice, wenn das bei uns Menschen auch so einfach wär. Kabel anschließen, in die Steckdose und zack wieder 100%. Doch so einfach ist es leider nicht. Umso wichtiger ist es zu wissen, wo und wie ich mich auflade. Ich habe festgestellt, dass das bei mir zum Beispiel mit Bewegung und frischer Luft funktioniert. Meine optimale Kombi: Spaziergang in der Natur. Da kann ich durchatmen, Gedanken sortieren, meinen Fokus neu setzen und bekomme wieder richtig Energie. Andere tanken beim Sport auf, beim Freunde treffen oder Musik hören. Wie das am besten klappt, hängt auch davon ab, wie ich drauf bin – und vor allem: Ob ich mir Zeit nehme. Für mich ist aber klar: es hilft mir zu wissen, wo ich meinen Akku wieder aufladen kann und, dass ich meinen Akku zumindest im grünen Bereich brauche. Wenn ich das weiß, ist es eigentlich wie beim Handy: einfach Tür auf, rausgehen und ne Runde laufen. Und zack ist mein Akku wieder auf 100%.
Montag, 09. März 2026
Ich war rodeln – zwar ziemlich improvisiert, aber es war mega witzig.
Dieses Jahr gabs ja endlich mal wieder richtig Schnee – und ich habs voll gut genutzt.
Meine Friends und ich haben uns Tabletts aus der Mensa geschnappt und sind damit die verschneiten Straßen runtergebrettert. Das war so geil! Ich hatte voll vergessen, wie unbeschreiblich dieses Kribbeln im Bauch ist, wenn man Schlitten fährt. Wir haben gekreischt und gelacht und uns wie Kinder gefühlt. Das hat im stressigen Studi-Alltag so gutgetan! Raus aus der Bib und rein ins Schneegestöber.
Als meine Hose irgendwann durchgeweicht war und ich genug hatte, bin ich die verschneiten Wege nach Hause gegangen. Ich war so glücklich.
Und ich hab gleichzeitig gecheckt, wie selten ich mir solche Momente eigentlich erlaube. Also dieses einfache, kindliche Glück. Ich bin tagsüber meistens so busy, dass diese großen Glücksmomente keinen Platz finden. Sowas wie Rodeln oder Basteln. Eben die spaßigen Dinge, die Zeit brauchen. Und genau die Zeit nehm' ich mir meistens nicht. Dabei braucht es manchmal nicht mehr als ein Mensa-Tablet und ein bisschen Schnee.
Dieses Jahr gabs ja endlich mal wieder richtig Schnee – und ich habs voll gut genutzt.
Meine Friends und ich haben uns Tabletts aus der Mensa geschnappt und sind damit die verschneiten Straßen runtergebrettert. Das war so geil! Ich hatte voll vergessen, wie unbeschreiblich dieses Kribbeln im Bauch ist, wenn man Schlitten fährt. Wir haben gekreischt und gelacht und uns wie Kinder gefühlt. Das hat im stressigen Studi-Alltag so gutgetan! Raus aus der Bib und rein ins Schneegestöber.
Als meine Hose irgendwann durchgeweicht war und ich genug hatte, bin ich die verschneiten Wege nach Hause gegangen. Ich war so glücklich.
Und ich hab gleichzeitig gecheckt, wie selten ich mir solche Momente eigentlich erlaube. Also dieses einfache, kindliche Glück. Ich bin tagsüber meistens so busy, dass diese großen Glücksmomente keinen Platz finden. Sowas wie Rodeln oder Basteln. Eben die spaßigen Dinge, die Zeit brauchen. Und genau die Zeit nehm' ich mir meistens nicht. Dabei braucht es manchmal nicht mehr als ein Mensa-Tablet und ein bisschen Schnee.
Sonntag, 08. März 2026
Ich mag Sprache. Und Schreiben. Schon immer. Irgendwie finde ich‘s befreiend. Wenn ich ChatGPT nutze, dann eigentlich nur, um mir eine Idee zu holen oder zu sehen, wie man einen Text aufbauen könnte. Aber ich überarbeite alles, weil das Schreiben ja mein Ding ist.
Was ich aber immer öfter sehe, sind Leute, die ganze Hausarbeiten oder Referate komplett mit KI schreiben. Nicht, weil sie Hilfe brauchen, sondern um weniger Arbeit zu haben. Und das Schlimme ist – es funktioniert. Nur lernen sie dabei nichts. Noch problematischer ist es bei Kindern, die gar nicht erst lernen, selbst zu schreiben oder zu recherchieren, weil sie von Anfang an mit ChatGPT aufwachsen.
Ich frage mich echt, was das mit unserer Kreativität macht. Manchmal bin ich sogar paranoid: Wenn ich was schreibe, denke ich, „klingt das jetzt zu sehr nach KI?“ – total absurd eigentlich. Und dann kenne ich jemanden, der sogar Liebesnachrichten mit ChatGPT schreibt. Entschuldigungen nach einem Streit, „Ich vermisse dich“-Nachrichten … alles mit KI. Und das finde ich richtig schlimm. Weil da ja gar kein echtes Gefühl drinsteckt. Keine Reflexion, kein Versuch, den anderen zu verstehen – nur ein vorgefertigter Text.
Ich glaube, KI an sich ist nicht das Problem – sondern, wie wir sie benutzen. Wenn wir sie als Hilfe sehen, kann sie uns inspirieren. Aber wenn wir sie alles machen lassen, verlernen wir, was uns ausmacht: selbst zu denken, zu fühlen und zu gestalten.
Was ich aber immer öfter sehe, sind Leute, die ganze Hausarbeiten oder Referate komplett mit KI schreiben. Nicht, weil sie Hilfe brauchen, sondern um weniger Arbeit zu haben. Und das Schlimme ist – es funktioniert. Nur lernen sie dabei nichts. Noch problematischer ist es bei Kindern, die gar nicht erst lernen, selbst zu schreiben oder zu recherchieren, weil sie von Anfang an mit ChatGPT aufwachsen.
Ich frage mich echt, was das mit unserer Kreativität macht. Manchmal bin ich sogar paranoid: Wenn ich was schreibe, denke ich, „klingt das jetzt zu sehr nach KI?“ – total absurd eigentlich. Und dann kenne ich jemanden, der sogar Liebesnachrichten mit ChatGPT schreibt. Entschuldigungen nach einem Streit, „Ich vermisse dich“-Nachrichten … alles mit KI. Und das finde ich richtig schlimm. Weil da ja gar kein echtes Gefühl drinsteckt. Keine Reflexion, kein Versuch, den anderen zu verstehen – nur ein vorgefertigter Text.
Ich glaube, KI an sich ist nicht das Problem – sondern, wie wir sie benutzen. Wenn wir sie als Hilfe sehen, kann sie uns inspirieren. Aber wenn wir sie alles machen lassen, verlernen wir, was uns ausmacht: selbst zu denken, zu fühlen und zu gestalten.
Samstag, 07. März 2026
Manchmal sitze ich einfach nur da und versteh die Welt nicht. Warum passiert so viel Schlimmes? Warum gibt’s so viel Krieg, Leid, Hass und Ungerechtigkeit – und Gott schaut einfach zu? Ich habe mir diese Frage schon oft gestellt. Wenn Gott allmächtig ist, warum greift er dann nicht ein?
Manchmal denke ich, das bedeutet, dass Gott gar nicht da ist. Aber vielleicht ist das zu einfach. Vielleicht ist Gott nicht der, der alles Schlimme verhindert – sondern der, der mitten im Schlimmen bei uns bleibt. In den Menschen, die helfen. In den Krankenpflegern, die nicht aufgeben. In der Freundin, die mich tröstet. In den Menschen, die spenden, oder einfach beten. Vielleicht nimmt Gott den Schmerz nicht weg, weil er uns die Freiheit lässt, selbst Verantwortung zu übernehmen. Damit wir einander nicht vergessen, und damit wir spüren, wie wichtig Mitgefühl ist.
Ich glaube, Gott wirkt nicht immer laut. Oft ist er leise, fast unscheinbar – aber da. Nicht als Zauberer, der Probleme wegmacht, sondern als Kraft, die uns weitermachen lässt. Und vielleicht geht’s gar nicht darum, Gott zu finden, sondern zu erkennen, wo er längst wirkt. In der Liebe. Im Mitgefühl. In jedem kleinen Stück Hoffnung, das bleibt – auch wenn sonst gerade alles dunkel ist.
Manchmal denke ich, das bedeutet, dass Gott gar nicht da ist. Aber vielleicht ist das zu einfach. Vielleicht ist Gott nicht der, der alles Schlimme verhindert – sondern der, der mitten im Schlimmen bei uns bleibt. In den Menschen, die helfen. In den Krankenpflegern, die nicht aufgeben. In der Freundin, die mich tröstet. In den Menschen, die spenden, oder einfach beten. Vielleicht nimmt Gott den Schmerz nicht weg, weil er uns die Freiheit lässt, selbst Verantwortung zu übernehmen. Damit wir einander nicht vergessen, und damit wir spüren, wie wichtig Mitgefühl ist.
Ich glaube, Gott wirkt nicht immer laut. Oft ist er leise, fast unscheinbar – aber da. Nicht als Zauberer, der Probleme wegmacht, sondern als Kraft, die uns weitermachen lässt. Und vielleicht geht’s gar nicht darum, Gott zu finden, sondern zu erkennen, wo er längst wirkt. In der Liebe. Im Mitgefühl. In jedem kleinen Stück Hoffnung, das bleibt – auch wenn sonst gerade alles dunkel ist.
Freitag, 06. März 2026
Was macht uns Menschen eigentlich menschlich? Da fällt mir vieles ein. Zum Beispiel, dass wir uns unterhalten und lieben können. Das können Tiere auch, aber wir sind zudem in der Lage, uns auf echt intelligente Weise gemeinsam zu organisieren und zu koordinieren. Wir sind eine Spezies mit vielen positiven Eigenschaften und auf den ersten Blick die intelligenteste. Vielleicht stellen wir uns deswegen so oft über alle anderen Spezies und rechtfertigen damit unsere schlechten Taten gegenüber der Natur und Tieren – meiner Meinung nach ein großer Fehler.
Und da sind wir auch schon beim Thema: Eine Sache, die ich direkt mit menschlich sein verbinde, ist Imperfektion. Wir Menschen sind nicht perfekt, denn wir alle machen Fehler, ob wir wollen oder nicht. Das ist eins der Dinge, die uns von Gott unterscheidet: Gott macht keine Fehler, wir Menschen schon. Fehler machen ist menschlich. Ich bin ein Mensch und deshalb mache ich Fehler, das kann ich gar nicht vermeiden.
Ich finde, was zählt ist, wie ich mit meinen Fehlern umgehe. So oft will ich keine Verantwortung für meine Fehler übernehmen oder gestehe sie mir gar nicht erst ein. Ich suche mir lieber einen Sündenbock, um davon abzulenken, dass etwas meine Schuld ist. Und hier liegt das eigentliche Problem. Wer Fehler macht, der muss auch dazu stehen. Nobody is perfect. Und klar will ich keine Fehler machen – aber wenn es doch passiert, dann weiß ich eins: Jeder Fehler bietet mir die Möglichkeit, aus ihm zu lernen.
Und da sind wir auch schon beim Thema: Eine Sache, die ich direkt mit menschlich sein verbinde, ist Imperfektion. Wir Menschen sind nicht perfekt, denn wir alle machen Fehler, ob wir wollen oder nicht. Das ist eins der Dinge, die uns von Gott unterscheidet: Gott macht keine Fehler, wir Menschen schon. Fehler machen ist menschlich. Ich bin ein Mensch und deshalb mache ich Fehler, das kann ich gar nicht vermeiden.
Ich finde, was zählt ist, wie ich mit meinen Fehlern umgehe. So oft will ich keine Verantwortung für meine Fehler übernehmen oder gestehe sie mir gar nicht erst ein. Ich suche mir lieber einen Sündenbock, um davon abzulenken, dass etwas meine Schuld ist. Und hier liegt das eigentliche Problem. Wer Fehler macht, der muss auch dazu stehen. Nobody is perfect. Und klar will ich keine Fehler machen – aber wenn es doch passiert, dann weiß ich eins: Jeder Fehler bietet mir die Möglichkeit, aus ihm zu lernen.
Donnerstag, 05. März 2026
Nach dem Abi war ich ein Jahr lang für einen Freiwilligendienst in Bolivien. Heute bin ich regelmäßig in Lateinamerika – habe dort Freunde, Familie, sogar eine Beziehung. Aber ehrlich gesagt: Ich musste mich damals richtig überwinden. Ich hatte Heimweh, Angst, und habe mich gefragt, ob ich das überhaupt schaffe. Heute ist das komplett anders. Wenn ich dort bin, vergeht meine Zeit wie im Flug! Und jedes Mal merke ich: Reisen verändert nicht nur, wie ich die Welt sehe – sondern auch, wie ich mich selbst sehe.
Es geht gar nicht nur um neue Orte oder Sprachen. Sondern um Perspektiven. Um Momente, in denen ich merke: Meine eigenen Gewohnheiten sind nicht so selbstverständlich, wie ich immer gedacht habe. Dass man anders denken kann – und dass das gut ist. Zum Beispiel, wenn Freunde in Bolivien sagen: „Tranquila, alles kommt, wie‘s soll.“ Während ich innerlich schon den nächsten Plan mache, bleiben sie ruhig, statt sich sofort zu stressen, wenn mal was schiefläuft.
Ich weiß, nicht jeder kann einfach so ins Ausland gehen, aus verschiedenen Gründen. Aber ich glaube, kultureller Austausch kann auch im Kleinen passieren. Beim Essen mit Menschen aus anderen Ländern. Beim Zuhören. Beim Fragenstellen.
Was mir das Reisen beigebracht hat? Offener zu sein. Dankbarer. Mutiger. Gelassener. Und manchmal auch stiller. Weil ich merke, dass die Welt groß ist, und ich selbst nur ein kleiner Teil davon bin – aber ein Teil, der jeden Tag dazulernen kann!
Es geht gar nicht nur um neue Orte oder Sprachen. Sondern um Perspektiven. Um Momente, in denen ich merke: Meine eigenen Gewohnheiten sind nicht so selbstverständlich, wie ich immer gedacht habe. Dass man anders denken kann – und dass das gut ist. Zum Beispiel, wenn Freunde in Bolivien sagen: „Tranquila, alles kommt, wie‘s soll.“ Während ich innerlich schon den nächsten Plan mache, bleiben sie ruhig, statt sich sofort zu stressen, wenn mal was schiefläuft.
Ich weiß, nicht jeder kann einfach so ins Ausland gehen, aus verschiedenen Gründen. Aber ich glaube, kultureller Austausch kann auch im Kleinen passieren. Beim Essen mit Menschen aus anderen Ländern. Beim Zuhören. Beim Fragenstellen.
Was mir das Reisen beigebracht hat? Offener zu sein. Dankbarer. Mutiger. Gelassener. Und manchmal auch stiller. Weil ich merke, dass die Welt groß ist, und ich selbst nur ein kleiner Teil davon bin – aber ein Teil, der jeden Tag dazulernen kann!
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