Mittwoch, 10. Dezember 2025
Vor einigen Tagen war ich in Heidelberg im Museum. Da waren viele tolle Gemälde. Dieser Besuch hat mich ziemlich beschäftigt – denn die Gemälde sind da nur zu Gast. Eigentlich stammen sie aus Odessa, also aus der Hafenstadt im Süden der Ukraine.
Immer wieder wird die Stadt von der russischen Armee bombardiert. Viele Menschen sind dadurch gestorben, viele haben ihre Häuser verloren. Die wichtigsten Gemälde des Museums haben die Bewohner deshalb gerettet und nach Deutschland gebracht.
Als ich jetzt vor diesen Gemälden stand, war das ein ganz schwer zu beschreibendes Gefühl. Da sind Landschaften zu sehen, Porträts und spielende Kinder. Alles wirkt ruhig – und ganz friedlich.
Aber natürlich weiß ich: Diese Gemälde sind aus einer Welt, die gerade unter Beschuss steht. Das ist ein seltsames Gefühl: In diesem ruhigen Museum – da wirken die Zerstörung und die Trauer ganz weit weg, eigentlich fast schon unvorstellbar.
Und gleichzeitig erzählen die Bilder von den Menschen, die sie gesammelt und geschützt haben. Ich merke, wie nah das an mir dran ist, was Menschen in Odessa gesehen und geschaffen haben.
Diese Erfahrung beschäftigt mich immer noch. Und trotzdem gibt sie auch einen Funken Hoffnung: Trotz aller Gewalt sind diese Bilder noch da. Sie wirken weiter – und erzählen von einer anderen, friedlichen Welt.
Immer wieder wird die Stadt von der russischen Armee bombardiert. Viele Menschen sind dadurch gestorben, viele haben ihre Häuser verloren. Die wichtigsten Gemälde des Museums haben die Bewohner deshalb gerettet und nach Deutschland gebracht.
Als ich jetzt vor diesen Gemälden stand, war das ein ganz schwer zu beschreibendes Gefühl. Da sind Landschaften zu sehen, Porträts und spielende Kinder. Alles wirkt ruhig – und ganz friedlich.
Aber natürlich weiß ich: Diese Gemälde sind aus einer Welt, die gerade unter Beschuss steht. Das ist ein seltsames Gefühl: In diesem ruhigen Museum – da wirken die Zerstörung und die Trauer ganz weit weg, eigentlich fast schon unvorstellbar.
Und gleichzeitig erzählen die Bilder von den Menschen, die sie gesammelt und geschützt haben. Ich merke, wie nah das an mir dran ist, was Menschen in Odessa gesehen und geschaffen haben.
Diese Erfahrung beschäftigt mich immer noch. Und trotzdem gibt sie auch einen Funken Hoffnung: Trotz aller Gewalt sind diese Bilder noch da. Sie wirken weiter – und erzählen von einer anderen, friedlichen Welt.
Dienstag, 09. Dezember 2025
Ich find Adventslieder richtig toll! Viele davon kenn ich schon, seitdem ich ein Kind bin, und auch in diesem Advent hör ich sie wieder gerne. Besonders gefällt mir das Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!“
Das klingt für mich total nach Weihnachten: nach Trompeten und Kerzenlicht. Und ich mag vor allem, wozu mich das Lied auffordert: „Mach die Tür auf!"
Also: Gott, der in die Welt kommt, zu mir einzuladen. So eine Einladung, das muss ich ja selbst machen. Und selbst wollen. Das passt gut zu meinem persönlichen Glauben: dass Gottes Nähe ein Angebot ist. Gott drängt sich nicht auf – Er stößt die Tür nicht einfach auf, sondern steht davor und klopft an. Das hat was Sanftes, und das fordert mich selbst.
Ich muss eben selbst öffnen. Und das Lied sagt auch, was ich öffnen muss: meine „Herzenstür“. Wenn ich mein Herz öffne, dann zeige ich, was drinnen ist. Das ist ganz Persönliches. Da ist auch Unaufgeräumtes und Unfertiges.
Aber das passt ja zur Ankunft von Gott: Er kommt als Kind im Stall auf die Welt. Nicht prächtig, sondern auf menschliche Weise.
Deshalb muss auch ich nicht perfekt sein, um für Gott in Ordnung zu sein. Deshalb kann ich mich trauen, die Tür zu öffnen. Und muss dahinter nichts verbergen.
Das klingt für mich total nach Weihnachten: nach Trompeten und Kerzenlicht. Und ich mag vor allem, wozu mich das Lied auffordert: „Mach die Tür auf!"
Also: Gott, der in die Welt kommt, zu mir einzuladen. So eine Einladung, das muss ich ja selbst machen. Und selbst wollen. Das passt gut zu meinem persönlichen Glauben: dass Gottes Nähe ein Angebot ist. Gott drängt sich nicht auf – Er stößt die Tür nicht einfach auf, sondern steht davor und klopft an. Das hat was Sanftes, und das fordert mich selbst.
Ich muss eben selbst öffnen. Und das Lied sagt auch, was ich öffnen muss: meine „Herzenstür“. Wenn ich mein Herz öffne, dann zeige ich, was drinnen ist. Das ist ganz Persönliches. Da ist auch Unaufgeräumtes und Unfertiges.
Aber das passt ja zur Ankunft von Gott: Er kommt als Kind im Stall auf die Welt. Nicht prächtig, sondern auf menschliche Weise.
Deshalb muss auch ich nicht perfekt sein, um für Gott in Ordnung zu sein. Deshalb kann ich mich trauen, die Tür zu öffnen. Und muss dahinter nichts verbergen.
Montag, 08. Dezember 2025
Auf einer Reise durch Usbekistan war ich an einem ganz ungewöhnlichen Ort: Ein altes, besonderes Grabmal – Juden, Christen und Muslime pilgern da hin.
Dieses Grabmal liegt in Samarkand, einer alten Oasenstadt. In ihm befindet sich die Hand des Propheten Daniel. Daniel hat vor über 2000 Jahren gelebt und war für seinen Glauben und seine Weisheit bekannt. Er hat Botschaften von Gott weitergegeben und von Ihm Visionen über die Zukunft erhalten.
Dafür wird Daniel bis heute verehrt – und zwar von Juden, Christen und Muslimen. Das macht sein Grabmal für mich so besonders: Da sind Menschen aus ganz verschiedenen Ländern und Traditionen. Und alle sind durch Daniel dort irgendwie verbunden. Sie sehen alle in ihm was, das ihnen wichtig ist: Seine Weisheit, seine Hoffnung, seinen Glauben.
Und deshalb stehen Juden, Christen und Muslime an seinem Grabmal. Und niemand fragt: Wer hat recht? Wer hat mehr Anspruch? Stattdessen: Verständnis, dass auch der andere dazugehört.
Ich hatte den Eindruck: An diesem Ort finden die Menschen Platz, auch mit ihren Unterschieden. Weil es eben etwas gibt, das sie teilen: das gemeinsame, stille Gebet. Und dieselbe Sehnsucht: nach Sinn und nach Halt. Das verbindet sie.
Dieses Grabmal liegt in Samarkand, einer alten Oasenstadt. In ihm befindet sich die Hand des Propheten Daniel. Daniel hat vor über 2000 Jahren gelebt und war für seinen Glauben und seine Weisheit bekannt. Er hat Botschaften von Gott weitergegeben und von Ihm Visionen über die Zukunft erhalten.
Dafür wird Daniel bis heute verehrt – und zwar von Juden, Christen und Muslimen. Das macht sein Grabmal für mich so besonders: Da sind Menschen aus ganz verschiedenen Ländern und Traditionen. Und alle sind durch Daniel dort irgendwie verbunden. Sie sehen alle in ihm was, das ihnen wichtig ist: Seine Weisheit, seine Hoffnung, seinen Glauben.
Und deshalb stehen Juden, Christen und Muslime an seinem Grabmal. Und niemand fragt: Wer hat recht? Wer hat mehr Anspruch? Stattdessen: Verständnis, dass auch der andere dazugehört.
Ich hatte den Eindruck: An diesem Ort finden die Menschen Platz, auch mit ihren Unterschieden. Weil es eben etwas gibt, das sie teilen: das gemeinsame, stille Gebet. Und dieselbe Sehnsucht: nach Sinn und nach Halt. Das verbindet sie.
Sonntag, 07. Dezember 2025
Ahhh, schon der zweite Advent! In 17 Tagen ist Weihnachten. Puh, jedes Jahr trifft mich diese Erkenntnis wie ein Schlag ins Gesicht. War nicht grade noch Anfang November? Ich wollte die Weihnachtsgeschenke dieses Jahr doch schon stressfrei im November zusammen haben und endlich mal ne besinnliche Vorweihnachtszeit genießen.
Spoiler: Das schaff ich wirklich nie. Obwohl ich’s mir jedes Jahr vornehme… Stattdessen laufe ich Mitte Dezember noch mit hochrotem Kopf durch völlig überfüllte Läden oder scrolle nachts durch irgendwelche Online-Shops. Eigentlich will ich das so nicht. Und eigentlich trifft das auch null die Message von Weihnachten. Da geht’s doch eigentlich um Ankommen. Um einen Gott, der sich nicht in Perfektion zeigt, sondern in einem Stall.
Und trotzdem tappe ich jedes Jahr wieder in dieselbe Falle: alles soll schön sein, stimmig, bedeutungsvoll – und vor allem rechtzeitig fertig. Von wegen „Oh du fröhliche“. Für mich passt da eher „Oh du stressige“. Für Family und Friends sollen ja passende Geschenke gefunden werden. Geschenke, die deutlich machen, dass mir die Menschen wichtig.
Kurz vor Weihnachten (mitten im Geschenkestress) zweifel ich dann dran, dass ich alles rechtzeitig fertig bekommen kann. Das schaff ich doch nie!
Aber irgendwie haut’s dann doch immer hin. Und wenn am 23. Dezember alles verpackt ist und ich endlich durchatmen kann, dann spür ich’s: „Oh du fröhliche!“.
Spoiler: Das schaff ich wirklich nie. Obwohl ich’s mir jedes Jahr vornehme… Stattdessen laufe ich Mitte Dezember noch mit hochrotem Kopf durch völlig überfüllte Läden oder scrolle nachts durch irgendwelche Online-Shops. Eigentlich will ich das so nicht. Und eigentlich trifft das auch null die Message von Weihnachten. Da geht’s doch eigentlich um Ankommen. Um einen Gott, der sich nicht in Perfektion zeigt, sondern in einem Stall.
Und trotzdem tappe ich jedes Jahr wieder in dieselbe Falle: alles soll schön sein, stimmig, bedeutungsvoll – und vor allem rechtzeitig fertig. Von wegen „Oh du fröhliche“. Für mich passt da eher „Oh du stressige“. Für Family und Friends sollen ja passende Geschenke gefunden werden. Geschenke, die deutlich machen, dass mir die Menschen wichtig.
Kurz vor Weihnachten (mitten im Geschenkestress) zweifel ich dann dran, dass ich alles rechtzeitig fertig bekommen kann. Das schaff ich doch nie!
Aber irgendwie haut’s dann doch immer hin. Und wenn am 23. Dezember alles verpackt ist und ich endlich durchatmen kann, dann spür ich’s: „Oh du fröhliche!“.
Samstag, 06. Dezember 2025
Ok, mal ehrlich: Wie esst ihr euren Schokonikolaus? Den Kopf zuerst, oder die Beine? Oder ganz anders? Ich fang immer mit dem Kopf an. Aber eigentlich ist es ja auch egal: Schmecken tuts ja immer. Als ich vor Kurzem Nikoläuse für meine friends gekauft habe, hab ich mich gefragt, woher das eigentlich kommt. Dass wir uns auch schon an Nikolaus beschenken.
Ich hab das mal nachgeschaut und bin auf was Spannendes gestoßen: Der
Nikolaustag war früher der Tag, an dem man „Weihnachtsgeschenke“ bekommen hat. Nicht am 24. Dezember wie jetzt. Angefangen zu ändern, hat sich das dann mit Martin Luther: Der wollte einen größeren Fokus auf Jesus legen und hat darum eingeführt, dass das Christkind die Geschenke bringt, nicht der Nikolaus. Bis sich das dann überall durchgesetzt hat, hat es gedauert, aber darum feiern wir Weihnachten so, wie wir‘s heute kennen.
Ich find das richtig spannend, weil’s zeigt, wie selbst scheinbar ewige Traditionen sich
anpassen können und dass nichts für immer so bleiben muss, nur weil’s schon immer so war. Sie verändern sich mit uns, mit der Zeit und mit dem wie Menschen glauben und leben. Ich find das macht alte Bräuche noch lebendiger, weil sie sich anpassen, ohne zu
verschwinden und sich weiterentwickeln dürfen, ohne den Zauber zu verlieren.
Ich hab das mal nachgeschaut und bin auf was Spannendes gestoßen: Der
Nikolaustag war früher der Tag, an dem man „Weihnachtsgeschenke“ bekommen hat. Nicht am 24. Dezember wie jetzt. Angefangen zu ändern, hat sich das dann mit Martin Luther: Der wollte einen größeren Fokus auf Jesus legen und hat darum eingeführt, dass das Christkind die Geschenke bringt, nicht der Nikolaus. Bis sich das dann überall durchgesetzt hat, hat es gedauert, aber darum feiern wir Weihnachten so, wie wir‘s heute kennen.
Ich find das richtig spannend, weil’s zeigt, wie selbst scheinbar ewige Traditionen sich
anpassen können und dass nichts für immer so bleiben muss, nur weil’s schon immer so war. Sie verändern sich mit uns, mit der Zeit und mit dem wie Menschen glauben und leben. Ich find das macht alte Bräuche noch lebendiger, weil sie sich anpassen, ohne zu
verschwinden und sich weiterentwickeln dürfen, ohne den Zauber zu verlieren.
Freitag, 05. Dezember 2025
Jetzt, in der Vorweihnachszeit gibt es einen Moment, der jedes Jahr mein Herz höher schlagen lässt. Nämlich: Wenn ich meine Lieblingsplätzchen aus dem Ofen hole. Dann umhüllt mich dieser warme, süße Duft meiner „Orangenelche“.
Die heißen so, weil man sie in Elch-Form ausstanzt. Schon der Name klingt ein bisschen albern, ich weiß. Aber genau das liebe ich daran. Es sind Plätzchen, die für mich nach Zuhause riechen: klassischer Teig, dunkle Schokostückchen und diese feine, frisch geriebene Orangenschale, die alles verfeinert und besser macht. Quasi die Spezialzutat.
Ich backe sie am liebsten nachmittags, wenn es schon dämmert und die Welt draußen ein bisschen ruhiger wird. Dann stehe ich in meiner Küche, höre meine ober-kitschige Weihnachtsplaylist und knete den Teig. Das hat schon was Meditatives für mich. Wenn dann alle schief ausgestochenen Orangenelche im Ofen verstaut sind, dann warte ich darauf, dass sich alles in diesen Schoko-Orangen-Duft hüllt. Himmlisch!
Und wenn dann am Abend meine Friends zum gemeinsamen Plätzchenessen vorbei kommen, dann spür ich die Message von Weihnachten so richtig: Liebe, Geborgenheit und Miteinander. Und dazu gehören für mich eben auch meine Orangen-Elche.
Die heißen so, weil man sie in Elch-Form ausstanzt. Schon der Name klingt ein bisschen albern, ich weiß. Aber genau das liebe ich daran. Es sind Plätzchen, die für mich nach Zuhause riechen: klassischer Teig, dunkle Schokostückchen und diese feine, frisch geriebene Orangenschale, die alles verfeinert und besser macht. Quasi die Spezialzutat.
Ich backe sie am liebsten nachmittags, wenn es schon dämmert und die Welt draußen ein bisschen ruhiger wird. Dann stehe ich in meiner Küche, höre meine ober-kitschige Weihnachtsplaylist und knete den Teig. Das hat schon was Meditatives für mich. Wenn dann alle schief ausgestochenen Orangenelche im Ofen verstaut sind, dann warte ich darauf, dass sich alles in diesen Schoko-Orangen-Duft hüllt. Himmlisch!
Und wenn dann am Abend meine Friends zum gemeinsamen Plätzchenessen vorbei kommen, dann spür ich die Message von Weihnachten so richtig: Liebe, Geborgenheit und Miteinander. Und dazu gehören für mich eben auch meine Orangen-Elche.
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