Juliane
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Dienstag, 21. Mai 2024
Denk mal – ans Leben“. Diese Worte habe ich auf einem Warnschild während einer langen Autofahrt gesehen. Und es hat mich mega bewegt, weil ich auf der Fahrt gerade von einer Beerdigung gekommen bin.
Irgendwie ist das Thema Sterben im Alltag nicht so präsent. Zumindest denke ich in nur selten an den Tod und das, was danach kommt. Im vollgepackten und hektischen Leben kommt das einfach selten vor. Aber die Beerdigung und dann das Schild haben mir gezeigt: Meine Zeit ist begrenzt.
Als Christin glaube ich fest daran, dass nach dem Tod noch etwas kommt. Was genau, das weiß ich nicht, aber ich bin überzeugt, dass es etwas Großartiges sein wird. Der Gedanke daran gibt mir nicht nur Trost, sondern auch die Motivation mein Leben voll und ganz zu leben.
Und trotzdem soll beim mir im Leben auch das Thema Tod und Sterben seinen Platz haben. Weil: Beim Tod geht es automatisch immer auch um das Leben. Wenn ich mich mit dem Tod beschäftige, zeigt das mir, dass mein Leben unfassbar wertvoll ist.
Ich will meine Lebenszeit einfach voll und ganz auskosten. Ich will das genießen, was das Leben lebenswert macht und die Menschen um mich herum lieben.
Mila
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Montag, 20. Mai 2024
Draußen summt und brummt es. Und heute gibt es – gerade bei den Bienen – etwas zu feiern, denn: es ist Weltbienentag.
Der wurde vor 6 Jahren von den Vereinten Nationen eingeführt, aber leider aus 'nem ziemlich traurigen Grund: Unsere Bienen sterben. Durch den Klimawandel schrumpft ihr Lebensraum und die Pflanzenschutzmittel auf den Feldern machen die Bienen krank.
Man könnte jetzt denken: „Ach, so ein kleines Tier. Was soll das schon für Auswirkungen haben?“ Ehrlich gesagt: Richtig Große! 75 Prozent der weltweit angebauten Pflanzen, die wir für unsere Lebensmittel verwenden, werden von Bienen bestäubt. Ohne Bienen also keine Lebensmittel – oder zumindest nur mit viel größerem Aufwand. Auch unsere Forschung kommt nicht ohne die Bienen aus: Die Wabenstruktur der Bienenstöcke wird zum Beispiel bei Flugzeugen verwendet. Und wenn ein Handy vibriert, ist das „Summ-Geräusch“ von den Bienen inspiriert. Verrückt oder?
Bienen sind also richtige Superheldinnen der Natur und müssen unbedingt geschützt werden. So faszinierende Lebewesen wie die Bienen sind etwas Wertvolles, und für mich ein wichtiger Teil von Gottes Schöpfung. Und gegen das Bienensterben kann man sogar selbst etwas tun: Keine Lichter im Garten brennen lassen oder im Mai den Rasen nicht mähen zum Beispiel. Ohne Bienen geht’s nicht. Also lasst uns was tun, um sie zu erhalten!
Rebekka
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Sonntag, 19. Mai 2024
Allein schon wegen der freien Zeit mag ich die Pfingstferien: sie bieten sich perfekt an für Ausflüge ins Grüne, Sommerfeste im Dorf oder einen kurzen Trip mit Freunden. Ferien sind toll – aber warum haben wir an Pfingsten eigentlich frei? Dass viele das nicht wissen, finde ich schade, denn Pfingsten ist im Christentum ein wichtiges Fest.
Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes, der alle Christen weltweit miteinander verbindet und vereint. Daher wird Pfingsten auch oft der „Geburtstag der Kirche“ genannt, weil sich danach viele Menschen taufen ließen und die erste Gemeinde in der Nachfolge Christi entstand. Der Heilige Geist ist super wichtig: er hat die Jünger mit dem lebendigen Glauben daran erfüllt, dass Jesus auferstanden ist und lebt. Damals sind tausende Pilger wegen des jüdischen Erntedankfestes Schawuot nach Jerusalem gekommen, und die Bibel sagt, es fegte ein Wind über sie und es legten sich Flammenzungen auf die Jünger. Sie konnten auf einmal in vielen Sprachen sprechen und das verkünden, was sie erlebt hatten, und alle konnten sie verstehen. Für mich zeigt sich in der Geschichte, wie groß Gottes Liebe und Macht sind – Gott erfüllt einfach alles.
An Pfingsten wurde Gottes frohe Botschaft verkündigt. Deshalb ist Pfingsten also ein wichtiger christlicher Feiertag – ich würde sagen, da sind die Ferien angemessen.
Carina
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Samstag, 18. Mai 2024
In zwei Tagen muss ich eine zwölf-seitige Hausarbeit abgeben. Von diesen zwölf Seiten hab ich bisher noch keine einzige geschrieben. Nicht mal mit dem Recherchieren und dem Lesen bin ich ganz fertig.
Ob ich die Hausarbeit noch so hinbekomme, wie ich mir das vorgestellt hab, weiß ich nicht. Was ich aber weiß, ist, dass die nächsten beiden Tage seeehr anstrengend werden und ich sicher auch noch Nachtschichten schieben muss.
Es ist nicht das erste Mal, dass ich viel zu spät mit etwas anfange und dann einen riesen Stress habe. Ich schiebe alles auf - gefühlt schon immer. Irgendwie brauch ich den Zeitdruck, um mit was loszulegen. Seit dem Studium kann ich mit diesem Druck aber auch immer schlechter umgehen. Vielleicht, weils jetzt wirklich um meine Zukunft geht und ich nicht „versagen“ möchte.
Ich glaub grad diese Angst vor dem Versagen ist komischerweise auch der Grund, warum ich Sachen aufschiebe. Ich mach mir selber den Druck, dass alles, was ich mache, perfekt werden muss. Weil ich weiß, dass das aber viel Arbeit bedeutet und anstrengend ist, fange ich dann gar nicht erst an. Hausarbeiten sind deshalb mein Endgegner: damit die gut werden, muss ich strukturiert vorgehen, den Überblick behalten und mir genug Zeit nehmen. Alles Dinge, die mir schwerfallen. Ich will lernen, dass es auch ok ist, wenn etwas nicht perfekt ist. Und dass es besser ist etwas nicht perfektes zu machen als gar nichts. Dafür muss ich mich aber erstmal trauen loszulegen.
Carina
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Freitag, 17. Mai 2024
Vor zwei Jahren war ich fünf Wochen lang in einer Klinik. Nicht, weil ich mir den Fuß gebrochen hatte oder weil ich da ein Praktikum gemacht hab, sondern weil ich Depressionen hatte.
Eine Depression ist eine psychische Krankheit, die man meist daran erkennt, dass jemand antriebslos ist und irgendwie die Lust am Leben verloren hat. Bei mir hat sich das vor allem durch ein Gefühl von innerer Leere gezeigt. Da war einfach… nichts mehr in mir, es hat sich angefühlt, als wär ich nicht mehr da. Das war ein richtig mieses Gefühl.
Woher eine Depression kommt, weiß die Wissenschaft nicht genau. Teilweise kann man auch ne genetische Veranlagung dazu haben. Bei mir hat bestimmt mit reingespielt, dass ich jahrelang sehr gestresst war und generell ne schwere Zeit hatte. Statistiken sagen, dass eigentlich jeder Mensch in seinem Leben mindestens eine depressive Verstimmung hat. Das ist dann nicht gleich eine Depression, sondern sozusagen die Vorstufe davon.
Wichtig ist, dass man dann weiß, was man tun kann. Das bedeutet, dass man vor allem herausfinden muss, was einem gut tut. Mir hat geholfen, mir bewusst Zeit für mich zu nehmen. Das hab ich davor viel zu wenig gemacht. Das wichtigste, was ich aus der Klinik für mich mitgenommen hab, ist, dass es nichts bringt, meine Gefühle zu unterdrücken. Gefühle sind nicht einfach so da, sondern haben immer einen Grund. Meinen Gefühlen kann ich am besten zuhören, wenn ich sie aufschreibe. Das ist meine Methode geworden, mit schlechten Tagen umzugehen.
Carina
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Donnerstag, 16. Mai 2024
Ich bin eine Overthinkerin. „Overthinking“ heißt so viel wie „zu viel nachdenken“. Bei mir sieht man das daran, dass ich mir über Kleinigkeiten stundenlang den Kopf zerbreche. Und meistens erkenn ich irgendwann, dass ich mir ganz umsonst Gedanken gemacht hab. Oft liegen die Dinge, über die ich nachdenk, sowieso in der Vergangenheit. Und was schon vorbei ist kann ich eh nicht mehr ändern.
Ein zweites „Talent“ von mir macht das ganze oft noch schlimmer: Ich bin nicht besonders gut darin, Gefühle und Meinungen von anderen richtig zu deuten. Grade der Tonfall, mit dem jemand was sagt, hat mich schon so oft dazu gebracht, dass ich overthinke. Ist mein Freund wütend? Oder kam das nur bei mir pampig an? Ich denk dann sofort, ich hab was falsch gemacht.
Es passiert schnell, dass ich von einem ersten, einfach Gedanken in eine Gedankenspirale rutsche und mich zum Beispiel irgendwann frage, ob mein Freund mich überhaupt noch liebt. Obwohl er ja nur einen Satz gesagt hat. Ich glaube, der Grund für mein ständiges Overthinking ist, dass ich manchmal nicht so selbstbewusst bin. Mir ist extrem wichtig, wie ich bei anderen Menschen ankomme. Deshalb bin ich schnell verunsichert, wenn ich eine Situation nicht ganz deuten kann. Ich denke dann, mein Verhalten hätte irgendwas bei dem andren ausgelöst, was aber eigentlich gar nicht so ist.
Mein Selbstvertrauen aufzubauen, geht nicht von heute auf morgen, das dauert. Ich denke aber, dass ich da schon auf einem ganz guten Weg bin. Ich muss aber auf jeden Fall noch verinnerlichen, dass das Wichtigste ist, was ICH über mich denke. Und nicht andere.