Freitag, 20. Februar 2026
Mein Bruder und ich haben uns früher oft über den gelben Teller gestritten. Wir hatten nämlich nur einen. Und wir wollten ihn beide haben. Am einfachsten wäre es vermutlich gewesen, hätten wir zwei gehabt, so mussten wir uns diesen immer teilen. Als Kind habe ich gedacht, gerecht ist es, wenn alle gleich viel haben. Jetzt weiß ich, so einfach ist das gar nicht mit der Gerechtigkeit.
Gerechtigkeit heißt nicht, dass alle das Gleiche bekommen. Es gibt noch viel mehr, was beachtet werden muss. Gerade, wenn es um mehr geht als um einen gelben Teller. Zum Beispiel, wenn es um Geld geht. Wenn’s gerecht sein soll, muss ich mich fragen: Braucht die andere Person gerade mehr Geld als ich? Mir hilft es dabei, mich in die andere Person hineinzuversetzen. Was wäre, wenn ich diejenige wäre? Vielleicht hat sie Verantwortung für eine Familie oder einen Pflegefall in der Familie. Vielleicht hat ihr Haustier in diesem Monat eine Krebsdiagnose bekommen und braucht teure Medikamente. Vielleicht kann eine Person medizinische Unterstützung durch die Erhöhung meiner Krankenkassenbeiträge bekomme, auch wenn das in meinem Geldbeutel ganz schön weh tut.
Gerechtes Handeln ist wirklich schwer. Es bedeutet eben auch, dass ich selbst mal ein paar Euro abgeben muss. Und: Gerechtigkeit beginnt, wo ich kapiere, was andere brauchen und ich über meinen Tellerrand hinausschaue: Egal, ob er gelb, blau oder rot ist.
Gerechtigkeit heißt nicht, dass alle das Gleiche bekommen. Es gibt noch viel mehr, was beachtet werden muss. Gerade, wenn es um mehr geht als um einen gelben Teller. Zum Beispiel, wenn es um Geld geht. Wenn’s gerecht sein soll, muss ich mich fragen: Braucht die andere Person gerade mehr Geld als ich? Mir hilft es dabei, mich in die andere Person hineinzuversetzen. Was wäre, wenn ich diejenige wäre? Vielleicht hat sie Verantwortung für eine Familie oder einen Pflegefall in der Familie. Vielleicht hat ihr Haustier in diesem Monat eine Krebsdiagnose bekommen und braucht teure Medikamente. Vielleicht kann eine Person medizinische Unterstützung durch die Erhöhung meiner Krankenkassenbeiträge bekomme, auch wenn das in meinem Geldbeutel ganz schön weh tut.
Gerechtes Handeln ist wirklich schwer. Es bedeutet eben auch, dass ich selbst mal ein paar Euro abgeben muss. Und: Gerechtigkeit beginnt, wo ich kapiere, was andere brauchen und ich über meinen Tellerrand hinausschaue: Egal, ob er gelb, blau oder rot ist.
Sonntag, 25. Januar 2026
Ich traue mich fast nicht mehr, mir die Kommentare unter manchen Beiträgen anzusehen. Vor allem, wenn Dinge zu sehen sind, oder über Themen gesprochen wird, bei denen ich schon weiß: Dazu gibt es viele unterschiedliche Meinungen. Es macht mich traurig zu sehen, wie verachtend viele Menschen ihre Meinung äußern. Da werden häufig Wörter verwendet, die nichts mit ner sachlichen Kritik zu tun haben. Oft hab ich das Gefühl, es geht nur darum, den eigenen Frust möglichst laut und verletzend rauszulassen. Dabei wird gar nicht daran gedacht, wie es anderen dabei geht. Und noch trauriger macht es mich, wenn es Beiträge mit religiösen Themen sind und die Kommentare von anderen Christinnen kommen. Ich finde es wichtig, dass wir über Dinge diskutieren. Wir brauchen sogar unterschiedliche Meinungen zu einem Thema, damit man zum Beispiel Vor- und Nachteile abwägen kann. Die Art und Weise, wie wir miteinander sprechen, macht aber einen Unterschied. Ich wünsche mir, dass wir versuchen, öfter das Gute zu sehen. Dass wir uns mehr zu den Dingen äußern, die uns erfreuen, die andere gut gemacht haben. Ich wünsche mir, dass wir Menschen nicht auf Fehler reduzieren. Und wenn uns etwas wirklich sehr stört, wir behutsam und konstruktiv Rückmeldung geben. Ich selbst versuche deshalb in meinem Umfeld mehr darauf zu achten: Was machen andere gut? Was gefällt mir? Und das auch auszusprechen. Das tut mir gut. Und ich glaube, es würde uns allen guttun: ein bisschen mehr Positivität und ein paar mehr nette Worte.
Samstag, 24. Januar 2026
Die Arbeiten von Rosalind Franklin zur Struktur der DNA waren ein medizinischer Durchbruch. Den Nobelpreis dafür erhielten nach ihrem Tod aber zwei Männer, die ihre Daten ohne Erlaubnis nutzten. Es gibt noch mehr Frauen, die keine Anerkennung für ihre Erfolge gekriegt haben. Auch heute treten Frauen oft hinter Männern zurück. Ich empfinde es so, dass Frauen häufig als weniger befähigt dargestellt werden: in der Wissenschaft, in der Politik und auch in der Katholischen Kirche.
Ich habe oft das Gefühl, dass Frauen in der Kirche viel Arbeit leisten, die nicht genug wertgeschätzt wird. In ner Gemeinde bei uns in der Nähe hat zum Beispiel eine Pastoralreferentin lange Zeit die gleiche Verwaltungsarbeit gemacht wie ein Priester. Als es dann wieder einen Priester gab, musste sie diese aber abgeben. Frauen in der Katholischen Kirche werden mit verantwortungsvollen Positionen vertröstet, die zwar viel Arbeitszeit erfordern, bei denen die letzte Entscheidung dann aber doch bei Männern liegt. Die Lorbeeren für gute Arbeit fallen oft auf Priester zurück. Und das alles, weil Jesus ein Y-Chromosom gehabt hat? Wirklich Leute? Ich finde, wir als katholische Kirche sollten uns wirklich fragen, ob wir weiterhin mit an dieser Unterdrückungsgeschichte schreiben wollen. Ich wünsche mir ne Kirche, die nicht an Ungerechtigkeiten festhält, sondern Mut hat, neue Räume zu öffnen. Ich wünsche mir, dass Frauen wirklich zugehört wird und so Raum für neue Ideen und großartige Ansätze schaffen.
Ich habe oft das Gefühl, dass Frauen in der Kirche viel Arbeit leisten, die nicht genug wertgeschätzt wird. In ner Gemeinde bei uns in der Nähe hat zum Beispiel eine Pastoralreferentin lange Zeit die gleiche Verwaltungsarbeit gemacht wie ein Priester. Als es dann wieder einen Priester gab, musste sie diese aber abgeben. Frauen in der Katholischen Kirche werden mit verantwortungsvollen Positionen vertröstet, die zwar viel Arbeitszeit erfordern, bei denen die letzte Entscheidung dann aber doch bei Männern liegt. Die Lorbeeren für gute Arbeit fallen oft auf Priester zurück. Und das alles, weil Jesus ein Y-Chromosom gehabt hat? Wirklich Leute? Ich finde, wir als katholische Kirche sollten uns wirklich fragen, ob wir weiterhin mit an dieser Unterdrückungsgeschichte schreiben wollen. Ich wünsche mir ne Kirche, die nicht an Ungerechtigkeiten festhält, sondern Mut hat, neue Räume zu öffnen. Ich wünsche mir, dass Frauen wirklich zugehört wird und so Raum für neue Ideen und großartige Ansätze schaffen.
Freitag, 23. Januar 2026
Als Jugendliche hab ich einen Liebesroman nach dem anderen gelesen. Ich wollte diese eine Person finden, mit der ich glücklich alt werde. Und ja - ich hab sie auch gefunden. Allerdings hat sich meine Sichtweise auf Beziehungen verändert.
Ich denke, es gibt mehr als eine Beziehung, die in unserem Leben wichtig ist. Seit einiger Zeit erlebe ich eine Freundschaft, die total heilsam ist. Eine romantische Freundschaft. Es ist natürlich keine Romantik mit Kerzenlicht im partnerschaftlichen Sinn, sondern eine herzerwärmende, wohltuende Freundschaft. Das englische Wort „wholesome“ trifft es am besten.
Für mich bedeutet Romantik in diesem Fall, dass ich ernstgenommen werde. Meine Freundin sagt mir, was ihr an mir und unserer Freundschaft liegt. Sie hört zu und bleibt da, wenn es mir schlecht geht. Und sie erzählt auch von sich und lässt mich zuhören, wenn es ihr nicht gut geht.
Das alles mache ich mit meinem Mann auch, aber irgendwie anders, es ist auch schön mal girly Dinge zu machen, die ich mit meinem Partner nicht machen kann.
Diese Art Nähe fühlt sich leicht an. Mir zeigt diese Freundschaft, dass man mehr als eine wirklich tiefe Beziehung führen kann. Und ich wünsche jedem Menschen mindestens eine solche, für meine Definition romantische Freundschaft im Leben.
Ich denke, es gibt mehr als eine Beziehung, die in unserem Leben wichtig ist. Seit einiger Zeit erlebe ich eine Freundschaft, die total heilsam ist. Eine romantische Freundschaft. Es ist natürlich keine Romantik mit Kerzenlicht im partnerschaftlichen Sinn, sondern eine herzerwärmende, wohltuende Freundschaft. Das englische Wort „wholesome“ trifft es am besten.
Für mich bedeutet Romantik in diesem Fall, dass ich ernstgenommen werde. Meine Freundin sagt mir, was ihr an mir und unserer Freundschaft liegt. Sie hört zu und bleibt da, wenn es mir schlecht geht. Und sie erzählt auch von sich und lässt mich zuhören, wenn es ihr nicht gut geht.
Das alles mache ich mit meinem Mann auch, aber irgendwie anders, es ist auch schön mal girly Dinge zu machen, die ich mit meinem Partner nicht machen kann.
Diese Art Nähe fühlt sich leicht an. Mir zeigt diese Freundschaft, dass man mehr als eine wirklich tiefe Beziehung führen kann. Und ich wünsche jedem Menschen mindestens eine solche, für meine Definition romantische Freundschaft im Leben.
Mittwoch, 21. Januar 2026
Mein Bruder und ich haben uns früher oft über den gelben Teller gestritten. Wir hatten nämlich nur einen. Und wir wollten ihn beide haben. Am einfachsten wäre es vermutlich gewesen, hätten wir zwei gehabt, so mussten wir uns diesen immer teilen. Als Kind habe ich gedacht, gerecht ist es, wenn alle gleich viel haben. Jetzt weiß ich, so einfach ist das gar nicht mit der Gerechtigkeit.
Gerechtigkeit heißt nicht, dass alle das Gleiche bekommen. Es gibt noch viel mehr, was beachtet werden muss. Gerade, wenn es um mehr geht als um einen gelben Teller. Zum Beispiel, wenn es um Geld geht. Wenn’s gerecht sein soll, muss ich mich fragen: Braucht die andere Person gerade mehr Geld als ich? Mir hilft es dabei, mich in die andere Person hineinzuversetzen. Was wäre, wenn ich diejenige wäre? Vielleicht hat sie Verantwortung für eine Familie oder einen Pflegefall in der Familie. Vielleicht hat ihr Haustier in diesem Monat eine Krebsdiagnose bekommen und braucht teure Medikamente. Vielleicht kann eine Person medizinische Unterstützung durch die Erhöhung meiner Krankenkassenbeiträge bekomme, auch wenn das in meinem Geldbeutel ganz schön weh tut.
Gerechtes Handeln ist wirklich schwer. Es bedeutet eben auch, dass ich selbst mal ein paar Euro abgeben muss. Und: Gerechtigkeit beginnt, wo ich kapiere, was andere brauchen und ich über meinen Tellerrand hinausschaue: Egal, ob er gelb, blau oder rot ist.
Gerechtigkeit heißt nicht, dass alle das Gleiche bekommen. Es gibt noch viel mehr, was beachtet werden muss. Gerade, wenn es um mehr geht als um einen gelben Teller. Zum Beispiel, wenn es um Geld geht. Wenn’s gerecht sein soll, muss ich mich fragen: Braucht die andere Person gerade mehr Geld als ich? Mir hilft es dabei, mich in die andere Person hineinzuversetzen. Was wäre, wenn ich diejenige wäre? Vielleicht hat sie Verantwortung für eine Familie oder einen Pflegefall in der Familie. Vielleicht hat ihr Haustier in diesem Monat eine Krebsdiagnose bekommen und braucht teure Medikamente. Vielleicht kann eine Person medizinische Unterstützung durch die Erhöhung meiner Krankenkassenbeiträge bekomme, auch wenn das in meinem Geldbeutel ganz schön weh tut.
Gerechtes Handeln ist wirklich schwer. Es bedeutet eben auch, dass ich selbst mal ein paar Euro abgeben muss. Und: Gerechtigkeit beginnt, wo ich kapiere, was andere brauchen und ich über meinen Tellerrand hinausschaue: Egal, ob er gelb, blau oder rot ist.
Dienstag, 20. Januar 2026
Seit einem Jahr habe ich eine sehr herausfordernde und stressige Zeit. Ich muss noch ein paar Prüfungen machen, die ich bestehen muss, um nen Job zu kriegen. Ein Jahr habe ich schon hinter mir und eines liegt noch vor mir.
Ehrlich gesagt, hab ich mich am Anfang wahnsinnig unter Druck gesetzt. Ich war nicht mehr so kreativ, habe schlecht geschlafen und den Stress überall in meinem Körper gespürt. Jetzt geht es mir besser, obwohl die Prüfungen gerade am schwersten sind. Mir hat es sehr geholfen, im Sommer einmal rauszukommen. Eine Zeit mal nicht den Job im Kopf zu haben. Mich um mich selbst zu kümmern und neue Energie zu tanken.
Ich hab mir deshalb überlegt, wie ich meine Prioritäten setzen will, bis die Prüfungen rum sind: Welche Aufgaben sind wirklich wichtig und müssen vor anderen erledigt werden? Außerdem habe ich mir öfter Zeit für Dinge genommen, die mir guttun. Ich war öfter spazieren, habe mir Essen gekocht und war im Dezember sogar auf dem Weihnachtsmarkt.
Ich arbeite immer noch viel. Trotzdem achte ich darauf, dass ich Raum zum Atmen habe und nicht bis spätnachts an meinen Aufgaben sitze. Ausreichend Schlaf bringt viel für meine Laune. Ich fühl mich gleich weniger gestresst.
Insgesamt ist deshalb nicht alles easy. Ich habe immer noch Angst und mache mir Druck. Aber grundsätzlich hat sich meine Einstellung dazu geändert, und das ist für mich ein großer Fortschritt.
Ehrlich gesagt, hab ich mich am Anfang wahnsinnig unter Druck gesetzt. Ich war nicht mehr so kreativ, habe schlecht geschlafen und den Stress überall in meinem Körper gespürt. Jetzt geht es mir besser, obwohl die Prüfungen gerade am schwersten sind. Mir hat es sehr geholfen, im Sommer einmal rauszukommen. Eine Zeit mal nicht den Job im Kopf zu haben. Mich um mich selbst zu kümmern und neue Energie zu tanken.
Ich hab mir deshalb überlegt, wie ich meine Prioritäten setzen will, bis die Prüfungen rum sind: Welche Aufgaben sind wirklich wichtig und müssen vor anderen erledigt werden? Außerdem habe ich mir öfter Zeit für Dinge genommen, die mir guttun. Ich war öfter spazieren, habe mir Essen gekocht und war im Dezember sogar auf dem Weihnachtsmarkt.
Ich arbeite immer noch viel. Trotzdem achte ich darauf, dass ich Raum zum Atmen habe und nicht bis spätnachts an meinen Aufgaben sitze. Ausreichend Schlaf bringt viel für meine Laune. Ich fühl mich gleich weniger gestresst.
Insgesamt ist deshalb nicht alles easy. Ich habe immer noch Angst und mache mir Druck. Aber grundsätzlich hat sich meine Einstellung dazu geändert, und das ist für mich ein großer Fortschritt.
Montag, 19. Januar 2026
„Was war, das können wir nicht mehr ändern. Aber es darf nie wieder geschehen. Ich bitte euch, SEID MENSCHEN." Diese Bitte stammt von Margot Friedländer, einer Überlebenden des Holocaust. Sie ist letztes Jahr gestorben. Und wie sie sterben viele weitere Stimmen, die sich dafür eingesetzt haben, dass radikale Menschen wie die Nazis nicht mehr an die Macht kommen. Gleichzeitig höre ich immer mehr rassistische Aussagen, lese Hass-Kommentare auf Social Media. Und auch als Lehrerin in der Schule sehe ich, wie scheinbar einfache Lösungen zu politischen Themen akzeptiert werden, ohne dass groß darüber nachgedacht wird. Zum Beispiel haben einige ihre Meinung zum Nahost-Konflikt immer dem angepasst, was sie grade auf TikTok gesehen haben. Ohne nachzudenken. Das beunruhigt mich. Oft fühle ich mich hilflos. Aber ich denk, umso mehr muss ich selbst nach Lösungen suchen. Ich will nicht irgendwann hören: Ihr habt es doch kommen sehen, warum habt ihr nichts getan? Also versuche ich, meine Stimme zu nutzen. Hier im Radio, im Unterricht und in meinem Freundeskreis. Denn „Nie wieder“ ist eine Aufgabe. Und sie beginnt dort, wo wir aufhören zu schweigen und widersprechen. Dort, wo wir anfangen, nachzudenken und nach fairen Lösungen zu suchen. Dort, wo wir nicht nur nach uns selbst, sondern auch nach anderen schauen. Und insbesondere dort, wo wir uns entscheiden, menschlich zu bleiben - den anderen sehen und seine Würde anerkennen.
Sonntag, 21. September 2025
Zum Geburtstag haben meine Eltern und mein Mann mir einen Tag am Bodensee geschenkt. Wir saßen auf einer Wiese direkt am Wasser, haben Karten gespielt und die Sonne auf unserer Haut genossen. Abends ging's dann noch zusammen in die Therme.
Es hat unfassbar gutgetan, einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Ich hab echt schon fast vergessen gehabt, wie sich das anfühlt. Meistens hab ich so viel zu tun, dass für sowas keine Zeit bliebt. Mein Kopf ist voll mit meinen To-dos, mit Arbeit und Co beschäftigt. Sogar in meiner Freizeit fällt es mir schwer, davon komplett abzuschalten.
Am Bodensee hatte ich weder eine Handtasche noch Hosentaschen. Deshalb hatte mein Mann mein Handy. Ich hab den ganzen Tag nicht draufgeschaut und es auch nicht vermisst.
Ein Tag ohne Handy tut gut – so geht es wahrscheinlich vielen von uns. Aber es war mehr als ein Tag ohne Handy und ohne Social Media. Es war ein Tag, an dem mein Kopf offline war.
Rauszukommen hat da echt geholfen. Zeit mit meinen allerliebsten Menschen. Es war wirklich wie Urlaub für die Seele.
Es hat unfassbar gutgetan, einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Ich hab echt schon fast vergessen gehabt, wie sich das anfühlt. Meistens hab ich so viel zu tun, dass für sowas keine Zeit bliebt. Mein Kopf ist voll mit meinen To-dos, mit Arbeit und Co beschäftigt. Sogar in meiner Freizeit fällt es mir schwer, davon komplett abzuschalten.
Am Bodensee hatte ich weder eine Handtasche noch Hosentaschen. Deshalb hatte mein Mann mein Handy. Ich hab den ganzen Tag nicht draufgeschaut und es auch nicht vermisst.
Ein Tag ohne Handy tut gut – so geht es wahrscheinlich vielen von uns. Aber es war mehr als ein Tag ohne Handy und ohne Social Media. Es war ein Tag, an dem mein Kopf offline war.
Rauszukommen hat da echt geholfen. Zeit mit meinen allerliebsten Menschen. Es war wirklich wie Urlaub für die Seele.
Samstag, 20. September 2025
Ich bin oft von Kleinigkeiten genervt. Vor allem, wenn ich gestresst bin. Dann wünsche ich mir nichts mehr, als einfach mal die Füße hochzulegen und mal ein paar Tage nicht zu arbeiten. Genau dieser Wunsch ist vor kurzem in Erfüllung gegangen. Ich musste meine Füße hochlegen – leider unfreiwillig.
Mein Knie hat so weh getan, dass ich nicht mehr auftreten konnte. Im Krankenhaus hab ich eine Schiene bekommen und sollte mich ausruhen. Bis zum MRT-Termin konnte ich nichts machen und hatte Angst, was mit mir los ist. Ich habe mir auf einmal sehr gewünscht, wieder in die Arbeit gehen zu können. Schon komisch, oder? Es war dann gar nicht mehr so toll, meine Füße hochzulegen. Ich wollte einfach nur noch gesund sein.
Da hab ich verstanden: Wir sollten jeden Tag genießen, an dem wir gesund sind.
Ich will versuchen, mich nicht mehr über Kleinigkeiten aufzuregen. Denn insgesamt geht es mir ja gut. Das will ich mehr schätzen! Auch mich selbst. Dazu gehört, dass ich meine Füße auch mal hochlege, wenn ich nicht krank bin.
Meine Verletzung am Knie war übrigens zum Glück nur eine Überlastung und nach ein paar Tagen und Physio schnell wieder weg. Aber ich habe in der kurzen Zeit trotzdem verstanden, wie wichtig es ist, auf meine Gesundheit zu achten.
Mein Knie hat so weh getan, dass ich nicht mehr auftreten konnte. Im Krankenhaus hab ich eine Schiene bekommen und sollte mich ausruhen. Bis zum MRT-Termin konnte ich nichts machen und hatte Angst, was mit mir los ist. Ich habe mir auf einmal sehr gewünscht, wieder in die Arbeit gehen zu können. Schon komisch, oder? Es war dann gar nicht mehr so toll, meine Füße hochzulegen. Ich wollte einfach nur noch gesund sein.
Da hab ich verstanden: Wir sollten jeden Tag genießen, an dem wir gesund sind.
Ich will versuchen, mich nicht mehr über Kleinigkeiten aufzuregen. Denn insgesamt geht es mir ja gut. Das will ich mehr schätzen! Auch mich selbst. Dazu gehört, dass ich meine Füße auch mal hochlege, wenn ich nicht krank bin.
Meine Verletzung am Knie war übrigens zum Glück nur eine Überlastung und nach ein paar Tagen und Physio schnell wieder weg. Aber ich habe in der kurzen Zeit trotzdem verstanden, wie wichtig es ist, auf meine Gesundheit zu achten.
Freitag, 19. September 2025
Die Welt spielt verrückt. Gefühlt gibt es immer mehr Kriege, und Menschen werden immer gewaltbereiter. Es gibt so viele Gründe, warum Menschen unzufrieden sind und andere hassen. Manche Menschen greifen dann zu Waffen. Entweder um den Feind zu bekämpfen oder um sich gegen ihn zu wehren. Es ist eine Spirale, die sich immer weiter dreht.
Wie kommen wir da wieder raus? Jesus sagt: "Liebt eure Feinde." Ich finde, das klingt nach einer einfachen Lösung von jemandem, der perfekt ist. Aber wie soll das bitte in der Wirklichkeit gehen? Wie soll ich jemanden lieben, der mir oder einem, den ich liebe, Leid zugefügt hat? Da kann ich doch den anderen nur hassen. Gleichzeitig glaube ich, dass die Worte von Jesus ihre Berechtigung haben.
Vielleicht muss man seine Feinde nicht gleich wie Freunde oder Familie lieben. Liebe ist nie leicht, sondern anstrengend. Man muss dafür arbeiten, damit sie funktioniert. Vielleicht geht es erst einmal darum, den anderen zu akzeptieren und neue Lösungen zu finden, wie man Streit austragen kann.
Denn letztendlich: Ich finde, die Gewaltspirale, in der wir uns bewegen, ist keine Lösung. Und ich glaube, selbst wenn man es nicht schafft, wie Jesus seine Feinde zu lieben, braucht es Mut, anders zu handeln. Sich zu überwinden, zuzuhören, sich verletzlich zu zeigen oder den eigenen Hass herunterzuschlucken, um offen für neue Gespräche zu sein. Von diesem Mut, neue Wege auszuprobieren, davon wünsche ich mir mehr für unsere Welt.
Wie kommen wir da wieder raus? Jesus sagt: "Liebt eure Feinde." Ich finde, das klingt nach einer einfachen Lösung von jemandem, der perfekt ist. Aber wie soll das bitte in der Wirklichkeit gehen? Wie soll ich jemanden lieben, der mir oder einem, den ich liebe, Leid zugefügt hat? Da kann ich doch den anderen nur hassen. Gleichzeitig glaube ich, dass die Worte von Jesus ihre Berechtigung haben.
Vielleicht muss man seine Feinde nicht gleich wie Freunde oder Familie lieben. Liebe ist nie leicht, sondern anstrengend. Man muss dafür arbeiten, damit sie funktioniert. Vielleicht geht es erst einmal darum, den anderen zu akzeptieren und neue Lösungen zu finden, wie man Streit austragen kann.
Denn letztendlich: Ich finde, die Gewaltspirale, in der wir uns bewegen, ist keine Lösung. Und ich glaube, selbst wenn man es nicht schafft, wie Jesus seine Feinde zu lieben, braucht es Mut, anders zu handeln. Sich zu überwinden, zuzuhören, sich verletzlich zu zeigen oder den eigenen Hass herunterzuschlucken, um offen für neue Gespräche zu sein. Von diesem Mut, neue Wege auszuprobieren, davon wünsche ich mir mehr für unsere Welt.
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