Benni
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Mittwoch, 10. Juni 2026
Ich war auf einer Sprachreise in Frankreich und hatte drei Zimmerkollegen, jeder aus einem anderen Land. Wir haben miteinander gegessen, aber das war’s auch an Interaktion, weil keiner den anderen verstanden hat.
Dann gab es diese Situation:
Es ist Abend, wir vier sind in unserem Zimmer. Der Spanier lehnt an der Wand und fängt auf einmal an zu beten. Ich verstehe zwar nichts, aber irgendwie kommt mir das bekannt vor. Als er fertig ist, macht es Klick in meinem Kopf: Das war das „Vater unser“. Ohne was zu sagen, spreche ich dann dasselbe Gebet, auf Deutsch. Danach der Italiener, im Bett über mir, und am Ende der Engländer auf der anderen Seite des Zimmers. Das war wirklich mega schön! Weil uns vier Jungs was verbunden hat, das stärker ist als unsere Muttersprache.
Benni
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Dienstag, 09. Juni 2026
Diese Geschichte hilft mir, etwas von Gott zu verstehen: Ein Mann kommt mit seinem Boot in einen Sturm. Zwei andere Boote kommen vorbei und wollen ihm helfen, aber er sagt immer nur: ‚Nein danke, Gott rettet mich schon.‘
Der Mann ertrinkt. Er kommt in den Himmel und fragt Gott: ‚Warum hast du mich nicht gerettet?‘
Und Gott antwortet: ‚Ich habe dir doch zwei Boote geschickt.‘
Ich mag die Message: Gott taucht oft ganz anders auf, als ich es erwarte. Nicht nur, wenn ich bete oder in der Kirche bin. Für mich hat Gott viel mit den Menschen zu tun, die um mich herum sind. Mit denen, die wirklich wissen wollen, wie es mir geht. Oder die einfach mal anrufen. Ich finde den Gedanken schön, dass Gott durch andere Menschen wirkt und so für mich da ist.
Benni
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Montag, 08. Juni 2026
Ich habe einen spannenden Dialog erlebt zwischen einem Politikjournalisten und einer Nonne.
Das Interessante daran: Der Journalist ist Atheist und hat mit Glauben eigentlich gar nichts zu tun. Und trotzdem kommen beide am Ende auf denselben Punkt:
Wir können keine individuellen Antworten geben auf gesellschaftliche Fragen.
Aus der Wirtschaftskrise kommen wir halt nicht raus, wenn der Einzelne mehr arbeitet. Und mit dem Reich Gottes, also mit einer gerechten Welt, wird auch nichts, wenn jeder nur für sich mehr betet.
Glaube funktioniert nicht als Privatobjekt.
Also dieses: Gott hat mich gerettet. Gott hilft mir. Glaube macht mein Leben besser.
Glaube wird dann stark, wenn wir nicht nur auf uns selbst schauen, sondern aufeinander.
Gott als Werkzeug zur Gemeinschaftsoptimierung -
Ich denke, genau so einen Gott brauchen wir gerade.
Isi
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Sonntag, 07. Juni 2026
„Wir Christinnen müssen überzeugt sein, dass nur unsere Religion die Richtige ist.“
Das hat neulich jemand in ´ner Diskussion gesagt und ich fand’s echt heftig. Ich hab´ mich mit dieser Aussage gar nicht wohl gefühlt.
Denn für mich macht diese Aussage Gott klein und grenzt ihn ein.
Ich glaube an einen Gott der so unbeschreiblich groß ist, dass ich ihn nie ganz verstehen kann. Wie kann ich da sagen, dass nur Christinnen die richtige Wahrheit leben?
Ich glaube wir können Gott auf so unterschiedlichen Wegen spüren und erleben. Er zeigt sich im Christentum, Judentum und im Islam.
Jede Religion hat einen Teil der Wahrheit, aber die ganze Wahrheit, kennt nur Gott.
Milena
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Samstag, 06. Juni 2026
Boah, ist die Tür schwer. Ich nehm´ schon immer Anlauf und sammle all meine Kraft, um die Tür zur Uni-Bibliothek aufzubekommen. Ich bin immer richtig dankbar, wenn eine Person mir die Tür offenhält oder sogar aufmacht. Für mich ist so eine große Tür ein Bild für meinen Glauben, weil Jesus auch sagt: Ich bin die Tür zu Gott. Was Jesus getan und gesagt hat zeigt mir, wie Gott ist. Für mich ist Jesus die Tür zu Gott, sozusagen mein Türöffner. Klar, es gibt auch viele andere Zugänge zu Gott und ich mag es, wenn andere mir davon erzählen. Weil jeder Zugang zu Gott mir eine neue Perspektive auf den Glauben eröffnet.
Isi
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Freitag, 05. Juni 2026
Jetzt oder nie! Ich überlege mir gerade, mich für eine Ausbildung zu bewerben, wo ich mich weiter spezialisieren kann. Dafür ist jetzt die letzte Gelegenheit, denn später gibt´s diesen Weg einfach nicht mehr. Darum drehen sich meine Gedanken gerade auch ständig im Kreis: Ist diese Ausbildung wirklich das richtige für mich? Schaff ich das überhaupt?
Ich hab viel mit einer Freundin darüber gesprochen und irgendwann hat sie gesagt: „Jetzt oder nie! Wie´s wird, weißt Du eh erst, wenn Du es ausprobiert hast.“
Sie hat recht! Das hat mich richtig gepusht, mutig zu sein.
Ich sitze jetzt also an meiner Bewerbung und weiß: Das wird eine spannende Zeit und ich werde auf jeden Fall viele wertvolle Lebenserfahrungen machen.