Mittwoch, 30. Juli 2025
Vor Kurzem bin ich umgezogen und da hab ich gemerkt, wie ungeduldig ich manchmal bin – vor allem mit mir selbst. Am liebsten hätte ich in der ersten Woche direkt alle Kisten ausgepackt, die Wohnung perfekt eingerichtet, neue beste Freunde gefunden und schon einen Überblick über die besten Spazierwege und Kaffees gehabt. Total unrealistisch, ich weiß, aber mir passiert das ganz schnell, dass ich die Dinge sofort perfekt haben will und unzufrieden werde, wenn es dann nicht so schnell geht. Und das tut absolut nicht gut.
Ich übe also Geduld, weil ich merke, dass ich dann viel zufriedener bin und die Dinge realistisch betrachte. Nämlich, dass manches einfach Zeit braucht.
Einen total entspannten Blick darauf hat Kohelet. Das ist ein Mensch in der Bibel, über den wir sonst nicht viel wissen: Und der sagt: Alles hat seine Zeit - Wachsen hat seine Zeit, Feiern hat seine Zeit, traurig sein hat seine Zeit, streiten hat seine Zeit, sich versöhnen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit, Dinge einpflanzen hat seine Zeit... und das geht ziemlich lang so weiter. Sein Hintergedanke ist, dass es nix bringt sich über Dinge zu stressen, wenn man Vieles eh nicht ändern kann. Und: Dass Gott ihn und die ganze Welt in der Hand hat und mit uns geht, egal wie ungeduldig wir sind. Für meinen Umzug hab ich mir daraus mitgenommen: Keine Eile. Das Ankommen braucht genauso seine Zeit, wie das neue Freunde und Lieblingscafes finden. Aber vor allem hab ich mir mitgenommen: dass ich mit all dem bei Gott geborgen bin.
Ich übe also Geduld, weil ich merke, dass ich dann viel zufriedener bin und die Dinge realistisch betrachte. Nämlich, dass manches einfach Zeit braucht.
Einen total entspannten Blick darauf hat Kohelet. Das ist ein Mensch in der Bibel, über den wir sonst nicht viel wissen: Und der sagt: Alles hat seine Zeit - Wachsen hat seine Zeit, Feiern hat seine Zeit, traurig sein hat seine Zeit, streiten hat seine Zeit, sich versöhnen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit, Dinge einpflanzen hat seine Zeit... und das geht ziemlich lang so weiter. Sein Hintergedanke ist, dass es nix bringt sich über Dinge zu stressen, wenn man Vieles eh nicht ändern kann. Und: Dass Gott ihn und die ganze Welt in der Hand hat und mit uns geht, egal wie ungeduldig wir sind. Für meinen Umzug hab ich mir daraus mitgenommen: Keine Eile. Das Ankommen braucht genauso seine Zeit, wie das neue Freunde und Lieblingscafes finden. Aber vor allem hab ich mir mitgenommen: dass ich mit all dem bei Gott geborgen bin.
Montag, 28. Juli 2025
Mein Bruder hat geheiratet und ich durfte den Gottesdienst mitgestalten. Das war natürlich für mich als Schwester voll die Ehre und ich war auch richtig aufgeregt.
Ein megaschönes Element bei einer kirchlichen Trauung ist, dass das Ehepaar sich einen gemeinsamen Bibelvers aussucht, der sie dann die ganze Ehe begleitet. In dem Vers, den sich mein Bruder und seine Frau ausgesucht haben heißt es ‚Güte und Treue begegnen einander‘. Beim ersten Mal hören bin ich richtig über das Wort „Güte“ gestolpert, was in dem Bibelvers vorkommt. Hört man ja auch nicht mehr jeden Tag. Aber als ich dann ein bisschen drüber nachgedacht habt, fand ich dass Güte ein ultra nices Wort ist. Denn da steckt voll viel dahinter: Wenn jemand voller Güte ist – oder einfacher gesagt: gütig dann fühlt man sich bei der Person wohl und gesehen, aber nicht verurteilt. Da wird das Beste in einem gesucht und man darf so sein wie man ist. Jemand ist liebevoll und ermutigend und warmherzig.
In dem Satz aus der Bibel ging es darum, dass Gott so ist und das find ich mega cool, dass Gott jemand ist, auf den das alles zutrifft. Und noch cooler: Gott traut das mir auch zu, dass ich gütig sein kann. Nicht perfekt gütig. Aber so, dass sich andere in meiner Gegenwart wohlfühlen, das schon. Und das find ich so schön.
Deshalb ist dieses alte Wort ‚Güte‘ grad mein neues Lieblingswort.
Ein megaschönes Element bei einer kirchlichen Trauung ist, dass das Ehepaar sich einen gemeinsamen Bibelvers aussucht, der sie dann die ganze Ehe begleitet. In dem Vers, den sich mein Bruder und seine Frau ausgesucht haben heißt es ‚Güte und Treue begegnen einander‘. Beim ersten Mal hören bin ich richtig über das Wort „Güte“ gestolpert, was in dem Bibelvers vorkommt. Hört man ja auch nicht mehr jeden Tag. Aber als ich dann ein bisschen drüber nachgedacht habt, fand ich dass Güte ein ultra nices Wort ist. Denn da steckt voll viel dahinter: Wenn jemand voller Güte ist – oder einfacher gesagt: gütig dann fühlt man sich bei der Person wohl und gesehen, aber nicht verurteilt. Da wird das Beste in einem gesucht und man darf so sein wie man ist. Jemand ist liebevoll und ermutigend und warmherzig.
In dem Satz aus der Bibel ging es darum, dass Gott so ist und das find ich mega cool, dass Gott jemand ist, auf den das alles zutrifft. Und noch cooler: Gott traut das mir auch zu, dass ich gütig sein kann. Nicht perfekt gütig. Aber so, dass sich andere in meiner Gegenwart wohlfühlen, das schon. Und das find ich so schön.
Deshalb ist dieses alte Wort ‚Güte‘ grad mein neues Lieblingswort.
Sonntag, 11. Mai 2025
„Nimm dir vor heute noch vor, eine Person, die du kennst, zu ermutigen“ – Das hat mir vor kurzem ein Pfarrer in ner Predigt mitgegeben. Und ich habs direkt ausprobiert und gleich einer Freudin eine Nachricht geschickt mit ein paar ermutigenden Worten für ihre Prüfungen und einem wertschätzenden Satz darüber, was ich an ihr mag. Das Ganze hat vielleicht eine Minute gedauert. Aber sie hat sich riesig darüber gefreut. Ermutigung macht einen riesen Unterschied. Ich hab dabei oft das Gefühl, dass ich gar nicht weiß was ich sagen soll, oder das meine Worte irgendwie nicht richtig oder wichtig genug sind. Aber wenn ich selbst wertschätzende, ermutigende Nachrichten bekomm, merke ich, dass das ganz viel mit mir macht. Dass da eigentlich nie „falsche Worte“ dabei sind. Wenn ich so ne Nachricht bekommen, dann tut das gut, ich fühl mich gesehen, geliebt und bin motiviert, weiterzumachen. Deshalb versuche ich seit ein paar Wochen bewusst Menschen zu ermutigen. Und ich merke, das macht einen positiven Unterschied. Bei den Menschen, die ich ermutige, aber überraschenderweise auch bei mir: Weil ich die Menschen mit einem positiven Blick anschaue. Es lohnt sich, das mal auszuprobieren!
Freitag, 09. Mai 2025
Kennt ihr Kintsugi? Das ist eine Technik aus Japan, bei der zerbrochenes Keramikgeschirr wieder zusammengesetzt wird. Natürlich bleiben dabei Risse übrig – die werden nicht etwa versucht möglichst unauffällig zu verstecken, sogar noch vergoldet. Dadurch wirken die Gefäße richtig schön und besonders und sind oft sogar mehr wert als davor. Diese Technik ist für mich ein richtig besonderes Bild für das, was in meinem Leben auch immer wieder die Realität ist. Nämlich, dass eben nicht alles gut ist, sondern manchmal in meinem Herz und meinem Leben Risse oder Scherben entstehen durch Streit, Krankheiten, Verlusterfahrungen. Wenn ich mich heftig gestritten habe, jemand, der mir nahe steht schwer krank wird oder eine Freundschaft sich verlieren. D Ich finde das Bild schön, dass Gott gerade durch die Risse, durch das was kaputt ist in unserem Leben leuchtet. Wir müssen nicht perfekt sein für ihn. Er sagt mir zu, dass ich für ihn auch in meiner Zerbrechlichkeit wertvoll bin. Mir tut das so gut zu wissen, weil ich manchmal das Gefühl habe, weniger schön oder nützlich zu sein, wenn bei mir eben nicht alles gut ist. Seit kurzem habe ich eine Kintsugi-Kaffeetasse – und werde jeden Morgen dran erinnert, dass Gottes Licht gerade dort scheint, wo etwas kaputt und zerbrochen ist.
Mittwoch, 07. Mai 2025
Ich bin gerne kreativ. Egal ob Acrylmalen, fotografieren, tanzen, in einer Band singen, Gedichte schreiben oder neue Rezepte ausprobieren. Es macht mir einfach Spaß, etwas zu gestalten und mich dadurch auszudrücken. Oft geht das aber in meinem Alltag zwischen Arbeit und ToDos unter. Was mir aber wieder neu klargeworden ist, dass wir es gerade in einer Zeit in der wir von Eindrücken überschüttet werden ganz dringend brauchen, uns auszudrücken. Ich glaube übrigens, dass wir das Kreativ sein von Gott haben. Dass Gott selbst unglaublich kreativ ist – ich mein, schaut euch die Welt an – und uns mit viel Freude geschaffen hat, Dinge zu gestalten. Letzte Woche hab ich mich deshalb mal wieder ganz viel kreativ ausgedrückt. Ich hab zum ersten Mal Kerzen bemalt. Das sah jetzt nicht gleich aus wie ein Meisterwerk, aber das ist egal. Mir geht’s eher um den Prozess. Dass es mir Spaß macht, etwas kreativ zu machen. Perfektionismus ist da fehl am Platz. Mich kreativ auszudrücken macht was mit mir. Ich fühl mich viel mehr in der Gegenwart angekommen, innerlich lebensfroh - und auch fokussierter und motivierter für die ToDos und Arbeit, dies ja trotzdem noch gibt. Also, let’s go, mal wieder was Kreatives machen. Die ToDos sind später immer noch da.
Montag, 05. Mai 2025
„Die letzten Monate waren wild. Ich war richtig on Tour und habe nie länger als 2 Wochen an einem Ort verbracht. Das coole war: ich habe nicht im Hotel geschlafen, sondern bei ganz verschiedenen Menschen und Familien wochenweise mitgelebt. Und hab dabei so viel zum Bewundern erlebt, was ich mir abschauen möchte: Zum Beispiel möchte ich mich gerne so ernähren, wie die sechsköpfige Familie, die viel regional und frisch einkauft. Oder mach jetzt morgens auch manchmal entspannte Jazzmusik an, wie eine andere Familie, weil sich dann alles ein bisschen entspannter und besonderer anfühlt. Oder bin inspiriert davon, wie sich eine Bekannte in ihrem busy Alltag trotzdem Zeit nimmt, um jeden Morgen mit Gott ins Gespräch zu kommen, weil ihr das so wichtig ist. Kurzum, ich hab viel gelernt in den letzten Monaten und neue Vorbilder gewonnen. Das hat nur funktioniert, weil ich bei diesen Menschen einfach den normalen Alltag mitbekommen durfte. Und das war richtig cool - das war keine Show oder die beste Seite, die man mal für nen Nachmittagsbesuch auflegen kann, sondern das normale, verrückte, anstrengende Leben. Aber gerade das hat mir so geholfen, weil ich gesehen habe, wie bei anderen eine Morgenroutine funktioniert. Am meisten nehme ich aber mit, auch Menschen in meinen Alltag mithineinzunehmen, nicht nur in die fancy, aufgeräumten Teile meines Lebens, sondern in den ganz normalen Alltag. Denn das schafft echte Verbindung, Inspiration und tut richtig gut.
Sonntag, 13. April 2025
Festivalstimmung. Du stehst mitten in der Menge. Die Bässe vibrieren, Leute singen laut mit, Hände in der Luft, pure Begeisterung. So in etwa – nur vielleicht ohne Bässe – stell ich mir die Stimmung vor, als Jesus vor 2000 Jahren nach Jerusalem kommt. Die Leute sind übelst hyped. Reißen Blätter von den Bäumen, ziehen ihre Oberteile aus und legen alles auf den Weg, um Jesus so eine Art roten Teppich auszulegen. Jesus war ein richtiger Star in dem Moment.
Warum eigentlich? Ich glaub, damals haben die Leute in ihm jemand gesehen, der Hoffnung bringt. Sie haben mit ihm davon geträumt, dass eine andere Welt möglich ist. Dass ich durch ihn so viel Liebe und gute Perspektiven für mein Leben bekomm, feier ich an Jesus. Er gibt mir z.B. einen liebevollen Blick auf meine Arbeitskollegen oder Freude daran anderen was gutes zu tun.
Auch heute begeistert sich nämlich noch Menschen für Jesus. sie erleben durch ihn Hoffnung und Freude in ihrem Leben. Unsere Palmsonntagspartys sind nicht ganz so heftig, wie vor 2000 Jahren, aber heute sieht man in vielen Dörfern Menschen mit gebastelten Palmwedeln, Osterpalmen und Ähnlichem. Und Kinder und Erwachsene, die auch nach 2000 Jahren noch Jesus feiern….
Warum eigentlich? Ich glaub, damals haben die Leute in ihm jemand gesehen, der Hoffnung bringt. Sie haben mit ihm davon geträumt, dass eine andere Welt möglich ist. Dass ich durch ihn so viel Liebe und gute Perspektiven für mein Leben bekomm, feier ich an Jesus. Er gibt mir z.B. einen liebevollen Blick auf meine Arbeitskollegen oder Freude daran anderen was gutes zu tun.
Auch heute begeistert sich nämlich noch Menschen für Jesus. sie erleben durch ihn Hoffnung und Freude in ihrem Leben. Unsere Palmsonntagspartys sind nicht ganz so heftig, wie vor 2000 Jahren, aber heute sieht man in vielen Dörfern Menschen mit gebastelten Palmwedeln, Osterpalmen und Ähnlichem. Und Kinder und Erwachsene, die auch nach 2000 Jahren noch Jesus feiern….
Freitag, 11. April 2025
Hunderte Menschen, die zusammen singen – Deeptalk den ganzen Tag, ein Raum voller Menschen, die abdancen, in dem es aber auch mal ganz still ist - Das hab ich vor Kurzem erlebt, als ich eingeladen wurde, an einer ökumenischen Konferenz zum Thema Gebet teilzunehmen. Ökumenisch heißt, da waren Menschen aus ganz unterschiedlichen Kirchen dabei und dann eben auch noch aus verschiedensten Ländern. Sowas ist immer ein bisschen wild. An diesem Wochenende haben wir alle ein bisschen unsere Komfortzone verlassen und uns auf eine gemeinsame Form eingelassen, auch wenn die nicht in allem das war, was wir gewohnt waren. Und es war richtig schön. Besonders der Austausch untereinander. Es ist so wichtig und gut, zu sehen, dass eine andere Christin aus einer anderen Kirche zum Beispiel gerne malt als Ausdruck für ihren Glauben und es bereichert meinen eigenen Glauben: zum Beispiel zu sehen, dass Glaube nicht immer nur still und brav ist, sondern auch abdancen und kreativ sein darf. Und deshalb feier ich Ökumene - wir sind als Christen gemeinsam unterwegs, bereichern uns gegenseitig, lernen voneinander und feiern wie viel größer und vielseitiger unser Gott sich zeigt, wenn so unterschiedliche Menschen zusammenkommen.
Mittwoch, 09. April 2025
So einen beschissenen Arzttermin hatte ich schon lange nicht mehr. Ich hab Migräne und war deswegen vor kurzem bei ner Ärztin, die mich noch nicht so lange kennt. Und irgendwie lief dieses Gespräch ganz schön schief. Ich war richtig überfordert, weil sie mir total viele Dinge gesagt hat, was ich tun soll. Und mir gleichzeitig auch unterschwellig Sachen vorgeworfen, wo ich mich zu Unrecht verurteilt gefühlt hab. Das hat mich danach ganz schön beschäftigt . Ich hab aber danach mit ein paar engen Menschen darüber gesprochen und versucht für mich nen Weg damit zu finden. Und eine Person meinte zu mir - da passt doch wirklich mal ein Bibelvers: Prüft alles und behaltet das Gute. Und das hat mir echt gut getan. Es war in der Situation nämlich nicht alles gut, was sie zu mir gesagt hat, vor allem nicht wie, aber manches war hilfreich und gut. Und das will ich mir zu Herzen nehmen und den Rest für den Moment einfach großzügig ausklammern.
Montag, 07. April 2025
In unserem Wohnzimmer steht eine große skifahrende Ente aus Holz. Klingt ein bisschen verrückt aber stimmt wirklich. Die haben meine Eltern meinem Mann mal zu Weihnachten geschenkt, weil der alles liebt, was mit Schnee und Skiern zutun hat. Jedes Mal wenn ich die Ente anschaue, muss ich ein bisschen schmunzeln. Weil es eben so skurril ist, dass eine Ente mit Mütze und Skibrille den Berg runter saust. Und mich bringt man ehrlich gesagt auch schnell zum Schmunzeln. Da reicht schon ne Kleinigkeit, Verrückt-Bunte Kleidung, lustige Plakate, beklebte Autos…mein Leben ist oft genug grau und angestrengt und da tut es mir gut, kleine Schmunzelmomente zu haben, die mich an die Buntheit und Freude im Leben erinnern. Jetzt im Frühling bringt mich die Natur oft zum Schmunzeln, wenn überall die bunten Blumen auftauchen, sogar auf den Seitenstreifen der Autobahn oder in den Rissen von Asphalt. Manchmal ist es, als würde sich der Frühling durch alle Ritzen und Ecken einen Weg zu suchen, um die Welt wieder bunt zu machen. Ein bisschen ist das als würde Gott mir zurufen, kuck mal wie bunt und schön. Ich spare nicht mit Farben und Schönheit - und das bringt mich auch zum Schmunzeln.
Vorige Beiträge zeigen | 11 - 20 von 64 | Nächste Beiträge zeigen

