Sarah
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Montag, 12. April 2021
Manchmal ist Humor die beste Medizin. Denn Lachen ist total gesund. Dabei werden Glückshormone im Körper freigesetzt und dadurch hebt sich sofort die Stimmung und man fühlt sich besser.
Es gibt sogar eine Bibelgeschichte, in der Gott richtig lacht. Dabei geht es um Abraham und Sara. Die beiden haben ganz lange versucht, ein Kind zu bekommen. Aber das hat leider nicht geklappt. Und als Sara dann schon sehr alt ist und eigentlich gar keine Kinder mehr bekommen kann, spricht Gott zu Abraham. Er sagt ihm, dass Sara einen Sohn bekommen wird und ihn Isaak nennen soll. Als Sara das hört, fängt sie an zu lachen, weil sie es einfach nicht glauben kann.
Aber dann passiert es. Sie wird tatsächlich schwanger und bekommt einen Sohn. Abraham und Sara sind richtig glücklich. Sie nennen ihren Sohn Isaak, genau wie Gott es ihnen gesagt hat. Isaak – das heißt auf deutsch: Gott hat gelacht.
Ich finde die Geschichte total schön. Sie zeigt, dass bei Gott alles möglich ist. Gott lacht und er gibt dieses Lachen durch Isaak weiter an Sara und Abraham.
Lachen ist nicht nur gesund und macht glücklich, sondern steckt andere auch an. Denn wie Sara nach der Geburt ihres Sohnes gesagt hat: „Gott hat mir ein Lachen geschenkt. Jeder, der es hört, wird mit mir lachen.“
Hans-Christian
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Sonntag, 11. April 2021
Ich bin jetzt seit über acht Jahren mit meiner Frau zusammen. Klar, dass man da irgendwann die rosarote Brille absetzt und sich die Liebe zueinander verändert. Ich liebe sie jetzt irgendwie tiefer, verwachsener und erwachsener als am Anfang. Das will ich ihr im Alltag immer wieder zeigen, deshalb schenke ich ihr ab und zu einen schönen Blumenstrauß. Damit will ich ihr sagen: Ich denke an dich! Du bist mir wichtig!
So ähnlich mache ich das auch mit Gott: Als Kind hab ich mir Gott als einen alten Mann in den Wolken vorgestellt und alles war ziemlich blumig. Doch auch mein Glaube hat sich mit der Zeit verändert. Gott stelle ich mir beispielsweise nicht mehr als alten Mann vor. Für mich ist er wie Luft – ich sehe ihn nicht, aber er ist überall und wichtig für mein Leben. Wenn ich Zeit habe, dann gehe ich in die Kirche und zünde eine Kerze an und stelle sie zu den anderen. Das ist meine Art mit ihm in Kontakt zu bleiben – meine Beziehung zu Gott zu pflegen.
Meine Beziehungen verändern sich und ich kann an ihnen arbeiten, sie vertiefen und mit ihnen wachsen.
Hans-Christian
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Samstag, 10. April 2021
Wenn sich spontan Besuch ankündigt, geht's bei mir richtig ab. Schnell noch aufräumen, alle Sachen auf einen Stapel, irgendwo in eine Ecke und wenn dann noch Zeit ist: Den Boden saugen und wischen. Es soll ordentlich sein, denn mir ist mein Besuch wichtig. Eigentlich mag ich es lieber, wenn ich schon ein paar Tage vorher weiß ob jemand kommt. Denn dann habe ich genug Zeit zum Aufräumen und kann mich auf meinen Besuch freuen, wenn alles fertig ist.
So ähnlich ist es auch mit meinen Gedanken. Im Alltag denke ich einfach so vor mich hin, ohne sie zu ordnen. Doch, wenn ich eine wichtige Entscheidung treffen muss, dann hilft es mir, meine Gedanken zu sortieren. In die einen, die mich selbst hemmen und in die anderen, die mich motivieren.
Auch das kann ich nicht von jetzt auf gleich, oder es stresst mich wie das Aufräumen vor einem Spontanbesuch. Ich brauche bei Entscheidungen Ruhe. Das bedeutet für mich, dass ich raus gehe und einen großen Spaziergang in der Natur mache. Oder, dass ich in eine nahe gelegene Kirche gehe und mich dort in eine Bank setze, um in mir selbst aufzuräumen. Beides sind für mich Orte an denen ich gut nachdenken kann, um meine Entscheidung zu fällen. Natur und Kirche.
Elias
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Freitag, 09. April 2021
Mir ging es in den letzten Monaten teilweise richtig schlecht. Größtenteils wegen Corona. Ich hab´ weniger Aufträge in meinem Beruf gekriegt, kann mich nur noch selten mit jemandem treffen und mein Handballtraining fällt jetzt schon eine ganze Weile aus. Das hat mir sehr zugesetzt. Es gab Tage, an denen ich einfach nicht mehr gewusst hab´, was ich aus meinem Leben machen soll und wirklich verzweifelt war. Ganz lange hab´ ich das in mich reingefressen und mit niemandem darüber geredet.
Irgendwann kam aber der Moment, an dem ich gemerkt habe, dass ich mich alleine gar nicht mehr aus dem riesigen Loch befreien kann, in das ich gefallen bin. Ich hab´ mir bei einer Beratungsstelle Hilfe gesucht. Und das hat mich weitergebracht, um mein Leben und meine Gedanken ein bisschen zu sortieren. Zum Beispiel habe ich mir wieder eine klare Tagesstruktur mit einem festen Plan gemacht.
Jetzt im Nachhinein bereue ich es, mir nicht früher Hilfe gesucht zu haben, beispielsweise von meinen Eltern, meinen besten Freunden oder eben bei einer professionellen Beratungsstelle.
Vielleicht finden das viele banal, aber ich hab´ gelernt, dass jedes Problem wichtig genug ist, um daran zu arbeiten. Und wenn ich etwas alleine nicht schaffe, ist es keine große Sache, mir Hilfe zu suchen – oder einfach mal mit anderen darüber zu reden. Sich davor zu drücken, hilft jedenfalls nicht.
Hans-Christian
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Donnerstag, 08. April 2021
Meine Eltern haben eine Spülmaschine. Als ich noch zuhause gelebt habe, ist sie immer wieder Thema gewesen. Wer räumt sie ein, wer räumt sie aus? Immer wieder haben meine Eltern morgens zu mir und meinem Bruder gesagt, dass wir die Maschine bis mittags auszuräumen sollen. Manchmal hatte ich gar kein Bock und meinte: Nee, heute nicht. Letztlich habe ich mir das dann aber anders überlegt und sie ausgeräumt. An anderen Tagen habe ich zugesagt und dann doch verpennt zu helfen. Klar, waren meine Eltern überrascht und haben sich gefreut, wenn sie ausgeräumt gewesen ist – oder waren eben enttäuscht. Das zeigt mir: Es kommt nicht darauf an, was ich sage oder verspreche zu tun, sondern, was ich letztlich mache.
Das gilt für mich, wenn ich mit anderen Leuten zusammenlebe aber auch in meinem Glauben an Gott. Auch da zählt am Ende nicht wie viele fromme Worte ich kenne, ob ich alle Gebete auswendig aufsagen kann oder mich jetzt megamäßig in der Bibel auskenne oder so. Es kommt darauf an, dass ich aus meinem Glauben heraus lebe. In Situationen, wenn jemand aus der Gruppe ausgeschlossen wird oder über andere megamäßig abgelästert wird. Dass ich mich dann für diesen Menschen einsetze. Eben weil ich die Hoffnung habe, dass es einen Gott gibt, dem jeder einzelne Mensch etwas bedeutet. Deshalb habe ich jeden Tag eine neue Chance: – Nicht labern, sondern machen.
Hans-Christian
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Mittwoch, 07. April 2021
Alle paar Monate treffe ich mich mit Freunden und wir kochen zusammen. Aber nicht nur so, sondern ein richtiges Menü mit drei Gängen, entspannter Musik im Hintergrund und gemütlichem Licht. Wie ein Candlelight-Dinner nur ohne Date.
Zur Zeit geht das so nicht, aber wir treffen uns trotzdem. Online. Das bedeutet: jeder kocht das Menü für sich zuhause, macht gemütliches Licht an und auch entspannte Musik. Die darf nicht fehlen. Dann treffen wir uns per Videoanruf gemeinsam zum Essen und unterhalten uns bis spät in die Nacht. In manchen Momenten vergesse ich, dass ich gerade allein im Wohnzimmer sitze. Und es fühlt sich tatsächlich so an, als säßen wir zusammen am Tisch. Das finde ich schön. Ich sehe, dass ich Gemeinschaft brauche und mir meine Freunde wichtig sind. Merke, dass ich alleine auf der Welt nicht wirklich klarkommen könnte. Sondern: Ich bin auf andere angewiesen, brauche Leute um mich herum. Umso schöner sind unsere Abende und das Gefühl: Eben nicht alleine durch diese Zeit zu gehen, sondern mit meinen Freuden – mit gutem Essen bei unseren Kochtreffen.