Hans-Christian
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Dienstag, 20. September 2022
Ich liebe es, Feste zu organisieren. Ich will beispielsweise meinen nächsten Geburtstag groß feiern. Alle Leute, die mir wichtig sind, sollen dabei sein. Verschiedene Freundeskreise, Leute von meiner Arbeit und auch Bekannte sind hoffentlich da mit am Start.
Ich mache das, weil diese Leute mir wichtig sind, weil sie zu mir und meinem Leben gehören. Das will ich ihnen zeigen und einen tollen Abend auf einer Hütte mit ihnen verbringen. Und ihnen damit irgendwie auch danke sagen, dass sie Teil von meinem Leben sind.
Gemeinsam mit ihnen möchte ich an dem Abend das Leben feiern. Dazu gehören nicht nur Momente an denen alles perfekt scheint, sondern auch Tage an denen alles nur blöd ist. An denen die Motivation fehlt und an denen man es mir ansieht, dass irgendwas nicht stimmt.
Gerade an diesen Tagen zeigen mir Menschen, dass ich ihnen wichtig bin und sie erkundigen sich, sind für mich da. Das tut mir in diesen Momenten einfach sehr gut. Diese Menschen sind für mich dann wie ein Geschenk und deshalb möchte ich ihnen auch etwas zurückschenken. Nur materielle Geschenke machen das irgendwie nicht wett. Aber ich hoffe, dass dieses Fest ein kleines Dankeschön an diese Menschen ist. Deshalb will ich damit das Leben feiern.
Elena
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Montag, 19. September 2022
Stäbchen rein, Spender sein. Den Spruch kennen wahrscheinlich viele. Er ist von der DKMS, also der „Deutschen Knochenmarkspenderdatei“. Die DKMS ist eine gemeinnützige Organisation die Stammzellenspender registriert. Doch wer setzt sich schon mit Stammzellenspenden auseinander? Ich dachte immer das betrifft mich nicht, bis jemand in meiner Familie mit gerade einmal 20 Jahren die Diagnose bekam. Lymphome. Tumore, überall im Körper. Selbst nach Chemo und Bestrahlungen ist keine Besserung zu sehen gewesen. Schlagartig hat auch unsere Familie das Thema Stammzellenspende betroffen.
Wer das mitgemacht hat weiß, dass es die Suche nach der Nadel im Heuhaufen ist. Die Wahrscheinlichkeit einen Spender zu finden ist sehr gering. Wir haben Glück gehabt. Für uns ist ein passender Spender gefunden worden und die Spende war erfolgreich.
Wir haben den Spender zwar nie kennengelernt, aber wir sind ihm unendlich dankbar. Diese Spende hat ein Leben ermöglicht, das ohne nicht zu retten gewesen wäre. Das hat mich dazu bewegt mich auch zu registrieren. Wenn auch ich ein Leben retten kann bin ich sehr dankbar darüber. Für mich gibt es nichts Schöneres.
Ellen
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Sonntag, 18. September 2022
Wer kennt es nicht: Nach dem Urlaub hat man gefühlt 1000 Fotos, mindestens die Hälfte davon doppelt, weil man von jedem Motiv mindestens 2 Fotos macht; zur Sicherheit. Und ob man die jemals wieder anschaut, weiß man auch nicht. Ich habe die wichtigen Erinnerungen und Schätze eh im Kopf oder im Herz.
In der Bibel steht: Sammelt euch keine Schätze auf Erden, denn die sind alle vergänglich. Sammelt euch Schätze im Himmel. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. Ich glaube, damit ist nicht gemeint, allen Besitz herzugeben. Es geht viel mehr darum, womit ich mich beschäftige, worum meine Gedanken kreisen, ja wofür mein Herz brennt. Und wenn ich ehrlich bin, sind das am Ende nicht die materiellen Dinge, die ich besitze. Nein, das sind liebe Menschen, schöne Erinnerungen und gute Begegnungen. Manchmal auch gute Begegnungen mit Gott im Gebet oder in der Musik, auch die können mich erfüllen und mir ein gutes Gefühl geben.
Ja, am Ende kommt es für mich nicht drauf an, wie viele Fotos, sondern wie viele schöne Erinnerungen ich hab. Es geht nicht darum, wie voll mein Fotoalbum ist, sondern wie voll mein Herz ist.
Ellen
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Samstag, 17. September 2022
Ich finde Sonnenblumen einfach richtig cool. Zum einen, weil sie so schön sind. Und zum anderen finde ich es faszinierend, dass sie sich bewegen.
Sonnenblumen drehen sich den Tag über um 180 Grad, sodass sie ihren Kopf bzw. ihre Blüte immer der Sonne entgegenstrecken und so viel Licht und Energie abbekommen wie irgendwie möglich. Über Nacht lassen sie die Köpfe hängen und am nächsten Tag geht das gleiche Spiel wieder von vorne los.
Die habens einfach gecheckt. Die richten ihren ganzen Tag, ihr ganzes Leben, alles, was sie tun, an dem aus, was ihnen guttut und was sie zum Leben brauchen.
Und wie ist das bei mir? Was brauche ich zum Leben? Das finde ich gar keine so einfache Frage. Natürlich brauche ich Essen und Trinken, um zu überleben. Ich glaube, ich brauche auch ein paar Menschen um mich, sonst wäre das Leben ja völlig langweilig. Und für mich spielt auch Gott eine wichtige Rolle in meinem Leben. Er schenkt mir jeden Tag neue Kraft und Energie und ich glaube, er hat mir auch das Leben geschenkt. Und manchmal genieß ich es auch, wie die Sonnenblumen, einfach ein bisschen Sonne zu tanken.
Tobi
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Freitag, 16. September 2022
Meine Füße sind von Sand bedeckt. Die Sonne scheint. Das Meer ist klar und angenehm kühl. So ging es mir vor Kurzem. Ich lag am Strand am Meer in Italien.
Neben mir war ein Hotel. Der Strandabschnitt davor war ausschließlich für die Besucherinnen und Besucher des Hotels. Ein par Jungs und Mädels haben sich dann trotzdem da hingelegt. Aber es hat nicht lange gedauert, da kam auch schon ein Mann vom Hotel, der Sie verscheucht hat. Die Jungs und Mädels haben sich dann auch zu uns gelegt. Da durften alle liegen. Deshalb war es bei uns auch ziemlich voll. Irgendwie mega unnötig.
Der Strandabschnitt vom Hotel war leer und trotzdem mussten die Jugendlichen zu uns, wo schon alles voll war. Als ich das so gesehen habe, dachte ich: So ist es in der Welt doch eigentlich auch. Einige, die viel haben, wollen ihren Platz nicht mit anderen Teilen. Ich finde aber eigentlich, dass die Erde und ihre Rohstoffe für alle da sind. Die wunderschöne Natur mit ihrem Meer und den Stränden. Genauso wie die Güter auf der Welt. Ich wünsche mir eine Welt, in der alles fairer verteilt wird. Denn ich glaube, es ist genug für alle da.
Tobi
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Donnerstag, 15. September 2022
Ich liebe dich! Das ist, finde ich, schon so einer der krassesten Sätze. Den sage ich jetzt nicht einfach mal so. Ich sage ihn eigentlich nur zu einem anderen Menschen. Und ich finde es Hammer, dass ich einen Menschen habe, dem ich das sagen kann. Denn ich halte das gar nicht für selbstverständlich.
Manchmal hab ich so das Gefühl, dass es in unserer Gesellschaft mega wichtig ist, dass man einen Partner oder eine Partnerin hat. Dabei ist es doch gar nicht so einfach, dass sich zwei Menschen finden. Liebe ist ja nichts, was man einfach so im Internet bestellen kann. In einem Gespräch hat mir neulich jemand erzählt, dass er glaubt, dass Liebe ein Geschenk ist. Ein Geschenk, über das wir nicht verfügen ist. Für ihn ist Liebe was Unverfügbares. Ich finde den Gedanken richtig cool. Denn das bedeutet für mich: Niemand ist schuld daran, wenn er oder Sie keinen Partner oder Partnerin hat. Niemand ist zu doof oder zu ungeschickt dafür. Ich kann Liebe nicht erzwingen, sie kommt zu mir. Das heißt für mich: Ich bin dankbar dafür, dass ich jemanden habe, den ich lieben kann.