Juliane
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Donnerstag, 20. Januar 2022
Neulich war ich mit meinen Mitbewohnerinnen unterwegs. Wir waren zu spät am Bahnhof und wollten schnell mit dem Fahrstuhl aufs Gleis hochfahren. Als wir drinnen standen, war ein großes Schild über den Tasten: Fahrstuhl defekt. Also sind wir schnell raus und die Treppe hochgerannt.
Im Nachhinein hab ich gedacht, dass es echt schlimm ist, wenn der Aufzug am Bahnhof kaputt ist. Fahrräder und Kinderwägen kommen kaum die Treppe hoch. Auch Rollstuhlfahrer sind komplett aufgeschmissen!
Seit dem Erlebnis habe ich mir meine Heimatstadt etwas genauer angeschaut: Sind die öffentlichen Gebäude, einzelne Läden oder Restaurants barrierefrei? Ich hab festgestellt: Manche sind super ausgestattet, andere weniger gut.
Ich finde es mega wichtig darauf zu achten, dass alle Gebäude zugänglich für alle Menschen sind! Nicht nur für Fußgänger. Zum Beispiel plant meine Ausbildungsstätte ein großes Bauprojekt, bei dem auf Barrierefreiheit geachtet werden soll.
Und ich finde, dafür ist das Geld gut investiert!
Yannick
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Mittwoch, 19. Januar 2022
Vor dem Schlafengehen putz ich mir die Zähne, wasch mein Gesicht und creme es dann noch ein. Meine Haut wird sonst total trocken und klar: Die Zähne fänden es auch nicht cool, wenn ich sie nicht putzen würde. Deswegen ist das meine Abendroutine. Danach kann ich ganz beruhigt ins Bett gehen.
Manchmal bete ich auch abends, wenn ich im Bett liege, aber das mache ich nicht jeden Abend. Manchmal ist mir danach, manchmal eben nicht. Und das ist auch gar nicht so schlimm: Gott geht nicht kaputt, wenn ich nicht regelmäßig bete. Und er ist auch nicht sauer, wenn ich ihn mal ne Zeit lang ausblende oder vergesse.
Dazu gibt’s ne schöne Story in der Bibel: Da heißt es, Gott ist wie ein Vater. Auch wenn ihn sein Sohn verlässt, freut er sich riesig, wenn er wieder kommt – Egal, was der Sohn auf seiner Reise gemacht hat oder wie oft er an den Vater gedacht hat.
Dieses Bild finde ich toll, denn es setzt mich nicht unter Druck, jeden Abend mein Gebet zu sprechen. Ich weiß, ich kann mit Gott sprechen, wann immer mir danach ist. Ganz ohne Verpflichtung.
Juliane
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Dienstag, 18. Januar 2022
Ich mag Smalltalk. Denn ich lerne super gerne neue Leute kennen und finde solche ersten Gespräche total spannend. Man kann Gemeinsamkeiten und Unterschiede finden – Aber meistens unterhält man sich eher über oberflächliche Themen. Deshalb mag ich diese Unterhaltungen so: Es kommt keine schlechte Laune auf und es bleibt bei dem angenehmen „Kennenlern-Feeling“.
Mit meinen Freunden rede ich natürlich nicht immer nur oberflächlich. Die Gesprächsthemen sind oft ernster, manchmal unangenehm und es gibt in der Unterhaltung nicht nur „Wohlfühl-Atmosphäre“. Dafür haben diese Gespräche mehr Inhalt und es geht um ganz wesentliche Themen.
Und auch das mag ich. Denn ich finde es wichtig, dass ich mit anderen auch über ernste und unangenehme Dinge sprechen kann. Mir hilft das, mit alldem klarzukommen. Es ist gut, auch Probleme mit anderen zu teilen. Denn solche Gespräche vertiefen die Beziehung zu den Menschen um mich herum.
Im Smalltalk genieße ich entspannte Atmosphäre. Und beim Austausch mit Freunden genieße ich den Tiefgang der Unterhaltung!
Yannick
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Montag, 17. Januar 2022
Ich glaube an Gott. Das überrascht hier jetzt wahrscheinlich niemanden. Aber was heißt das überhaupt: Ich GLAUBE an Gott.
Glauben heißt nicht wissen. Ich glaube, es regnet bald, ich glaube Deutschland gewinnt irgendwann mal wieder die Fußball-WM. "Ich glaube" sagt man, wenn man sich nicht sicher ist und man sich nicht ganz so festlegen will.
Glauben kann aber auch noch ne ganz andere Bedeutung haben. Wenn jemand zu mir sagt: "Yannick, ich glaube an dich", dann heißt das nicht etwa: "Ich bin mir nicht sicher, dass es dich wirklich gibt" oder so. Sondern eigentlich das Gegenteil: "Ich bin auf deiner Seite", "ich stehe hinter dir". „Ich denke, du machst das gut“
Ich denke, es geht beim Glauben an Gott in eine ganz ähnliche Richtung. Wenn ich sage "Ich GLAUBE an Gott" drücke ich damit nicht Verunsicherung aus, ob es Gott nun gibt oder nicht. Sondern ich will damit sagen: Ich vertraue auf Gott. Dass er für mich da ist, wenn ich ihn brauche.
Ida
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Sonntag, 16. Januar 2022
Es ist Sonntag und ich schaue in meinen Terminkalender, um zu wissen, was mich nächste Woche erwartet. Mist, fast jeder Abend ist schon wieder verplant. Montag Filmeabend, Dienstag zusammen kochen, Mittwoch Tanzkurs und so weiter. Eigentlich sind die meisten dieser Dinge richtig schön und ich müsste mich freuen, sie mit meinen Freunden zu erleben. Aber was ich statt Vorfreude fühle ist Stress. Die ganzen tollen Sachen führen dazu, dass ich keine Zeit mehr habe, um einfach nur für mich allein zu sein. Und das ist aber eigentlich das, was ich manchmal nach einem langen Tag brauche. Ein gutes Buch oder eine Serie, eine lange heiße Dusche und ein leckeres Abendessen. Mehr nicht.
Manchmal fällt es mir schwer, nein zu sagen, wenn jemand vorschlägt, etwas gemeinsam zu machen. Denn ich treffe mich ja sehr gerne mit anderen. Aber soziale Interaktion kann auch manchmal anstrengend sein und auch für diese Treffen müssen meine Akkus irgendwann aufgeladen werden.
Deshalb gönne ich mir in Zukunft einen Abend in der Woche nur für mich. Dann kann ich lesen, chillen, malen, Musik hören oder einfach ganz früh schlafen gehen. Und dann bin ich auch wieder bereit, mit anderen Menschen tolle Dinge zu erleben.
Ida
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Samstag, 15. Januar 2022
Instagram find ich cool, weil ich da oft interessante neue Dinge entdecke, zum Beispiel übers Kochen oder Mode.
Es gibt aber nicht nur tolle Dinge, sondern auch eine Schattenseite bei Insta. Nämlich: nicht alles ist echt. Jeder und jede kann sich so darstellen, wie er oder sie es gerne hätte. Hier noch etwas schlanker, da noch einen Pickel wegretuschieren. Mit Bearbeitungen, Filtern und Co kann so viel gemacht werden.
Dass hinter diesem krassen Insta-Life auch Probleme und Ängste stecken, das bekommen Follower nicht mit. Ist auch menschlich, finde ich. Ich möchte auch nicht direkt jeder fremden Person von meinen Problemen erzählen. Aber der Effekt, den das hat, ist echt nicht nice. Denn nur allzu gern glaub ich dieser schönen Welt und vergleiche sie mit mir. Wie oft habe ich mir schon gedacht: so wie die Mädels will ich auch aussehen. Aber Fakt ist: Ich werde es nie können, weil’s fake ist.
Ein paar Influencer posten inzwischen Vorher-Nachher-Bilder von ihrer Bearbeitung und machen so darauf aufmerksam, wie viel ich verändern kann. Und das finde ich gut. Weil eigentlich möchte ich ja nicht lernen, was ich nicht erreichen kann, sondern einfach Inspiration bekommen – und zwar für mein „echtes“ Leben.