Elena
Anhören
Mittwoch, 16. Juni 2021
Ich habe immer Wasser. Jeden Tag, kann ich einfach meinen Wasserhahn öffnen und da kommt Trinkwasser raus. Aber nicht allen geht’s so gut. In vielen Ländern gibt es einfach nicht genug und es wird manchmal sogar gezielt die Wasserversorgung angegriffen. So wird der Entzug von lebenswichtigem Wasser zur Kriegswaffe.
Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Ich spüle sogar meine Toilette mit Trinkwasser und andere haben nicht einmal genug zum Leben und verdursten. Und das wird die nächsten Jahre nicht besser. Wegen dem Klimawandel wird das Wasser weniger und schlechter. Und das macht die Not der Menschen noch größer.
Ich habe in Süditalien im Sommer mal eine Woche ohne Wasser leben müssen. Das war echt hart. Ich konnte meine Toilette nicht spülen, nicht kochen oder duschen und Zähne putzen war auch nicht drin. Das war schon bei nur einer Woche eine Extremsituation. Anderen geht’s immer so.
Ich will mich deshalb mal nach Alternativen umschauen. Ich stelle zum Beispiel ein Regenfass auf, um meine Pflanzen zu gießen und auch wenn es mich nervt, will ich meine Dusche nicht mehr so durchlaufen lassen. Ich kann nicht alles verbessern. An meiner Toilettenspülung in der Mietwohnung kann ich zum Beispiel selbst nichts ändern. Aber ich mache einfach das was geht. Ich hoffe nämlich, dass meine Kinder mal nicht um Wasser kämpfen müssen.
Anna R.
Anhören
Dienstag, 15. Juni 2021
Ich lebe mit meinem Freund zusammen und wir teilen uns die Hausarbeit untereinander auf. Uns ist es wichtig, dass wir beide ungefähr gleich viel machen. Deshalb fand ich einen Zeitungsartikel spannend, den ich vor kurzem gelesen habe. Über sogenannten „Mikrostress“. Damit wurde der Stress bezeichnet, der entsteht, weil man an viele kleine, aber wichtige Details denken muss. In dem Artikel ging es darum, dass in Familien mit Kindern oft Mütter allein die Verantwortung dafür tragen, dass alles rund läuft. Also zum Beispiel an den Arzttermin denken oder daran, dass im Stundenplan Sport steht und der Turnbeutel mitmuss. Eigentlich sind das Kleinigkeiten. Wenn man sie einzeln betrachtet, wirkt es fast lächerlich, dabei von Stress zu reden. Aber wenn sich Paare diese gedankliche Arbeit nicht aufteilen, dann kann es schon stressig werden. Mein Freund und ich haben noch keine Kinder. Aber auch wir müssen ja diese gedankliche Arbeit leisten und an vieles denken. Wir versuchen deshalb, auch diesen Stress fair zu verteilen, indem es klare Zuständigkeiten gibt: Ich kümmere mich zum Beispiel um die Finanzen und den Papierkram. Weil das viel Verantwortung ist, behält er mehrere andere Dinge im Blick: Er sorgt dafür, dass wir keinen Geburtstag vergessen und dass immer frische Wäsche im Schrank liegt. Es ist ok, wenn einer mal mehr macht oder eine Zeit lang den Überblick behalten muss. Aber insgesamt wollen wir, dass es fair bleibt. Das tut uns gut und unserer Beziehung.
Maximilian
Anhören
Montag, 14. Juni 2021
Abends bin ich oft noch viel zu lange an meinem Handy. Das sagt mir immer wieder eine Nachricht über meine Bildschirmzeit. Und irgendwie stimmt das auch. Meistens lieg ich schon im Bett und bin dann doch noch ein paar Stunden online.
Das hat mich an eine Situation zuhause erinnert. Da war es immer meine Mutter, die mich abends ins Bett geschickt hat, wenn ich zu lange vor dem Fernseher gelegen hab. Weil ich doch am nächsten Tag früh raus sollte und genügend Schlaf brauche. Das kommt Euch vielleicht bekannt vor.
Dieses „Geh schlafen!“ bekomm ich seit ich von zu Hause ausgezogen bin nicht mehr gesagt. Und deshalb find ich es gut, wenn zumindest mein Handy mich daran erinnert, dass ich genügend Schlaf bekomme. Denn ich hab gemerkt, dass meine Mutter damals recht hatte. Ausgeschlafen geht es mir einfach viel besser und ich bin auch echt erträglicher. Das hat mich an meine Mutter erinnert. Denn die war eigentlich immer diejenige, die mich abends ins Bett geschickt hat. Als ich noch zuhause gewohnt hab, bin ich nämlich manchmal noch richtig lang vor dem Fernseher gelegen. Und irgendwann kam dann meine Mama und meinte, dass ich doch am nächsten Tag früh raus muss und genügend Schlaf brauch.
Dieses „Geh schlafen!“ bekomm ich seit ich ausgezogen bin nicht mehr gesagt. Und deshalb find ich es gut, wenn zumindest mein Handy nach mir schaut und ich genügend Schlaf bekomme. Denn ich hab gemerkt, dass meine Mutter damals recht hatte. Ausgeschlafen geht es mir einfach viel besser und ich bin auch echt erträglicher.
Sarah
Anhören
Sonntag, 13. Juni 2021
Frühstück, Mittagessen, Abendessen – ich esse einfach gerne. Und am liebsten in Gesellschaft.
Mir schmeckt das Essen einfach gleich noch besser, wenn ich mich dabei unterhalten kann. Oder auch wenn ich einfach nur schweigend mit meiner Familie das leckere Essen genieße. Wenn ich mit anderen am Tisch sitze, dann esse ich einfach nur und mache nicht noch tausend Dinge nebenher.
Schon in der Bibel sind gemeinsame Mahlzeiten total wichtig. So lädt Jesus etwa seine Freundinnen und Freunde ein, mit ihm zu essen. Er teilt sein Brot und seinen Wein mit ihnen, damit alle etwas davon haben und satt werden. Jesus sagt zu seinen Gästen, dass sie das Gleiche tun sollen – also, dass sie ihr Brot und ihren Wein mit anderen teilen sollen, damit sie sich an ihn erinnern.
Darum feiern Christinnen und Christen auch das Abendmahl. Sie kommen zusammen und erinnern sich an Christus und an die Hoffnung, die er bringt. Und dann teilen sie gemeinsam Brot und Wein. Das ist dann immer etwas ganz Besonderes. Wenn ich so in Gemeinschaft esse, dann fühle ich mich von Gott und von meinen Mitmenschen angenommen genauso, wie ich bin. Ich merke, wie ich ruhiger werde und diese Zeit genieße.
Isi
Anhören
Samstag, 12. Juni 2021
In letzter Zeit merke ich mal wieder, wie dankbar ich für unseren Balkon bin und wie gut es war, im März die Woche Urlaub zu nutzen, um ihn einzurichten. Ich habe mir ganz bewusst Zeit genommen, um mir meine Ruheoase für den Alltag zu schaffen. Einen Ort, an dem ich mich wohlfühle, zur Ruhe kommen und Kraft tanken kann.
Es gibt aber auch Momente, in denen ich nicht einmal auf dem Balkon abschalten kann. Ich schaffe es dann auch dort nicht zur Ruhe zu kommen und die Gedanken und Sorgen loszuwerden. Zu viel, das mich umtreibt und stresst.
Jesus kennt dieses Bedürfnis. Deshalb sagt er an einer Stelle in der Bibel: „Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.“ Jesus lädt uns ein, bei ihm unsere Sorgen loszuwerden, sie ihm zu erzählen. Er möchte uns helfen, Ruhe zu finden.
Wenn andere Tricks oder mein Balkon nicht mehr helfen, dann hilft es mir manchmal, mich an Jesus zu wenden. Ihm zu erzählen, was mich beschäftigt, stresst und mich in meinem Alltag umtreibt. Oder mir Zeit zu nehmen in der Bibel Geschichten über ihn zu lesen. Ich merke so, dass auch Jesus für mich eine Ruheoase im Alltag sein kann.
Sarah
Anhören
Freitag, 11. Juni 2021
Meine Cousine hat mir letzte Woche auf WhatsApp geschrieben. „Hey, wie geht es dir?“ und dann in Klammern: Es interessiert mich wirklich, das soll jetzt keine Small-Talk-Floskel sein! Da musste ich ein bisschen lachen. Aber ihre Frage hat mich dann doch ziemlich berührt.
Wie geht‘s? Gut - das ist zumindest meine Standard-Antwort, ganz egal, wie es mir tatsächlich geht. Ich stelle die Frage auch oft zur Begrüßung und erwarte gar keine richtige Antwort. Obwohl es ja ziemlich persönlich ist, wenn man da ehrlich drauf reagiert.
Als mir meine Cousine geschrieben hatte, wusste ich erst mal nicht, was ich darauf antworten sollte. Mein Tag war da so voll gewesen und auch voller Herausforderungen, dass ich gar nicht genau sagen konnte, wie es mir eigentlich geht. Aber mit ihrer Frage hat sie mir das Gefühl gegeben, dass ich ihr alles erzählen kann. Auch wenn meine Antwort gerade nicht „gut“ lautet.
Mir hat das in dem Moment so gutgetan, dass ich angefangen habe, auch anderen Leuten diese Frage wirklich ernsthaft zu stellen. Klar, ich möchte auch nicht allen Leuten total persönliche Dinge erzählen. Aber gerade bei Freunden tut mir das einfach richtig gut.