Isi
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Sonntag, 19. September 2021
Genial! Dieses Wort benutze ich sehr oft. Ich bin leicht zu begeistern, dass wird mir auch immer wieder gesagt. Manchmal reicht mir „genial“ aber gar nicht aus.
Wenn ich etwas so toll finde, dass ich es kaum beschrieben kann, dann sage ich ganz bewusst wundervoll oder wunderschön.
Wunder – das bedeutet für mich, dass Gott wirkt. In der Bibel wird viel von Wundern berichtet. Mose zum Beispiel hat das Meer geteilt. Und Jesus hat Menschen geheilt.
Bei diesen Geschichten ist es gar nicht so wichtig, ob sie wirklich so stattgefunden haben. Es geht nicht darum, ob Mose wirklich den Stock gehoben hat und sich das Meer geteilt hat. Wichtig ist, dass die Menschen, die das aufgeschrieben haben, etwas Wundervolles erlebt haben. Sie wurden aus einer schwierigen Situation gerettet. Sie waren so verzweifelt, dass sie nicht einmal mehr auf Rettung gehofft haben. Die Rettung war für sie wundervoll. Und diese Erfahrung haben sie dann in diese Geschichte verpackt.
Ich glaube, in diesem Sinne kann jede und jeder Wunder in seinem oder ihrem Leben entdecken. Jemand wird nach einer schweren Krankheit wieder gesund. Oder es passiert etwas unglaublich Schönes, womit man gar nicht gerechnet hat.
Und ich liebe es, die Augen offen zu halten und auch die kleinen Wunder in meinem Leben wahrzunehmen. Ja, und dann sage ich: wow wie wunderbar!
Yannick
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Samstag, 18. September 2021
Kuchenbacken. Seit Corona mein neues Hobby. Bei den meisten einfacheren Kuchen funktioniert das ja auch ganz ähnlich: Man knallt alle Zutaten zusammen, knetet sie zu nem Teig. Danach haut man den Teig in ne Backform. Und dann ab in den Ofen.
Eigentlich schon cool, dass das so funktioniert. Mehl einfach so schmeckt nicht. Aber es gibt dem Kuchen seine Konsistenz. Genau so mit Eiern. Die würde ich auch nicht einfach roh essen. Aber ohne Eier klappts mit dem Kuchen meistens auch nicht. Jede Zutat hat ihre Aufgabe.
Ähnlich ist es bei uns Menschen, finde ich. Jeder hat Talente und Stärken, aber auch Dinge, die er alleine nicht schafft. Und wenn wir alle zusammenarbeiten, wie die Zutaten im Kuchenteig, dann schaffen wir viel mehr als auf uns alleine gestellt. Das finde ich entspannend. Weil ich dann gar nicht alles selber können muss. Sondern ich bringe einfach das ein, was ich kann. Und jemand anderes ergänzt.
Yannick
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Freitag, 17. September 2021
Du hast dich total daneben benommen! Das denke ich mir manchmal, wenn ein Freund irgendwas Dämliches macht. Aber ich finde das dann voll unangenehm, das einfach so zu sagen. Gerade zu einem Freund. Weil ich als Freund möchte ja, dass sich mein Freund gut fühlt. Da möchte ich nicht der Buhmann sein, der motzt.
Wobei. Wer, wenn nicht ich kann zu meinem Freund so was ehrlich ansprechen, ohne dass es seltsam oder übergriffig wirkt? Genau in diese Richtung denkt auch Paulus in der Bibel. Er schreibt: Die Liebe freut sich an der Wahrheit.
Wenn ich meinen besten Freund also mal drauf aufmerksam mache, wenn er sich nicht so cool verhalten hat, ist das okay. Eine Freundschaft hält so was aus. Weil man sich kennt und mag, kann man ehrlich sein. Und es kommt ganz bestimmt auch immer drauf an, wie ich ihm das sage. Aber grade zu seinen Freunden sollte man ehrlich sein – auch wenn es manchmal unangenehm ist.
Yannick
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Donnerstag, 16. September 2021
Wann habt ihr zum letzten Mal ein Feuerwerk gesehen? Ich an Silvester. Eigentlich schade, weil ich mir gerne Feuerwerke anschaue. Aber einfach so eins machen geht natürlich nicht.
Und sich eins auf YouTube oder so anschauen finde ich auch blöd – einfach nicht dasselbe. Bei nem Feuerwerk muss man schon live dabei sein, um es richtig zu erleben. Den knallenden Sound und die bunten Farben. Das kommt beim Anschauen auf dem Bildschirm nicht so rüber. Das muss man vor Ort erleben.
Ist auch nicht nur beim Feuerwerk so, sondern ich glaube auch bei Gott. Das steht schon in der Bibel. Du sollst dir kein Bild von Gott machen. Ich denke, wenn man sich zu sehr drauf konzentriert, wie Gott tatsächlich aussieht, verliert man aus den Augen, worum es bei Gott wirklich geht: Um Liebe. Dass ich sein darf, wie ich bin. Und dass Gott mich so annimmt, wie ich bin. Und es bedeutet, ich soll Gott nicht auf ein Bild festlegen. Gott ist kein Video, das immer dasselbe abspult. Gott verändert sich, er kann für jeden Menschen ein bisschen anders sein.
Ja, es ist ein bisschen wie mit dem Feuerwerk. Gott muss man persönlich erleben.
Isi
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Mittwoch, 15. September 2021
Ich war diesen Sommer auf einer Freizeit für Jugendliche als Mitarbeiterin dabei. An einem Abend hat mich ein Jugendlicher gefragt, ob ich glaube, dass Gott für sein Leben einen Plan hat.
Hat Gott für unser Leben einen Plan? Eine schwierige Frage, die mich auch schon oft beschäftigt hat. Und ich kann das nicht einfach nur mit ja oder nein beantworten.
Ich glaube fest daran, dass Gott jeden von uns begleitet. Er möchte das Beste für uns, ohne uns einzugrenzen.
Aber ich glaube nicht, dass Gott einen festen Plan für unser Leben hat. Ich kann und darf selbst Entscheidungen treffen.
Es heißt ja oft, Gott liebt die Menschen und ist gnädig zu jedem Einzelnen. Das heißt für mich, dass ich frei entscheiden kann und er die Wahlmöglichkeiten für mein Leben nicht einschränkt.
Ich glaube aber, dass Gott mir Fähigkeiten geschenkt hat, mit denen ich mein Leben gestalten kann. So wirkt Gott durch mich in der Welt und durch sie werden meine Entscheidungen doch irgendwie auch immer beeinflusst.
Gott hat in meinen Augen also keinen festen Plan für unser Leben. Er liebt uns so sehr, dass wir frei entscheiden können. Doch ich glaube fest daran, dass er uns immer begleitet und durch uns wirkt.
Yannick
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Dienstag, 14. September 2021
Ich ziehe um. Und das erste Mal auch n ganzes Stück weg von meinen Eltern. Ich freu mich total, die Wohnung ist toll. Aber ich hab auch n bisschen Schiss. Ich brauch meine Eltern nicht mehr, um zu überleben, aber es ist trotzdem gut zu wissen, dass ich sie in der gleichen Stadt hab, falls mal was ist. Das ist bald nicht mehr so. Was, wenn ich krank werde? Oder irgendein Problem habe, mit dem ich überfordert bin?
Die Geschichte von Abraham gibt mir Mut. In der Bibel steht, dass Gott ihm sagt, er soll wegziehen. Dabei lässt er auch einen Teil seiner Familie zurück. Aber er vertraut darauf, dass Gott es gut mit ihm meint und zieht los.
Für ihn ging die Geschichte gut aus, auch wenn zwischendurch mal schwierig wird. Das hilft mir, denn ich weiß: Auch wenn ich weiter weg von meinen Eltern ziehe. Gott ist dabei. Und wenn es mal nicht so läuft, weiß ich: Bei anderen war das auch schon so; das gehört einfach dazu, wenn man was Neues startet. Und im Gegensatz zu Abraham kann ich meine Eltern auch anrufen, wenn ich mal Unterstützung brauche.