Da wird einem richtig schlecht. Ich sitze im Krankenhaus-Wartezimmer und lese Info-Zettel, die mir eine Arzthelferin gegeben hat. 20 Seiten detaillierte Infos, was alles bei meiner OP schief gehen kann. Ich soll genäht werden und dazu muss ich betäubt werden. Ne Routinesache. Ich kann noch am gleichen Tag nach Hause. Aber soll ich unterschreiben, dass ich mir der „Risiken“ bewusst bin.
Ich komme also ins Krankenhaus, damit etwas wieder gut wird und dann erzählt man mir, was alles schief gehen kann. Meine Situation wird also erstmal noch dramatisiert. Was ist da schief gelaufen, dass Ärzte erstmal so ne Negativ-Aufklärung machen müssen?
Ich verschließ mich ja nicht vor der Realität: Wenn ich in ein Krankhaus gehe, dann stimmt ja was nicht und ich weiß, dass es auch schlimmer werden kann. Und ich weiß auch, dass die Ärzte mich deshalb informieren und sich absichern müssen. Aber kann nicht zuerst auch davon die Reden sein, dass ich gesund werden könnte. Sowas würde ich gerne hören.
Das einzige was mir im Wartezimmer geholfen hat, war eine andere Patientin, die mich auf meinen Papierkram angesprochen: „Machen Sie sich nichts draus, wird schon. Es geht weiter!“ Echt nicht viele Worte, aber ich hab mich dadurch tatsächlich ein bisschen besser gefühlt. In solchen Situation will ich es auch echt gerne nochmal hören: Es wird schon wieder gut.