»Freunde fürs Leben« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.07.2020 gesendet.
Neulich habe ich auf einer Postkarte den Spruch gelesen: „Freunde sind Menschen, die dir nicht den Weg zeigen, sondern ihn einfach mit dir gehen.“
Ich finde, der Spruch passt ganz gut, denn das macht unter anderem eine gute Freundschaft aus.
Ich verbringe echt viel Zeit mit meinen besten Freunden. Wir lachen und weinen zusammen und haben schon die ein oder andere Krise überstanden. Einfach, weil wir füreinander da sind und ein paar Wege im Leben zusammen gehen.
So ähnlich ist das auch mit einem anderen Freund, den ich habe: Jesus. Durchs Beten kann ich immer mit ihm reden und bin mir sicher, dass er mir zuhört. Er steht immer an meiner Seite und ist für mich da. Genau dieser Gedanke gibt mir Mut und Kraft, vor allem, wenn ein Weg mal etwas schwieriger ist.
Und auch das Zitat auf der Postkarte passt super auf unsere Freundschaft: „Freunde sind Menschen, die dir nicht den Weg zeigen, sondern ihn einfach mit dir gehen.“
Jesus sagt mir nicht, was ich tun soll,
aber begleitet mich immer auf meinem Weg.
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»Arbeit« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.07.2020 gesendet.
Ich bin einer von den Menschen, für die Arbeit fast genauso wichtig wie Luft und Wasser ist. Ja, so Leute gibt´s wirklich! Beispielsweise vermisse ich die Arbeit, wenn ich am Wochenende nicht ins Büro muss und suche mir neue Projekte. Ich begeistere mich für meinen Job und mag das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Aber manchmal denke ich auch, dass ich nur fürs Arbeiten lebe. Denn Arbeit kann gut von Alltagsproblemen oder anderen Dingen ablenken. Ich stürze mich manchmal in ein neues Projekt, um vor irgendetwas davonzulaufen. Beispielsweise wenn ich mich mit meinem besten Kumpel streite. Dann fange ich etwas Neues an, um gar keine Zeit zu haben, viel darüber nachzudenken.
Ich habe das in den letzten Monaten geändert. Neben der Arbeit nehme ich mir Zeit für mich. Jeden Morgen setze ich mich einem Kaffee hin und überlege, was ich an dem Tag alles machen muss und wann ich spätestens Feierabend machen möchte. Und daran halte ich mich jeden Abend dann auch.
Ich denke in der freigemachten Zeit über mehr Sachen nach und verarbeite Erlebnisse besser. Besonders, wenn ich das auch noch im Gebet mit Gott bespreche. Inzwischen gehört das für mich genauso dazu wie die Arbeit. Die Mischung macht´s eben! Und das alles hat mein Leben ein kleines bisschen Schöner gemacht…
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»Christopher Street Day« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.06.2020 gesendet.
Demnächst ist wieder Christopher Street Day. Normalerweise gibt´s da immer große Parties für die Gleichberechtigung. Doch am Anfang war das gar nicht so. Am 28. Juni 1969 fand in einer New Yorker Bar eine anlasslose und gewaltvolle Polizeirazzia statt. Und zwar im „Stonewall Inn“, einer LGBT-Bar, wo sich schwule und transsexuelle Menschen getroffen haben. Während der Razzia haben sich die Besucher der Bar gewehrt. Anschließend haben sie mit vielen anderen Leuten für die Gleichberechtigung von Homosexuellen demonstriert. Dieser 28. Juni ist seitdem ein historisches Datum der Schwulenbewegung – der Christopher Street Day eben.
Es hat sich in der Zwischenzeit wirklich viel zum Positiven geändert, zum Beispiel durch die staatliche Ehe für alle. Trotzdem höre ich immer wieder von Diskriminierung gegenüber Schwulen und Transsexuellen.
Für mich geht das gar nicht. Ich bin mir sicher, dass Gott jeden Menschen erschaffen hat und liebt, so wie er ist. Wenn Gott das so hält, sollten wir es ihm nachmachen und niemanden diskriminieren oder ausschließen. Denn es ist egal, wen ich liebe.
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»Leben in Zeiten von Corona« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 31.05.2020 gesendet.
Mal ehrlich: Ich find das ganze Zuhause rumsitzen schrecklich! Schon seit Wochen gibt’s die Abstandsregel und Kontaktsperre, trotzdem kann ich mich nicht daran gewöhnen. Ich kann nur noch ganz wenig arbeiten und meinen Hobbies auch nicht mehr nachgehen.
Manchmal stehe ich morgens auf und gehe schon mit einer ganz schlechten Stimmung in den Tag. Weil ich weiß, dass ich überhaupt gar nichts zu tun habe. Das bisschen, was ich arbeiten kann, hab´ ich schnell erledigt. Und mittlerweile hab´ ich auch Netflix, YouTube und Instagram komplett durchgespielt.
Meiner besten Freundin geht das ähnlich. Uns hilft es, gemeinsam Zeit zu verbringen. Wir telefonieren zum Beispiel beim Kochen mit Video und versuchen, den eigenen Teller schöner als der andere hinzurichten. Auch wenn sich während dem Anruf jemand mal fünf Minuten mit sich selbst beschäftigt, ist es für mich trotzdem ein gutes Gefühl, weil ich in Gesellschaft bin.
Ich mache das jetzt auch mit meiner Oma. Die hat sich total gefreut, als wir uns gesehen haben. Wir haben zusammen über drei Stunden Kuchen gebacken. Auch wenn ich am Ende Omas Kuchen nicht essen konnte. Das sind dann halt die Grenzen von Videoanrufen. Aber viel wichtiger ist doch: Nach so ´nem Anruf geht’s mir besser. Und meinem Gegenüber vielleicht ja auch.
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»Zum Christsein stehen« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.05.2020 gesendet.
Neulich habe ich mich mit Freunden und Bekannten über Gott und den Glauben unterhalten. Als sie mich dann gefragt haben, ob ich denn Christ bin, hab´ ich gemerkt, dass ich mich da am liebsten zurückgehalten hätte. Und ich glaube, das mache ich öfter so. Vor allem, weil ich Angst habe, allein dazustehen oder dass die anderen es vielleicht uncool finden könnten, dass ich gläubig bin.
Doch ich möchte das ändern.
Ich vertraue in meinem Leben darauf, dass Gott auf mich aufpasst und ich beim Beten mit ihm sprechen kann. Das ist ja nichts, wofür ich mich schämen müsste. Es gibt mir Mut und Kraft, denn ich weiß, dass Gott es immer gut mit mir meint. Und dadurch bekomme ich ein Gefühl von Geborgenheit. Und das tut mir einfach gut.
Wenn ich mich in Zukunft wieder mit anderen Leuten über Gott und den Glauben spreche, sage ich offen, dass ich gläubig bin. Einfach, weil ich zu meinem Glauben stehen will, da er Teil meines Lebens ist:
Und das macht mich stark.
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»Unser Planet« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.04.2020 gesendet.
Manchmal denke ich, Gott hat sich geirrt. In der Schöpfungsgeschichte der Bibel sagt Gott, dass die Welt gut ist. Ich bekomme ja die ganze Zeit mit, dass die Welt nicht so gut ist. Solche Themen wie Krieg, Hunger und natürlich der Klimawandel sind seit einiger Zeit überall präsent. In den Nachrichten habe ich in den letzten Monaten immer öfters Berichte von Naturkatastrophen gesehen: Starke Erdbeben, riesige Hagelkörner oder die Buschbrände in Australien.
Trotzdem möchte ich nicht aufhören zu denken, dass Gott die Welt gut gemacht hat. Weil ich davon überzeugt bin, dass er immer nur das Beste für uns Menschen will.
Ich denke, dass wir Menschen aber auch dabei mithelfen müssen, unseren Planeten zu einem guten Ort zu machen.
Ich bin zum Beispiel der Überzeugung, dass jeder einzelne etwas zum Klimaschutz beitragen kann. Bei mir ist das so, dass ich versuche weniger Fleisch zu essen, keine Plastiktüten mehr benutze und nie Auto fahre, wenn es eine Alternative mit dem Bus oder dem Zug gibt.
Das alleine reicht natürlich nicht aus, ist aber schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin mir immer noch sicher, dass Gott die Erde gut erschaffen hat. Und ich kann dabei mitarbeiten, das sichtbar zu machen.
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»Am Sonntag ist Gottesdienst« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.04.2020 gesendet.
Manchmal gehe ich Samstagsabends ein bisschen früher von einer Party, weil am Sonntag morgens Gottesdienst ist. Ganz oft schauen mich meine Freunde dann komisch an. Neulich hat mich ein Bekannter fast schon belächelt und gemeint, wie doof es denn sei, für sowas ein bisschen früher aufzustehen. Natürlich würde ich am liebsten jeden Tag ausschlafen und gehe auch sonntags nicht immer in die Kirche.
Aber für mich macht es einen Sinn, zumindest hin und wieder zu gehen. Im Gottesdienst kann ich einmal runterfahren, über viele verschiedene Sachen nachdenken und mit anderen zusammen im Gebet mit Gott sprechen. Oft ist es so, dass ich gedanklich viel freier bin, wenn ich da wieder rauskomme. Weil ich da dann alles loswerden kann, was mir von der aktuellen Woche auf dem Herz liegt. Und in der Kirche bekomme ich immer wieder neue Impulse für mein Leben. Manchmal spricht mich ein Bibeltext oder ein Lied an, oft aber auch das, was der Pfarrer predigt. Wenn er zum Beispiel über Mitmenschlichkeit oder Nächstenliebe redet. Manchmal gibt er auch Anstöße, die ich in mein Leben übertragen kann. Zum Beispiel, dass ich allen Menschen gleich und ohne Vorurteile entgegentreten soll. Mich motiviert das. Und das macht mich ein kleines bisschen glücklicher. Und wenn es mir dabei hilft, dann lohnt es sich für mich einfach da hin zu gehen.
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»Martin Luther King Jr.« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.04.2020 gesendet.
Heute muss ich immer an den US-Amerikaner Martin Luther King Jr. denken. Vor 52 Jahren, am 04. April 1968, hat ein Attentäter ihn erschossen. Wahrscheinlich kennt jeder den Satz, den er gesagt hat: „I have a dream“. Martin Luther King träumt davon, dass seine Kinder eines Tages nicht mehr wegen der Farbe ihrer Haut, sondern wegen ihres Charakters beurteilt werden.
Martin Luther King hat sich als Bürgerrechtler dafür eingesetzt, dass die politische Rassentrennung in den USA abgeschafft wird. Er hat dafür gekämpft, dass alle Menschen gleichberechtigt werden. Egal, woher sie kommen oder welche Hautfarbe sie haben.
Über 50 Jahre später haben auf dem Papier alle Menschen die gleichen Rechte. Aber ich bin immer wieder entsetzt, wie viel rassistische Diskriminierung und Hass es auch bei uns in Deutschland immer noch gibt. Vor allem gegenüber Menschen, die aus einem anderen Land kommen, zu uns geflüchtet sind oder einfach allgemein eine andere Hautfarbe haben.
Ich behandle alle Menschen gleich, mache überhaupt keine Unterschiede und mische mich ein, wenn ich Rassismus, Ausgrenzung oder Fremdenfeindlichkeit sehe. Zum Beispiel als ich mitbekommen habe, wie ein paar Typen einen Mann im Zug wegen seiner Hautfarbe beleidigten. Da mische ich mich ein. Und wenn es nur das ist, dass ich den Zugbegleiter hole…
Ich bin davon überzeugt, dass alle Menschen gleich wertvoll sind – vor dem Gesetz, in der Gesellschaft und vor allem vor Gott.
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»Das Leben ist kostbar« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.03.2020 gesendet.
Ich bin mit dem ICE von einem Ausflug nach Hause gefahren. Als wir kurz vor Stuttgart sind, schnappt ein paar Reihen hinter mir ein älterer Mann mehrmals laut nach Luft. Ein paar Leute haben ihm geholfen und den Notarzt gerufen. Später habe ich nur noch gesehen, wie die Sanitäter eine abgedeckte Trage zum Rettungswagen geschoben haben. Der Mann ist leider gestorben.
Ich war damit erstmal total überfordert und musste immer wieder daran denken, wie schlimm das für die Angehörigen jetzt sein muss. Dann habe ich mir aber auch Gedanken über mein eigenes Leben und den Tod gemacht.
Und mir ist wieder bewusst geworden, wie schnell das Leben eigentlich vorbei sein kann. Dabei wird mir mulmig.
Ich weiß aber nicht, wann ich sterben werde und kann das auch nicht kontrollieren. Was ich aber kann, ist mich täglich darüber freuen, dass ich lebe. Und weil ich jeden Tag neue Dinge lernen und ausprobieren darf. Ich habe gemerkt, dass es sich gut anfühlt, wenn ich dankbar bin, weil ich lebe. Weil ich glaube, dass Gott mir das Leben schenkt. Jeden Tag.
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»Perfekt« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.03.2020 gesendet.
Heute hab´ ich am Bahnhof ein Plakat gesehen. Über eine ganze Wandfläche strahlt mich ein Typ mit Waschbrettbauch an. Er wirbt mit seinem braun gebrannten Traumbody für ein Fitnessstudio.
Als ich das Plakat gesehen habe, hab´ ich zuerst gedacht, dass ich genau so aussehen sollte. Also so perfekt wie der Typ in der Werbung. Auch wenn der Typ auf dem Plakat ziemlich sicher gefotoshopped ist. Trotzdem fühlt es sich frustrierend an. Einige von meinen Freundinnen kennen das Gefühl auch, wenn sie die Frauenfiguren sehen, die ihnen die Werbemacher vor die Nase setzen.
Ich glaube aber, dass das Aussehen gar nicht so wichtig ist. Als Christ glaube ich doch, dass für Gott jeder so wie er ist gewollt ist. Und eben für sich einzigartig ist, also ein Unikat – auch wenn er eine schiefe Nase oder so hat... Ich habe mal ausprobiert, wie es ist, wenn ich die Menschen um mich herum durch die Augen von Gott sehe: Schön sind die Leute dann für mich, wenn ich spüre, dass sich jemand selbst akzeptiert. Statt auf Äußerlichkeiten oder die Figur zu schauen, will ich mehr darauf und auf die Persönlichkeit achten. Auf das, wie einzigartig jeder einzelne ist - egal, wie jemand aussieht. Und ich habe etwas gemerkt: Das funktioniert auch, wenn ich mich selbst im Spiegel ansehe.
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