»Zeit ist ein riesiges Geschenk« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.08.2019 gesendet.
Ich bin gerade in den Fernbus eingestiegen. Kurz bevor es losgeht, macht der Busfahrer eine Ansage und begrüßt die Leute im Bus. Und dann sagt er: „Wir sind pünktlich, mein Navi zeigt kein Stau – mit etwas Glück kann ich Ihnen ein Geschenk machen – ein kleines bisschen zusätzliche Zeit.“
Cool, wenn wir früher ankommen habe ich wirklich ein bisschen Zeit „gewonnen“, die ich für irgendwas nutzen kann… Irgendwie hat der Busfahrer recht, Zeit ist ein Geschenk.
Meistens habe ich keine Zeit für das, was mir wichtig ist. Zum Beispiel um mich Freunden oder der Familie zu treffen, Handball zu spielen oder auch einfach einmal nichts zu tun und zu entspannen.
Als wir 12 Minuten zu früh am Omnibusbahnhof angekommen sind und ich mein Gepäck hole, hab´ ich mir dann überlegt, was ich mit der Zeit nun anstellen soll. Mit einem frisch gekauften Kaffee to-go habe ich mich dann auf eine Bank gesetzt und den ganzen gestressten Menschen am Bahnhof zugeguckt. Und das hab´ ich genossen. Ich mag es einfach, wenn ich auch mal nichts tun muss. Und das tut gut.
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»Fehler gehören dazu« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.08.2019 gesendet.
Ich will überall perfekt sein. Egal, um was es geht: früher in der Schule wollte ich einen guten Notenschnitt, heute beim Arbeiten will ich einer der besten sein oder auch sonst, wenn ich irgendetwas Neues anfange. Aber ich merke immer wieder, dass das natürlich nicht geht. Irgendwo verhaue ich immer irgendwas oder benehme mich nicht perfekt. Beispielsweise wenn ich mal wieder ein Treffen mit meinen Freunden verpenne oder in einer Arbeit, die ich abgegeben hab´, dann doch noch einen Fehler finde. Da bin ich eben nicht „perfekt“. Das ärgert mich dann oft total! Aber ich habe mir vorgenommen, das abzustellen.
Ich denke in letzter Zeit immer mehr darüber nach, dass ich es irgendwie ja nicht erzwingen kann, dass bei mir alles genau so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich will nur nicht aufgeben und es immer ein zweites und drittes Mal versuchen. Ich weiß zum Beispiel, dass mein Englisch nicht perfect ist und schon gar nicht elegant klingt. Aber wenn ich im Urlaub mit anderen Leue rede, akzeptiere ich das einfach und rede mit ihnen. Eben nicht super, aber es funktioniert. Sie müssen mich ja nicht für perfekt halten.
Und ich erinnere mich vor jedem neuen Versuch an einen Spruch meiner Oma. Sie hat früher immer gesagt: „Fehler gehören zum Leben einfach mit dazu.“
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»Wie geht es Dir?« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.07.2019 gesendet.
Ich habe die Frage: „Jo, alles cool bei dir?“, schon so oft gehört…
Und wenn es mir gut ging, habe ich sie natürlich wahrheitsgemäß beantwortet. Aber manchmal habe ich schon gesagt, es würde mir gut gehen, obwohl es mir eigentlich nicht gut geht. Leider glaube ich, dass viele auf diese Frage eigentlich gar keine andere Antwort als „gut“ hören wollen. Weil wenn etwas nicht gut ist, dann sind ja Probleme da und darüber wollen viele einfach nicht reden.
(Gerade wenn ein guter Freund mich das fragt, ist er doch eigentlich ein Mensch, der mir helfen will. Beispielsweise wenn ich am Boden zerstört oder wegen irgendetwas wirklich traurig bin.)
Ich habe mir vorgenommen, dass ich die Frage in Zukunft ernst nehme und sie auch anderen nur dann stelle, wenn ich sie ernst meine.
Seit einigen Monaten mache ich das. Immer, wenn einer meiner Freunde sich ein wenig anders benimmt als sonst, gehe ich kurz hin und frage: „Du bist anders heute, ist alles ok?“
Das Krasse daran ist, dass andere mit mir dann darüber reden, was ihn oder sie beschäftigt. Vor allem wenn sie gemerkt haben, dass ich es wirklich ernst meine.
Auch einige meiner Freunde haben dann angefangen, andere wirklich ernst zu fragen, wie es ihnen geht. Und das hat das Leben von ein paar Freunden und auf jeden Fall mein eigenes Leben ein kleines bisschen besser gemacht.
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»Hapy Birthday« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.07.2019 gesendet.
Tick, Tack – die Uhr läuft immer weiter und einmal im Jahr werde ich wieder aufs Neue daran erinnert, dass die Zeit nicht stehen bleibt: an meinem Geburtstag. Und solange Zeitmaschinen noch nicht erfunden sind, wird sich auch weiterhin nichts daran ändern, dass es jedes Jahr einen Tag gibt, an dem ich zu meinem Alter ein +1 addieren muss. Ich werde halt älter und verändere mich, das gehört zum Leben einfach dazu – aber Geburtstage sind meiner Meinung nach auch dazu da, immer nach vorne zu schauen. Ich vergleiche Geburtstage gerne mit dem Ende eines Filmes, der ein ganzes Jahr gedauert hat: Ich bin ein wenig traurig, dass es vorbei ist, habe aber jetzt Zeit für den nächsten Film, für das nächste Jahr Lebenszeit, das nächste Abendteuer. Egal, ob der Film im letzten Jahr eher gut oder eher schlecht war – er hatte bestimmt auch einige tolle Momente, wie beispielsweise Treffen mit Freunden. Und ich bin der festen Überzeugung, dass die immer irgendwo da sind, denn in jedem Film gibt es tolle Momente, wegen denen sich es lohnt, ihn anzuschauen; auch wenn man diese Momente manchmal suchen muss. Aber ich denke, dass es sie gibt und Gott mir den Weg zu diesen tollen Momenten zeigen wird.
Bei mir fängt jetzt auch bald der Film: „mein Leben – Teil 22“ an und ich bin gespannt, mir das wieder anzugucken.
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»Whats this life for« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.06.2019 gesendet.
Ich hänge seit einiger Zeit an einem Lied der Band „Creed“, das mir sehr gefällt. Der Titel ist „What´s This Live for?“, also „Wozu ist dieses Leben?“.
Und es ist ja auch eine gute Frage, wozu dieses Leben ist – also wozu mein Leben ist: Ist es das Lernen, das Arbeiten, etwas erreichen, dieser eine Abend mit Freunden oder mit der Familie?
Wenn ich zum Beispiel bei der Arbeit bin, frage ich mich auch oft, ob das eigentlich einen Sinn macht, was ich gerade aus meinem Leben mache oder ob ich gar nicht weiß „wozu dieses Leben ist“…
Ich bin überzeugt, dass ich einen Platz und eine Aufgabe auf dieser Erde habe. Einen Platz, wo ich hingehöre, wo ich mich zuhause fühle, wo ich Freunde und Familie habe.
Ich weiß allerdings noch nicht genau, was meine Aufgabe ist. Aber ich bin mir sicher, dass Gott meine Aufgabe kennt und sie mir noch zeigen wird. Wie auch der Sänger von Creed sein Lied beendet, indem er sagt, dass ich nichts Großes schaffen muss, nicht immer wissen muss, wo ich stehe, was der tiefere Sinn meines Lebens oder meine Aufgabe ist. Seit ich das für mich erkannt habe, ist mein Leben so viel entspannter geworden, weil ich nicht mehr jeden Tag darüber nachdenke, was der Sinn meines Lebens ist. Denn da gibt es jemand, auf den ich vertrauen kann – und er wird mir zeigen, wozu ich lebe.
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»Minuten eines Jahres« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.06.2019 gesendet.
Ein Jahr hat über 500.000 Minuten.
Jede einzelne Minute ist ein Augenblick, in dem sich entscheidet, wie die restlichen Minuten meines Jahres werden oder gar der Rest meines Lebens laufen wird. Denn in diesen vielen Minuten jedes Jahr gibt es ein paar wenige Minuten, die für mich wichtig sind, in denen ich zum Beispiel wichtige Entscheidungen treffe. Beispielsweise damals, als ich entscheiden musste, was ich nach der Schule mache.
Ich glaube, dass mich viele Minuten immer wieder vor neue Herausforderungen stellen, Minuten, in denen ich es schwer habe, nicht mehr weiterweiß und vielleicht am Boden zerstört bin.
Ich habe aber auch Momente der Freude, des Glücks und der Leidenschaft, indem ich das toll finde, was ich gerade tue und mit Menschen zusammen bin, die ich über alles liebe.
Und das Spannende daran ist, dass es irgendwo immer gute Minuten gibt, auch wenn einmal viele schlechte Minuten in einem Jahr dabei sind.
Ich erinnere mich bei schlechten Minuten dann immer an eine gute Minute, z.B. damals, als ich mit meinen besten Freunden das Feuerwerk an Silvester in Berlin angeschaut habe. Und ich glaube fest daran, dass ich in meinem Leben sicherlich noch viele tolle Minuten sammeln werde.
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»Leave out all the rest« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.06.2019 gesendet.
ch mag den Song „Leave out all the rest“ von Living Park. Seit Chester Bennington, der Sänger der Band, gestorben ist, geht er mir wieder durch den Kopf.
Chester Bennington singt: „Ich habe geträumt, ich würde vermisst werden. […] Nach meinem Traum wachte ich mit dieser Angst auf: Was hinterlasse ich, wenn ich hier fertig bin? Wenn meine Zeit kommt, vergiss alles, das ich falsch gemacht habe. Hilf mir, ein paar gute Gründe zu hinterlassen, vermisst zu werden. […] Behalte mich in deiner Erinnerung, lass den ganzen Rest wegfallen, leave out all the rest.“
Ich finde, er hat recht, dass wir bei uns selbst und anderen Menschen manchmal ein bisschen etwas wegfallen lassen sollten, wenn wir uns an sie erinnern, beispielsweise einen Streit mit der Person. Niemand ist perfekt und kann es nicht sein. Wenn ich das weiß, bin ich zumindest ein kleines bisschen glücklicher: immer versuchen, das Gute im anderen zu sehen.
Aber Chester Bennington ist noch was anderes wichtig: Er wünscht sich, dass die anderen ihn nicht vergessen. Auch ich möchte auf der Erde etwas tun, weswegen sich Menschen an mich erinnern: anderen Menschen helfen, freundlich sein und Zeit mit ihnen zu verbringen – und dadurch deren Leben vielleicht, auch nur vielleicht, ein kleines bisschen besser zu machen.
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»Fremdenfeindlichkeit« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.06.2019 gesendet.
Ich arbeite abends nebenbei in einem Club.
Bei uns im Club hat sich vor kurzem eine Gruppe junger Männer beschwert. Sie haben gesagt, dass sie jetzt nach Hause gehen, weil in unserem Club zu viele Menschen mit schwarzer Hautfarbe sind. Die jungen Männer haben sich nicht beschwert, weil jemand aggressiv war oder ähnliches, sondern nur, weil ein paar anders aussehen. Ich verstehe das nicht!
Im Club bekommen wir immer wieder Kritik, weil wir an der Türe nicht nach der Hautfarbe selektieren…
Viele Clubs hier in Tübingen haben die Sache so gelöst, wie es am einfachsten erscheint: Sie lassen einfach keine Menschen mit schwarzer Hautfarbe (mehr) rein.
Für mich ist das Rassismus. Ich halte es für ein großes Problem, weil ich finde, dass Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe beurteilt werden sollten.
Stellt euch vor, ihr dürft nicht mehr in eurem Sportverein mitspielen, weil ihr blondes Haar habt oder nicht mehr in eure Lieblingsbar gehen, weil ihr nicht hier, sondern in Berlin geboren worden seid.
Für mich ist egal, was für eine Hautfarbe jemand hat; ich bin froh, in einem Club zu arbeiten, bei dem meine Kollegen das genauso sehen. Auch wenn sich irgendwelche komischen Leute beschweren, ist das noch lange kein Grund, auf sie zu hören. Ein Mensch bleibt ein Mensch, egal welche Hautfarbe er hat!
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»Ich bin der Weinstock« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.06.2019 gesendet.
Das klingt vielleicht komisch, aber ich habe eine Lieblingsstelle in der Bibel. Es ist ein Satz von Jesus, wo er sagt: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Ohne mich könnt ihr nichts tun.“
Ich stelle mir da wirklich so eine Weinpflanze mit ihrem Stamm und den Reben vor. Und genau das, was Jesus da gesagt hat, zeigt für mich total toll, was es für mich heißt, ein Christ zu sein.
Wenn ich also Gott glaube und ihn in mein Leben einbaue und mit ihm zum Beispiel vor dem Einschlafen durchs Beten spreche, dann ist mein Leben also schöner als ohne ihn. Ich spreche mit ihm wie mit einem Freund, erzähle über meine Sorgen und Ängste und natürlich auch über das, was mich gerade glücklich macht. Er hilft mir, wenn ich nicht mehr weiterweiß und ist immer für mich da.
Mir persönlich hilft das. Es gibt mir in vielen Situationen Mut und Kraft, weil ich weiß, dass Gott auf mich aufpasst. Und ich für meinen Teil bin richtig froh, dass ich den Schritt gemacht habe, mein Leben gemeinsam mit Gott zu verbringen.
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»Land of free« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.06.2019 gesendet.
Ich bin Fan der Band „The Killers“. In ihrem Song „Land of the free“ beschäftigen sie sich mit Amerika, dem Land der endlosen Möglichkeiten. Im Video zum Lied sieht man Bilder von Mexikanern, die nach Amerika einwandern. Das ist auch das Thema, um das es in dem Song geht: Menschen auf der Flucht. Der Präsident der USA ist stark gegen die mexikanischen Einwanderer in seinem Land. Und die „Killers“ kritisieren das.
Sie singen nämlich davon, dass alle Menschen nur glücklich sein möchten – aber einige können dort, wo sie leben, nicht glücklich werden. Ich finde, dass die „Killers“ Recht mit dem haben, was sie singen.
Menschen, die aus ihrem Heimatland flüchten, haben ähnliche Hoffnungen und Träume wie ich: ein lebenswertes Leben führen zu können, mit Chancen und Möglichkeiten.
Und davon bin ich wie die „Killers“ auch überzeugt: Kein Politiker sollte das Recht haben, anderen Menschen die Möglichkeit zu nehmen, irgendwo anders neu anzufangen.
Ich glaube, dass jeder Mensch von Gott gleich geschaffen ist. Und Gott will sicher auch, dass es allen gut geht. Und dass alle das bekommen können, was ich hier schon habe: Zumindest die Chance auf ein Leben, in dem sie sicher und frei sind. Und zufrieden.
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