»Thanksgiving« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.11.2020 gesendet.
Heute, wie jeden vierten Donnerstag im November, feiern die USA Thanksgiving. Da drüben ist das ein Nationalfeiertag und genauso wichtig wie Weihnachten, das kenne ich aus total vielen Hollywoodfilmen. Thanksgiving ist das wichtigste Familienfest in den Staaten, bei dem einmal im Jahr alle zusammenkommen und den Tag miteinander verbringen.
Beim Essen wird traditionell ein Gebet gesprochen, wo meistens alle sagen, für was sie im vergangenen Jahr dankbar sind. Das wird sicherlich dieses Jahr wegen der „besonderen Umstände“ vielleicht ein bisschen schwieriger, aber ich finde die Idee dahinter total cool.
Darum feiere ich mit meinen Freunden einfach eine Art eigenes Thanksgiving, auch wenn es in Deutschland sonst nicht gefeiert wird: Ich habe nämlich ganz oft das Gefühl, dass ich immer mehr Dinge für Selbstverständlich ansehe. Zum Beispiel, dass ich tolle Freunde habe, genug Geld zum Leben oder das Leitungswasser Zuhause trinken kann. Sowas vergesse ich leider viel zu oft. Und zusammen machen wir jetzt seit drei Jahren immer ein großes Essen und sagen uns dann am Ende, für was wir in unserem Leben und unserer Freundschaft dankbar sind.
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»Moria« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.10.2020 gesendet.
Es ist noch gar nicht so lange her, als das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos lichterloh gebrannt hat! Mehr als 12.000 Menschen aus dem überfüllten Lager wurden bei dem Feuer obdachlos, die würden das Fußballstadion vom SC Freiburg zur Hälfte füllen.
Die ganze Sache wurde viel in den Medien diskutiert, einige Politiker haben sich bestürzt gezeigt und für die Flüchtlinge eingesetzt. Trotzdem hat sich für die meisten Geflüchteten auf Lesbos nichts verändert und fast kein Mitgliedstaat der Europäischen Union möchte jemanden bei sich aufnehmen. Das halte ich für nicht vertretbar.
Als Christ bin ich davon überzeugt, dass alle Menschen gleich wertvoll sind und von Gott gleich geliebt werden. Egal, welche Hautfarbe, welches Geburtsland oder welche Religion sie haben. Die Nächstenliebe ist ein wichtiger Teil für mich und mein Leben, denn Jesus meinte, dass wir unseren Nächsten so behandeln sollen, als wären wir es selbst.
Darum finde ich es traurig und falsch, dass so wenig unternommen wird, um diesen Leuten zu helfen. Viel kann ich selbst leider auch nicht machen, außer das Thema immer wieder in meinem Bekanntenkreis und auch öffentlich anzusprechen, weil es mir wichtig ist. Und vielleicht reden irgendwann genug Menschen darüber, sodass die Stimmen von der Politik gehört werden.
Denn ganz ehrlich: Für mich führt kein Weg daran vorbei, den Menschen auf Moria und Menschen in Not zu helfen. Denn da geht es einfach nur um eins: Um Menschlichkeit.
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»Hätte ich etwas gesagt?« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.10.2020 gesendet.
Meine Kumpels sitzen bei mir auf dem Balkon und einer erzählt von seiner letzten Bahnfahrt. Er hätte sich fast mit jemandem angelegt. Irgendsoein Typ in der Bahn hat wohl einen Menschen mit dunkler Hautfarbe ein paar Mal beleidigt. Mein Kumpel hat erzählt, dass ihm da ganz unwohl wurde, weil er das nicht ok findet und es auch rassistisch ist. Er hat sich dann überlegt, ob er etwas dagegen macht. Hat er im Endeffekt nicht, weil er meinte, dass es ja nur Worte waren. Trotzdem hat er jetzt ein schlechtes Gewissen, weil er nichts gesagt hat.
Ich habe mich dann die ganze Zeit gefragt, ob ich etwas gemacht oder gesagt hätte? Klar, jetzt spontan würde ich natürlich sagen, dass ich etwas unternehme, wenn jemand angegangen wird. Ich bin der festen Überzeugung, dass alle Menschen gleich wertvoll sind. Und deshalb finde ich es falsch, wenn irgendjemand wegen seiner Hautfarbe oder irgendwelcher äußerer Merkmale verurteilt oder sogar beleidigt wird.
Wenn ich jemals so eine Situation miterlebe, hoffe ich, dass ich den Mut habe, etwas zu sagen.
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»Mobbing« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.09.2020 gesendet.
In der Schule haben sie mich früher gemobbt. Meine Mitschüler haben mich manchmal ignoriert und Witze über mich gemacht, weil ich der Dickste in meiner Klasse war. Das hat mich damals richtig verletzt, aber heute stehe ich da drüber.
Ich glaube, Mobbing an Schulen ist immernoch ein großes Problem für viele Schüler: Wenn jemand anders aussieht, sich ein bisschen anders verhält als die Meisten oder einfach gut in der Schule ist, kann es schnell passieren, dass er gemobbt wird. Fast niemand will sich mit einem Außenseiter anfreunden.
Ich habe damals versucht, nicht aufzugeben. Ich bin so gut es ging offen für die anderen geblieben, auch wenn es mir schwergefallen ist, ihnen keine Vorwürfe zu machen…
Und das hat am Ende funktioniert: Spätestens seit ich 19 geworden bin, ist mir und den meisten anderen klar geworden, was für ein Blödsinn Mobbing eigentlich ist und wie sehr es Menschen verletzen kann. Mittlerweile bin ich sogar mit zwei der Mobber ziemlich gut befreundet. Und zumindest weiß ich von einem, dass er gern früher verstanden hätte, dass Mobbing scheiße ist.
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»Weltfriedenstag« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.09.2020 gesendet.
Morgen ist nicht nur ein ganz normaler Montag, sondern es ist der offizielle Weltfriedenstag. Dieser sogenannte „International Day of Peace“ wurde schon vor vielen Jahren von den Vereinten Nationen, also allen Ländern der Welt, ins Leben gerufen. Es soll ein Tag sein, der für Gewaltlosigkeit steht und an dem Waffenruhe herrscht. Doch die Realität sieht manchmal leider anders aus, denn eigentlich wird an jedem Tag irgendwo auf der Erde Krieg geführt. Und daran kann ich – so gern ich es auch möchte – leider nichts ändern.
Aber ich glaube, „Friede“ hat nicht immer etwas mit Krieg zu tun. Man kann zum Beispiel auch bei einem Streit mit einem Freund „Frieden schließen“. Genau dafür möchte ich den Tag morgen nutzen: Ich habe mich nämlich mit einem guten Kumpel heftig gestritten und natürlich wollte keiner nachgeben…
Und ich habe mir fest vorgenommen, jetzt über meinen Schatten zu springen und wieder das Gespräch zu suchen.
Ich habe keine Ahnung, ob das irgendetwas bringt, aber dann habe ich es zumindest versucht und am Ende ja vielleicht auch ein bisschen „Frieden geschlossen“.
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»I'm a creep« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.09.2020 gesendet.
Früher hatte ich ganz oft das Gefühl, dass ich anders bin, vielleicht ein bisschen verrückt. Zum Beispiel, weil ich immer viel mehr als alle anderen geredet und damals in meiner Freizeit Gedichte geschrieben hab´. Ich habe mich halt einfach für andere Dinge interessiert.
Neulich habe ich wieder an die Zeit zurückgedacht, weil ich einen coolen Remix von dem Song „Creep“ aus den 90ern im Radio gehört habe. Dort singen sie: „Aber ich bin ein Creep, ich bin ein Spinner. Was zum Teufel mach´ ich hier? Ich gehöre hier nicht her…“
Genau so habe ich mich total oft gefühlt.
Mittlerweile weiß ich, dass es egal ist, wie andere über mich denken. Ich muss mich nicht verstecken oder für irgendetwas schämen. Denn jeder Mensch ist anders, aber verschiedene Persönlichkeiten machen das Leben doch erst interessant! Und darum ist es auch oke, wenn ich ein bisschen ein Spinner bin, denn es gibt Menschen, die mich genau deswegen mögen. Denn ich bin ich – und darauf kommt es an.
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»Das Lächeln hinter der Maske« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.08.2020 gesendet.
Es passiert mir fast jedes Mal, wenn ich das Haus verlasse: Ich mache ein paar Schritte und drehe dann wieder um, weil ich meine Maske vergessen hab´. Irgendwie komisch, dass ich sie immer noch vergesse, obwohl das Tragen einer Maske ja mittlerweile Alltag ist. Und das ist auch gut so, weil man dadurch andere schützen kann…
Im Supermarkt oder so gehört es für mich schon mit dazu. Doch irgendwie vermisse ich es, die Gesichter der anderen Menschen zu sehen. Weil das, was man sieht, ganz oft ein bisschen grummelig aussieht. Vor allem vermisse ich, andere Menschen lächeln zu sehen und habe selber fast nicht mehr gelächelt, weil man es hinter der Maske ja eh nicht sieht.
Doch beim letzten Mal Einkaufen habe ich probiert, ob es nicht doch anders ist, wenn man versucht, trotz Maske andere Menschen anzulächeln. Und das hat funktioniert! Die andere Person hat erkannt, dass ich sie anlächle und ich bin mir sicher, dass sie auch gelächelt hat. Und das war überhaupt nichts Großes oder Wichtiges, aber hat meinen Tag ein kleines bisschen schöner gemacht. Und ich habe mir vorgenommen, das mit dem Lächeln jetzt öfter zu versuchen.
Denn vielleicht braucht es gar nicht immer die großen Taten, sondern manchmal einfach nur ein Lächeln hinter der Maske…
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»Neue Erfahrungen« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.07.2020 gesendet.
Neulich habe ich mit meinen Freunden über Religionen gequatscht. Viele von denen sind nicht gläubig, aber trotzdem konnten wir ganz offen diskutieren. Mir hat das großen Spaß gemacht und ich habe viele Eindrücke gesammelt. Und so ähnlich ging es den anderen auch.
Ich glaube, es ist gut, sich mit anderen Leuten über den eigenen Glauben auszutauschen. Egal, ob der überhaupt da ist, also ob man beispielsweise christlich ist oder eben nicht.
Wenn ich mich mit anderen unterhalte und dann erfahre, an was die glauben, erweitert das meinen Horizont. Denn dadurch kann ich Neues kennenlernen, mich weiterentwickeln und sehen, was es für Unterschiede gibt und was ich mit Anderen gemeinsam habe. Das ist mir wichtig, weil ich glaube, dass ich so persönlich dazugewinne. Ich fühle mich bestärkt oder überdenke dann manches nochmal.
Und deswegen bin ich ganz offen dafür, was andere denken oder an was sie glauben.
Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass das Leben gemeinsam mit anderen am Schönsten ist. Vor allem, wenn man nicht auf die Unterschiede schaut, sondern darauf, was man gemeinsam hat.
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»Ich bin wertvoll« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.07.2020 gesendet.
In meinem Leben habe ich mal gute und mal schlechte Tage. Meistens fange ich meinen Tag ganz normal an und gehe motiviert an alles ran. Manchmal wache ich aber morgens auf und habe ein ganz ungutes Gefühl. Irgendwie denke ich dann, dass ich alle anderen nur enttäusche und frage mich, was mich als Mensch wertvoll macht:
Wie ich aussehe? Was ich weiß? Was ich kann? Andere Menschen sagen mir ja manchmal, dass ich etwas gut gemacht habe oder bewundern irgendwas, das ich kann. Also zeigen mir, dass ich eben was wert bin. Wenn ich sowas höre, freut mich das natürlich, aber es macht mich irgendwie auch unglücklich. Es stresst mich, weil ich ja nicht die ganze Zeit mein Bestes geben kann. Ich hab´ auch Ecken und Kanten. Bin ich trotzdem wertvoll?
Aber gleichzeitig denk ich dann auch, dass das alles doch Quatsch ist. Ein 10€-Schein ist ja zum Beispiel auch nicht weniger wert, nur weil er zerknüllt oder angerissen ist. So ist das doch auch bei uns Menschen.
Ich glaube, dass ich von Gott geschaffen und ein Ebenbild von ihm bin. Wie jeder andere auch. Und das macht alle Menschen gleich wertvoll, egal welchen Bodymaßindex ich habe, ob ich gut in der Schule war oder welche Hautfarbe oder Nationalität ich habe. Ich bin, so wie ich bin, wertvoll.
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»David gegen Goliath« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.07.2020 gesendet.
Am Sonntag konnte ich nicht einschlafen, weil ich mir Sorgen wegen der Arbeit gemacht hab. Meine Gedanken haben sich nur darum gedreht, dass ich das alles nicht schaffen werde.
Ich glaube, sowas ist zwar normal, aber trotzdem unangenehm. Ich persönlich habe schon viel Selbstzweifel und auch Zweifel von anderen an mir erlebt. Davon lasse mich total oft verunsichern.
Wenn das passiert, versuche ich mir trotzdem selber Mut zu machen. Dabei hilft mir die Geschichte von David und Goliath. Beide sind Soldaten, die in der Zeit der Bibel gegeneinander gekämpft haben, aber nicht ganz fair. David hat offensichtlich keine Chance gegen Goliath. Er ist kleiner und schwächer und hat nur eine Steinschleuder als Waffe. Obwohl alle an ihm zweifeln, besiegt er seinen Gegner. Er hat sich für das richtige Werkzeug, nämlich die richtige Waffe entschieden.
Das ist natürlich „nur“ eine Bibelgeschichte. Ich glaube aber, dass ich aus ihr etwas für mein Leben mitnehmen kann. Klar habe ich Schwächen und es gibt Dinge, die ich nicht so gut kann. Aber ich habe auch Stärken. Ich kann wie David an mich glauben und das, was ich kann, richtig einsetzen. Und eben mit den richtigen Werkzeugen an die Arbeit in der nächsten Woche rangehen. Zum Beispiel, indem ich die Woche gut plane oder meine Freunde nach Hilfe frage.
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