»Weltfriedenstag« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.09.2020 gesendet.
Morgen ist nicht nur ein ganz normaler Montag, sondern es ist der offizielle Weltfriedenstag. Dieser sogenannte „International Day of Peace“ wurde schon vor vielen Jahren von den Vereinten Nationen, also allen Ländern der Welt, ins Leben gerufen. Es soll ein Tag sein, der für Gewaltlosigkeit steht und an dem Waffenruhe herrscht. Doch die Realität sieht manchmal leider anders aus, denn eigentlich wird an jedem Tag irgendwo auf der Erde Krieg geführt. Und daran kann ich – so gern ich es auch möchte – leider nichts ändern.
Aber ich glaube, „Friede“ hat nicht immer etwas mit Krieg zu tun. Man kann zum Beispiel auch bei einem Streit mit einem Freund „Frieden schließen“. Genau dafür möchte ich den Tag morgen nutzen: Ich habe mich nämlich mit einem guten Kumpel heftig gestritten und natürlich wollte keiner nachgeben…
Und ich habe mir fest vorgenommen, jetzt über meinen Schatten zu springen und wieder das Gespräch zu suchen.
Ich habe keine Ahnung, ob das irgendetwas bringt, aber dann habe ich es zumindest versucht und am Ende ja vielleicht auch ein bisschen „Frieden geschlossen“.
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»I'm a creep« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.09.2020 gesendet.
Früher hatte ich ganz oft das Gefühl, dass ich anders bin, vielleicht ein bisschen verrückt. Zum Beispiel, weil ich immer viel mehr als alle anderen geredet und damals in meiner Freizeit Gedichte geschrieben hab´. Ich habe mich halt einfach für andere Dinge interessiert.
Neulich habe ich wieder an die Zeit zurückgedacht, weil ich einen coolen Remix von dem Song „Creep“ aus den 90ern im Radio gehört habe. Dort singen sie: „Aber ich bin ein Creep, ich bin ein Spinner. Was zum Teufel mach´ ich hier? Ich gehöre hier nicht her…“
Genau so habe ich mich total oft gefühlt.
Mittlerweile weiß ich, dass es egal ist, wie andere über mich denken. Ich muss mich nicht verstecken oder für irgendetwas schämen. Denn jeder Mensch ist anders, aber verschiedene Persönlichkeiten machen das Leben doch erst interessant! Und darum ist es auch oke, wenn ich ein bisschen ein Spinner bin, denn es gibt Menschen, die mich genau deswegen mögen. Denn ich bin ich – und darauf kommt es an.
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»Das Lächeln hinter der Maske« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.08.2020 gesendet.
Es passiert mir fast jedes Mal, wenn ich das Haus verlasse: Ich mache ein paar Schritte und drehe dann wieder um, weil ich meine Maske vergessen hab´. Irgendwie komisch, dass ich sie immer noch vergesse, obwohl das Tragen einer Maske ja mittlerweile Alltag ist. Und das ist auch gut so, weil man dadurch andere schützen kann…
Im Supermarkt oder so gehört es für mich schon mit dazu. Doch irgendwie vermisse ich es, die Gesichter der anderen Menschen zu sehen. Weil das, was man sieht, ganz oft ein bisschen grummelig aussieht. Vor allem vermisse ich, andere Menschen lächeln zu sehen und habe selber fast nicht mehr gelächelt, weil man es hinter der Maske ja eh nicht sieht.
Doch beim letzten Mal Einkaufen habe ich probiert, ob es nicht doch anders ist, wenn man versucht, trotz Maske andere Menschen anzulächeln. Und das hat funktioniert! Die andere Person hat erkannt, dass ich sie anlächle und ich bin mir sicher, dass sie auch gelächelt hat. Und das war überhaupt nichts Großes oder Wichtiges, aber hat meinen Tag ein kleines bisschen schöner gemacht. Und ich habe mir vorgenommen, das mit dem Lächeln jetzt öfter zu versuchen.
Denn vielleicht braucht es gar nicht immer die großen Taten, sondern manchmal einfach nur ein Lächeln hinter der Maske…
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»Neue Erfahrungen« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.07.2020 gesendet.
Neulich habe ich mit meinen Freunden über Religionen gequatscht. Viele von denen sind nicht gläubig, aber trotzdem konnten wir ganz offen diskutieren. Mir hat das großen Spaß gemacht und ich habe viele Eindrücke gesammelt. Und so ähnlich ging es den anderen auch.
Ich glaube, es ist gut, sich mit anderen Leuten über den eigenen Glauben auszutauschen. Egal, ob der überhaupt da ist, also ob man beispielsweise christlich ist oder eben nicht.
Wenn ich mich mit anderen unterhalte und dann erfahre, an was die glauben, erweitert das meinen Horizont. Denn dadurch kann ich Neues kennenlernen, mich weiterentwickeln und sehen, was es für Unterschiede gibt und was ich mit Anderen gemeinsam habe. Das ist mir wichtig, weil ich glaube, dass ich so persönlich dazugewinne. Ich fühle mich bestärkt oder überdenke dann manches nochmal.
Und deswegen bin ich ganz offen dafür, was andere denken oder an was sie glauben.
Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass das Leben gemeinsam mit anderen am Schönsten ist. Vor allem, wenn man nicht auf die Unterschiede schaut, sondern darauf, was man gemeinsam hat.
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»Ich bin wertvoll« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.07.2020 gesendet.
In meinem Leben habe ich mal gute und mal schlechte Tage. Meistens fange ich meinen Tag ganz normal an und gehe motiviert an alles ran. Manchmal wache ich aber morgens auf und habe ein ganz ungutes Gefühl. Irgendwie denke ich dann, dass ich alle anderen nur enttäusche und frage mich, was mich als Mensch wertvoll macht:
Wie ich aussehe? Was ich weiß? Was ich kann? Andere Menschen sagen mir ja manchmal, dass ich etwas gut gemacht habe oder bewundern irgendwas, das ich kann. Also zeigen mir, dass ich eben was wert bin. Wenn ich sowas höre, freut mich das natürlich, aber es macht mich irgendwie auch unglücklich. Es stresst mich, weil ich ja nicht die ganze Zeit mein Bestes geben kann. Ich hab´ auch Ecken und Kanten. Bin ich trotzdem wertvoll?
Aber gleichzeitig denk ich dann auch, dass das alles doch Quatsch ist. Ein 10€-Schein ist ja zum Beispiel auch nicht weniger wert, nur weil er zerknüllt oder angerissen ist. So ist das doch auch bei uns Menschen.
Ich glaube, dass ich von Gott geschaffen und ein Ebenbild von ihm bin. Wie jeder andere auch. Und das macht alle Menschen gleich wertvoll, egal welchen Bodymaßindex ich habe, ob ich gut in der Schule war oder welche Hautfarbe oder Nationalität ich habe. Ich bin, so wie ich bin, wertvoll.
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»David gegen Goliath« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.07.2020 gesendet.
Am Sonntag konnte ich nicht einschlafen, weil ich mir Sorgen wegen der Arbeit gemacht hab. Meine Gedanken haben sich nur darum gedreht, dass ich das alles nicht schaffen werde.
Ich glaube, sowas ist zwar normal, aber trotzdem unangenehm. Ich persönlich habe schon viel Selbstzweifel und auch Zweifel von anderen an mir erlebt. Davon lasse mich total oft verunsichern.
Wenn das passiert, versuche ich mir trotzdem selber Mut zu machen. Dabei hilft mir die Geschichte von David und Goliath. Beide sind Soldaten, die in der Zeit der Bibel gegeneinander gekämpft haben, aber nicht ganz fair. David hat offensichtlich keine Chance gegen Goliath. Er ist kleiner und schwächer und hat nur eine Steinschleuder als Waffe. Obwohl alle an ihm zweifeln, besiegt er seinen Gegner. Er hat sich für das richtige Werkzeug, nämlich die richtige Waffe entschieden.
Das ist natürlich „nur“ eine Bibelgeschichte. Ich glaube aber, dass ich aus ihr etwas für mein Leben mitnehmen kann. Klar habe ich Schwächen und es gibt Dinge, die ich nicht so gut kann. Aber ich habe auch Stärken. Ich kann wie David an mich glauben und das, was ich kann, richtig einsetzen. Und eben mit den richtigen Werkzeugen an die Arbeit in der nächsten Woche rangehen. Zum Beispiel, indem ich die Woche gut plane oder meine Freunde nach Hilfe frage.
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»Freunde fürs Leben« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.07.2020 gesendet.
Neulich habe ich auf einer Postkarte den Spruch gelesen: „Freunde sind Menschen, die dir nicht den Weg zeigen, sondern ihn einfach mit dir gehen.“
Ich finde, der Spruch passt ganz gut, denn das macht unter anderem eine gute Freundschaft aus.
Ich verbringe echt viel Zeit mit meinen besten Freunden. Wir lachen und weinen zusammen und haben schon die ein oder andere Krise überstanden. Einfach, weil wir füreinander da sind und ein paar Wege im Leben zusammen gehen.
So ähnlich ist das auch mit einem anderen Freund, den ich habe: Jesus. Durchs Beten kann ich immer mit ihm reden und bin mir sicher, dass er mir zuhört. Er steht immer an meiner Seite und ist für mich da. Genau dieser Gedanke gibt mir Mut und Kraft, vor allem, wenn ein Weg mal etwas schwieriger ist.
Und auch das Zitat auf der Postkarte passt super auf unsere Freundschaft: „Freunde sind Menschen, die dir nicht den Weg zeigen, sondern ihn einfach mit dir gehen.“
Jesus sagt mir nicht, was ich tun soll,
aber begleitet mich immer auf meinem Weg.
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»Arbeit« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.07.2020 gesendet.
Ich bin einer von den Menschen, für die Arbeit fast genauso wichtig wie Luft und Wasser ist. Ja, so Leute gibt´s wirklich! Beispielsweise vermisse ich die Arbeit, wenn ich am Wochenende nicht ins Büro muss und suche mir neue Projekte. Ich begeistere mich für meinen Job und mag das Gefühl, etwas geschafft zu haben. Aber manchmal denke ich auch, dass ich nur fürs Arbeiten lebe. Denn Arbeit kann gut von Alltagsproblemen oder anderen Dingen ablenken. Ich stürze mich manchmal in ein neues Projekt, um vor irgendetwas davonzulaufen. Beispielsweise wenn ich mich mit meinem besten Kumpel streite. Dann fange ich etwas Neues an, um gar keine Zeit zu haben, viel darüber nachzudenken.
Ich habe das in den letzten Monaten geändert. Neben der Arbeit nehme ich mir Zeit für mich. Jeden Morgen setze ich mich einem Kaffee hin und überlege, was ich an dem Tag alles machen muss und wann ich spätestens Feierabend machen möchte. Und daran halte ich mich jeden Abend dann auch.
Ich denke in der freigemachten Zeit über mehr Sachen nach und verarbeite Erlebnisse besser. Besonders, wenn ich das auch noch im Gebet mit Gott bespreche. Inzwischen gehört das für mich genauso dazu wie die Arbeit. Die Mischung macht´s eben! Und das alles hat mein Leben ein kleines bisschen Schöner gemacht…
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»Christopher Street Day« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.06.2020 gesendet.
Demnächst ist wieder Christopher Street Day. Normalerweise gibt´s da immer große Parties für die Gleichberechtigung. Doch am Anfang war das gar nicht so. Am 28. Juni 1969 fand in einer New Yorker Bar eine anlasslose und gewaltvolle Polizeirazzia statt. Und zwar im „Stonewall Inn“, einer LGBT-Bar, wo sich schwule und transsexuelle Menschen getroffen haben. Während der Razzia haben sich die Besucher der Bar gewehrt. Anschließend haben sie mit vielen anderen Leuten für die Gleichberechtigung von Homosexuellen demonstriert. Dieser 28. Juni ist seitdem ein historisches Datum der Schwulenbewegung – der Christopher Street Day eben.
Es hat sich in der Zwischenzeit wirklich viel zum Positiven geändert, zum Beispiel durch die staatliche Ehe für alle. Trotzdem höre ich immer wieder von Diskriminierung gegenüber Schwulen und Transsexuellen.
Für mich geht das gar nicht. Ich bin mir sicher, dass Gott jeden Menschen erschaffen hat und liebt, so wie er ist. Wenn Gott das so hält, sollten wir es ihm nachmachen und niemanden diskriminieren oder ausschließen. Denn es ist egal, wen ich liebe.
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»Leben in Zeiten von Corona« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 31.05.2020 gesendet.
Mal ehrlich: Ich find das ganze Zuhause rumsitzen schrecklich! Schon seit Wochen gibt’s die Abstandsregel und Kontaktsperre, trotzdem kann ich mich nicht daran gewöhnen. Ich kann nur noch ganz wenig arbeiten und meinen Hobbies auch nicht mehr nachgehen.
Manchmal stehe ich morgens auf und gehe schon mit einer ganz schlechten Stimmung in den Tag. Weil ich weiß, dass ich überhaupt gar nichts zu tun habe. Das bisschen, was ich arbeiten kann, hab´ ich schnell erledigt. Und mittlerweile hab´ ich auch Netflix, YouTube und Instagram komplett durchgespielt.
Meiner besten Freundin geht das ähnlich. Uns hilft es, gemeinsam Zeit zu verbringen. Wir telefonieren zum Beispiel beim Kochen mit Video und versuchen, den eigenen Teller schöner als der andere hinzurichten. Auch wenn sich während dem Anruf jemand mal fünf Minuten mit sich selbst beschäftigt, ist es für mich trotzdem ein gutes Gefühl, weil ich in Gesellschaft bin.
Ich mache das jetzt auch mit meiner Oma. Die hat sich total gefreut, als wir uns gesehen haben. Wir haben zusammen über drei Stunden Kuchen gebacken. Auch wenn ich am Ende Omas Kuchen nicht essen konnte. Das sind dann halt die Grenzen von Videoanrufen. Aber viel wichtiger ist doch: Nach so ´nem Anruf geht’s mir besser. Und meinem Gegenüber vielleicht ja auch.
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