»Minuten eines Jahres« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.06.2019 gesendet.
Ein Jahr hat über 500.000 Minuten.
Jede einzelne Minute ist ein Augenblick, in dem sich entscheidet, wie die restlichen Minuten meines Jahres werden oder gar der Rest meines Lebens laufen wird. Denn in diesen vielen Minuten jedes Jahr gibt es ein paar wenige Minuten, die für mich wichtig sind, in denen ich zum Beispiel wichtige Entscheidungen treffe. Beispielsweise damals, als ich entscheiden musste, was ich nach der Schule mache.
Ich glaube, dass mich viele Minuten immer wieder vor neue Herausforderungen stellen, Minuten, in denen ich es schwer habe, nicht mehr weiterweiß und vielleicht am Boden zerstört bin.
Ich habe aber auch Momente der Freude, des Glücks und der Leidenschaft, indem ich das toll finde, was ich gerade tue und mit Menschen zusammen bin, die ich über alles liebe.
Und das Spannende daran ist, dass es irgendwo immer gute Minuten gibt, auch wenn einmal viele schlechte Minuten in einem Jahr dabei sind.
Ich erinnere mich bei schlechten Minuten dann immer an eine gute Minute, z.B. damals, als ich mit meinen besten Freunden das Feuerwerk an Silvester in Berlin angeschaut habe. Und ich glaube fest daran, dass ich in meinem Leben sicherlich noch viele tolle Minuten sammeln werde.
Auf Facebook teilen
»Leave out all the rest« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.06.2019 gesendet.
ch mag den Song „Leave out all the rest“ von Living Park. Seit Chester Bennington, der Sänger der Band, gestorben ist, geht er mir wieder durch den Kopf.
Chester Bennington singt: „Ich habe geträumt, ich würde vermisst werden. […] Nach meinem Traum wachte ich mit dieser Angst auf: Was hinterlasse ich, wenn ich hier fertig bin? Wenn meine Zeit kommt, vergiss alles, das ich falsch gemacht habe. Hilf mir, ein paar gute Gründe zu hinterlassen, vermisst zu werden. […] Behalte mich in deiner Erinnerung, lass den ganzen Rest wegfallen, leave out all the rest.“
Ich finde, er hat recht, dass wir bei uns selbst und anderen Menschen manchmal ein bisschen etwas wegfallen lassen sollten, wenn wir uns an sie erinnern, beispielsweise einen Streit mit der Person. Niemand ist perfekt und kann es nicht sein. Wenn ich das weiß, bin ich zumindest ein kleines bisschen glücklicher: immer versuchen, das Gute im anderen zu sehen.
Aber Chester Bennington ist noch was anderes wichtig: Er wünscht sich, dass die anderen ihn nicht vergessen. Auch ich möchte auf der Erde etwas tun, weswegen sich Menschen an mich erinnern: anderen Menschen helfen, freundlich sein und Zeit mit ihnen zu verbringen – und dadurch deren Leben vielleicht, auch nur vielleicht, ein kleines bisschen besser zu machen.
Auf Facebook teilen
»Fremdenfeindlichkeit« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.06.2019 gesendet.
Ich arbeite abends nebenbei in einem Club.
Bei uns im Club hat sich vor kurzem eine Gruppe junger Männer beschwert. Sie haben gesagt, dass sie jetzt nach Hause gehen, weil in unserem Club zu viele Menschen mit schwarzer Hautfarbe sind. Die jungen Männer haben sich nicht beschwert, weil jemand aggressiv war oder ähnliches, sondern nur, weil ein paar anders aussehen. Ich verstehe das nicht!
Im Club bekommen wir immer wieder Kritik, weil wir an der Türe nicht nach der Hautfarbe selektieren…
Viele Clubs hier in Tübingen haben die Sache so gelöst, wie es am einfachsten erscheint: Sie lassen einfach keine Menschen mit schwarzer Hautfarbe (mehr) rein.
Für mich ist das Rassismus. Ich halte es für ein großes Problem, weil ich finde, dass Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe beurteilt werden sollten.
Stellt euch vor, ihr dürft nicht mehr in eurem Sportverein mitspielen, weil ihr blondes Haar habt oder nicht mehr in eure Lieblingsbar gehen, weil ihr nicht hier, sondern in Berlin geboren worden seid.
Für mich ist egal, was für eine Hautfarbe jemand hat; ich bin froh, in einem Club zu arbeiten, bei dem meine Kollegen das genauso sehen. Auch wenn sich irgendwelche komischen Leute beschweren, ist das noch lange kein Grund, auf sie zu hören. Ein Mensch bleibt ein Mensch, egal welche Hautfarbe er hat!
Auf Facebook teilen
»Ich bin der Weinstock« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.06.2019 gesendet.
Das klingt vielleicht komisch, aber ich habe eine Lieblingsstelle in der Bibel. Es ist ein Satz von Jesus, wo er sagt: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Ohne mich könnt ihr nichts tun.“
Ich stelle mir da wirklich so eine Weinpflanze mit ihrem Stamm und den Reben vor. Und genau das, was Jesus da gesagt hat, zeigt für mich total toll, was es für mich heißt, ein Christ zu sein.
Wenn ich also Gott glaube und ihn in mein Leben einbaue und mit ihm zum Beispiel vor dem Einschlafen durchs Beten spreche, dann ist mein Leben also schöner als ohne ihn. Ich spreche mit ihm wie mit einem Freund, erzähle über meine Sorgen und Ängste und natürlich auch über das, was mich gerade glücklich macht. Er hilft mir, wenn ich nicht mehr weiterweiß und ist immer für mich da.
Mir persönlich hilft das. Es gibt mir in vielen Situationen Mut und Kraft, weil ich weiß, dass Gott auf mich aufpasst. Und ich für meinen Teil bin richtig froh, dass ich den Schritt gemacht habe, mein Leben gemeinsam mit Gott zu verbringen.
Auf Facebook teilen
»Land of free« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.06.2019 gesendet.
Ich bin Fan der Band „The Killers“. In ihrem Song „Land of the free“ beschäftigen sie sich mit Amerika, dem Land der endlosen Möglichkeiten. Im Video zum Lied sieht man Bilder von Mexikanern, die nach Amerika einwandern. Das ist auch das Thema, um das es in dem Song geht: Menschen auf der Flucht. Der Präsident der USA ist stark gegen die mexikanischen Einwanderer in seinem Land. Und die „Killers“ kritisieren das.
Sie singen nämlich davon, dass alle Menschen nur glücklich sein möchten – aber einige können dort, wo sie leben, nicht glücklich werden. Ich finde, dass die „Killers“ Recht mit dem haben, was sie singen.
Menschen, die aus ihrem Heimatland flüchten, haben ähnliche Hoffnungen und Träume wie ich: ein lebenswertes Leben führen zu können, mit Chancen und Möglichkeiten.
Und davon bin ich wie die „Killers“ auch überzeugt: Kein Politiker sollte das Recht haben, anderen Menschen die Möglichkeit zu nehmen, irgendwo anders neu anzufangen.
Ich glaube, dass jeder Mensch von Gott gleich geschaffen ist. Und Gott will sicher auch, dass es allen gut geht. Und dass alle das bekommen können, was ich hier schon habe: Zumindest die Chance auf ein Leben, in dem sie sicher und frei sind. Und zufrieden.
Auf Facebook teilen
»Situationen« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.06.2019 gesendet.
Ich bin neulich mit dem Fernbus nach Hause gefahren. Nach dem Einsteigen habe ich mich neben einen circa 11-jährigen Jungen gesetzt. Als ich gerade meine Musik anmachen möchte, tippt mich der Junge von der Seite an. Er meint, ich solle mich doch ein wenig mit ihm unterhalten.
Er fährt gerade von seiner Mutter aus Stuttgart zu seinem Vater nach Konstanz. Seit diesem Jahr geht er aufs Gymnasium.
Ich hab´ ihn gefragt, ob das nicht doof für ihn ist, wenn er jedes Wochenende die Stadt wechselt. Er sagt, dass er seine Eltern einfach beide liebhat und er im Bus immer so nette Menschen kennenlernt.
Wir reden über doofe Lehrer, dass Geschichte total spannend ist und ich lache wegen seinen Witzen den halben Fernbus zusammen.
Das Pärchen vor uns dreht sich um und bittet höflich aber bestimmt, dass sie die Witze doch auch hören möchten. Als wir angekommen sind, haben drei Reihen angefangen, sich gegenseitig Geschichten und Witze zu erzählen!
Und da ist mir wieder klar geworden, wie schön eine einfache Situation doch werden kann, wenn ich offen bin, mich vielleicht auch auf Neues einlasse und den Moment wirklich erleben möchte… oder eben von einem kleinen Jungen daran erinnert werde, wie eine solche Situation doch auch ablaufen kann…
Auf Facebook teilen