»Moria« von Elias   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.10.2020 gesendet.
Es ist noch gar nicht so lange her, als das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos lichterloh gebrannt hat! Mehr als 12.000 Menschen aus dem überfüllten Lager wurden bei dem Feuer obdachlos, die würden das Fußballstadion vom SC Freiburg zur Hälfte füllen.
Die ganze Sache wurde viel in den Medien diskutiert, einige Politiker haben sich bestürzt gezeigt und für die Flüchtlinge eingesetzt. Trotzdem hat sich für die meisten Geflüchteten auf Lesbos nichts verändert und fast kein Mitgliedstaat der Europäischen Union möchte jemanden bei sich aufnehmen. Das halte ich für nicht vertretbar.
Als Christ bin ich davon überzeugt, dass alle Menschen gleich wertvoll sind und von Gott gleich geliebt werden. Egal, welche Hautfarbe, welches Geburtsland oder welche Religion sie haben. Die Nächstenliebe ist ein wichtiger Teil für mich und mein Leben, denn Jesus meinte, dass wir unseren Nächsten so behandeln sollen, als wären wir es selbst.
Darum finde ich es traurig und falsch, dass so wenig unternommen wird, um diesen Leuten zu helfen. Viel kann ich selbst leider auch nicht machen, außer das Thema immer wieder in meinem Bekanntenkreis und auch öffentlich anzusprechen, weil es mir wichtig ist. Und vielleicht reden irgendwann genug Menschen darüber, sodass die Stimmen von der Politik gehört werden.
Denn ganz ehrlich: Für mich führt kein Weg daran vorbei, den Menschen auf Moria und Menschen in Not zu helfen. Denn da geht es einfach nur um eins: Um Menschlichkeit.
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»Bergsteigen« von Ida   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.10.2020 gesendet.
Als Kind hab ich Wandern und Bergsteigen gehasst. Immer dieses unnötige durch-die-Gegend-Laufen, nur um am Ende
einen schönen Blick zu haben. Damals hab ich nie verstanden, warum das Leute machen.
Jetzt, nach einigen Berg- und Vulkanbesteigungen, fange ich an, das durch-die-Gegend-Laufen irgendwie doch cool zu finden. Erst denke ich nämlich: das schaffe ich nie. Und dann merke ich: wenn ich mich aufraffe, dann komme ich auch oben an. Und das Ankommen auf der Spitze des Berges ist dann einfach unglaublich toll und die beste Belohnung für den anstrengenden Aufstieg.
Und das, obwohl ich vor einer Bergbesteigung manchmal den Gipfel nicht mal oder ganz weit oben sehe, sodass ich mir erst gar nicht vorstellen kann, den überhaupt zu erklimmen. Genauso fühle ich mich manchmal auch vor einem riesigen Haufen Arbeit, den ich bewältigen muss. Dann weiß ich gar nicht, wie ich das alles schaffen soll. Und dann, wenn ich mich aufraffe und einfach loslege, merke ich: es geht irgendwie doch! Ganz am Ende schaue ich auf die getane Arbeit und bin stolz auf mich.
Ich muss einfach anfangen und dranbleiben, dann schaff ich das schon. Und manchmal, wenn ich das Ziel vor Augen habe, macht der Weg dorthin dann sogar noch Spaß!
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»Gottes Liebe« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.10.2020 gesendet.
Ich habe neulich einen guten Spruch gelesen: „Gott liebt uns nicht, weil wir wertvoll sind. Sondern wir sind wertvoll, weil Gott uns liebt.“
Das heißt, dass Gott jeden Menschen liebt, egal wer er ist oder was er macht. Und ich muss gar nichts dafür tun, damit Gott mich liebt. Auch wenn ich mal etwas falsch gemacht hab und grad einfach nichts läuft, wie es sollte. Gott liebt mich trotzdem! Mir geht es dann immer gleich viel besser, wenn ich daran denke. Ich spüre, wie mich das verändert und beruhigt.
Wenn es um andere Leute geht, muss ich mich da manchmal aktiv dran erinnern. Mir fällt es nämlich oft echt schwer, mich nicht über meine Mitmenschen zu ärgern. Und auch wenn ich die Dinge nicht laut ausspreche, kann ich in Gedanken ganz schön gemein werden!
Mir hilft es dann, an diesen Spruch zu denken: „Wir sind wertvoll, weil Gott uns liebt.“ Auch die Menschen, die ich nicht verstehe und die mich nerven, sind von Gott geliebt. Das hängt nicht davon ab, was ich über sie denke oder wie sie sich verhalten. Sie sind genauso unperfekt wie ich auch. Wenn ich daran denke, fällt es mir leichter, auch die Menschen zu respektieren, die mich manchmal aufregen - und dann kann ich auch aufhören, über sie zu schimpfen.
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»Vorurteil« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.10.2020 gesendet.
Auf Facebook ist mir ein Beitrag vorgeschlagen worden, der mich echt geärgert hat! Da stand: "An alle Muslime". Und weiter ging es mit "Wir sind hier in Deutschland. Hier werden keine Ehrenmorde begangen, hier werden keine Kinder verheiratet" und und und.
Ich frage mich, ob die Person, die den Beitrag geschrieben hat, sich schon mal ernsthaft mit einem Moslem unterhalten hat. Ich glaube ja nicht. Sonst würde er so was nicht behaupten.
Klar, es gibt Moslems, die Straftaten begehen. Aber genau so gibt es auch Christen, Juden und Atheisten, die sowas machen. Das hat nichts mit der Religion zu tun! Aber über andere schimpfen und sie verurteilen, das geht halt leicht.
Ich habe unter den Beitrag übrigens kommentiert, dass ich ihn voll daneben finde. Ich finde, gerade wenn jemand eine andere Religion hat als ich, sollte ich mich mit ihm unterhalten und nicht einfach irgendwas behaupten und dann darüber schimpfen. Denn wenn ich mit ihm geredet habe, weiß ich dann mehr über die Religion meines Gegenübers und er weiß mehr über meine. Das hilft Vorurteile abzubauen und seine Religion besser zu verstehen.
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