»Homophobie« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.02.2021 gesendet.
Immer wieder fragen mich Leute, ob Homosexualität und Glauben zusammenpassen und was die Bibel oder die Kirche dazu sagen. Viele behaupten nämlich Homosexualität ist etwas Schlechtes.
Ich glaube, dass es Gott egal ist, wen die Menschen lieben. Die Liebe ist etwas so Mächtiges, dass sie meiner Meinung nach größer ist als Geschlechterrollen und ich glaube auch, dass Gott uns nicht so geschaffen hätte, wenn er uns so nicht gut fände. Und wenn wir jemanden lieben, dann schätzen wir ihn und wollen ihm nur Gutes.
Für mich lautet die Antwort also, klar kann man glauben und homosexuell sein. Da gibt es für mich keinen Unterschied. Auch Papst Franziskus befürwortet die Partnerschaft von Homosexuellen. Das ist für mich eindeutig ein Zeichen, dass die Kirche moderner wird.
Ich finde es einfach schade, wenn man die Liebe von Menschen verurteilt, nur weil sie anders ist. Ich hoffe irgendwann wird das nicht mehr so sein. Für mich darf jeder lieben wen er möchte. Denn die Liebe zu anderen, egal ob zu Mann oder Frau, hat Gott uns schließlich geschenkt.
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»Heimatgefühl« von Ida   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.02.2021 gesendet.
Ich habe zwei Staatsangehörigkeiten – die deutsche und die niederländische. In Deutschland gibt es laut dem statistischen Bundesamt zwischen 1,6 und 4,2 Millionen Menschen mit einem Doppelpass. Gut, das sind jetzt ein paar Zahlen, aber was sagt das über meine Identität aus? Welche Nation ist meine Heimat?
Ich habe mir diese Frage schon häufig gestellt und auch mit Freunden gesprochen, denen es ähnlich geht. Und alle sagen das Gleiche. Nämlich dass Heimat da ist, wo wir zusammen das Nationalteam beim Sport anfeuern, Menschen meine Sprache sprechen, mit ner ähnlichen Mentalität leben oder wir uns über das gleiche politische System aufregen.
Ich glaube, dass da sogar noch viel mehr dazugehört: Für mich ist nämlich viel wichtiger, dass ich mit meiner Familie, mit Menschen die ich liebe, zusammen bin. Ich möchte mich wohlfühlen und mich auch ausleben können. Für mich ist Heimat ein lustiges Abendessen mit gutem Wein, Musik zum Tanzen, wenn ich auf dem Marktplatz frühstücke und alle paar Minuten ein bekanntes Gesicht in der Menge entdecke. Wenn ich an Weihnachten die strahlenden Gesichter meiner Familie sehe oder ich mit Freunden im Park einen Sommerabend genieße. Das alles ist nicht an Ländergrenzen oder die gleiche Sprache gebunden, sondern viel eher an die tollen Menschen, die mich umgeben. Meine Heimat könnte genauso in den Niederlanden sein. Solange ich mich geborgen, aufgehoben und glücklich fühle.
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»Mach doch, was du willst« von Anna R.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.02.2021 gesendet.
Manche Sprüche kann ich echt nicht mehr hören. „Das ist keine Arbeit für eine Frau.“ ist zum Beispiel so ein Spruch. Ein Bekannter von mir wollte damit vor kurzem ausdrücken, dass Frauen seiner Meinung nach nicht für die Arbeit auf dem Bau geeignet sind. Er hat über seinen eigenen Job auf dem Bau geredet und meint: Das schwere Schuften und Heben, das schaffen Frauen nicht. Die sind eher für sanftere Arbeiten gemacht. So ein Schwachsinn! Ich glaube, dass Frauen alles können. Und das sehe ich auch überall. In einer Doku habe ich eine Zimmerin gesehen. Sie arbeitet wirklich schwer auf dem Bau. Und sie liebt ihre Arbeit. Frauen, die in der Pflege arbeiten, brauchen dort wahnsinnige Kraft, um ihre Patienten bewegen zu können. Frauen machen Hochleistungssport im Gewichtheben oder Kugelstoßen. Und trotzdem sollen sie für bestimmte Arbeiten nicht geeignet sein? Natürlich kann oder will das nicht jede Frau. Aber eben auch nicht jeder Mann. In meinem Bekanntenkreis fallen mir auf Anhieb mehrere Frauen ein, die richtig viel Kraft haben. Und genauso viele Männer, deren Stärken wahrscheinlich woanders liegen.
Deshalb finde ich es albern, in Jobfragen auf das Geschlecht zu schauen. Es geht darum, was mich interessiert und wo meine individuellen Stärken und Talente liegen. Ich hoffe, dass sich Mädchen und Frauen von Sprüchen wie „Das ist nichts für Frauen!“ nicht entmutigen lassen. Und den Weg einschlagen, den sie für richtig halten. Dann ist es hoffentlich in ein paar Jahren auch keine Doku mehr wert, wenn eine Frau auf dem Bau arbeitet. Sondern ganz normal.
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»Demokratie« von Ida   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.02.2021 gesendet.
In Deutschland leben wir schon seit vielen Jahren in einer Demokratie. Abraham Lincoln hat sie mal so beschrieben: „Eine Regierung des Volkes durch das Volk für das Volk.“ Wir dürfen also alle mitreden und sind dafür verantwortlich, dazu beizutragen, dass wir friedlich miteinander zusammenleben.
Grundsätzlich finde ich das mega, aber Demokratie zu leben ist manchmal auch ganz schön kräftezehrend. Wenn nämlich jeder auf seine eigene Meinung besteht, dann entstehen oft Interessenskonflikte.
Der eine will schwarz, der andere weiß. Da kommt es mir manchmal so vor, dass wir nie eine endgültige Lösung finden. Und dann denke ich schnell ans Aufgeben. Aber gerade hier glaube ich, ist es total wichtig, dass eben doch nach ner gemeinsamen Lösung gesucht wird. Die meisten Entscheidungen in ner Demokratie sind nämlich keine Schwarz-weiß-Lösungen sondern oft ein Kompromiss. Irgendwo in der Mitte findet sich fast immer ein Grauton, der beiden Parteien passt.
Ich finde, das ist es nämlich, was unser politisches Miteinander ausmacht: Kompromisse finden und diese dann auch annehmen.
Und das gilt nicht nur für die Politik sondern auch für meinen persönlichen Alltag. Wenn ich mal wieder mit jemandem ein Problem oder einen Streit hab, dann möchte ich zuhören, versuchen den anderen zu verstehen und letztlich dann eine Lösung finden. Das macht für mich das menschliche Miteinander einfacher und friedlicher.
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