Ich mache gerade eine Ausbildung bei der Kirche. Für viele klingt das vielleicht lahm und langweilig. Für mich ist das aber ein Traumberuf. Was ich da mache? Ich unterrichte beispielsweise in der Schule Religion und unterstütze die Jugendgruppe in meiner Gemeinde. Ich begleite Leute, die viele Fragen haben nach Sinn dem in ihrem Leben und danach was sie motiviert. Da bin ich nicht als Lehrer unterwegs, der alles besser weiß, weil er ja studiert hat, sondern mit den Leuten an ihrer Seite, als Begleiter. Ich mein, ich bin ja selbst auch hin und wieder auf der Suche was mich hält, als dass ich alles besser weiß.
Mein Job ist es Seelsorger zu sein, das heißt es geht darum den Menschen zuzuhören. Manchmal komme ich dann zu Menschen, die alt oder krank sind und die sich selbst nutzlos fühlen. Mit diesen Leuten Zeit zu verbringen ist nicht immer leicht, aber sie merken, dass sie eben nicht egal sind und das tut ihnen glaube ich gut.
Dieser Beruf hat etwas mit mir selbst und meinem Glauben zu tun. Ich kann an der Seite der Menschen sein, begleite sie auf ihrem Glaubensweg. Dabei lerne ich auch immer selbst etwas für mich und meinen Glauben. So bestärken wir uns gegenseitig. Ich finde das lohnt sich: Ich mag meinen Job und er ist alles andere als lahm und langweilig, denn jeder Tag ist anders.