Woche 3 Zuhause und die Einsicht: Corona macht was mit mir. In der ersten Woche hab ich mich mehrmals gefragt: Passiert das gerade wirklich? Kann doch nicht sein… Ein Virus, dass ich noch nicht mal sehen kann, breitet sich unaufhörlich aus und die Welt steht Kopf. Ich hab Witze darüber gemacht und dann nach einer Woche zu Hause hat’s mich mitgenommen. Corona ist kein Scherz. Ich hab viel gegrübelt. Ein Blick nach Italien und ich hab mich ängstlich gefühlt.
Und jetzt Woche 3 und meine Einsicht: Corona hat mir zwar erst n Schockzustand beschert, aber dann auch so n Rüttler und Mut gemacht. Denn ich merke, in der Krise steckt Kraft. Es geht weiter und es entsteht Neues.
Zum Beispiel die Leute in meiner Stadt, die rücken irgendwie näher zusammen, organisieren sich. Zumindest hab ich das Gefühl, dass da grad mehr wie vorher geht. Über ne Nachbarschafts-App hat letztens einer einen Kochkurs organisiert. Jeder hat für sich zu Hause gekocht, aber alle waren über n Livestream verbunden. Genial und irgendwie zeigt das doch auch. Es geht weiter. Und es wird auch noch ein Leben nach Corona geben. Keine Ahnung, wie dann das Leben danach aussehen wird. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass wir das Beste daraus machen.