Ich bin vor ein paar Tagen in eine andere Stadt gezogen. Beim Kisten packen war ich echt erstaunt, wie viel unnötiges Zeug ich habe.
Also habe ich mal so richtig entrümpelt. Den ganzen alten Kram loszuwerden, war ein total befreiendes Gefühl.
Das ist ein schönes Bild für das, was manchmal in meinem Kopf passiert. Da sammelt sich nämlich auch immer wieder so einiges an, was ich eigentlich überhaupt nicht brauche. Wie zum Beispiel die Erinnerung an einen blöden Streit mit meinem Freund. Das belastet mich. Im Alltag versuche ich sowas deshalb eigentlich oft einfach wegzupacken.
Blöderweise verschwinden die Gedanken dadurch aber nicht.
Für mich ist es deshalb wichtig, dass ich nicht nur meine Wohnung, sondern auch meinen Kopf zwischendurch richtig entrümple. Dafür muss ich die alten und unangenehmen Erinnerungen erst wieder rauskramen.
Mir hilft es, wenn ich Gott erzähle, was mich belastet. Dann ist das für mich so, als würde Gott mir helfen, meinen Kopf mal so richtig aufzuräumen. Ungeschehen machen kann ich den Streit dadurch nicht, aber so wird mir z.B. klar, dass ich auch meinen Anteil daran hatte und mich endlich entschuldigen muss. Danach kann ich diese blöde Sache endlich aus meinem Kopf werfen. So wie das alte Gerümpel aus meiner Wohnung.