Wenn ich anderen von meiner Ausbildung erzähle und dass ich was mit Theologie mache, dann erzählen mir viele ihre Erfahrungen mit Christen. Einer hat mal gemeint, dass er sich in der Gegenwart von Christen immer unwohl fühlt. Sie scheinen für ihn immer so perfekt zu sein. Handeln immer korrekt. Sie geben ihm das Gefühl, etwas schlechteres zu sein.
Ich finde es total traurig, dass er diese Erfahrung mit überheblichen Christen gemacht hat. Sie sind nämlich keine besseren Menschen. Sie machen auch Fehler und verletzen andere.
Wenn jemand ein Christ wird, dann ist er ein neuer Mensch. So steht es in der Bibel. Weil er entscheidet, dass Gottes Liebe in seinem Leben eine Rolle spielen soll. Alle Fehler, die er schon gemacht hat und die noch kommen, sind ihm vergeben. Das ist ein Geschenk von Gott an alle Menschen. Aus Dankbarkeit dafür soll er versuchen mehr nach den Spielregeln Gottes zu leben.
Mir hilft es, wenn ich mich daran erinnere. Ich weiß, dass ich Fehler mache und sich daran nichts verändern wird. Ich bin nicht besser als andere Menschen und brauche Gott. Er hilft mir andere nicht zu verurteilen, sondern ihnen immer eine neue Chance zu geben.