„Schaffa, schaffa Häusle baue“ – So heißt ein schwäbisches Sprichwort. Und oft lebe ich auch danach. Ich stehe auf und springe schnell unter die Dusche, damit ich rechtzeitig mit „schaffa“ anfangen kann. Dann arbeite ich hier an einem Projekt und bin mit den Gedanken schon wieder beim nächsten. Mache mir schnell was zu Essen. Und dann muss ich schon wieder los zu meinem Nebenjob. Abends wartet zu Hause schon so manche Email auf mich, die ich auch noch beantworten muss. Und danach kann ich endlich vor den Laptop und eine Serie anschauen.
Wenn ich an so einem Tag zurückdenke fällt mir auf, dass ich vor lauter „schaffa, schaffa“ etwas vergessen habe. Ich habe vergessen den Moment zu genießen. Habe vergessen einfach einmal durchzuatmen. Jesus hat mal gesagt „meinen Frieden gebe ich euch“. Das steht so in der Bibel. Und ich versteh das so, dass es gut ist, wenn ich auch mal zurückschalte. Nicht immer arbeite. Mal entspanne und Frieden habe. Weil Gott ihn mir verspricht.
„Schaffa“ ist eine tolle Sache. Immer wenn ich etwas erledigt habe ist das ein gutes Gefühl. Aber ich finde, dass das ganze „Schaffa“ doch keinen Wert hat, wenn ich keine Zeit zum Genießen hab. Also: „Gnieße und nett nur schaffe“!