Ich habe keine Ahnung, wie es ist, blind zu sein. Für mich sind meine Augen ganz wichtig, um die Welt um mich herum wahrzunehmen und mit ihr in Kontakt zu kommen. Aber auch wenn ich zum Glück gut sehe, kann ich manchmal trotzdem ganz schön „blind“ sein.
Das geht mir oft so in stressigen Situationen. Dann sehe ich nicht, dass der Autoschlüssel genau da hängt, wo er hingehört.
Am Schwierigsten ist es aber, wenn ich in bestimmten Situationen nicht sehen kann, was richtig ist und was ich tun soll. Dann fühle ich mich innerlich wie blind.
In der Bibel wird erzählt, dass Jesus Blinde heilt.
Dabei geht es, glaube ich, immer auch um ein anderes Blindsein:
Die Menschen, die durch Jesus wieder sehen können, beschließen anschließend, mit ihm zu gehen. Sie wollen sich an seine Botschaft der Liebe halten.
Was mir Jesus damit zeigt, ist, dass er vor allen Dingen will, dass mein Herz wieder sieht.
Er hilft mir, zu sehen, was richtig ist. Zum Beispiel nach einem Streit mit einem Freund: Dann sehe ich endlich ein, dass ich diejenige bin, die sich entschuldigen muss. Und das mache ich dann auch. Sehen können und Jesus nachfolgen bedeutet für mich: Das Gute, das man erkannt hat, auch zu tun.