Vor ein paar Wochen habe ich mir eine neue Brille gekauft; ein etwas ausgefalleneres Modell, nicht so schlicht wie meine alte.
Ich bin ein bisschen unsicher gewesen, aber hab mich schließlich getraut. In den ersten Tagen, als ich die neue Brille getragen habe, ist das einigen Leuten aufgefallen. Die Rückmeldungen meiner Freunde und Bekannten sind ganz verschieden gewesen. Vielen gefällt sie gut, aber einige haben mir auch gesagt, dass ihnen meine alte Brille besser gefallen hätte. Das hat mich irgendwie echt getroffen. Weil ich mich selbst am Anfang unsicher gefühlt habe. Ich hab mit diesen Kommentaren schlecht umgehen können. Ich hatte mich ja schon entschieden für die Brille; und mir gefällt sie.
Ich hab gemerkt: Ich bin dankbar für Kritik, die mir hilft, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Aber ich will mich nicht abhängig machen von der Meinung anderer. Im Endeffekt muss ich mir selbst gefallen und dabei ist es zweitrangig, was andere denken.
Mir hat diese Erfahrung geholfen, mit Kritik generell umzugehen:
Ich unterscheide jetzt zwischen Kritik, die mich nur runterzieht – und die ich nicht zu nah an mich herankommen lassen will - und Kritik, die mich weiterbringt.