Ich habe in den letzten Monaten in Jerusalem gearbeitet. Da musste ich manchmal ans Telefon gehen. Ich kann aber nur ein paar Worte auf Hebräisch, der Sprache dort. Deswegen habe ich mich auf Englisch gemeldet. Oft haben die Menschen dann aber trotzdem auf Hebräisch geantwortet. Da war es gar nicht so leicht, sich zu unterhalten. Und manchmal versteht man sich ja sogar in derselben Sprache nicht. Spricht aneinander vorbei. Das finde ich immer ganz schön frustrierend.
Ich bin froh, dass das bei Gott anders ist. Bei ihm bin ich mir sicher, dass er mich immer versteht. Egal, welche Sprache ich spreche und welche komischen Gedanken ich habe. Selbst wenn ich keine Worte dafür habe, was gerade los ist. Er hat das nämlich versprochen. Das lese ich so in der Bibel. Da steht: „Alle eure Sorge werft auf Gott.“ Für mich heißt das, dass ich alles bei ihm loswerden darf. Er versteht mich. Und ich glaube, dass er sich um mich und alle Menschen kümmert.
Das zu wissen, tut mir gut. Deswegen erzähle ich ihm gern und oft, was mich so bewegt. Das heißt für mich beten. Da kann ich abladen, was mich beschäftigt. Besonders, wenn mich sonst gerade niemand versteht.