»Puzzle« von Patricia   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.02.2016 gesendet.
Vor einer Weile hab ich mir auf dem Flohmarkt ein Puzzle mit 1500 Teilen gekauft. Ich hatte einfach mal wieder Lust darauf. Seitdem puzzle ich, wenn ich genug Zeit hab. Manchmal suche ich ewig nach dem passenden Teil. Ich probiere gefühlt alle Teile dreimal aus, aber keins passt. Plötzlich liegt dann das richtige Puzzlestück einfach da, und ich muss es nur noch einsetzen.
In meinem Leben ist das oft so ähnlich: Ich weiß nicht mehr, was ich noch machen soll, weil nichts passt. Ich bin frustriert und hab keine Lust mehr, zu suchen – ob es nun um einen Nebenjob geht oder nur darum, ein passendes Geschenk für jemanden zu finden. Und auf einmal ergibt sich ganz zufällig eine Gelegenheit oder mir kommt eine Idee und ich denke: Genau das ist es.
Ich kann darauf vertrauen, dass es in meinem Leben vorangeht. Manchmal dauert es eine Weile, bis sich etwas ergibt. Aber wenn ich die Augen offen halte, dann werde ich irgendwann schon das richtige Puzzlestück finden. Ich muss es nur noch einsetzen und dann kann es weitergehen.
»Übergepäck« von Sabine   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.02.2016 gesendet.
Mist, 2 Kilo zu viel! Nein, ich beschwere mich nicht über mein Gewicht, sondern über mein Gepäck im Urlaub. Beim Check-in sagt die Frau am Schalter, dass es zwei Kilo zu viel sind. Und was mach ich? Ich packe wieder aus und entscheide mich ein paar meiner alten Lieblingsklamotten dazulassen. Es ist mein Rückflug und damit das letzte Mal, dass ich sie sehe: drei Tops, ein T-Shirt und eine Hose.
Inzwischen bin ich längst wieder Zuhause und wenn ich meinen Schrank öffne, springt mir die Hälfte meiner Klamotten entgegen. So voll ist er. Kein Grund also meinen alten Stücken hinterher zu trauern. Und das tue ich auch nicht. Im Gegenteil: ich erinnere mich sogar gern an die Situation zurück und was die Sachen alles mitgemacht haben. Zuhause hätte ich mich wahrscheinlich nicht ohne weiteres von ihnen getrennt. Damals hab ich mich bewusst dafür entschieden Ballast abzuwerfen. Dieses loswerden hat mich tatsächlich auch befreit. Vielleicht sogar ein Grund mehr, das öfters mal zu tun. Bewusst auf etwas verzichten.
»Erste Eindrücke« von Patricia   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.02.2016 gesendet.
Kennt ihr das? Ihr lernt jemanden kennen und denkt sofort: „Boah, wie unsympathisch.“ Irgendwas passt euch einfach nicht an dieser Person: Wie sie lacht oder wie sie redet oder irgendwas an ihrer Art. Ist mir neulich erst wieder passiert. Ich hab dann gedacht, dieser Person möchte ich in Zukunft lieber aus dem Weg gehen. Dann haben wir aber zufällig mal einen ganzen Abend miteinander verbracht, und ich hab gemerkt: So übel ist die gar nicht. Eigentlich total nett. Und ich verhalt mich hier ein bisschen unsympathisch: Ich geb dieser Person gar keine richtige Chance. Ich denke eben, ich weiß nach einem Treffen, wie die so drauf ist. Aber wenn umgekehrt mich jemand gleich so abstempeln würde, wäre ich wahrscheinlich ziemlich sauer.
Und überhaupt ist das total unfair gegenüber anderen Menschen. Es kann ja auch sein, jemand hat einfach nur einen schlechten Tag und wirkt deshalb unsympathisch. Oder ich bin schlecht gelaunt und kann deshalb gerade niemanden so richtig leiden. Dadurch lerne ich aber viele Leute gar nicht erst richtig kennen. In Zukunft will ich deshalb darauf achten, mehr als nur einen ersten Eindruck von jemandem zu gewinnen.
»Der Clown« von Sabine   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.02.2016 gesendet.
Ein großer aufgemalter Mund, eine knallrote Nase und blödes Benehmen. Unter allen Kostümen konnte ich lange Zeit den Clown nicht leiden. Fand ich einfach nur dämlich.
Dann hat mir aber jemand erzählt hat, dass der Clown vielen Figuren etwas voraushat. Bei anderen Kostüm-Figuren, da schlüpfe ich nämlich in eine Rolle rein, z.B. in die eines Cowboys, einer Katze oder einer Hexe. Alle haben Eigenschaften, die ich vielleicht nie haben werde, die aber toll sind und mein eigenes Ich verstecken.
Beim Clown ist das anders. Der Clown muss sich nicht damit beschäftigen, wie er gerne wäre. Er nimmt sich erst gar nicht so ernst. Er ist nämlich ein Spiegel. Ein guter Clown bedient sich mit Witz an dem, was schon in mir steckt und äfft es gerne überspitzt nach. Damit zeigt er mir, da hast du dich blöd benommen, da kannst du dich verändern. Nur, dass ich es mit Humor leichter nehme. Eine ziemlich raffinierte Figur also, von der ich sogar noch was lernen kann, wenn nicht sogar über mich selbst lachen.