»Wie im Film« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.09.2016 gesendet.
Meine Freunde und ich haben neulich mal wieder nen Filmabend gemacht. Ich fand aber nicht alle Filme gut. Es war einfach zu oft „wie im Film“. Und zu wenig wie im echten Leben. Es gab für die Helden im Film zwar auch immer schwere Zeiten. Aber die haben sich trotzdem alle irgendwie problemlos wieder aufgelöst. Der Geheimagent rettet die Welt. Der unscheinbare Freak bekommt das Model. Und so weiter.
Ich kenn das aus meinem Leben anders. Und auch bei meinen Freunden ist es anders. Da sind die harten Zeiten manchmal wirklich hart. Und da geht auch mal was richtig in die Hose. Löst sich nicht einfach so problemlos wieder auf. Ich hatte einmal zum Beispiel richtig Streit mit einer guten Freundin. Es war wirklich dramatisch, fast wie im Film eben. Gelöst hat sich der Streit bis heute nicht. Leider! Gerade sieht es nicht nach einem Happy End aus.
Aber mein Leben geht trotzdem weiter. Ich glaube nämlich, dass Gott auch in solchen scheiß Zeiten bei mir ist. Er hilft mir, dass mein Leben weiterläuft. Auch wenn sich der Streit mit meiner Freundin nicht löst. Auch wenn es in meinem Leben mal kein Happy End gibt. Und auch wenn ich erst einmal keinen Ausweg mehr sehe. Manchmal sag ich Gott auch, dass ich Hilfe brauche. Das tut mir gut. Denn ich muss meine Sorgen nicht alleine tragen.
»Die Frau im Fahrradladen« von Micha   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.09.2016 gesendet.
Neulich war mein Fahrrad kaputt. Weil ich umgezogen war, musste ich mir einen neuen Fahrradladen suchen. Ich hab dann auch einen gefunden und bin dort hin. Plötzlich ist ne Frau zu mir gekommen. Sie hat mich gefragt, ob sie mir helfen kann. Zuerst war ich kurz durcheinander. Dann hab ich gecheckt, dass sie im Laden arbeitet.
Später hab ich überlegt, warum ich da so durcheinander war. Ich hatte halt davor erwartet, dass mich ein Mann beraten wird. Bisher hab ich halt in Fahrradläden meistens Männer getroffen. Deswegen war ich dann überrascht, als eine Frau zu mir gekommen ist. Ich hab mich gefragt: „Kann die mich jetzt genauso gut beraten wie ein Mann?“
Ich hab mich da über mich selber gewundert. Irgendwie denke ich da in Schubladen. Dass Männer handwerklich geschickter sind als Frauen und so. Dabei glaube ich eigentlich, das hängt gar nicht vom Geschlecht ab. Ich glaube, Gott hat jedem Menschen Talente mitgegeben. Er schaut dabei nicht darauf, ob jemand Mann oder Frau ist. Also kann sich eine Frau natürlich gut mit Fahrrädern auskennen.
Deswegen war’s voll gut, die Frau im Fahrradladen zu treffen. Die war nämlich echt kompetent. Mein Fahrrad läuft wieder super. Und ich denke jetzt hoffentlich weniger in Schubladen.
»Neuanfang« von Micha   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.09.2016 gesendet.
Gerade fangen ja viele neu mit der Ausbildung an. Das kann voll spannend sein. Aber es kann einen auch voll stressen. Neue Leute, für manche ein neuer Tagesrhythmus, ne neue Stadt.
Ich kenn das noch gut. Ich hab nämlich auch erst vor ein paar Monaten mit meiner Ausbildung begonnen. Mit dem vollen Programm. Ich bin in eine neue Stadt gezogen und hab niemanden gekannt. Gleich am Anfang hab ich aber Leute kennengelernt. Mit denen konnte ich mich austauschen. Denen konnte ich erzählen, wie’s bei mir läuft. Und sie mir, wie’s bei ihnen läuft. Das hat uns gutgetan und geholfen.
Und mir hat noch was Anderes geholfen. Ich bin an meinem neuen Wohnort manchmal im Gottesdienst. Und in Gottesdiensten gibt es am Ende immer den Segen. Bevor ich aus der Kirche gehe, sagt da der Pfarrer: „Gott segne dich und behüte dich. Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Gott hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“
Ich verstehe das so: Der Pfarrer verspricht mir, dass Gott mich begleitet. Dass Gott mich nicht alleinlässt. Es tut mir immer wieder richtig gut, das zu hören. Besonders, wenn was Neues ansteht. Denn dann weiß ich wieder: Gott ist dabei, egal was auf mich wartet und was ich mache.
Deswegen wünsche ich allen, die gerade was Neues anfangen, Gottes Segen.
»Gut miteinander umgehen« von Micha   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.09.2016 gesendet.
Ich war in Spanien im Urlaub. Super Land, super Wetter und auch echt super Leute. Ich hatte da nämlich einen Mietwagen. An Kreuzungen musste ich immer wieder warten. Aber voll oft haben mich dann Leute reingelassen. Einfach so. Ich fand das echt gut von denen. Deswegen bin ich in Spanien gern Auto gefahren.
Mich hat das an eine Bekannte erinnert. Die hat mal gemeint: „Christen gehen gut miteinander um. Deswegen hänge ich gern mit ihnen ab.“
Das hat mich gefreut. Ich finde es gut, wenn Christen gut miteinander umgehen. Denn klar, so was steht schon in der Bibel. Aber es ist mir auch zu wenig. Denn in der Bibel steht noch mehr. Christen sollen mit allen Menschen gut umgehen. Die an der Kreuzung in Spanien haben das gemacht. Die haben auch an andere gedacht, obwohl sie Vorfahrt gehabt hätten. Und das egal, ob die anderen Christen waren oder nicht. Dadurch bin ich gleich viel entspannter gefahren.
Seitdem versuche ich das auch öfter hier in Deutschland. Also Leute reinzulassen, die sonst ewig warten müssten. Auch wenn ich Vorfahrt hätte. Viele lächeln dann dankbar. Darüber freue ich mich immer.
Eigentlich kann ich das ja auch machen, wenn ich nicht Auto fahre. Öfter an andere denken und gut mit ihnen umgehen. Ich will das jetzt ausprobieren.