Beim letzten Kinderzirkusfestival sind Artisten aus einem tschechischen Jugendzirkus bei uns zu Gast gewesen. Beim gemeinsamen Mittagessen haben unsere Gäste über irgendwas gelacht und ich hab mir in dem Moment gewünscht, dass ich tschechisch könnte, denn dann hätte ich verstanden, worüber sie sich unterhalten. Aber in den nächsten Tagen hab ich immer mehr gemerkt, wie viel auch über die Sprachgrenzen hinweg möglich ist. Wir haben uns mit Händen und Füßen und ein bisschen Englisch unterhalten und vor allem im Training viel voneinander gelernt. Auch die Kinder in den Mitmach-Zelten haben keine Probleme damit gehabt, Dinge durch Zuschauen und Nachmachen zu lernen, ohne die Sprache der Artisten zu verstehen. Und ein Clown hatte eine so ausdrucksstarke Mimik, dass alle Worte überflüssig waren.In dieser Woche haben wir viel zusammen erlebt und gelacht. Ich hab sogar ein paar tschechische Wörter gelernt, aber zu mehr als der Frage „Ist dieser Platz noch frei?“ reicht es immer noch nicht. Vor allen Dingen hab ich aber eins kapiert: Ich muss gar nicht immer die Sprache des anderen verstehen, damit ich auf ihn zugehen und ihn kennen lernen kann. Wenn Menschen zum Beispiel zusammen lachen, klingt das in allen Sprachen gleich!



