»Bruttoinlandsglück« von Timo   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.05.2015 gesendet.
Als ich das gelesen hab, konnte ich es erst gar nicht glauben. Es gibt tatsächlich ein kleines Land zwischen Indien und China, in dem das Bruttoinlandsprodukt nicht das Maß der Dinge ist. Der König von Bhutan hat nämlich auf die Frage, wie hoch in seinem Land das Bruttoinlandsprodukt sei, einmal gesagt, dass ihn das gar nicht interessiere, sondern vielmehr, wie hoch das Bruttoinlandsglück sei. Und tatsächlich: in der Verfassung des Landes steht, dass der Staat die Bedingungen fördern soll, die das Streben nach Bruttoinlandsglück ermöglichen. Unglaublich, dass es so etwas gibt. Aber irgendwie auch einleuchtend. Was bringt mir immer größeres Wirtschaftswachstum, wenn mein Glück unter Umständen auf der Strecke bleibt. Klar, Wohlstand und Glück hängen miteinander zusammen, aber es wäre Schwachsinn zu glauben, dass das reichste Land die glücklichsten Bürger hätte. Eines habe ich also vom König von Bhutan gelernt: Wirtschaftswachstum und Wohlstand führen nicht unbedingt zu mehr Glück und Zufriedenheit.
Aber was macht mich dann glücklich? Ich glaube, das kann ich nur selbst herausfinden.
»Und was dann? « von Sabine   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.05.2015 gesendet.
Bald hab ich sie hinter mir: die Abschlussprüfungen. Mein Studium ist dann vorbei. Nie mehr für ne blöde Klausur büffeln. Ich bin dann frei! Ich werde die Sonne genießen und nicht mehr am Schreibtisch sitzen müssen. Ich werde endlich ausgelassen feiern gehen, ohne zu denken: Morgen musst du aber wieder lernen. Auf diesen Moment freu ich mich schon lange. Aber jetzt, wo er kurz bevor steht, kommt auch die Frage, was danach kommt.
Wenn ich ehrlich bin: Ich weiß es nicht. Klar, ich hab mich schon auf ein paar Stellen beworben, aber noch ist alles offen. Also weiß ich nicht, was kommt. Beunruhigt bin ich aber trotzdem nicht. Wenn ich auf mein Leben zurückschaue, dann ist da nämlich nicht immer alles geradlinig verlaufen. Wenn ich sogar genau hinschaue, dann sehe ich auch, dass ich schon mal in ner Sackgasse gesteckt habe und nicht weiter wusste. Aber: Ich sehe dann auch, dass es trotzdem weitergegangen ist. Das ist das einzige, was ich weiß, worauf ich vertraue und weshalb ich immer wieder aufschauen kann: Es geht weiter!
»Versagensangst« von Sabine   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.05.2015 gesendet.
Meine Freundin erzählt mir immer wieder das Gleiche: Für ihre Prüfungen lernt sie tagelang und wenn sie dann in der Prüfung sitzt, geht gar nichts mehr. Sie hat Angst zu versagen. Ein Lehrer erzählt mir, dass meine Freundin nicht die einzige ist. Vielen Schülern geht es so. Als ich ihn aber frage, was meine Freundin dagegen tun kann, meint er: glauben und vertrauen. Und zwar nicht unbedingt an eine höhere Macht, sondern an sich selbst, dass ich es auch schaffen kann.
Mal im Ernst: Wenn’s so einfach wäre, dann gäbe es doch keine Prüfungsangst. Und trotzdem: Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass von einer Prüfung nicht das Leben abhängt, selbst wenn es eine Abschlussprüfung ist! Mein Abi – und ich hab damals auch Panik geschoben – ist nicht hervorragend und trotzdem hab ich meinen Weg in die Berufswelt gefunden. Und das, weil ich weiß, dass ich mehr auf dem Kasten hab, als ich jemals in einer Prüfung zeigen kann. Deshalb möchte ich Euch mitgeben: Die Prüfungen, vor denen ihr vielleicht Angst habt, sind nicht so wichtig. Ihr seid viel mehr wert, als eine Note sagen kann!
»Reich« von Sabine   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.05.2015 gesendet.
Im Internet bin ich auf eine Video-Umfrage zum Thema Reichtum gestoßen. Passanten in einer Fußgängerzone sagen, was für sie reich sein heißt. Ein Müllmann sagt, dass er sich reich fühlt, weil er viele Geschwister hat und für eine Frau bedeutet Reichtum tolle Bücher lesen zu können. Mir gefällt, was die Leute erzählen. Denn sie sagen, dass Reichtum nicht unbedingt was mit mengenmäßig viel besitzen zu tun haben muss. Reich sein geht auch anders. Ich muss z.B. nicht viel Geld auf dem Konto haben, um reich zu sein. Ich kann eben auch reich sein, wenn etwas für mich einen besonderen Wert hat, z.B. meine Familie oder gute Freunde. Auf die möchte ich nicht verzichten, denn sie geben mir mehr, als alles andere was ich kaufen kann. Und im Gegensatz zu Geld, kann ich diese Form von Reichtum mit anderen teilen, ohne dabei etwas zu verlieren. Das macht sie für mich umso kostbarer.