»Rufe mich an« von Anika   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.07.2014 gesendet.
Ich telefoniere ziemlich gern mit meiner besten Freundin. Sie wohnt weiter weg. Deshalb kann ich nicht einfach zu ihr, wenn ich ihr was erzählen will. Aber telefonieren können wir immer. Es tut gut, das zu wissen. Gerade, wenns mir mal nicht so gut geht. Ich muss nur ihre Nummer wählen, dann kann ich mit ihr reden.
Ein Satz aus der Bibel passt da ganz gut dazu. Da sagt Gott: „Rufe mich an in der Not, dann will ich dich retten.“
Das finde ich super. Gott verspricht mir dasselbe, wie meine beste Freundin. Er ist für mich da. Ich kann mich jederzeit bei ihm melden.
Gott anrufen, das heißt so viel wie beten. Und das mache ich. Vor allem, wenns mir richtig schlecht geht. Dann, wenn Menschen mir vielleicht gar nicht so richtig helfen können. Dann ist da immer noch Gott.
»Müllhalde« von Anika   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.07.2014 gesendet.
Zur Zeit kommen immer wieder Filme über die Zukunft im Kino. Wie die Welt in hundert Jahren sein wird. Meistens sind sie mit irgendwelchen Maschinen-Menschen. Und die Erde sieht aus wie eine riesige Müllhalde.
Bei solchen Filmen frag ich mich immer, ob die Welt in hundert Jahren echt so aussieht.
Ist das unsere Zukunft? Eine völlig kaputte Erde? Also ich fände das doof. Ich mag nämlich die Natur. Also genau das, was in den Filmen komplett zerstört ist.
Ich glaube, dass Gott die Erde gemacht hat. Und er hat sich dabei viel Mühe gegeben.
Die meisten Menschen finden die Natur schön. Sie freuen sich über einen Sonnenaufgang oder einen Regenbogen. Oder sie sind fasziniert, wenn sie auf einem Berg stehen und alles von oben anschauen.
Ich finde, wir sollten alles dafür tun, um die Natur nicht kaputt zu machen. Es wäre zumindest mal ein Anfang, weniger Müll wegzuwerfen. Das ist gar nicht so schwer. Man kann zum Beispiel beim Einkaufen alles in eine Tasche packen. Statt in mehrere Plastiktüten. Und man kann den Müll trennen. So kann er besser recycelt werden.
Vielleicht wird dann die Welt in hundert Jahren nicht aussehen wie eine Müllhalde.
»Danke sagen« von Thomas   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.07.2014 gesendet.
Die Verlängerung im WM-Finale – und Mario Götze macht wahrscheinlich das Tor seines Lebens. 1:0 gegen Argentinien, Deutschland ist Weltmeister.
Dabei war vor einem halben Jahr noch nicht mal sicher, ob Götze überhaupt mit zur WM fahren kann. Er hatte mehrere Verletzungen. In dieser Zeit hat er folgenden Satz bei Facebook gepostet:
„Lieber Gott, ich möchte mir eine Minute Zeit nehmen. Nicht, um dich um irgendwas zu bitten. Sondern einfach, um Danke zu sagen, für alles, was ich habe“.
Das fand ich eine starke Reaktion. Anstatt dafür zu beten, dass er möglichst schnell wieder fit wird und mit zur WM fahren kann, hat Mario Götze in dieser Situation einfach mal Danke gesagt.
Ich habe mir überlegt, wann ich einfach mal so Danke sage und zwar ganz ohne Anlass. Oder sogar wenn es mir gerade schlecht geht. Ich mache das eigentlich viel zu selten.
Meinen Eltern könnte ich einfach mal Danke sagen. Für alles was sie für mich getan haben. Meinen Freunden, dafür dass sie für mich da sind. Und Gott. Wenn etwas gut gelaufen ist, ist das leicht. Aber ich finde: Auch wenn es nicht gut läuft, kann man das machen. Denn es gibt meist trotzdem Dinge, die gut sind und für die ich dankbar sein kann. Zum einfach mal Danke sagen reicht ja auch schon eine Minute.
»Wert« von Anika   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.07.2014 gesendet.
Vor Kurzem hat mich jemand was Seltsames gefragt: Fühlst du dich auch manchmal, wie ein angebissener Apfel? Und ich dachte: Hä? Wieso denn angebissener Apfel?
Aber er hats auch gleich erklärt. Wie ein angebissener Apfel. So fühlt man sich, wenn man denkt, dass niemand einen haben will.
Und ich hab mir gedacht: Ja - manche Menschen geben mir das Gefühl, dass ich wertlos bin.
Zum Beispiel wenn jemand es überhaupt nicht schätzt, dass ich mich anstrenge. Oder wenn ich jemanden sehr gerne mag und derjenige mich ignoriert. Da hab ich das Gefühl, dass ich nichts wert bin.
Aber eigentlich denke ich: Das stimmt doch garnicht. Denn jeder Mensch hat einen Wert an sich. Niemand kann den wegnehmen. Und er wird auch niemals kleiner. Ich glaube, das kommt daher, dass Gott uns gemacht hat. Er hat jedem einen unzerstörbaren Wert gegeben.
Das heißt: Ich bin mehr wert als das, was andere von mir halten. Weil mein Wert nicht daher kommt, dass andere mich schätzen. Sondern er kommt von innen her. Ich bin wertvoll.