»Ostern« von Philipp   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.04.2014 gesendet.
Glaubt ihr, dass Tote wieder lebendig werden können? Vor einiger Zeit habe ich mal einen Mann getroffen. Der war felsenfest davon überzeugt, dass seine Mutter mehrere Tage tot war und dann wieder lebendig geworden ist. Ich weiß immer noch nicht genau, was ich von der Geschichte halten soll. Das klingt alles ziemlich abgefahren. Auf der anderen Seite: Warum sollte er lügen? Und ich glaube, verrückt war er auch nicht. Auf mich hat er jedenfalls einen ganz normalen Eindruck gemacht.
Aber: Der Gedanke ist doch seltsam, oder? Wer tot ist, wird normalerweise doch nicht mehr lebendig. Ich glaube aber, zumindest einmal in der Geschichte hat das funktioniert. Bei Jesus. Jesus war tot und ist wieder lebendig geworden. Weil Gott es wollte. Und Gott hat die Macht über Leben und Tod. Das ist der Sinn von Ostern, und das wird heute gefeiert. Übrigens: Christen glauben auch daran, dass sie genauso wie Jesus nach dem Tod wieder lebendig sein werden. Und im Himmel werden alle zusammen sein.
Ich mag den Gedanken. Selbst wenn ich sterbe, werde ich trotzdem leben. Das gefällt mir, denn dann brauch ich vor der Zukunft keine Angst mehr zu haben.
»Karsamstag« von Stephi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.04.2014 gesendet.
Vor ein paar Tagen bin ich mit meinem Hund im Wald spazieren gegangen. Plötzlich war da ein Blumenkranz mit Kerzen und einer Steintafel. Darauf war der Satz: „Du lebst in unseren Herzen weiter.“ Eine Gedenkstätte. Jemand war hier gestorben. Auch ein Foto war dabei. Der Mann darauf war bestimmt nicht älter als 20.
Das hat mich traurig gemacht. In letzter Zeit höre ich von vielen Menschen, die sehr jung sterben. Da frage ich mich: Warum? Warum müssen so viele Menschen denn so früh sterben? Was ist der Sinn dahinter?
Um ehrlich zu sein: Was für einen Sinn das macht, weiß ich leider nicht. Ich vermute mal, das weiß keiner. Aber ich glaube: Ganz zu Ende ist es nicht, wenn jemand tot ist.
Heute ist Karsamstag. Der Tag zwischen Karfreitag und Ostern. Zwei wichtige christliche Feiertage. Da geht es um Tod und Leben.
An Karfreitag erinnern sich Christen daran: Jesus ist gestorben. An Karsamstag daran, dass er im Grab war. Und an Ostern, also morgen, wird gefeiert, dass er wieder lebendig geworden ist. Weil Gott ihn wieder lebendig gemacht hat.
Deswegen hoffe und glaube ich: Der Tod ist für keinen Menschen das Ende. Sondern ein neuer Anfang.
»Karfreitag« von Philipp   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.04.2014 gesendet.
„Jesus ist tot.“ Diese Nachricht war für seine Freunde damals ein Schock. Schließlich haben sie ihm vertraut. Sie hatten gehofft, er würde ihr Leben verändern und besser machen. Sie haben gesehen, wie er Menschen geheilt hat, wie er Wunder getan hat und wie er den Menschen Mut gemacht hat. Deswegen haben sie gedacht: Dieser Jesus muss Gott sein. Nur Gott hat solche Macht. Und Gott ist jetzt gekommen, um die Welt zu verändern.
Aber anscheinend haben sie sich geirrt. Gott kann schließlich nicht sterben. Aber jetzt war dieser Jesus tot. Er wurde gefoltert und an ein Kreuz genagelt. Was gab es da noch zu hoffen?
Heute ist Karfreitag. Das ist der Tag, an dem Jesus gekreuzigt wurde. Und jedes Jahr an Karfreitag stelle ich mir vor, wie sich die Freunde von Jesus wohl gefühlt haben, was sie durchgemacht haben. Ich meine: Ich weiß heute ja, wie die Geschichte ausgeht. Und das Happy-End gefällt mir: Da wird Jesus nach drei Tagen wieder lebendig. Aber davon haben die Freunde von Jesus nichts gewusst. Die mussten also einfach so da durch.
Ich glaube: Manchmal gibt es so Zeiten, da ist man einfach am Boden. Aber Gott lässt einen nicht allein, auch wenn es erst einmal so aussieht. Daran erinnert mich Karfreitag.
»Gründonnerstag« von Stephi   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.04.2014 gesendet.
Ist es euch schon mal passiert, dass ein Freund nicht zu euch gestanden hat? Bei mir war das mal so.
Ich war mit einem Freund unterwegs, weil er bei seiner Schule was abholen wollte. Als wir da waren, hat er zu mir gesagt: „Warte doch kurz draußen.“ Ich hab ihn gefragt: „Warum darf ich nicht mit reinkommen?“ Er hat mir geantwortet: „Halt so. Bleib einfach draußen.“. Ich bin mir richtig dumm vorgekommen. Ich hab ihn dann gefragt: „Schämst du dich etwa für mich?“ Da hat er keine richtige Antwort gehabt. Da hab ich mich schon richtig scheiße gefühlt. Was soll das denn bitte? Was hab ich denn getan, dass er sich geschämt hat, mit mir gesehen zu werden? Warum ist er dann überhaupt mit mir befreundet? Leider habe ich von ihm bis heute keine Antwort darauf bekommen.
Jesus ist es auch einmal so gegangen. Daran denken viele Christen heute, am Gründonnerstag. Jesus wurde verhaftet. Und da hat sich einer seiner besten Freunde für ihn geschämt. Er hat sogar dreimal behauptet: Den Jesus, den kenn ich nicht. Und ich glaube: Jesus muss sich damals auch echt scheiße gefühlt haben.
Selbst Jesus kennt das also, dass Freunde nicht zu einem stehen. Der Gedanke beruhigt mich. Und weil ich weiß, wie sich das anfühlt, will ich mich anders verhalten. Ich will mich nie für meine Freunde schämen. Zumindest hab ich mir das vorgenommen.