»Kleider tauschen« von Anna R.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.03.2017 gesendet.
Im Internet habe ich letztens einen Artikel über eine Studie gelesen. Da steht, dass Mode für viele Deutsche einfach nur ein Wegwerfartikel ist. Sie kaufen Kleidung und wenn sie ihnen nicht mehr gefällt, nicht mehr im Trend ist oder ein Loch hat, werfen sie sie in den Müll. Ich finde das richtig schade. Schließlich steckt hinter jedem Kleidungsstück eine ganze Menge Arbeit. Menschen haben es designt, genäht oder gefärbt. Und es wurden viele Ressourcen dafür verbraucht. Wolle und Wasser zum Beispiel. Oder vielleicht sogar Leder. Die Kleidung, die wir wegwerfen ist oft noch in einem Top-Zustand.
Ich gehe mit meinen Freunden manchmal auf sogenannte Kleidertauschpartys. Da bringt jeder ein paar Teile aus seinem Kleiderschrank mit und dann wird drauf los getauscht. Ich hab da oft schon richtig tolle Sachen gefunden. Denn was mir nicht mehr gefällt, findet ein anderer vielleicht cool. So kann ich frischen Wind in meinen Kleiderschrank bringen und gleichzeitig schätze ich die Mühe und die Arbeit, die Menschen in meine Kleidung investiert haben.
»Nur für heute« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.03.2017 gesendet.
Bald ist Ostern und die Vorbereitungszeit darauf ist schon voll im Gange. Die vierzig Tage Fastenzeit kommen mir manchmal ziemlich lang vor und habe mir Gedanken gemacht, wie ich diese Zeit gestalten will. Dabei ist mir ein Motto in den Sinn gekommen, das Papst Johannes XXIII. geprägt hat: „Nur für heute“ Er meinte damit, dass man nicht von heute auf morgen ein rundum guter Mensch sein kann. Aber ich kann mir eine Sache vornehmen. Nur für heute. Das ist dieses Jahr mein Motto für die Fastenzeit. Einen Tag finde ich überschaubar. Wenn ich mein Vorhaben für heute nicht schaffe, habe ich morgen auch gleich wieder eine neue Chance.
Zum Beispiel rufe ich einen Freund an, nur für heute. Wenn ich dann anrufe, auch wenn ich mich lange nicht gemeldet habe, erzählen wir von früher. Wir können gemeinsam lachen und uns richtig gut unterhalten. Es ist eine gute Zeit und wir freuen uns zusammen.
Oder ich lasse nur für heute mein Handy daheim. Dann schau ich nicht ständig auf das Teil, sondern schaue raus, wenn ich in der Bahn sitze. Ich sehe die Sonne und die Felder an denen ich vorbeifahre. Ich sehe mehr auf das was mich umgibt und fühle ich mich irgendwie mehr im hier und jetzt. Mehr im Leben. Und das ist jetzt schon was von dem, was Ostern für mich bedeutet: Leben!
»Alltagsrassismus« von Patricia   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.03.2017 gesendet.
Ich bin mal wieder auf Wohnungssuche. Und immer mal wieder sehe ich in den Anzeigen diesen Satz: „Vermieter bevorzugt deutsche Mieter.“ Das sitzt. Dabei müsste ich mir ja eigentlich gar keine Sorgen machen. Ich bin Deutsche und sollte somit keine Probleme haben.
Ich kann mir nicht vorstellen, wie es jemandem bei diesem Satz geht, der nicht aus Deutschland kommt. Wie es sich anfühlt, von vornherein und grundlos abgelehnt zu werden. Das ist rassistisch. Und ich will das nicht unterstützen. Deshalb antworte ich auf solche Anzeigen gar nicht erst.
Denn alle Menschen sollten gleich behandelt werden. Die gleichen Chancen bekommen. Als Christin denke ich natürlich auch an das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Also: Behandle die anderen so, wie du selbst behandelt werden möchtest.
Diese Wohnungsangebote zeigen mir, dass rassistisches Verhalten viel alltäglicher ist, als ich gehofft habe. Aber auch, wenn ich dringend eine Wohnung brauche, will ich deswegen nicht meine Prinzipien verraten und diesen Hass auf Menschen unterstützen. Ich will niemanden ablehnen, nur weil er oder sie aus einem anderen Land kommt als ich. Ich will nicht diskriminieren, sondern anderen Menschen offen begegnen.
»Liebe« von Anna R.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.03.2017 gesendet.
Letztens habe ich mit einer Freundin über die Liebe geredet. Ein ganz schön großes Thema, ich weiß. Es gibt ja so viele verschiedene Formen von Liebe. Wenn Eltern ihre Kinder lieben zum Beispiel. Oder wenn gute Freunde zusammenhalten. Die Liebe in einer festen Beziehung, zwischen meinem Freund und mir; aber auch wenn sich zwei Männern lieben oder zwei Frauen. Und ich kann sagen, dass ich auch Gott liebe. Meiner Freundin geht das auch so. Darum finden wir es komisch, dass manche Menschen ausgerechnet diese Liebe zu Gott und ihren Glauben an ihn gegen homosexuelle Menschen richten. Sie sagen, dass es keine echte oder eine falsche Liebe ist, wenn zwei Frauen oder zwei Männer sich lieben. In der Bibel heißt es, dass Gott Liebe ist. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass er irgendetwas dagegen hat, wenn Menschen sich gern haben und gut miteinander umgehen. Wenn Gott Liebe ist, dann ist er in jeder liebevollen Beziehung, die Menschen zueinander haben, gegenwärtig.