»Hör auf die Stimme« von Mareike   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 31.08.2016 gesendet.
Mir geben viele Leute Tipps für mein Leben. Mal ist es meine beste Freundin, mal mein Chef und mal sind es meine Eltern. Ich finde das gut. Ihre Meinungen sind mir wichtig. Gerade, wenn ich Entscheidungen treffen muss. Oft höre ich dann noch eine andere, eine innere Stimme.
Das ist so ähnlich wie bei Samuel aus der Bibel. Er hat bei Eli, einem Priester gelebt. Von ihm wollte Samuel alles über Gott lernen. Er war sein Assistent. Eines Nachts wacht Samuel auf, weil ihn jemand gerufen hat. Samuel steht auf und geht zu Eli. Er glaubt, Eli hat ihn gerufen. Aber Eli hatte ihn nicht gerufen. Er schickt Samuel weg. Dasselbe passiert noch zweimal. Dann erkennt Eli, dass Gott mit Samuel redet. Als Samuel wieder gerufen wird, antwortet er deswegen Gott. Und Gott spricht mit ihm.
Ich glaube, Gott spricht auch heute noch mit uns. Zum Beispiel bei wichtigen Entscheidungen. Da habe ich die Stimmen der anderen im Kopf, die ich kenne. Aber manchmal kommen auch noch andere Gedanken dazu. Nächstes Mal mache ich es deswegen wie Samuel. Ich antworte Gott und bete. Vielleicht antwortet Gott mir dann auch. Zum Beispiel indem mir ein Gedanke besonders wichtig wird.
»Liste« von Nadja   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.08.2016 gesendet.
Vor ein paar Tagen habe ich eine Liste gelesen. Die hatte ich um Silvester rum geschrieben. Auf der Liste steht, was ich mir für das neue Jahr vorgenommen habe. Ich mach das jedes Jahr. Meistens vergesse ich die Liste dann wieder. Jetzt hab ich sie aber mal wieder gelesen. Das war echt cool. Davor war ich nämlich richtig genervt. Der Blick auf die Liste hat mir aber gutgetan. Dieses Jahr stehen auf ihr so Sachen wie: mehr Sport machen, mehr für die Ausbildung machen, mehr für eine Freundin da sein.
Diese eine Freundin macht nämlich gerade echt eine scheiß Zeit durch. Seit über einem Jahr schon. Und ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann. Zumindest hab ich ihr gesagt, dass ich immer für sie da bin. Ganz klar. Aber das ist manchmal echt anstrengend, immer für sie da sein. Vor allem dann, wenn ich selber Stress hab. Dann fällt es mir schwer, mir noch ihre Probleme anzuhören.
Gutgetan hat mir die Liste, weil noch was anderes drauf steht. Direkt neben dem Vorsatz, immer für meine Freundin da zu sein. Ich hatte nämlich noch einen Satz aus der Bibel dazu geschrieben: „Treue Leute sind schwierig zu finden.“ Das hat mich wieder richtig motiviert. Denn es ist manchmal nervig, für andere da zu sein, klar. Aber ich will zu den treuen Leuten gehören.
»Die richtigen Schuhe« von Mareike   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.08.2016 gesendet.
Ich bin total die Schuhfanatikerin. Ich hab sehr viele Schuhe und ganz unterschiedliche. Von High Heels, über Sportschuhe und Wanderschuhe bis hin zu FlipFlops ist alles dabei. Denn ich brauche verschiedene Schuhe, je nachdem, was ich vorhabe.
Wenn ich wandern gehe, würde ich mir mit High Heels die Füße brechen. Beim Ausgehen würde ich mit Wanderschuhen ziemlich auffallen. Deshalb zieh ich immer die richtigen Schuhe an, ist ja klar. Meine Freunde wissen von meiner Schuhliebe. Deswegen hab ich letztens eine tolle Postkarte bekommen. Auf der steht: „Wenn Gott dich auf den Weg schickt, gibt er dir auch die passende Schuhe.“ Ich finde diesen Satz genial. Denn auch im Leben gibt es verschiedene Wege. Mal läuft alles ganz easy. Mal ist es richtig steinig und stressig.
Ich brauche also auch im Leben sozusagen das richtige Schuhwerk. Klar, Gott schickt mir keine Schuhe per Paketbote. Aber er schickt mir Menschen, die mich auf meinem Weg unterstützen. Und ich kann kluge Geschichten in der Bibel lesen. Da steckt viel über das Leben drin und ich kann mich daran orientieren. So gibt mir Gott die passenden Schuhe fürs Leben. Und die sind noch viel wertvoller, als meine Schuhe im Schrank.
»Segnen« von Sabine   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.08.2016 gesendet.
Jetzt noch schnell zu Oma. Früher hat sie in der Wohnung unter uns gewohnt und immer wenn ich verreist bin, bin ich vorher noch schnell zu ihr, mich verabschieden. Sie hat mir dann ein kleines Kreuz auf die Stirn gezeichnet, mich damit gesegnet. Als Kind hab ich immer gedacht: Oma schenkt mir jetzt einen Reiseschutz, damit ja alles gut geht.
Dann hab ich gelesen, dass ein Segen eigentlich nicht verschenkt werden kann. Das hat mich stutzig gemacht: Kein Reiseschutz von Oma? Jedenfalls nicht so direkt. Omas Segen trägt nicht wie magische Worte dazu bei, dass ich die Reise gut überstehe. Er bedeutet zwar, dass sie mir Gutes zusagt und wünscht, aber er ist wertvoller: Segnen bedeutet nämlich das Leben bejahen. Wenn mich meine Oma segnet, dann will sie mir damit Kraft geben. Mich stärken, so wie ich bin. Ich werde die Reise also bestehen, weil sie mir sozusagen zutraut, dass ich sie heil bestehe.
Ein mächtiges Tool dieses Segnen. Das schöne daran: Es ist ganz einfach. Jeder darf jedem Gutes sagen und ihn damit segnen.