»Wertstoffhof für Gedanken« von Lara   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.06.2018 gesendet.
Ich stelle mir vor, ich habe einen Rucksack auf dem Rücken. Jede Erfahrung, die ich mache, kommt da rein. Ich stopfe jedes Erlebnis aus meinem Alltag in den Rucksack. Wenn ich dann ab und zu reinschaue, dann sehe ich auch meine Gedanken. Gute und Schlechte, fröhliche und traurige, witzige und zornige. Die schlechten Gedanken, machen meinen Rucksack ziemlich schwer. Sie ziehen mich richtig nach unten. Dann denke ich, eigentlich müsste es einen Wertstoffhof für schwere Gedanken aus meinem Rucksack geben.
Ich glaube, Gott macht sowas mit unseren Gedanken, wie ein Wertstoffhof. Er lädt uns ein, unseren Rucksack bei ihm aufzumachen. Ich stelle mir das so vor: Er nimmt alle unsere Gedanken und Erlebnisse, schaut sie liebevoll an und überlegt. Er überlegt, was davon noch zu gebrauchen ist. Manches kann man vielleicht recyceln. In der Bibel steht, Gott kann unsere Traurigkeit in Tanz verwandeln.
Manches aus meinem Rucksack muss vielleicht auch ganz weg. Das nimmt Gott und schmeißt es sozusagen in die Verbrennungsanlage.
Ich glaube ich kann Gott meinen Rucksack, also meine Gedanken, bringen. Wenn ich ihm sag, wie es mir geht und was mich beschäftigt. Ich bin mir sicher, bei ihm ist das besser aufgehoben. Er kann damit umgehen. Und danach ist mein Rucksack wieder leichter.
»Dankbar und glücklich« von Christina   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.06.2018 gesendet.
Jedes Jahr gibt es eine Rangliste der glücklichsten Länder der Welt. Im letzten Jahr ist Deutschland nur auf Platz 16 gelandet. Klar, das ist jetzt nicht schlecht. Gibt ja Länder, die unglücklicher sind. Aber eben auch 15 glücklichere. Da frag ich mich schon: Warum ist das so?
Vielleicht weiß ich warum: Ich kenn das ja von mir selber, ich bin nie ganz zufrieden. Wenn was gut läuft traue ich der Sache nicht. Wenn was schlecht läuft, denk ich mir: war ja klar. Ich bin selten mit mir und meiner Situation total zufrieden. Immer hat jemand weniger Sorgen, mehr Geld, mehr Glück… Wenn man so denkt, kann man nicht glücklich sein.
Mir hilft da, was Paulus mal gesagt hat: „Seid in jeder Lebenslage dankbar.“ Das steht so in der Bibel. Und für mich heißt das, in jeder Situation was Gutes zu suchen. Und wenn ich so drüber nachdenke, gibt es eigentlich viel, für das ich dankbar sein kann. Meine Familie und Freunde zum Beispiel. Oder auch die kleinen Dinge, wenn mir jemand hilft. Oder nett zu mir ist. Es gibt so viel wofür ich dankbar und glücklich sein kann. Wenn das alle machen, dann schafft es Deutschland dieses Jahr sicher in die Top 10 der glücklichsten Länder.
»Unsichtbare Hilfe« von Lara   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.06.2018 gesendet.
In der Stadt hat letztens ein Mann Gitarre gespielt. Ziemlich gut sogar. Ich habe mich gegenüber auf eine Terrasse gesetzt, Kaffee getrunken und zugehört. Wunderbar! Dann ist was passiert, das mich erstaunt hat. Der Musiker ist aufgestanden und hat die Gitarre in seinen Koffer gelegt.
Der Koffer war offen, weil der Mann ja darin Spenden gesammelt hat.
Dann ist der Musiker weggegangen. Den offenen Koffer mit dem Geld und der Gitarre hat er stehen lassen. Ganz schön riskant, dachte ich. Was wenn jemand jetzt sein Instrument klaut? Stattdessen ist was anderes passiert. Ein älterer Herr kam ganz nah an die Sachen. Er hat sich alles angeschaut, sich umgeguckt und dann seinen Geldbeutel rausgeholt.
Ganz vorsichtig hat er mehrere Münzen neben die Gitarre in den Koffer gelegt und ist weitergegangen. Der hat das gemacht, ohne dass ihm jemand „Danke“ gesagt hat.
Das begeistert mich und das will ich mir abschauen. Ich möchte auch helfen. Ohne Dank zu erwarten.
»Wenn Taube hören« von Christina   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.06.2018 gesendet.
Taub auf die Welt kommen. Eine krasse Vorstellung. Für so jemanden ist es normal, dass alles still ist. Aber dann verändert eine OP das ganze Leben. Danach hört er zum ersten Mal die eigene Stimme und wie seine Eltern klingen. Die Welt wird auf einmal laut und das Leben verändert sich auf einen Schlag. Das klingt wie ein Wunder.
So geht es inzwischen vielen, weil die Medizin einen krassen Sprung nach vorne gemacht hat. Mit sogenannten Ohrimplantaten können Taube wieder hören. Es gibt auch OPs öfter an den Augen, durch die Blinde wieder sehen können.
Mich erinnert das an Geschichten aus der Bibel. Auch Jesus hat Blinden geholfen wieder zu sehen und Tauben wieder zu hören. Er hat Wunder getan.
Klar kann man sagen, Ohrimplantate sind kein Wunder, sondern Wissenschaft. Die Implantate wurden entwickelt und jetzt funktionieren sie. Aber trotzdem ist es für die Betroffenen wie ein Wunder wieder hören oder sehen zu können. Für sie wird das Unmögliche möglich.
Und genau das macht für mich ein Wunder aus. Mir zeigt das, dass Gott seine Finger im Spiel hatte. Und dass es auch heute noch Wunder gibt. Und der Gedanke gefällt mir echt gut.