»Meine Zeit« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.05.2018 gesendet.
„Ich hab keine Zeit“ – wie oft sage ich diesen Satz? Keine Zeit zum Telefonieren , keine Zeit, um etwas Ordentliches zu kochen, keine Zeit zum Sportmachen. „Ich hab keine Zeit“ sag ich bestimmt einmal am Tag. Und wenn ichs nicht sage, denke ichs . Eigentlich ein sinnloser Satz – denn: ich hab ja Zeit. Jeden Tag, den ich lebe, habe ich 24 Stunden Zeit.
„Meine Zeit steht in deinen Händen“, so betet jemand in einem Gebet in der Bibel zu Gott. „Meine Zeit steht in deinen Händen“. Der Gedanke gefällt mir. Ich merke zwar, dass ich Zeit nicht festhalten kann. Aber ich glaube, Gott hält meine Zeit in den Händen. Und er schenkt mir diese Zeit jeden Tag neu. Damit ich was draus mache. Damit durch mich auf der Erde etwas von seiner Liebe sichtbar wird.
Ich will deswegen mit der Zeit umgehen wie mit einem Geschenk: Behutsam und sorgfältig. Und sie nicht achtlos vergeuden. Das nächste Mal könnte ich sagen: „Ich habe Zeit“ und mir dazu denken: „Ich hab sie geschenkt bekommen.“ Und mir dann überlegen, was ich mit ihr mache.
»Pfingstmontag« von Yannick   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.05.2018 gesendet.
Pfingsten! In der Schule gibt es Ferien. Und heute ist deswegen ein Feiertag – Pfingstmontag. Christen feiern den Geburtstag der Kirche. Die Geschichte von Pfingsten ist irgendwie außergewöhnlich. Das Ganze war zur Zeit von Jesus. Der war wieder im Himmel bei Gott und seine Freunde waren eigentlich echt traurig Er hat ihnen gefehlt. Sie haben sich in ihren Häusern verkrochen und Trübsal geblasen. Dann gab es aber ein großes Fest bei ihnen in der Stadt. Da waren auch viele Leute aus dem Ausland. Und da sind sie hin.
Auf diesem Fest ist dann was richtig Krasses passiert: Die Erde hat gebebt. Und ein heftiger Wind ist durch die Häuser gezogen. Die Freunde von Jesus waren richtig geflasht und haben angefangen, von Jesus zu erzählen. Dass er echt coole Dinge gemacht hat. Und dass er Gottes Sohn ist. Das Abgefahrene war aber, dass alle, also auch die Leute aus dem Ausland, sie verstanden haben. So haben ganz viele Leute die Geschichte von Jesus gehört. Und diese Geschichte hat sich rumgesprochen, auch in anderen Ländern.
Für Christen ist Pfingsten deshalb wichtig. Denn danach gab es die ersten christlichen Gemeinden. Pfingsten ist also wirklich sowas wie der Geburtstag der Kirche.
»Phantomvibration« von Timo   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.05.2018 gesendet.
Es hat mich wieder erwischt. Ich bin mir absolut sicher, dass mein Smartphone vibriert hat und ich schaue drauf: nichts. Man nennt das Phantomvibration. Wenn mir das passiert, komme ich mir irgendwie albern vor: Ich reagiere auf etwas, was gar nicht passiert ist. Und anstatt dann erst das zu machen, was ich eigentlich wollte, muss ich sofort nachschauen; als würde ich irgendetwas Dringendes verpassen. Aber irgendwie ist es auch beunruhigend. Ich merke, dass ich schon so an mein Smartphone gewöhnt bin und auf Nachrichten warte, dass ich mir die schon einbilde. Offensichtlich bin ich so auf mein Smartphone fokussiert, dass mein Gehirn eine kleine Muskelzuckung oder ein ähnliches Geräusch sofort als Handyvibration interpretiert. Auch wenn ich das selbst nicht merke, muss das ja ziemlich stressig sein, die ganze Zeit Nachrichten zu erwarten.
Vielleicht ist es aber auch gar nicht so schlecht, dass mir das ab und zu passiert. Für mich ist das ein Signal, dass ich mein Smartphone öfter mal im Flugmodus lassen oder erst gar nicht überallhin mitnehmen sollte. Dann weiß ich, dass ich jetzt meine Ruhe habe – auch vor meiner eigenen Einbildung. Und ich kann mich auf das konzentrieren, was ich gerade mache, zum Beispiel auf ein Buch oder meine Freunde, wenn ich mit ihnen unterwegs bin. Alles andere kann auf mich warten.
»Freundschaft« von Hans-Christian   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.05.2018 gesendet.
Den Umzug schaffen wir nicht allein. Wenn ich mir vorstelle, wie meine Partnerin und ich uns allein schon an unserem Sofa abschleppen. Wir brauchen einfach Leute, die uns dabei unterstützen. Mein Papa hat sich extra dafür Urlaub genommen und wollte uns helfen, liegt aber mit Grippe im Bett. Jetzt sind wir echt aufgeschmissen. Deshalb schreibe ich spontan einem Freund.
Er schreibt direkt zurück: „Klar, kein Problem, wann soll ich vorbei kommen?“
Ich bin wirklich froh darüber, dass ich mich auf meine Freunde verlassen kann und sie mir helfen, egal was gerade ansteht. Sowohl beim Lernen, als auch beim Umziehen oder wenn es bei mir gerade nicht so läuft.
Bei Bekannten ist es schön, wenn wir uns sehen und gemeinsam kicken gehen oder so. Aber Freundschaft bedeutet für mich nochmal mehr. Auf meine Freunde kann ich mich verlassen, weil wir uns gegenseitig helfen. Aber nicht, damit ich für meine Hilfe etwas zurückbekomme. Freundschaft ist für mich noch mehr, weil ich will, dass es meinen Freunden gut geht. Denn Freunde sind füreinander da. Und es ist schön, dass es da jemanden gibt, der für mich da ist.