»Auf was es im Leben ankommt« von Timo   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.07.2018 gesendet.
Ich bin im Internet auf die Geschichte einer jungen Australierin gestoßen. Holly. Sie führt ein ganz normales Leben, hat einen festen Freund und einen Hund. Mit 26 Jahren erhält sie die Diagnose, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. Anfang dieses Jahres ist sie gestorben. Vor ihrem Tod hat sie aber nochmal alles aufgeschrieben, was sie durch ihre Krankheit über sich und das Leben erfahren hat und gibt Ratschläge für das Leben. Die haben ihre Eltern auf Facebook gepostet. Holly meint darin, dass durch die Krankheit Vieles für sie nebensächlich geworden ist, zum Beispiel wie sie heute aussieht oder ob sie in ihrem Job alles richtig macht. Deshalb sollte man sich darüber weniger Sorgen machen.
Und ich glaube, sie hat recht. Das alles ist unwichtig, wenn ich auf mein Leben als Ganzes schaue. Stattdessen kann ich mich auf das konzentrieren, was für mich wichtig ist, zum Beispiel auf Zeit mit der Familie und Freunden, auf Erlebnisse und Ausflüge in die Natur, je nach dem was sich gut anfühlt.
Mir gibt der Brief von Holly ein Stück neue Orientierung. Ich bin nicht sterbenskrank, weiß nicht, wie sich das anfühlt und habe deswegen wahrscheinlich diesen klaren Blick auf das Leben nicht. Aber Holly zeigt mir diesen Blick. Ich will mein Leben mehr als Ganzes sehen und das tun, was mir wichtig ist.
»Wie ein Korn« von Natalie   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.07.2018 gesendet.
Mein Freund arbeitet als Müller in einer Mühle. Er kümmert sich dort darum, dass aus Getreidekörnern Mehl wird.
Am Anfang wird das Korn gereinigt, gehegt und gepflegt. Dann durchläuft es viele verschiedene Stationen. Bei den ganzen Prozessen muss das Korn in der Mühle hoch und runter. Irgendwann ist das Korn dann fertig zu Mehl verarbeitet und verlässt die Mühle.
Ich finde, im Leben ist das ja ganz ähnlich. Als Baby werde ich geputzt, gehegt und gepflegt. Dann durchlauf ich viele Stationen. Kindergarten, Schule, Ausbildung, Arbeit und so weiter. Und auch im Leben geht’s mal hoch und mal runter. Mal läuft’s richtig gut und mal echt kacke.
In der Mühle sieht das Korn den Müller nie. Und trotzdem ist der Müller die ganze Zeit da. Er kümmert sich um die Getreidekörner und begleitet sie von Anfang an auf ihrem Weg durch die Mühle.
Ich glaube, im Leben ist das auch so – mit Gott. Ich seh Gott zwar nicht, aber trotzdem ist er immer da. Er weiß genau, was los ist. Und er möchte aus mir das Beste rausholen. Wie der Müller das beste Mehl aus seinem Korn machen möchte. Das finde ich richtig cool!
»Einzigartig« von Lara   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.07.2018 gesendet.
Es ist schön, dass es dich gibt. Oder: Danke, für das, was du tust! Ich höre solche Sätze viel zu selten. Eher wird gesagt: Warum hast du das noch nicht gemacht und: Das ist nicht gut genug. Das sind aber Worte, die ich gar nicht mag. Denn sie verletzen mich.
Ich kenne das aber von mir selbst. Ich habe viel Stress. Mein Terminkalender ist durchgetaktet. Ich muss funktionieren. Ich weiß, was von mir erwartet wird. Da schaffe ich es meist nicht, auch noch einen Blick für die anderen zu haben. Ihnen zu sagen, was sie gut können oder, dass sie toll sind. Viel schneller beschwere ich mich über alles Mögliche.
Dabei bin ich davon überzeugt, dass Gott die Menschen wertvoll gemacht hat. In der Bibel, im Buch der Psalmen stehen dafür die Worte: einzigartig und wundervoll. Und das sind alle Menschen. Egal, ob ich sie mag oder nicht.
Gott gibt den Menschen ihren Wert. Jeder und jede von uns ist für ihn einzigartig wertvoll.
Für heute nehme ich mir vor, daran zu denken. Heute will ich die schönen Momente beachten: Das Lächeln auf dem Gesicht der Frau im Supermarkt, den Mann an der Tankstelle, die Mühe der Bauarbeiter…
Und ich möchte versuchen dafür gute Worte zu finden. Ich denke mal, das tut dann auch mir gut.
»Der schwere Rucksack« von Natalie   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.07.2018 gesendet.
Bei gutem Wetter fahr ich mit meinem Motorrad zur Arbeit. Ich zieh dann immer meinen großen Rucksack auf. Da sind alle Sachen drin, die ich am Tag so brauch. Manchmal ist der Rucksack so richtig vollgestopft und schwer. Der zieht mich dann beim Motorradfahren nach hinten. Und ich bekomm Schulter- und Nackenschmerzen.
Den Rucksack kann ich gut mit schlechten Taten in meinem Leben vergleichen. Alles Miese, was ich mach, ist wie ein schwerer Stein. Und wenn ich etwas Mieses mach, dann lad ich einen Stein in meinen Rucksack. In dem sammeln sich manchmal viele Steine, bildlich gesagt. . Zum Beispiel läster ich manchmal über andere, bin nicht ganz ehrlich oder lüge auch mal. Mich stören die vielen Steine im Rucksack. Ich fühl mich dann nämlich nicht gut, hab ein schlechtes Gewissen. Ich glaube, dass ich Gott all die Sachen sagen kann, ich kann ihm also all die Steine abgeben. Das tut mir gut. Dann ist nämlich auch die Last weg. Dabei möchte ich es aber dann nicht belassen. Ich möchte mich auch bei den Leuten entschuldigen. Dann ist die Sache aus der Welt. Und alles ist wieder gut. Denn ich hab am liebsten einen leeren, leichten Rucksack. Nicht nur auf dem Motorrad.