»Workaholic« von Caro   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.08.2015 gesendet.
Ein Freund von mir ist der größte Workaholic, den ich kenne.
Er ist selbstständig. Deswegen ist er immer auf Achse. Er nimmt jeden Auftrag an, den er bekommt. Je mehr Kunden, desto besser. Das ist wichtig, er weiß ja nicht, ob nächsten Monat vielleicht die Aufträge ausbleiben!
Dazu kommt, dass er auch privat wahnsinnig hilfsbereit ist! Egal wer ihn um Hilfe bittet, er ist immer zur Stelle. Manchmal hat er so viele Termine und Aufgaben, dass er dann Nächte lang durcharbeitet, um alles zu schaffen.
Einerseits bewundere ich ihn für seine Energie. Er arbeitet hart und hat Erfolg! Und er wird von vielen Menschen sehr geschätzt, weil er immer für sie da ist.
Andererseits frage ich mich, wann er denn eigentlich für sich da ist. Er kümmert sich sehr um sein Umfeld, aber kaum um sich selbst. Einen Tag im Freibad rumhängen? Oder spontan einen Wochenendurlaub? Keine Chance. Dafür hat er viel zu viel zu tun.
Ich finde es toll, wenn Menschen Einsatz zeigen und für Andere da sind. Aber das darf auch nicht in völliger Selbstaufgabe enden.
Deswegen finde ich, dass man mindestens genauso viel Einsatz auch für sich selbst und für die Eigenen Bedürfnisse aufbringen sollte…
»Jona« von Patricia   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.08.2015 gesendet.
Eine meiner Lieblingsgeschichten aus der Bibel ist die von Jona. Jona wird beauftragt, den Bewohnern einer großen Stadt anzukündigen, dass Gott sie zerstören wird. Er haut aber stattdessen lieber ab. Auf dem Weg wird er von einem großen Fisch gefressen. Gott rettet ihn. Daraufhin erfüllt Jona doch noch seinen Auftrag.
Schon klar, dass ich die Geschichte nicht wörtlich nehmen sollte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass niemand drei Tage im Bauch eines Fisches überleben kann. Mir gefällt die Geschichte trotzdem. Für mich zeigt sie, dass Gott mich nicht verlässt – auch, wenn ich ihn verlasse und überhaupt keinen Bock auf das habe, was er von mir will. Ihm ist es egal, dass ich mich von ihm abwende. Es ist ok, dass ich eine Weile brauche, um zurückzukommen. Gott wird da sein, wann immer ich bereit bin.
»Naturfreuden« von Caro   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.08.2015 gesendet.
Ich hab früher nie kapiert, warum Oma eigentlich immer spazieren gehen will. Für mich war das einfach nur extrem langweilig.
Mittlerweile hat sich mein Blick auf die Welt verändert.
Ich liebe es draußen zu sein. Im Wald zum Beispiel. Einfach nur dasitzen und die Natur um mich herum beobachten! Wenn zum Beispiel Eichhörnchen die Bäume hochjage. Oder einfach nur, wie sich die Blätter im Wind bewegen. Mir wird dann immer klar, wie schön ich die Welt finde!
Denn das vergesse ich ziemlich oft. Vor allem, wenn mein Alltag gerade nicht so toll aussieht. Wenn mein Chef nervt. Oder wenn es Streit unter den Kollegen gibt.
Wenn ich draußen in der Natur bin, dann kann ich abschalten. Mir wird dann klar, dass mein Leben eben nicht nur aus meinem Job besteht. Sondern dass es da noch so viel mehr gibt! Und vor allem: So viel Schönes!
Dafür bin ich wirklich dankbar. Und das gibt mir dann Kraft zum weiter machen…
»Zeichen« von Thomas K.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.08.2015 gesendet.
Folgende Scherzfrage beschäftigt mich gerade sehr: „Warum nennt man es Gebet, wenn ich mit Gott spreche – aber Psychose, wenn Gott mit mir spricht?“
Eigentlich wär’s ja nur logisch, dass Gott mir irgendwann mal antwortet, wenn ich schon seit Jahren meine Fragen und Gebete bei ihm auf den Tisch leg. Und er antwortet auch – davon bin ich fest überzeugt. Allerdings bin ich heilfroh, dass ich eben keine Stimmen in meinem Kopf höre. Ich erlebe es so, dass Gott mir ganz anders antwortet. In meinem Leben verstecken sich die Antworten, die von ihm kommen, in Zufällen. Ich arbeite z.B. im Augenblick sehr viel und hab darum nicht nur wenig Zeit für meine Freunde, sondern auch für mich; vom Beten ganz zu schweigen. Heute Vormittag bin ich durch den Flur gelaufen und schaue zufällig auf den Kalender, der dort hängt, und den ich sonst nie beachte. Ohne nachzudenken bleibe ich stehen. Und da steht sie, eine Botschaft von Gott an mich – versteckt in einem Kalenderspruch:
„Nur selten versucht ein Mensch derjenige zu werden, für den er sich hält.“ (Paul Jaeger)
Dieser Satz hat bei mir ins Schwarze getroffen. Vor lauter Arbeit habe ich vergessen, was für ein Mensch ich werden will. Gott hat es offensichtlich nicht vergessen und Gott sei Dank spricht er dann eben doch manchmal auch mit mir – auf seine Weise.