»Fremd, na und« von Micha   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.05.2016 gesendet.
Neulich war ich mit Freunden in einer Moschee. Für mich war das was Neues und auch echt interessant. Denn wir haben uns dort lange mit einem aus der Gemeinde unterhalten. Er war so was wie der Chef der Gemeinde. Ich fand’s cool, weil er sich richtig viel Zeit für uns genommen hat. Zum Beispiel haben wir darüber gesprochen, was er glaubt. Und eines war ihm da besonders wichtig: Nämlich dass er nichts von Gewalt und Terror hält. Er findet es falsch, wenn Terroristen sich auf den Koran berufen. Für ihn ist der Prophet Mohammed ein Vorbild für den Frieden.
Ich habe mich dann gefragt, ob das stimmt. Denn soviel ich weiß, hat Mohammed auch mal gekämpft. Das ist für mich ein wichtiger Unterschied zu Jesus. Der wollte, dass man sogar seine Feinde liebt.
Aber dann habe ich gecheckt: Der Gemeindechef will das Gleiche wie meine Freunde und ich: nämlich Frieden. Deswegen war er auch froh, dass er in Deutschland leben kann. Weil es hier friedlich ist. Er kann arbeiten und seinen Kindern geht es auch gut.
Irgendwann hatten wir ganz vergessen, dass wir in einer Moschee sind. Dass er Muslim ist und wir anderen Christen. Das war kein Thema mehr. Wir haben uns einfach ganz normal unterhalten. Für mich war das ne echt coole Sache.
»Grundgesetz« von Micha   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.05.2016 gesendet.
Ich spiele gern Kartenspiele. Aber klar: Das funktioniert natürlich nur, wenn die anderen sich an die Regeln halten. Sonst macht‘s keinen Spaß.
So ähnlich ist das auch im echten Leben. Nur heißen die Spielregeln da halt Gesetze. Zum Beispiel im Straßenverkehr. Ohne Regeln gäbe es da ja viel mehr Unfälle.
Die wichtigsten Spielregeln in Deutschland stehen im Grundgesetz. Das gibt es jetzt seit sieben und sechzig Jahren. Da steht gleich am Anfang: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Das steht so ähnlich auch schon in der Bibel. Zum Beispiel hat Jesus gesagt: „Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.“
Ich finde, das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Jeder Mensch sollte gut behandelt werden. Aber das ist eben nicht selbstverständlich. Das haben die Nazis gezeigt. Wegen denen sind viele Menschen gestorben. Vielleicht steht es deswegen im Grundgesetz. Denn das wurde ja erst nach den Nazis beschlossen.
Ich finde es wichtig, dass es gute Gesetze gibt. Damit wir Menschen wissen, dass wir gut miteinander umgehen sollen. Und im Grundgesetz steht ja auch, wie das klappen kann. Deswegen bin ich froh, dass wir das Grundgesetz haben.
»Als Mann und Frau « von Patricia   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.05.2016 gesendet.
Ich bin Feministin und Christin. Beides. Für mich passt das gut zusammen. Das Christentum ist zwar nicht gerade dafür bekannt, Frauen genauso zu behandeln wie Männer. Aber auch als Feministin kann ich mich auf die Bibel beziehen. Denn direkt am Anfang der Bibel steht was total Wichtiges. Da geht es darum, dass Gott die Erde erschaffen hat. Und dann heißt es: Er schuf den Menschen als sein Abbild, als Mann und Frau. Durch diesen Satz wird klar: Der Mensch ist nach Gottes Vorbild geschaffen, und zwar nicht als Mann oder Frau oder nacheinander, sondern gleichzeitig als Frau und Mann. Und das bedeutet: Wir sind gleich viel wert, wir stehen auf einer Ebene. Deshalb gibt es auch keinen Grund, uns unterschiedlich zu behandeln. Und niemand hat das Recht, sich über einen anderen zu erheben.
Sicherlich ist nicht alles genauso passiert, wie es in der Bibel steht. Aber ich glaube daran, dass dieser Satz wahr ist: Frauen und Männer sind als gleich geschaffen. Und deshalb habe ich auch kein Problem damit, zu sagen: Ich bin Christin und Feministin.
»Coffee to go« von Timo   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.05.2016 gesendet.
Neulich war ich im Zug und fast jeder zweite hatte so einen Coffee-to-go-Pappbecher dabei. Wahrscheinlich von der Bäckerei am Bahnhof. Ist ja auch eigentlich nichts dabei. Benutze ich selbst hin und wieder, wenn ich unterwegs bin und Lust auf einen Kaffee hab. Und praktisch ist es auch. Ich muss keinen Becher von daheim mit mir rumschleppen. Außerdem muss kein Pfand zahlen und kann gleich weiter, sobald ich den Kaffee gekauft hab und muss ihn nicht beispielsweise direkt beim Bäcker trinken. Und mal ehrlich: ist ja nur aus Pappe und sicher umweltfreundlich. Dachte ich zumindest. Bis ich vor kurzem eine Reportage gesehen und gemerkt habe, dass die Becher ein echtes Problem sind. 2,8 Milliarden werden davon pro Jahr in Deutschland verbraucht. Dafür braucht man ca. 43 000 Bäume. Dazu kommt, dass die Becher natürlich einen Deckel aus Plastik haben und auch innen mit Kunststoff beschichtet sind, dass sie nicht auslaufen. Am Ende bleibt einfach ein riesiger Berg Müll aus Pappe und Kunststoff. Dabei könnte ich doch einfach meinen eigenen Kaffeebecher mitbringen. Da würde der Kaffee sogar länger warm bleiben. Oder noch besser: Ich könnte mir beim Trinken eine Tasse gönnen, mich hinsetzen und eine kurze Pause einlegen. Ein Coffee to sit sozusagen. Das wäre gut für mich und die Umwelt.