»Geist der Kraft« von Jenni   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.07.2016 gesendet.
Geschockt und irgendwie auch voller Angst sitze ich nun hier. Was da gerade in der Welt abgeht, das ist furchtbar. Unerklärlich. Völlig verrückt. Ich kann es kaum glauben.
Wird eigentlich immer alles schlimmer, was auf der Welt passiert? Manchmal kommt es mir so vor. Aber ich glaube, so wirklich stimmt das nicht. Es gab schon früher Angst, Terror, Krieg und Schrecken. Auch in der Bibel steht viel davon. Und die ist ja schon über zweitausend Jahre alt.
In der Bibel steht aber auch ein Satz, der nichts mit Angst zu tun hat. Gerade an so Tagen wie heute tut mir dieser Satz gut. Er heißt: „Gott hat uns seinen Geist geschenkt. Der lässt uns nicht aufgeben. Sondern er weckt in uns Kraft, Liebe und Besonnenheit.“
Für mich heißt das: Gott ist bei mir. Weil er bei mir ist, brauche ich nicht ängstlich sein. Ich brauch auch nicht vor Schrecken starr werden. Gott ist bei mir. Deswegen habe ich auch in schwierigen Momenten Kraft. Gott ist bei mir. Deswegen lasse ich mich nicht von Terror und Angst kleinkriegen. Ich begegne weiterhin anderen Menschen freundlich und offen. Ich lebe mein Leben, wie ich es möchte.
Gerade heute tut es mir gut, mich daran zu erinnern. Gott weckt in mir Kraft, Liebe und Besonnenheit. Und das lasse ich mir von niemandem nehmen. Und ich hoffe ihr euch auch nicht!
»Gottes Blick auf die Dinge« von Micha   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.07.2016 gesendet.
Manchmal hab ich im Job richtig viel zu tun. Da werden die Sachen auch erst mal kurz vor knapp fertig. Neulich zum Beispiel sollte ich eine Präsentation machen. Ich hab mich hingesetzt und sie vorbereitet. Ich hab auch nachts dran gearbeitet. Irgendwann war ich total gestresst, weil die Zeit immer knapper wurde. Ich hass das. Ich bin dann nämlich schlecht drauf und kann nicht mehr richtig denken. Normalerweise hilfts mir da, Sport zu machen. Aber ich hatte ja keine Zeit. Also hab ich einfach weitergemacht. Manchmal kann ich mit Zeitdruck schon auch gut arbeiten. Aber an dem Tag war ich echt kurz vorm Durchdrehen.
Ich hab mich einfach gefragt, wie ich das noch hinkriegen soll. Und dann hab ich gedacht, ich könnte beten. Ich finde, Beten schadet nie. Also hab ich einfach gebetet. Ich hab Gott gesagt, wie mich grad alles stresst.
Das hat mir gutgetan. Ich konnte in dem Moment ein bisschen abschalten. Und ich hab was gecheckt. Die Präsentation ist für mich grad extrem wichtig. Aber wie ist das, wenn Gott auf die Welt schaut? So wichtig ist die Präsentation eigentlich gar nicht. Die Welt läuft auch ohne sie weiter. Ab da war ich zumindest ein bisschen entspannter. Und die Präsentation hab ich dann auch noch gut hingekriegt.
»Engel« von Micha   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.07.2016 gesendet.
Stress zwischen Menschen gibt’s überall. Manchmal hat‘s auch was mit ihrem Glauben zu tun. In Nigeria gibt’s zum Beispiel oft Stress zwischen Christen und Muslimen. Viele Menschen sind deswegen schon gestorben. Und klar, Christen und Muslime vertrauen sich dort nicht mehr richtig.
Deswegen haben welche eine Aktion gestartet, die heißt „Engel“. Da sind immer zwanzig Muslime und zwanzig Christen gemeinsam in einer Gruppe. Alle schreiben ihre Namen auf einen Zettel. Dann zieht jeder Christ einen Zettel von einem Muslim und umgekehrt. Aber niemand sagt weiter, wessen Namen er gezogen hat. Ab da helfen sich die Leute dann gegenseitig. Immer der Person, deren Namen man gezogen hat. Zum Beispiel geben sie den Anderen heimlich Geld. Oder sie schreiben nette Briefe. Deswegen heißt die Aktion auch „Engel“. Bei Engeln weiß man ja nie, wer sie sind. Bei der Aktion hat jeder einen Engel. Und jeder ist auch ein Engel. Weil alle überlegen, wie sie den anderen helfen können.
Nach ein paar Monaten treffen sich alle wieder. Dann sagt jeder, wessen Engel er war. Oft werden Christen und Muslime dann Freunde. Weil alle checken, dass die anderen ihnen was Gutes getan haben. Egal, ob sie Christ oder Muslim sind.
Ich finde die Idee richtig cool. Und vielleicht kann ich ja auch mal jemandem heimlich helfen.
»Stauffenberg-Attentat« von Natalie   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.07.2016 gesendet.
Heute vor 72 Jahren war Claus Schenk Graf von Stauffenberg mit einer Bombe unterwegs. Er hat sie in ein Führerhauptquartier der Nazis gebracht. Stauffenberg wollte nämlich Adolf Hitler töten. Aber Hitler hat das Attentat fast unversehrt überlebt. Stattdessen haben die Nazis Stauffenberg und seine Mitverschwörer getötet.
Ich finde spannend, dass einer der Mitverschwörer ein Pfarrer war. Dietrich Bonhoeffer hieß der. Eigentlich komisch. Denn in der Bibel steht ja, dass man nicht töten soll. Und trotzdem war ein Pfarrer dabei. Er war sich sicher, dass jemand Hitler stoppen muss. Denn er hat gewusst, dass Hitler wahnsinnig viele Menschen umbringen will. Bonhoeffer war klar, dass er schuldig werden würde. Entweder lässt er zu, dass Hitler viele Menschen töten lässt. Oder er hilft mit, Hitler zu töten. Mindestens ein Mensch würde getötet werden. Und Bonhoeffer wäre mit schuld daran.
Bonhoeffer hat sich dafür entschieden, beim Hitlerattentat zu helfen. Für ihn war das die riskantere Option. Hätte er nichts gemacht, hätten die Nazis ihn wohl in Ruhe gelassen. So haben sie ihn umgebracht. Weil er andere Menschen am Leben erhalten wollte. Das Leben der anderen war ihm wichtiger als sein eigenes. Ich finde das echt stark.