»Wahre Freunde« von Thomas   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 26.11.2014 gesendet.
Mein Nachbar sagt manchmal: „Dem steig ich aufs Dach!“ - wenn er sich über jemand so richtig aufregt. Vielleicht kommt der Spruch ursprünglich sogar aus der Bibel. Da sind vor rund 2000 Jahren einmal vier Freunde Jesus wirklich aufs Dach gestiegen. Also so richtig. Die waren aber nicht sauer auf Jesus, sondern die haben sich für einen Freund eingesetzt. Der war gelähmt. Und sie hatten gehört, dass Jesus Kranke heilt. Also sind sie zu dem Haus gegangen, in dem er gerade war.
Die Schlange davor war aber wahnsinnig lang. Sie haben ihren gelähmten Freund deswegen auf eine Trage gelegt und sind dann aufs Dach gestiegen. Die Dächer damals waren flach und man konnte über eine Außentreppe einfach hochgehen. Dort haben sie das Dach geöffnet und ihren Freund an Seilen runtergelassen.
Jesus war beeindruckt, dass sie sich so für ihren Freund einsetzen. Die hätten auch ja richtig Ärger kriegen können, wenn sie einfach das Dach von fremden Leuten aufreißen. Ich will für meine Freunde auch so mutig und entschlossen sein – und wenns sein muss jemandem aufs Dach steigen.
»WhatsApp« von Thomas   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.11.2014 gesendet.
Gott hat keinen blauen Haken. So wie vor kurzem bei WhatsApp. Da konnte ich genau nachschauen, wann meine Nachricht zugestellt und wann sie gelesen wurde. Das ist manchmal ganz praktisch. Und manchmal ärgere ich mich dann auch: Da schicke ich eine Nachricht an einen Freund, der hat sie auch gelesen, aber dann antwortet er stundenlang nicht.
Auf der anderen Seite: Mich stresst das auch, weil ich das Gefühl hab, dass ich gleich antworten muss, wenn ich eine Nachricht gelesen hab. Der andere sieht jetzt ja ganz genau, wann ich die Nachricht bekommen habe.
Gott hat keinen blauen Haken. Den brauch ich aber auch nicht. Ich glaube, dass Gott meine Gebete hört. Auch ohne eine Empfangsbestätigung. Trotzdem frag ich mich dann: Was wird jetzt passieren? Wird überhaupt etwas passieren? Und vor allem: wann und wie? Das stresst mich dann manchmal auch, aber macht meinen Alltag irgendwie auch spannend. Weil ich immer wieder eine Antwort auf meine Gebete entdecke, wo ich es gar nicht vermutet hätte.
»Weihnachtsstress« von Thomas   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.11.2014 gesendet.
Noch genau ein Monat, dann ist Weihnachten. Wird also so langsam Zeit sich Geschenke zu überlegen. Oder seid ihr eher so die Last-Minute-Shopper, die morgens am 24. Dezember noch in die Stadt hetzen? Ich muss ja zugeben, dass ich da auch dazu gehöre. Jedes Jahr nehme ich mir vor, dass ich die Zeit vor Weihnachten mal ganz bewusst genieße. Und am Ende kämpfe ich mich dann doch immer wieder am 24. Dezember durch die überfüllte Innenstadt und kauf noch schnell Geschenke. Und jedes Jahr ärgere ich mich darüber.

Dieses Jahr will ich zum Beispiel mal gemütlich über einen Weihnachtsmarkt schlendern und in Ruhe Geschenke kaufen. Einfach die ganze Atmosphäre genießen, wie es nach Glühwein und gebrannten Mandeln riecht. Und mich mit Freunden treffen und mal wieder zusammen Plätzchen backen. Also die Vorweihnachtszeit mal so richtig genießen. Damit das auch klappt mache ich da dieses Jahr feste Termine dafür aus.
»Kritik üben« von Katharina T.   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.11.2014 gesendet.
Eine Freundin hält sich nicht an Abmachungen und ein Arbeitskollege macht ständig dieselben Fehler. Ich würde das gerne ändern. Aber wie kritisiere ich andere Menschen so, dass ich mir keine Feinde mache?

Ganz schlimm finde ich Menschen, die jemanden vor großer Runde kritisieren. Wie ich es regelmäßig im Fernsehen bei den Jurys à la Klum und Bohlen sehen kann. Oder sich gar keine Mühe geben zu erklären was sie stört und einfach nur Dampf ablassen.

In einer Zeitschrift habe ich gelesen, dass ich beim Kritik üben auf ein paar Dinge achten kann. Zuerst mal kann ich mich ja selbst fragen, ob nur mich die Sache stört oder ob es ein echtes Problem gibt. Wenn ich dann den richtigen Zeitpunkt abwarte und an einem ruhigen Ort unter vier Augen mit der Person rede, habe ich die Chance, dass ich wirklich was verändern kann. Vielleicht, weil die Person an der ich Kritik übe, so eher ihr Gesicht wahren kann.