Isi
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Mittwoch, 27. Oktober 2021
Mit Isi
In letzter Zeit bin ich wirklich unzufrieden mit mir und meinem Leben… Mich nervt vieles und ganz ehrlich es gibt Tage da würde ich am liebsten meinen Job, meine Beziehung, meine Wohnung hinter mir lassen und abhauen.
Eigentlich komisch: Denn ich hab einen Job, mit genau den Aufgaben, wie ich sie immer wollte. Ich liebe meinen Freund, auch wenn nicht immer alles super ist. Wir leben auch in einer schönen Wohnung mit Balkon und viel Platz. Aber dennoch gibt es Phasen in denen mich alles nervt, in denen ich nur das Negative sehe.
Wenn ich in so einer Phase stecke, dann geh ich oft spazieren und spreche mit Gott. Ich lass dann einfach all den Frust raus. Ich frage ihn warum es mir gerade wieder so geht. Warum er mir nicht hilft. Ich motze und bin auch sauer auf ihn. Aber das ist in Ordnung. Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott das aushält. Ich glaube er freut sich sogar, dass ich mich an ihn wende und mein Ärger mit ihm teile. Und mir hilft es auch. Wenn ich alles mal loswerden kann, dann bekomme ich einen neuen Blick auf mein Leben und sehe wieder, dass es mir eigentlich gut geht.
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Montag, 25. Oktober 2021
Ich erinnere mich noch gut an meine Zeit in der Schwimmschule. Vor der ersten Schwimmstunde war ich super aufgeregt und habe mich gefürchtet.
Aber ich habe die Schwimmflügel angezogen und los ging es ins Wasser – soweit bis ich nicht mehr stehen konnten. Kein Problem, denn die Schwimmflügel haben mich ja getragen. Das hab ich schnell gemerkt. Aber dann hat mein Schwimmlehrer gesagt, ich soll die Schwimmflügel ausziehen. Ich musste versuchen mich alleine über Wasser zu halten – echt krass. Ich hab mich angestrengt – aber es hat einfach nicht geklappt. Natürlich hat mir der Schwimmlehrer dann geholfen. Er war da und hat mich über Wasser gehalten.
Ich kenne das Gefühl fast unterzugehen aber nicht nur aus dem Schwimmunterricht. Auch heute hab ich manchmal das Gefühl unterzugehen. Ich denke dann, dass ich alles, was ansteht, nicht schaffe. Alles ist zu viel und scheint mich zu erdrücken. Mir hilft dann ein Spruch aus der Bibel. In Psalm 121 steht: „Er wird nicht zulassen, dass du stolperst und fällst; der dich behütet, schläft nicht“. Damit ist Gott gemeint. Er schenkt mir die Kraft meine Aufgaben zu meistern. Er lässt mich im Alltag nicht untergehen.
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Sonntag, 19. September 2021
Genial! Dieses Wort benutze ich sehr oft. Ich bin leicht zu begeistern, dass wird mir auch immer wieder gesagt. Manchmal reicht mir „genial“ aber gar nicht aus.
Wenn ich etwas so toll finde, dass ich es kaum beschrieben kann, dann sage ich ganz bewusst wundervoll oder wunderschön.
Wunder – das bedeutet für mich, dass Gott wirkt. In der Bibel wird viel von Wundern berichtet. Mose zum Beispiel hat das Meer geteilt. Und Jesus hat Menschen geheilt.
Bei diesen Geschichten ist es gar nicht so wichtig, ob sie wirklich so stattgefunden haben. Es geht nicht darum, ob Mose wirklich den Stock gehoben hat und sich das Meer geteilt hat. Wichtig ist, dass die Menschen, die das aufgeschrieben haben, etwas Wundervolles erlebt haben. Sie wurden aus einer schwierigen Situation gerettet. Sie waren so verzweifelt, dass sie nicht einmal mehr auf Rettung gehofft haben. Die Rettung war für sie wundervoll. Und diese Erfahrung haben sie dann in diese Geschichte verpackt.
Ich glaube, in diesem Sinne kann jede und jeder Wunder in seinem oder ihrem Leben entdecken. Jemand wird nach einer schweren Krankheit wieder gesund. Oder es passiert etwas unglaublich Schönes, womit man gar nicht gerechnet hat.
Und ich liebe es, die Augen offen zu halten und auch die kleinen Wunder in meinem Leben wahrzunehmen. Ja, und dann sage ich: wow wie wunderbar!
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Mittwoch, 15. September 2021
Ich war diesen Sommer auf einer Freizeit für Jugendliche als Mitarbeiterin dabei. An einem Abend hat mich ein Jugendlicher gefragt, ob ich glaube, dass Gott für sein Leben einen Plan hat.
Hat Gott für unser Leben einen Plan? Eine schwierige Frage, die mich auch schon oft beschäftigt hat. Und ich kann das nicht einfach nur mit ja oder nein beantworten.
Ich glaube fest daran, dass Gott jeden von uns begleitet. Er möchte das Beste für uns, ohne uns einzugrenzen.
Aber ich glaube nicht, dass Gott einen festen Plan für unser Leben hat. Ich kann und darf selbst Entscheidungen treffen.
Es heißt ja oft, Gott liebt die Menschen und ist gnädig zu jedem Einzelnen. Das heißt für mich, dass ich frei entscheiden kann und er die Wahlmöglichkeiten für mein Leben nicht einschränkt.
Ich glaube aber, dass Gott mir Fähigkeiten geschenkt hat, mit denen ich mein Leben gestalten kann. So wirkt Gott durch mich in der Welt und durch sie werden meine Entscheidungen doch irgendwie auch immer beeinflusst.
Gott hat in meinen Augen also keinen festen Plan für unser Leben. Er liebt uns so sehr, dass wir frei entscheiden können. Doch ich glaube fest daran, dass er uns immer begleitet und durch uns wirkt.
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Montag, 13. September 2021
Ich habe die letzten Tage die Sonne noch mal so richtig genossen. Bald ist schon wieder Herbst und die Tage werden dunkler.
Aber ich liebe auch solche trüben Tage, wenn der Regen aufs Dach prasselt, meine Teelichter und Lichterketten leuchten und ich gemütlich Serien suchte.
Doch die Sonne brauch ich auf jeden Fall auch. Ihre Wärme tut gut. Und im hellen Licht sieht die Welt gleich viel fröhlicher aus. Die Sonne gibt mir Kraft und Lebenslust.
Wenn es morgens zum Beispiel dunkel und trüb ist, fällt es mir viel schwerer, aus dem Bett zu kommen.
So wie ich die Sonne brauche, brauche ich auch Gott. Gott schenkt mir Kraft zu leben, er ist bei mir. Ich kann ihn zwar nicht sehen – aber spüren; sowie die Wärme der Sonne.
Gott ist für mich da, bei ihm kann ich alles loswerden, was mich bedrückt. Ich kann mich immer an ihn wenden und mein Leben mit ihm teilen. Er versteht und liebt mich. Ich kann ihn um Hilfe bitten, wenn ich allein nicht weiterkomme.
Wie die Sonne schenkt auch Gott mir immer wieder Kraft und Lebenslust.
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Samstag, 24. Juli 2021
Ich durfte letztens mal wieder in ein Freundebuch schreiben. So wie früher in der Grundschule. Das war echt witzig. Irgendwie scheint das gerade so ein neuer Trend zu sein: Freundebücher für Erwachsene. Ich zumindest habe sie schon in einigen Online-Shops gesehen.
In der Bibel wird berichtet, dass Gott quasi auch ein „Freundebuch“ hat. Es wird das „Buch des Lebens“ genannt und darin sollen alle Namen der Menschen stehen, die mit Gott befreundet sind. Allerdings ist die Vorstellung so, dass Gott die Namen selbst hineinschreibt. Er bietet allen Menschen an, mit ihm befreundet zu sein und wir können frei entscheiden, ob wir es auch wollen. Gott hält uns sozusagen immer einen Platz auf seiner Freundesliste frei, weil er sich über eine Freundschaft mit uns freut.
Ich glaube fest daran, dass eine Freundschaft mit Gott wunderbar und besonders ist. Außerdem gibt es mir ein gutes Gefühl, wenn mir jemand sagt: „Du bist mein:e Freund:in“. Ich fühl mich dann sicher und geborgen. Und deshalb finde ich so ein Freundebuch für Erwachsene eigentlich auch echt schön. Es toll ist jemandem zu sagen oder zu schreiben: Du bist mein:e Freund:in. Egal, wie alt man ist.
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Freitag, 23. Juli 2021
Letztes bin ich zufällig wieder auf eine Geschichte gestoßen, die mir als Jugendliche mal erzählt wurde.
Es geht um drei kleine Bäume, die alle einen Lebenstraum haben und Gott davon erzählen. Der erste Baum möchte ein Bett für einen König werden. Der zweite Baum ein Schiff, das viele Menschen durch die Weltmeere befördert. Und der Dritte möchte einfach nur als Baum an der Stelle bleiben und mit seiner Baumkrone auf Gott hinweisen. Aber alles kam anders: der erste Baum wurde eine Futterkrippe, der zweite ein Fischerboot und der dritte wurde gefällt und zu einem Kreuz verarbeitet. Man könnte also meinen, dass ihre Träume nicht in Erfüllung gegangen sind. Aber aus dem ersten Baum ist die Futterkrippe entstanden, in der Jesus geboren wurde. Der Zweite wurde das Fischerboot, von welchem aus Jesus einer großen Menschenmenge von Gott erzählte. Und der dritte Baum wurde das Kreuz, an dem Jesus gekreuzigt wurde und wies so auf Gott hin.
Ich finde, in der Geschichte steckt viel Wahres.
Lebensträume sind wichtig. Sie helfen mir, mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Aber oft denke ich auch, dass mein Leben überhaupt nichts mit meinem Traum zu tun hat. Doch rückblickend kann ich dann meistens sagen: Es war gut so, auch wenn es ganz anders gekommen ist, als ich es mir vorgestellt habe. Das hilft mir nicht ständig meinen Träumen nachzujagen, sondern im Hier und Jetzt zu leben.
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Donnerstag, 22. Juli 2021
Meine Eltern haben sich einen Hund zugelegt, als ich 17 Jahre alt war. Für mich ist damit ein großer Herzenswunsch in Erfüllung gegangen. Auch jetzt, wo ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne, hätte ich gerne einen Hund als Haustier. Allerdings lässt sich das mit meinem Alltag nicht so gut vereinen.
Auch zur Zeit der Bibel gab es schon Hunde als Haustiere. Ich war total überrascht über einen Vergleich von Jesus, in dem Hunde vorkommen:
Eine nicht jüdische Frau hat Jesus um Hilfe für ihre kranke Tochter gebeten. Er hat sie aber ignoriert. Als die Frau nicht lockerlässt, sagt Jesus, dass man ja auch den Hunden nicht das Essen der Kinder gibt. Er wollte damit wohl deutlich machen, dass er zuerst Menschen seiner eigenen Religion helfen möchte. Doch die Frau hat sich nicht abbringen lassen und erwidert, dass die Hunde doch die Reste bekommen. Schlussendlich hat Jesus die Bitte der Frau doch erfüllt und der Tochter geholfen.
Ich finde es eine komische Geschichte, die Jesus anders zeigt, als ich es kenne. Viele Geschichten erzählen doch, dass er Menschen anderer Religionen gegenüber freundlich war und ihnen geholfen hat. Mir zeigt das: Jesus war auch nicht perfekt. Er war manchmal auch hartherzig. Aber schließlich hat er sich ja doch umstimmen lassen. Das finde ich für mich auch wichtig: Dass ich mir auch selbst überlege, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, wenn ich mal Nein sage oder jemanden nicht helfe.
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Samstag, 12. Juni 2021
In letzter Zeit merke ich mal wieder, wie dankbar ich für unseren Balkon bin und wie gut es war, im März die Woche Urlaub zu nutzen, um ihn einzurichten. Ich habe mir ganz bewusst Zeit genommen, um mir meine Ruheoase für den Alltag zu schaffen. Einen Ort, an dem ich mich wohlfühle, zur Ruhe kommen und Kraft tanken kann.
Es gibt aber auch Momente, in denen ich nicht einmal auf dem Balkon abschalten kann. Ich schaffe es dann auch dort nicht zur Ruhe zu kommen und die Gedanken und Sorgen loszuwerden. Zu viel, das mich umtreibt und stresst.
Jesus kennt dieses Bedürfnis. Deshalb sagt er an einer Stelle in der Bibel: „Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.“ Jesus lädt uns ein, bei ihm unsere Sorgen loszuwerden, sie ihm zu erzählen. Er möchte uns helfen, Ruhe zu finden.
Wenn andere Tricks oder mein Balkon nicht mehr helfen, dann hilft es mir manchmal, mich an Jesus zu wenden. Ihm zu erzählen, was mich beschäftigt, stresst und mich in meinem Alltag umtreibt. Oder mir Zeit zu nehmen in der Bibel Geschichten über ihn zu lesen. Ich merke so, dass auch Jesus für mich eine Ruheoase im Alltag sein kann.
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Donnerstag, 10. Juni 2021
Ganz ehrlich, ich bin langsam wirklich genervt. Corona dauert jetzt schon ewig, ständig neue Verordnungen. Es gab Lockerungen und dann wieder neue Maßnahmen. In meinem Job muss ich mich immer wieder in die neuen Verordnungen einlesen und rausfinden, was aktuell erlaubt ist und was nicht. Gar nicht so einfach, da noch den Durchblick zu halten. Doch zum Glück arbeite ich nicht allein. Ich habe einen Kollegen, der mir immer weiterhilft, wenn ich mal wieder nicht verstehe, was jetzt erlaubt ist und was nicht.
Schon in der Bibel schreibt Paulus in einem Brief: „Helft euch gegenseitig bei euren Schwierigkeiten und Problemen.“
Ich finde, er hat vollkommen recht. Es ist so wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen und uns bei unseren Problemen und Schwierigkeiten helfen. Nicht nur jetzt während Corona. Mir tut es gut zu wissen, dass ich meinen Kollegen einfach fragen kann, wenn ich nicht weiterweiß. Es erleichtert meinen Alltag und hebt definitiv meine Stimmung.
Ich möchte mir vornehmen, noch bewusster Menschen in meinem Umfeld meine Hilfe und Unterstützung anzubieten. Ganz oft ist das ganz leicht. Es kann schon sein, dass ich einfach mal nur zuhöre oder jemandem die Tür aufhalte. Ich möchte meinem Umfeld vermitteln, dass ich gerne für sie da bin: because together it’s better!