Isi
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Sonntag, 24. Juli 2022
Aktuell geht es mir nicht so gut. Ich mache mir viele Gedanken über die Zukunft. Was kommt da alles auf mich zu? Wird es mir und meiner Familie gut gehen? Die ganzen Krisen auf der Welt machen mir ehrlich gesagt auch etwas Angst. Ich habe da neulich mit einer Freundin drüber gesprochen. Sie hat mich total gut verstanden. Sie hat mir aber auch geraten, zu versuchen, mehr im Moment zu leben. Und ich finde, sie hat ein interessantes Beispiel gemacht: Present das engl. Wort für Gegenwart bedeutet gleichzeitig auch Geschenk.
Die Gegenwart ist ein Geschenk könnte man also sagen. Jeder Moment ist wertvoll. Und ich habe in der Hand, was ich daraus mach und wie ich meine Zeit nutze.
Mir hat diese Perspektive geholfen. Natürlich denke ich immer noch manchmal an die Zukunft. Ich finde es auch wichtig, zu überlegen, wie wir in Zukunft gut zusammenleben können. Aber manchmal auch einfach den Moment genießen und mir bewusst zu machen, dass jeder Moment ein Geschenk ist – das tut mir einfach gut!
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Freitag, 22. Juli 2022
Mein Freund geht seit Jahren aufs Southside. Sein Arm ist wirklich voll von den Festvialbändchen. Zum Teil sehen sie fast schon eklig und zerfranst aus. Doch für ihn sind sie wirklich wichtig und es ist immer ein kurzer Trauermoment, wenn eins abfällt. Auch wenn noch mindestens sechs weitere am Arm sind.
Ich kann es aber irgendwie verstehen, dass ihm die Armbänder wichtig sind. Für ihn ist es mehr als nur ein Armband zur Einlasskontrolle. Es ist ein Stück Erinnerung. Im Alltag wird er durch einen kurzen Blick aufs Armand immer wieder an diese schöne Zeit mit seinen Kumpels erinnert. Das tut ihm gut.
Ich glaube, solche Erinnerungshilfen sind wichtig. Sie können uns Kraft und Freude spenden.
Auch ich habe ein solches Erinnerungsstück. Ich trage jeden Tag ein Schmuckstück, das mich dran erinnert, dass Gott mich begleitet. Es hilft mir im Alltag und ich vergesse auch in schwierigen Momenten nicht, dass Gott da ist und ich mich immer an ihn wenden kann.
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Mittwoch, 20. Juli 2022
Zusammen mit meinem Freund betreue ich nächste Woche einen Stand bei einem Flohmarkt. Ich glaube, das wird wirklich lustig.
In den letzten Tagen haben wir unseren Keller ausgemistet und alles rausgesucht, was wir nicht mehr brauchen. Das tat richtig gut. Es war nicht immer einfach zu entscheiden, ob man etwas weggeben kann oder das Herz doch noch zu sehr daran hängt. Doch wenn ich es dann geschafft habe, was auszusortieren, hat es sich gut angefühlt.
Schon die Bibel erinnert mich daran, dass ich bei meiner Geburt nichts in die Welt mitgebracht habe und ich auch nichts mitnehmen kann, wenn ich sterbe. Vielleicht sollte ich also gar nicht so viel besitzen und brauche auch nicht so viel Zeug…
Ich versuche deshalb in Zukunft mich immer wieder zu fragen, ob ich zum Beispiel das neue Kleidungsstück wirklich haben muss. Oder ob ich mit Dingen, die ich schon besitze, anderen eine Freude machen kann. Das fällt mir nicht immer leicht, aber ich möchte versuchen, meinen Besitz mehr zu begrenzen.
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Montag, 18. Juli 2022
Ich bin schon soo voller Vorfreude auf nächsten Samstag! Da feier ich nämlich mein Sommerfest.
Ich bin so dankbar für die Menschen in meinem Leben, die mich unterstützen, mit denen ich immer wieder unglaublich tolles Erleben darf und die mir zeigen, dass sie mich liebhaben.
In der Bibel wird beschrieben, dass man zu zweit sehr viel besser dran ist als alleine. Es werden sogar Beispiele aufgezählt: „Wenn sie hinfallen, kann einer dem anderen aufhelfen. Es können sich zwei, die in einer kalten Nacht unter einer Decke liegen, aneinander wärmen. Ein Einzelner kann leicht von hinten angegriffen und niedergeschlagen werden; zwei, die zusammenhalten, wehren den Überfall ab.“ (Prediger 4, 10-12)
Genau das kenne ich auch von meinen Freunden. Es ist aber nicht selbstverständlich, solche Menschen in meinem Leben zu haben und darum feiere ich das mit ihnen.
Mit dem Fest möchte ich Danke sagen, dass sie für mich da sind, aber auch Gott, dass ich so wertvollen Freundschaften habe.
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Sonntag, 12. Juni 2022
Anscheinend soll Albert Einstein mal gesagt haben: „Jeder ist ein Genie! Doch wenn Du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann, wird er sein ganzes Leben glauben, dass er dumm ist.“
Ganz egal, woher dieses Zitat kommt, ich finde es super lehrreich. Für mich steckt in diesem Zitat eine Botschaft, die ich auch in der Bibel immer wieder lese: Du bist gut, so wie du bist.
Jeder Mensch ist einzigartig und jeder hat von Gott andere Gaben geschenkt bekommen. Daran glaube ich. Aber nicht alle Gaben lassen sich in jedem Umfeld gut einbringen. Es gibt Menschen, die wirklich sehr gut darin sind, Dinge auswendig zu lernen. Es gibt Menschen, die können super erklären. Andere sind handwerklich total begabt. Manche können super mit Zahlen umgehen und andere Menschen sind sehr sportlich.
Ich möchte versuchen, die Menschen in meinem Umfeld mit ihren Gaben wahrzunehmen und sie ermutigen, dass sie ihre Fähigkeiten einzusetzen. Denn ich glaube daran, dass jeder Mensch etwas gut kann.
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Freitag, 10. Juni 2022
Ich habe sehr gerne einen Plan. Pläne geben mir Sicherheit und Struktur. Ich weiß, was auf mich zu kommt und was ich wann machen muss. Aber manchmal da setzten mich meine Pläne auch unter Druck. Im Studium zum Beispiel: mein Plan war es, auf jeden Fall mit meinen Freundinnen den Abschluss zu machen. Dazu musste ich aber jede Prüfung bestehen, das hat mir unnötig viel Druck gemacht.
Ein Spruch aus der Bibel hilft mir da: „Ein Mensch kann seinen Weg planen, seine Schritte aber lenkt Gott.“ Sprüche 16,9
Dieser Spruch nimmt den Druck raus und entlastet mich. Ich weiß dadurch, dass ich mein Leben nicht alleine in der Hand habe. Ich kann mein Bestes geben, mich gut auf Prüfungen vorbereiten oder eben andere Pläne für mein Leben machen. Doch ob es wirklich so kommt, das liegt nicht allein an mir. Manchmal passieren auch unvorhersehbare Dinge. Ich glaube, Gott wirkt in meinem Leben. Da ist es nicht schlimm, wenn etwas nicht so läuft wie geplant, denn Gott geht mit. Diese Gewissheit tut mir gut.
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Mittwoch, 08. Juni 2022
Kommen Tiere auch in den Himmel?
Nala ist der Hund meiner Eltern. Doch sie haben Nala schon so lange, dass sie auch schon da war, als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe.
Jetzt ist Nala sehr alt und wir merken, dass ihr das Leben immer schwerer fällt. Für mich ist es nicht leicht, damit umzugehen, dass Nala sehr wahrscheinlich nicht mehr lange zu leben hat. Sie gehört einfach zu unserer Familie dazu. Es macht mich ziemlich traurig und tut weh, dass sie bald stirbt.
Deshalb beschäftigt mich die Frage, ob Tiere in den Himmel kommen.
Ich weiß es nicht. Kein Mensch kann es wissen. Aber ich glaube, Gottes Liebe ist so groß, dass nicht nur Menschen das ewige Leben von ihm geschenkt bekommen. Ich glaube auch Tiere dürfen zu ihm in den Himmel kommen. Mich und meine Familie tröstet der Gedanke sehr, dass Nala in den Himmel kommt. Dass sie dort wieder fit ist und wir sie bei Gott wiedersehen werden.
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Montag, 06. Juni 2022
Plötzlich konnten sie viele unterschiedliche Sprachen sprechen und verstehen. Das wird in der Bibel von den Freunden Jesu berichtet. Und es ist schon ziemlich krass, was da passiert. Auf einmal können sich die Freunde Jesu auf ganz fremden Sprachen mit anderen unterhalten und so allen Menschen von Jesus erzählen. Es heißt, dass der Heilige Geist ihnen das ermöglicht habe. An diese Geschichte erinnern sich Christen an Pfingsten.
Das klingt irgendwie ziemlich abstrakt. Wer ist der Heilige Geist? In der Bibel heißt es, dass er mitten unter uns ist und als ein Teil Gottes in uns wirkt.
Deshalb stelle ich mir den Heiligen Geist als eine besondere Kraft vor. Er hilft mir, zu beten und die Bibel zu verstehen. Er schenkt jedem von uns verschiedene Eigenschaften, wie Liebe, Selbstbeherrschung oder Geduld. Wenn ich also jemanden mit Liebe behandle, dann wirkt der Heilige Geist in mir. Und so kann ich die Geschichte von Pfingsten verstehen. Der Heilige Geist ermöglicht es, dass sich Menschen verstehen, miteinander sprechen und Freundschaften schließen – über alles Trennende und über Grenzen hinweg.
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Sonntag, 01. Mai 2022
Am 01.April werden traditionell Scherze gemacht und heute am 01. Mai ist nicht nur der Tag der Arbeit sondern auch Weltlachtag. Zweimal hintereinander starten wir also mit einem Lachen in den Monat.
Aber nicht alle haben heute einen Grund zum Lachen und auch nicht alle haben heute frei, obwohl Feiertag ist.
Einige müssen heute trotzdem arbeiten. So zum Beispiel der Typ, der heute dafür sorgt, dass du gute Musik bei DasDing hören kannst. Oder die Ärztin in der Notaufnahme, der Pfleger auf der Kinderkrebsstation, die Frau vom mobilen Pflegedienst, die Sozialarbeiterin auf der Wohngruppe für Kinder und Jugendliche oder der Busfahrer…?
In der Pandemie ist mir bewusst geworden, wie viele Berufe es gibt die „systemrelevant“ sind, wie viele Leute, die selbstverständlich arbeiten, wenn andere frei haben. Es wurde für sie geklatscht, doch ist das Würdigung genug?
Ich finde nicht! Deshalb habe ich mir vorgenommen, solchen Menschen freundlich zu begegnen. Und Ihnen heute, am Weltlachtag, wenigstens ein Lächeln zu schenken und vielleicht sogar ehrlich Danke sagen. Ich glaube, das ist ein guter Anfang, über den sie sich freuen.
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Samstag, 30. April 2022
Ich liebe Abenteuer! Kleine wie große, total egal. Ich will etwas erleben, entdecken und Neues sehen. Menschen begegnen, Mut beweisen und über mich hinauswachsen.
Deshalb wandere ich im Urlaub gerne mit meinem 60l Rucksack durchs Land und baue bei fremden Menschen im Garten mein Zelt auf. Ich bereise gerne fremde Länder um die Menschen und ihre Kultur kennenzulernen. Aber auch im Alltag erlebe ich ständig Abenteuer. Wenn ich zum Beispiel mal wieder die Bahn verpasst hab, dann geht jedes Mal ein kleines Abenteuer los.
So ein Abenteuergeist steckt, glaube ich, in jedem Menschen. Auf seine Art und Weise.

Ich glaube wir dürfen mutig sein, auf unseren Entdeckergeist hören und uns immer wieder auf neue Abenteuer einlassen. Klar gehört da auch Angst dazu. Doch Gott spricht: "Ich sage dir: Sei stark und mutig! Hab keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst". (Josua 1,9)

Es muss ja nicht gleich ein großes, schwieriges Abenteuer sein. Auch an kleinen Herausforderungen kann man wachsen und manchmal sogar Spaß haben. Darum möchte ich mich immer wieder auf neue Abenteuer in meinem Leben einlassen.