Isi
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Samstag, 12. Juni 2021
In letzter Zeit merke ich mal wieder, wie dankbar ich für unseren Balkon bin und wie gut es war, im März die Woche Urlaub zu nutzen, um ihn einzurichten. Ich habe mir ganz bewusst Zeit genommen, um mir meine Ruheoase für den Alltag zu schaffen. Einen Ort, an dem ich mich wohlfühle, zur Ruhe kommen und Kraft tanken kann.
Es gibt aber auch Momente, in denen ich nicht einmal auf dem Balkon abschalten kann. Ich schaffe es dann auch dort nicht zur Ruhe zu kommen und die Gedanken und Sorgen loszuwerden. Zu viel, das mich umtreibt und stresst.
Jesus kennt dieses Bedürfnis. Deshalb sagt er an einer Stelle in der Bibel: „Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.“ Jesus lädt uns ein, bei ihm unsere Sorgen loszuwerden, sie ihm zu erzählen. Er möchte uns helfen, Ruhe zu finden.
Wenn andere Tricks oder mein Balkon nicht mehr helfen, dann hilft es mir manchmal, mich an Jesus zu wenden. Ihm zu erzählen, was mich beschäftigt, stresst und mich in meinem Alltag umtreibt. Oder mir Zeit zu nehmen in der Bibel Geschichten über ihn zu lesen. Ich merke so, dass auch Jesus für mich eine Ruheoase im Alltag sein kann.
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Donnerstag, 10. Juni 2021
Ganz ehrlich, ich bin langsam wirklich genervt. Corona dauert jetzt schon ewig, ständig neue Verordnungen. Es gab Lockerungen und dann wieder neue Maßnahmen. In meinem Job muss ich mich immer wieder in die neuen Verordnungen einlesen und rausfinden, was aktuell erlaubt ist und was nicht. Gar nicht so einfach, da noch den Durchblick zu halten. Doch zum Glück arbeite ich nicht allein. Ich habe einen Kollegen, der mir immer weiterhilft, wenn ich mal wieder nicht verstehe, was jetzt erlaubt ist und was nicht.
Schon in der Bibel schreibt Paulus in einem Brief: „Helft euch gegenseitig bei euren Schwierigkeiten und Problemen.“
Ich finde, er hat vollkommen recht. Es ist so wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen und uns bei unseren Problemen und Schwierigkeiten helfen. Nicht nur jetzt während Corona. Mir tut es gut zu wissen, dass ich meinen Kollegen einfach fragen kann, wenn ich nicht weiterweiß. Es erleichtert meinen Alltag und hebt definitiv meine Stimmung.
Ich möchte mir vornehmen, noch bewusster Menschen in meinem Umfeld meine Hilfe und Unterstützung anzubieten. Ganz oft ist das ganz leicht. Es kann schon sein, dass ich einfach mal nur zuhöre oder jemandem die Tür aufhalte. Ich möchte meinem Umfeld vermitteln, dass ich gerne für sie da bin: because together it’s better!
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Dienstag, 08. Juni 2021
Im Kirchenjahr befinden wir uns aktuell in der Trinitatiszeit. Eine Zeit mit wenig kirchlichen Festen. Trinitatis ist Latein und bedeutet Dreieinigkeit. Zu Beginn der Trinitatiszeit feiern Christinnen und Christen also die Dreieinigkeit Gottes. Das heißt: Gott begegnet uns in drei unterschiedlichen Gestalten. Als Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Dreieinigkeit heißt also, dass Gott gleichzeitig drei und einer ist. Gar nicht so einfach zu verstehen.
Mir hilft es mich daran zu erinnern, wie Gott uns Menschen begegnet. Gott, der Vater als Schöpfer der Welt. Er liebt uns Menschen wie ein Vater. Die zweite Begegnungsform ist Jesus. In ihm zeigt Gott seine menschliche Seite und wie er sich in der Welt verhält. Als dritte Form bleibt der Heilige Geist. Der Heilige Geist umgibt uns, auch wenn wir ihn nicht sehen können. Man kann das als Kraft in uns beschreiben, die Gutes bewirkt.
Zugegeben: Ich finde es trotzdem schwierig, die Trinität zu verstehen. Aber ich finde es genial, dass Gott sich in drei Begegnungsformen zeigt. Wir Menschen sind so unterschiedliche und haben dadurch verschiedene Zugänge zum Glauben und zu Gott. Deshalb hilft es uns, glaube ich, dass uns Gott auf unterschiedliche Weise begegnet.
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Montag, 07. Juni 2021
Momentan begegnet mir das Thema Impfen ständig: auf Jodel oder Instagram. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Und ich merke: Viele sind unzufrieden, dass sie selbst noch nicht geimpft sind. Und ganz ehrlich, ich kann es verstehen. Als Geimpfter ist man geschützt und darf wieder mehr machen. Und nur weil man andere darum beneidet und es auch gerne hätte, heißt es ja nicht, dass man es ihnen nicht gönnt.
Einen Hinweis, wie ich mit so einer Situation umgehen kann, gibt es in der Bibel in den 10 Geboten. Da heißt es: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, noch alles, was dein Nächster hat.
Man soll also nicht neidisch sein, auf all die wichtigen Dinge, die der andere hat.
Das klingt jetzt erst mal sehr moralisch und nach Verboten. Aber eigentlich sollen uns die 10 Gebote Freiheit geben. Gott will uns nicht eingrenzen. Er möchte uns durch seine Gebote Grundsätze an die Hand geben, die uns helfen, ein glückliches Leben zu führen.
Und ich finde das macht dieses Gebot.
Denn Neid ist ja eigentlich auch echt kein schönes Gefühl. Wenn ich neidisch bin, habe ich oft schlechte Laune, bin unglücklich und genervt von mir und meinem Leben. Wenn ich aber aufhöre, mich an anderen zu orientieren und zu vergleichen, merke ich, dass es mir besser geht. Deshalb versuche ich, weniger auf die anderen zu schauen, wenn ich mal neidisch bin.
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Samstag, 01. Mai 2021
Heute ist der Tag der Arbeit. Aktuell scheint es gar nicht so leicht zu sein, einen Job zu finden. Ich habe eine Freundin, die schon ewig vergeblich sucht. Oder mein Bruder; er ist zwar angestellt, aber als Bademeister kann er aktuell nicht arbeiten. Wenn ich mit den beiden spreche, merke ich oft, wie wichtig Arbeit für sie ist. Natürlich kann arbeiten auch anstrengend sein und ich motze auch gern mal darüber. Aber ich denke, wenn ich mal nicht arbeiten könnte, dann würde ich schnell merken, was mir fehlt. Nicht nur weil ich dann kein Geld verdienen kann, sondern auch weil mir die Arbeit Struktur im Alltag gibt.
Die Arbeit gehört zum Menschen wie zum Vogel das Fliegen hab ich mal gelesen!
Ich finde, das stimmt. Wir Menschen brauchen die Arbeit und ich bin Gott dankbar, dass ich eine Arbeit habe, die mir Spaß macht. Heute denke ich besonders an die Menschen, die Arbeit suchen und wünsche ihnen von ganzem Herzen, dass sie bald eine finden.
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Mittwoch, 28. April 2021
Ich finde Träume ja echt faszinierend. In letzter Zeit erinnere ich mich morgens oft daran, was ich in der Nacht geträumt hab. Teilweise ist das richtig schön, manchmal wirklich beängstigend, aber meistens sind die Träume doch sehr verrückt. Als Teenager hab ich meine Träume oft aufgeschrieben und ich glaube, sie haben immer viel über mich verraten. Wie es mir gerade geht und was mich beschäftigt. Auch heute denke ich immer noch über meine Träume nach und was sie mir wohl sagen.
Die Bibel erzählt die Geschichte von einem Menschen, der mit Gottes Hilfe Träume deuten kann. Er heißt Josef und wurde nach Ägypten verschleppt. Er ist also fremd dort und sitzt auch noch zu Unrecht im Gefängnis. Mit Gottes Hilfe konnte Josef aber die Träume anderer Gefangener deuten und etwas über die Zukunft dieser Menschen sagen. Später hat er auch die Träume des Pharaos gedeutet, kam deshalb aus dem Gefängnis frei und wurde der wichtigste Berater des Pharaos.
Josefs Situation war wirklich aussichtslos, doch Gott hat ihn nicht im Stich gelassen. Er hat Josef geholfen, sich mit dem, was er kann, in einem fremden Land eine neue Existenz aufzubauen. Mir macht das Mut: Weil ich glaube, dass Gott auch mir, dass Gott allen Menschen besondere Fähigkeiten geschenkt hat. Manchmal merkt man das gar nicht und es kommt erst in bestimmten Situationen zum Vorschein. Aber ich glaube, jeder kann etwas, was anderen weiterhilft.
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Dienstag, 27. April 2021
Mein Handy ist mir wirklich unglaublich wichtig. Alle meine Daten und Nachrichten sind da gespeichert. Ich kann mit Freunden in Kontakt bleiben, auch wenn wir uns echt schon lang nicht mehr gesehen haben. Und ich kann Fotos machen, die mich an tolle Momente erinnern. Und weil mir mein Handy so wichtig ist, schütze ich es mit einer Handyhülle. Da hab ich mir jetzt eine Neue gekauft, die besonders gut hält und von allen Seiten schützt.
Als ich nach der neuen Handyhülle gesucht habe, bin ich draufgekommen, dass es bei Gott auch so ist. In Psalm 139 heißt es: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir“. Ich bin Gott wirklich super wichtig. Für ihn bin unglaublich wertvoll und er möchte auch auf mich aufpassen. Und auch wenn ich mal hinfalle, schützt er mich. Gott passt also auf mich auf. Aber nicht nur das, ich kann mich auch an ihn wenden, wenn es mir schlecht geht. Ich glaube, er hört zu und er versteht das. Gott ist für mich quasi meine Handyhülle, nur noch besser!
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Sonntag, 21. März 2021
Seit einem Jahr gibt es immer wieder Einschränkungen. Ich weiß, diese Vorgaben sind wichtig und Gesundheit etwas ganz Wertvolles. Aber ich finde es manchmal trotzdem schwer, mich an die Regeln zu halten, ohne mich zu beschweren.
In der Bibel heißt es: „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7)
Paulus schreibt den Vers an Timotheus. Er ist Leiter einer Gemeinde und bekommt viel Gegenwind. Er hat es nicht leicht. Paulus erinnert ihn daran, dass er vom Heiligen Geist Gaben geschenkt bekommen hat, die ihm helfen sollen, gut in der Welt zurecht zu kommen.
Und ich glaube: Uns allen hat Gott diese Eigenschaften geschenkt. Und Sie können uns in dieser schwierigen Zeit helfen. Denn Synonyme für Besonnenheit sind zum Beispiel Selbstbeherrschung oder Vernunft. Ich denke, das brauchen wir gerade ganz oft.
Ja, die Einschränkungen nerven mich. Aber ich habe dank Gott Eigenschaften, diese Zeit zu bewältigen: Kraft, um immer wieder neu in den Tag zu starten, Liebe, um meinen Mitmenschen freundlich zu begegnen und Besonnenheit, um den guten Grund für die Regeln nicht zu vergessen und sie einzuhalten.
Ich möchte versuchen, mich immer wieder daran zu erinnern, dass Gott mir diese Eigenschaften geschenkt hat und sie mir helfen, diese Zeit zu meistern.
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Freitag, 19. März 2021
„Na, was fastest du dieses Jahr?“ Das hat mich neulich eine gute Freundin gefragt. Eine schwierige Frage. Mitte Februar hat die Fastenzeit begonnen und ich hab lange nicht gewusst, was ich fasten soll. Eigentlich muss ich doch gerade auf genug verzichten und deshalb wollte ich mich nicht noch mehr einschränken.
Ich habe mir überlegt, was und warum ich in den letzten Jahren überhaupt gefastet habe? Ja, warum Christ*innen überhaupt fasten?
Für mich ging es darum, Gott wieder ein Stück näher zu kommen. Ich hab in den letzten Jahren zum Beispiel oft Fernsehen oder Netflix oder Instagram gefastet. Ich habe auf manches in meinem Alltag verzichtet, um Zeit für Gott zu haben.
Aus diesen Gedanken ist mir klar geworden, dass ich nicht unbedingt „7 Wochen ohne“ machen muss. Sondern Fasten kann auch „7 Wochen mit etwas“ sein. Fasten ist nicht gleich verzichten. Es kann für mich auch sein, etwas ganz bewusst zu tun.
Ich faste also dieses Jahr 7 Wochen mit Gott. Der Kalender meines Smartphones benachrichtigt mich jeden Tag zu einer unterschiedlichen Uhrzeit. Dann nehme ich mir die Zeit zu beten oder in der Bibel zu lesen und so verbringe ich bewusst Zeit mit Gott.
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Mittwoch, 17. März 2021
„Lege sie nieder in meine Hand. All deine Sorgen, all deine Ängste, lege sie ab und lege sie nieder in meine Hand. Nichts ist für deinen Gott zu groß.“
Diese Verse von einem Lied habe ich in den letzten Tagen ständig als Ohrwurm.
Es heißt: Ich kann alle meine Sorgen bei Gott abgeben. Ich kann sie einfach loslassen, weil er sich darum kümmert.
Hmm…, meine Sorgen einfach Gott hinlegen? Ne, dass finde ich oft gar nicht so einfach. Ich weiß, dass Gott für mich da ist und ich ihm alles erzählen kann. Trotzdem ist es nicht immer leicht ihm im Gebet meine Sorgen zu erzählen. Und selbst wenn: Dadurch, dass ich sie ihm erzähle, sind sie noch längst nicht alle weg.
Deshalb habe ich für mich nach anderen Wegen gesucht, wie ich meine Sorgen loswerden kann. Ich versuche einen Perspektivwechsel, mache eine Liste, wofür ich heute dankbar bin, rufe eine gute Freundin an oder ich genieße die Sonne bei einem Spaziergang. Das hilft mir, weil meine Sorgen dann weniger Platz haben. Weil ich dann mehr die schönen Dinge in meinem Leben sehe.
Doch das Lied geht auch noch weiter. Es heißt, dass Gott mich und meine Sorgen schon kennt. Auch wenn ich mal nicht die Kraft oder Zeit dazu habe, ihm alles zu erzählen, dann weiß er trotzdem, wie es mir geht. Auch das finde ich tröstlich und hilft mir, mit meinen Sorgen umzugehen.