Tobi
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Sonntag, 11. Juli 2021
Kennt ihr Blobbing? Blobbing das ist ein riesengroßes Luftkissen, das auf einem See liegt. Dann setzt man sich ganz vorne auf das Luftkissen drauf und zwei Leute springen hinten auf das Luftkissen. Als ich das erste Mal draufsaß, hatte ich ein bisschen Angst. Ich bin dann aber ganz plötzlich in die Luft katapultiert worden und es hat mega Spaß gemacht. Danach hab ich mir gedacht: So muss sich ein Adlerbaby fühlen. Denn wenn Adlerbabys fliegen lernen, dann werden sie einfach von ihrer Mutter fallengelassen. Die kleinen Adler zappeln dann mit ihren Flügeln und manchmal klappt es und sie fangen an zu fliegen. Es passiert aber auch, dass es nicht klappt. Dann kommt die Adlermutter und fängt sie wieder auf.
In der Bibel gibt’s ne Stelle, die Gott mit so einer Adlermutter vergleicht. Da heißt es, dass Gott so auf mich aufpasst, wie die Adlermutter auf ihre Kinder. Ich finde das schön. Zu wissen, dass Gott immer für mich da ist und ich gleichzeitig Dinge allein machen kann und soll. Und das macht mir Mut, auch Neues zu wagen. Zum Beispiel das Blobbing, weil ich mich darauf verlasse, dass Gott mich auffängt.
Tobi
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Freitag, 09. Juli 2021
Es gibt so Typen, die können einfach alles. Für mich ist Fynn Kliemann so Einer. Fynn Kliemann hat angefangen mit kleinen Handwerkervideos auf Youtube. Mittlerweile macht er fast alles: Er ist Musiker, Autor und Unternehmer und irgendwie haut bei ihm alles hin. Zumindest wirkt das so auf mich.
Mich ermutigen solche Typen wie Fynn Kliemann selber Dinge zu starten. Gleichzeitig kann der Vergleich auch einschüchternd sein. Er baut halt einfach mal ein Hausboot. Und ich?
Ich wollte vor Kurzem eine Lampe montieren und war damit schon ganz schön überfordert. Ich hab mir dann aber helfen lassen und jetzt hängen in meiner Wohnung zwei richtig schöne Lampen. Und auch Fynn Kliemann macht seine Projekte nicht alleine. Er hat viele Menschen, die ihm helfen und ihn bei seinen Ideen unterstützen. Ich merke daran: Man kann das alles nicht alleine schaffen. Und sich helfen lassen ist ja auch nichts Schlimmes. Ich finde sogar, es ist etwas Wunderbares. Weil ich glaube: Menschen sind unterschiedlich, aber jeder kann was, was anderen weiterhilft. Da ist es voll okay, wenn mir nicht alles gelingt. Und ich finde es entlastend, wenn ich nicht alles selber machen muss.
Tobi
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Dienstag, 06. Juli 2021
Was macht das Huhn in der Kirche? Das hat sich meine Mutter neulich gefragt. Sie arbeitet als Mesnerin. Da hat Sie ganz unterschiedliche Aufgaben: Sie bereitet die Kirche für die Gottesdienste vor, sorgt für Blumenschmuck und dafür, dass die Kirche sauber ist. An einem Tag hat Sie die Kirche geputzt und plötzlich ist ein Huhn in die Kirche gelaufen.
Das Huhn gehört dem Pfarrer, der nebenan im Pfarrhaus wohnt. Es ist dort aus dem Garten entwischt und in die Kirche gegangen. Ich finde das richtig witzig, dass das Huhn des Pfarrers in die Kirche geht. Und ich kann das Huhn verstehen. So eine Kirche ist ja auch ein besonderes Bauwerk. Auch ohne dass ein Gottesdienst stattfindet, liebe ich es, in Kirchen zu sein. Gerade wenn ich im Urlaub bin, gehe ich gerne in Kirchen. Ich setze mich dann einfach hin und genieße die Stille und die Atmosphäre. Vor allem in Städten, wo alles etwas hektischer ist, erlebe ich Kirchen als schöne Abwechslung. Da kann ich mal richtig durchatmen.
Vielleicht ging es dem Huhn ja ähnlich und es hat einfach mal ein bisschen Abwechslung gebraucht.
Tobi
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Samstag, 15. Mai 2021
Gibt’s Gott überhaupt? Das frag ich mich manchmal. Das liegt daran, dass ich Gott nicht sehen kann. Ich kann Gott nicht anfassen. Bei einem Tisch zum Beispiel ist das anders. Den sehe ich und wenn ich ihn anfasse, spüre ich, dass er da ist. Aber Gott? Wie sieht Gott überhaupt aus? Wie fühlt sich Gott an? Ich suche manchmal nach Gott. Das mache ich dann so, dass ich mich einfach hinsetzte und nichts mache. Ich nehme mir dann bewusst Zeit und möchte Gott erleben. Ich wünsche mir dann, dass mir Gott begegnet. Oft klappt das nicht richtig.
Aber manchmal begegnet mir Gott dann ganz unerwartet. Ich habe dann einfach so ein Gefühl. Es kommt mir dann so vor, als ob da gerade Gott am Werk war. Zum Beispiel wenn ich in das Lächeln eines lieben Menschen sehe. Wenn mich warme Sommerluft umgibt und ein Sonnenstrahl durch eine Wolke bricht. Dann habe ich für einen kurzen Moment das Gefühl, einen kleinen Finger von Gott gesehen zu haben. Dann hab ich was von Gott gespürt. Und in dem kurzen Moment bin ich mir sicher: Es muss einen Gott geben.
Tobi
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Freitag, 14. Mai 2021
Wie ist denn die Bewertung? Das frag ich ziemlich oft. Zum Beispiel bevor ich einen Film anschaue. Erst mal checken, wie viel Sterne der Film hat. Das geht ziemlich schnell und zack habe ich schon eine Meinung.
Wenn die Bewertung positiv ist, dann schaue ich mir den Film mit einem guten Gefühl an. Ich entdecke dann, dass die Kameraführung gut gemacht ist. Ich finde die Schauspieler sympathisch. Bei einer schlechten Bewertung ist es umgekehrt. Ich bin skeptisch gegenüber dem Film. Es braucht dann oft nicht lange, bis mir etwas auffällt, was ich nicht so toll finde. Bewertungen haben einen ziemlich großen Einfluss auf mein Leben. Ich habe auch schon gemerkt, wie mich ein schlechter Satz über mich ganz schön durcheinanderbringen kann. So wie: „Du warst aber auch schon mal trainierter“. Das hängt mir dann noch lange nach und das nervt mich.
Eine sehr gute Bewertung über mich habe ich in der Bibel gelesen. Als Gott den Menschen geschaffen hat, sagt er: „Das ist mir sehr gut gelungen“. Diese Bewertung von Gott tut mir richtig gut. Sie lässt mich gut gelaunt durch die Welt gehen. Und weil Gott das ja über alle Menschen sagt, erkenne ich dann auch Positives in anderen. Gerade in diesen komischen Zeiten finde ich es wichtig, dass wir einander positiv bewerten. So wie Gott es tut.
Tobi
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Dienstag, 11. Mai 2021
Ich geh nicht joggen, wenn es richtig stark regnet. Auch wenn ich es mir echt vorgenommen habe. Ich merke daran: Es gibt einfach Dinge, die hab ich nicht in der Hand. Das kann so was sein wie Regen. Aber es gibt auch noch viel schlimmere Sachen, wie zum Beispiel ein richtig mieser Virus.
Corona ist so etwas, was ich auch nicht in der Hand habe. Ich habe eigentlich gerne die Kontrolle. Corona zeigt mir aber mal wieder, dass es Dinge gibt, die ich nicht kontrollieren kann.
Wenn etwas außer Kontrolle gerät, fange ich oft an, einen Schuldigen zu suchen. Es regnet - dann ist mein Arbeitgeber schuld, weil ich noch zu viel Arbeit hatte. Ich hätte früher gehen müssen, um noch im Sonnenschein joggen gehen zu können. Oder ich bin selber schuld. Wäre ich nicht so ein Weichei, würde ich einfach im Regen joggen. Oder ich kann Gott die Schuld geben. Er ist schuld, dass es regnet. Ich kann lange weitersuchen nach Schuldigen. Ich merke aber auch, dass mich das nicht glücklich macht. Es zieht mich runter. Besser geht es mir, wenn ich keinen Schuldigen suche. Ich merke, dass das mir nichts bringt. Nicht beim Wetter und auch nicht bei Corona. Manches muss ich einfach akzeptieren. Ich kann nicht alles kontrollieren.
Tobi
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Montag, 10. Mai 2021
Bei mir läuft Dasding meistens im Auto. Ich fahre bei der Arbeit viel herum und da mache ich natürlich das Radio an. Manchmal singe ich auch laut mit und es entstehen dann bisschen peinliche Momente, wenn mich jemand dabei sieht.
Wir haben aber ein Auto bei der Arbeit, das hat kein Radio. Das nehme ich nicht so gerne. Mit meiner Kollegin fighte ich auch manchmal richtig darum, wer das Auto ohne Radio nehmen muss. Manchmal sind auch alle Autos mit Radio schon weg und ich muss dann das Auto ohne Radio nehmen. Das nervt dann erst mal.
Ich muss aber auch sagen: Manchmal tut mir auch Stille gut. Ich hab dann Zeit zum Nachdenken. Kann ein bisschen in mich reinhören und habe Zeit für mich selbst. Ich glaube ja, dass Stille was Göttliches ist und dass ich Gott in der Stille begegnen kann.
Wenn ich das nächste Mal das Auto ohne Radio erwische, versuche ich mich nicht zu ärgern, sondern die Stille zu genießen. Und wenn ich das Auto mit Radio erwische, freue ich mich natürlich über die gute Musik.
Tobi
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Sonntag, 04. April 2021
Heute an Ostern feiern Christen, dass Jesus auferstanden ist. Drei Tage nach seinem Tod wurde Jesus plötzlich wieder lebendig gesehen. Ne ziemlich krasse Geschichte, wie ich finde. Als aller Erstes hat ihn damals eine Frau gesehen - Maria Magdalena. Das finde ich ein ganz fantastisches Detail.
Denn damals waren Frauen und Männer nicht gleichberechtigt. Männer waren die Chefs der Familie und Frauen untergeordnet. Alle wichtigen Ämter waren von Männern besetzt. Doch gerade eine Frau ist es, die als aller Erstes von Jesu Auferstehung berichtet. „Jesus ist auferstanden“, das erzählt sie in der ganzen Stadt. Von da an verbreitet sich diese Geschichte immer weiter. Bis heute erinnern sich Christen an diesen Moment. An Ostern rufen sich viele auch heute noch zu: „Jesus ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden“.
Wenn ich dann merke, dass Frauen bis heute noch benachteiligt werden, macht mich das wütend. Und dass wir heute noch über die Auferstehung Jesu reden, hat vor allem damit zu tun, dass eine mutige Frau vor zweitausend Jahren damit angefangen hat.
Tobi
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Freitag, 02. April 2021
Heute an Karfreitag, erinnern sich Christen daran, dass Jesus gekreuzigt wurde. Ich bin christlich aufgewachsen und deshalb habe ich die Geschichte schon als Kind oft gehört. Ob ich aber wirklich verstanden habe, was da passiert ist, weiß ich heute manchmal selbst nicht. Jesus wird hingerichtet. Der Tod am Kreuz war eine schlimme und schmerzhafte Art zu sterben. Aber es gibt etwas in dieser Erzählung, dass mir Hoffnung macht.
Während Jesus da hängt und stirbt an diesem schrecklichen Kreuz, sagen die Leute zu ihm: Steig doch herunter. Rette dich selbst, wenn du so toll bist. Sie verhöhnen ihn. Bis auf einen. Direkt neben Jesus wird noch eine Person gekreuzigt: ein Verbrecher. Er spricht Jesus an und sagt: Erinnere dich an mich, wenn du in das Reich Gottes kommst. Und Jesus sagt zu ihm: Schon heute wirst du mit mir im Paradies sein.
Ich finde, das ist ein fantastischer Satz. Wenn ich heute in einer Kirche ein Kreuz anschaue, sehe ich darin nicht nur etwas, mit dem man Menschen hinrichten kann, sondern ich spüre Hoffnung. Hoffnung darauf, dass Angst und Schmerz nicht das letzte Wort haben. Sondern, dass es nach dem Tod noch weitergeht. Für alle Menschen.
Tobi
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Mittwoch, 31. März 2021
Ich hatte heute einen richtig guten Tag. Die Arbeit hat Spaß gemacht. Ich bin morgens gut aus dem Bett gekommen. Ich habe mich von nichts stressen lassen. Abends bin ich heimgekommen und hatte immer noch Kraft, auch ein bisschen Sport zu machen. Ich hab mich wohl gefühlt. Entspannt noch was gegessen. Ein richtiger Glückstag.
Klar ist aber auch: Das ist nicht immer so. Manchmal läufts auch gar nicht. Da bin ich morgens total müde. Ich mach mir einen Kaffee machen und der schmeckt mir dann nicht. Und nach einem stressigen Arbeitstag bin ich abends fertig und bekomm gar nichts mehr hin.
In der Bibel gibt’s eine Stelle, die genau das beschreibt. Da heißt es: Freu dich, wenn du einen Glückstag hast. Und wenn du einen Unglückstag hast, dann denke daran: Gott begleitet dich auch, wenn es schlecht läuft.
Ich finde das super: Zu wissen, dass Gott bei mir ist. Wenn ich einen Glückstag habe, aber auch wenn alles schiefläuft. Und weil ich nie weiß, was als Nächstes kommt, will ich mich umso mehr über die Tage freuen, die richtige Glückstage sind.