Seit ich nicht mehr zu Hause wohne, vermisse ich eine Sache ganz besonders: Meinen Hund! 55 Kilo schwer, mit zotteligem, grauen Fell. Ich bin ein echter Hundefan und sie sind meine Lieblingstiere, weil ich finde, dass man sich als Mensch ganz viel von Ihnen abschauen kann.
Zum Beispiel zeigt mir mein Hund immer wieder, was es heißt, einfach gute Laune zu haben. Selbst wenn es wie aus Kübeln regnet, springt er trotzdem voller Freude in jede noch so kleine Pfütze.
Aber man merkt ihm auch an, wenn er was angestellt hat. Sein schuldbewusster Blick ist unbezahlbar, wenn er das Pizzablech leer frisst und die ganze Familie sich fragt, wie er nur an die hohe Küchenablage rangekommen ist.
Ich finde es spannend, dass ich meinem Haustier seine Launen ziemlich gut ablesen kann. Aber wir Menschen unsere Gefühle oft zurückhalten. Das finde ich schade. Denn mir tut es gut, Gefühle zu zeigen und wenn andere wissen dürfen, wie es mir wirklich geht.
Von meinem Hund schau ich mir also ab, dass ich ebenso einfach ehrlich und authentisch in meinem Alltag sein will. Wenn es mir schlecht geht, will ich mit jemandem darüber sprechen. Wenn ich was Dummes mache, will ich mich aufrichtig entschuldigen. Und wenn ich mein Leben gerade in vollen Zügen genieße, will ich, dass man mir das anmerken kann und sich mit mir mitfreuen darf!

 

 

Quelle: https://www.kreuzquer.info/?id=4910