Grenzen und Mauern entstehen in meinem Kopf. Wenn ich mich von anderen abgrenze, Menschen in verschiedene Gruppen einteile, Ethnien und Geschlechter. So sollte es bei den Christen nicht sein: "Es gibt nicht mehr Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus."
Dieser Satz steht in der Bibel und für mich bedeutet er, dass eben alle Menschen gleichberechtig sind. Und nach diesem Grundsatz möchte ich leben. Es geht mir darum mitzuarbeiten an dieser Idee von damals. Indem ich selber offen bin für andere Menschen und jeden mit gleichem Respekt begegne. Dass ich innerhalb meiner Kirche so arbeite, dass sich alle mit einbringen können und auch ernst genommen werden. Ich seh das als Chance für die Kirche. Denn dadurch, dass sich alle Menschen beteiligen können wird die Kirche für mich dadurch glaubhafter und ehrlicher.
Aber das Ganze fängt bei mir persönlich an – in meinem Kopf, denn hier entstehen nicht nur Grenzen und Mauern, sondern auch Brücken und Tunnel. Wenn ich mit Menschen zusammen bin und danach suche, was uns gemeinsam verbindet, was uns gemeinsam Freude macht, dann sind dass für mich Momente in denen die Worte aus der Bibel wahr werden. Es geht dann einfach nicht um Unterschiede, wie männlich oder weiblich; sondern um das, was uns gemeinsam verbindet.

 

 

Quelle: https://www.kreuzquer.info/?id=4752