Rebecca
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Sonntag, 09. August 2026
Ich finde nicht, dass ich ein besonders mutiger Mensch bin. War ich noch nie.
Wenn ich etwas alleine mache, finde ich es immer voll stressig und fühle mich unsicher.
Aber das ist jetzt anders: Ich habe ein Jahr lang einen Freiwilligendienst in Schweden gemacht und merke plötzlich: Viele Dinge fallen mir jetzt leichter, die mich früher nervös gemacht haben.
In Schweden habe ich mich nicht besonders mutig gefühlt, aber jetzt fällt mir auf: Ich bin mutiger geworden! Vielleicht sehe ich nicht gleich, wenn ich mich verändere, sondern merke erst später, was ich alles schon erreicht habe.
Rebecca
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Samstag, 08. August 2026
Kennt ihr das, dass ihr plötzlich total glücklich seid, und euch nicht erklären könnt, woher das Gefühl kommt? Vielleicht durch gutes Wetter oder ein nettes Wort von jemandem und - zack - bin ich dann plötzlich ganz glücklich.
Solche Momente mag ich besonders gerne. Denn meine Freude kommt dann von ganz tief in mir drin und lässt mich die Welt um mich herum mit ganz anderen Augen sehen und genießen.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Gott mir diese Momente schickt. Wie, als ob er mir damit sagen möchte: Schau mal, wie schön die Welt doch sein kann und wie gut, dass es dich gibt.
Rebecca
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Freitag, 07. August 2026
Ich habe jetzt fast ein Jahr in Schweden im Gästehaus von Ordensschwestern gelebt und gearbeitet.
Dadurch war ich bei echt vielen kirchlichen Veranstaltungen und Gottesdiensten.
Während dieser Zeit habe ich mich oft gefragt, ob ich dadurch meinen Glauben stärken kann oder ob er sich wohl verändert?
Ich hab total nette Menschen kennengelernt, viel über meine Religion gesprochen und wurde manchmal auch mit Meinungen konfrontiert, denen ich echt nicht zustimmen konnte.
Irgendwann ist mir aber klar geworden: Genau dadurch vertieft sich mein Glaube. Wenn ich mich mit ihm auseinandersetze, mich herausfordern oder sogar irritieren lasse.
Mir ist jedenfalls in Schweden klarer geworden, was mir wichtig ist und was meinen Glauben für mich besonders macht.
Rebecca
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Donnerstag, 06. August 2026
Ich wollte mit Freundinnen über Silvester mit dem Zug von Schweden nach Norwegen fahren. Doch dann gibt’s n Schneesturm und unser Zug fährt nicht.
Also sitzen wir am Bahnhof fest. Was jetzt? Am nächsten Tag nochmal versuchen? Zurück nach Hause? Oder woanders hinfahren?
Innerhalb einer halben Stunde haben wir ein neues Reiseziel, einen Zug und eine Unterkunft und können unsere Reise doch noch machen.
Wie gut, dass wir uns auf die Planänderung eingelassen haben, denn der Urlaub ist so cool geworden.
Vermutlich werde ich in meinem Leben noch einige Planänderungen erleben. Ungewollt! Und werde dann an meiner ursprünglichen Idee festhalten.
Aber meine Silvester-Reise hat mir gezeigt, dass sich spontane Planänderungen immer wieder lohnen.
Rebecca
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Mittwoch, 05. August 2026
Jeden Tag spielt ein Mann mit seinem Hund auf der Wiese vor meinem Fenster. Für mich immer ein Highlight. Die beiden haben so viel Spaß miteinander! Und das steckt mich an!

Ob ich wohl jemand anderem auch unbewusst eine Freude mache? Jedenfalls merke ich's nicht, weil ich oft mit mir selbst beschäftigt bin: Sieht die Hose gut an mir aus? Was denken die Leute über meine Frisur? - Lauter Fragen, wie ich wirke.
Im Gegenteil dazu wirken Mann und Hund einfach zufrieden und glücklich.
Vielleicht ist das ja der Knackpunkt: zufrieden sein, so wie ich bin.
Und wer weiß, vielleicht strahle ich dann auch etwas aus, was den Tag eines anderen Menschen schöner macht.
Rebecca
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Dienstag, 04. August 2026
Die Tür der Abstellkammer ist zugefallen und ich sitze plötzlich im Dunkeln. Na super!
Irgendwann gewöhnen sich aber meine Augen ans Dunkel und ich sehe etwas Licht unter der Türritze.
Das könnte auch ein Sinnbild für die Momente sein, in denen ich viel Stress und Angst hatte, nicht alles rechtzeitig zu schaffen.
Im ersten Moment überfordert mich alles und ich fühle mich orientierungslos. Aber wenn ich die Ruhe bewahre, kann ich kleine Lichtstrahlen entdecken.
Mir hilft da tief durchatmen und Gedanken sortieren. Einen Plan machen, wie ich die Dinge erledigt bekomme.
Das sind jetzt keine perfekten Lösungen für meine Probleme. Aber eben erste kleine Hilfen. Wie die Lichtstrahlen in der Abstellkammer.
Rebecca
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Montag, 03. August 2026
Mein Freiwilligendienst in Schweden ist jetzt vorbei.
Vor dem Jahr hatte ich echt ein bisschen Schiss. So lange und so weit war ich noch nie von Zuhause weg.
Und jetzt fällt es mir richtig schwer, mich von allen zu verabschieden und mein Zimmer leerzuräumen.
Andererseits freue ich mich auch total auf zu Hause.
Diese Gefühle sind ganz schön irritierend und ich wusste erst gar nicht so richtig, wie ich mit ihnen umgehen soll.
Dann ist mir aber klargeworden, dass ich Schweden und mein Leben dort ja nicht einfach hinter mir lasse. Ich nehme auch einen Teil mit, der mich vielleicht mein restliches Leben lang begleitet: neue Freundschaften, tolle Erinnerungen und auch ganz viel Lebenserfahrung.
Rebecca
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Sonntag, 28. Dezember 2025
An Weihnachten gibt's in unserer Kirche ein Krippenspiel. Seit vielen Jahren mache ich da mit. Doch seit Corona ist das lange ausgefallen und es hat sich über viele Jahre keiner gefunden, der wieder eines mit den Kindern einstudiert. Deshalb haben meine Freunde und ich letztes Jahr beschlossen, das selbst in die Hand zu nehmen. Schnell hatten wir einige Ideen zusammen, haben Krippenspiele gelesen und eines ausgesucht, Plakate gemacht und erste Treffen geplant. Das hat echt gut geklappt. Aber es waren auch ganz schön viele Sachen, an die man denken musste. Wie erreicht man die Kinder am besten? Was machen wir, wenn nur wenige mitmachen wollen? Und was, wenn es total viele sind?
Das war wirklich viel Verantwortung. Aber es war total schön zu sehen, wie immer wieder jemandem etwas eingefallen ist, woran wir auch noch denken müssen. Zum Beispiel, alle Probetermine zu planen, rechtzeitig nach Kostümen zu suchen oder uns Spiele für zwischendurch zu überlegen. Alleine hätte ich das niemals geschafft!
Vor Heiligabend war ich dann echt ganz schön aufgeregt! So etwas habe ich nämlich davor noch nie gemacht. Wir waren ganz auf uns alleine gestellt und alles lag in unserer Hand. Aber trotzdem haben wir das zusammen gemacht und uns gegenseitig geholfen. Wenn dann mal etwas nicht geklappt hat, dann waren wir trotzdem ein Team. Das war das Wichtigste: Zusammenhalten. Und am Ende war’s für die Kinder und für uns wunderschön.
Rebecca
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Samstag, 27. Dezember 2025
In der Bibel heißt es: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.“
Das sagt der Engel zu den Hirten auf dem Feld.
Jedes Jahr höre ich diesen Satz an Weihnachten im Gottesdienst und denke mir: wie schön; das Jesuskind ist geboren und liegt friedlich in der Krippe. Jetzt wird alles gut.
Aber so ist es eben nicht. Auf der Welt gibt es so viel Krieg und Gewalt. Und auch im Internet sind die Kommentarspalten unter Videos oft mit Hasskommentaren gefüllt. Dabei wollten die Leute in den Videos doch eigentlich zeigen, wie sie leben und was sie besonders gerne machen. Da fällt es mir oft echt schwer, an den Frieden zu glauben.
Ist die Aussage des Engels dann nur ein Märchen? Bleibt da vielleicht nur für kurze Zeit ein angenehmes Gefühl in mir, das eigentlich nichts mit der Realität zu tun hat?
Das will ich nicht glauben! Es heißt doch, dass Jesus auf die Erde gekommen ist, um den Menschen Frieden zu bringen. Was soll das dann bedeuten? Wo ist der Friede?
Vielleicht verspricht der Engel ja gar keinen Frieden, sondern will uns in Wirklichkeit dazu auffordern, friedlich zu sein! Das heißt: Ich kann entscheiden, ob ich friedlich sein will, und ich kann etwas dafür tun. Ich kann freundlich mit anderen sein und Hasskommentare auf Social Media melden.
Wenn ich das Ganze so sehe, dann ist die Botschaft des Engels ja gar nicht mehr so märchenhaft, sondern passt eigentlich genau in unsere Zeit!
Rebecca
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Freitag, 26. Dezember 2025
Franz von Assisi war ein totaler Weihnachtsfan.
Er soll sogar der erste gewesen sein, der mit echten Tieren eine Krippe in einem Stall aufgebaut hat, wie man sie manchmal auf dem Weihnachtsmarkt sieht.
Aber warum hat er das gemacht?
Franz wollte die Weihnachtsgeschichte realer machen und hat sie damit ins ganz normale Leben der Menschen seiner Zeit gebracht. Viele waren Bauern; sie hatten ständig mit Tieren zu tun und haben wahrscheinlich auch viel Zeit am Tag in einem Stall verbracht.
Tiere und die Natur haben im Leben von Franziskus immer eine große Rolle gespielt. Sie waren für ihn eine Form, Gott zu erleben und ihm zu begegnen. Deshalb ist es logisch, dass in seiner Krippe Tiere zu finden waren.
Er wollte zeigen, dass auch die Tiere auf ihre Art Jesus anbeten und ihm Respekt erweisen.
So ist ein Bild entstanden, damit die Menschen – auch wenn’s schon lange her ist - besser begreifen können, was damals passiert ist. Franz wollte das noch echter machen, als es Texte und Gemälde können.
Dadurch hat er Weihnachten bis heute stark mitgeprägt. Meine Familie und ich haben an Weihnachten auch eine Krippe aufgestellt. Die ist aus Holz und ziemlich schlicht.
Ich fand es als Kind wahnsinnig faszinierend, mir die Figuren und die aufgebaute Landschaft anzuschauen. Denn auf einmal war Weihnachten ganz nah bei mir zu Hause.