Donnerstag, 30. Oktober 2025
Ende letzten Jahres bin ich für ein Auslandspraktikum in Schottland gewesen. Mein ganzer Freundeskreis hat mich für verrückt erklärt, in dieser Jahreszeit nach Schottland zu gehen. Da würde es ja schließlich nur regnen, stürmen und kalt sein. Ihre Meinung hat mich dann auch voll verunsichert, ob das wirklich eine gute Idee ist.
Für mich stand aber eigentlich fest, dass ich nach Schottland gehen werde: Die Stelle dort sah richtig toll aus und ich hatte 'ne Zusage. Was das Wetter und die Leute betrifft, war ich sehr optimistisch.
Der Sommer zuhause ist ziemlich regnerisch gewesen, also hat es mich perfekt auf Schottland vorbereitet.
Entsprechend hab ich mir einen Plan gemacht, wie ich mit dem schlechten Wetter umgehen werd: Gutes Wetter würde ich für Ausflüge und Wanderungen nutzen und bei schlechtem Wetter die ganzen Berichte machen.
In Schottland kam es dann aber anders, als alle gedacht haben: Ich hatte fast nie schlechtes Wetter.
Ich schätze es, dass meine Freunde sich Gedanken und Sorgen gemacht haben, wie es mir in Schottland gehen würde. Ich bin schließlich selbst auch unsicher gewesen.
Aber ich hab mich ja drauf vorbereitet und dazu noch Glück gehabt. Ich freu’ mich, dass ich mich nicht hab abbringen lassen. Im Gegenteil: es war mega gut, meinen Weg zu gehen und das Praktikum in Schottland zu machen.
Für mich stand aber eigentlich fest, dass ich nach Schottland gehen werde: Die Stelle dort sah richtig toll aus und ich hatte 'ne Zusage. Was das Wetter und die Leute betrifft, war ich sehr optimistisch.
Der Sommer zuhause ist ziemlich regnerisch gewesen, also hat es mich perfekt auf Schottland vorbereitet.
Entsprechend hab ich mir einen Plan gemacht, wie ich mit dem schlechten Wetter umgehen werd: Gutes Wetter würde ich für Ausflüge und Wanderungen nutzen und bei schlechtem Wetter die ganzen Berichte machen.
In Schottland kam es dann aber anders, als alle gedacht haben: Ich hatte fast nie schlechtes Wetter.
Ich schätze es, dass meine Freunde sich Gedanken und Sorgen gemacht haben, wie es mir in Schottland gehen würde. Ich bin schließlich selbst auch unsicher gewesen.
Aber ich hab mich ja drauf vorbereitet und dazu noch Glück gehabt. Ich freu’ mich, dass ich mich nicht hab abbringen lassen. Im Gegenteil: es war mega gut, meinen Weg zu gehen und das Praktikum in Schottland zu machen.
Mittwoch, 29. Oktober 2025
„Wie kannst du freiwillig auf einer Beerdigung Orgel spielen? Das versteh’ ich echt nicht“ - meint ein Studi-Kollege zu mir. Er konnte überhaupt nicht nachvollziehen, warum ich unter der Woche extra in die Heimat gefahren bin, um bei Bekannten auf ner Beerdigung zu spielen. Ich kannte die Verstorbene nicht mal. „Alle sind nur traurig“, meinte er, „Bei Hochzeiten oder Taufen ist wenigstens Stimmung.“
Ich kann voll verstehen, dass er auf Beerdigungen eher verzichten würde. Aber ich finde, dass Menschen einen guten Abschied brauchen. Viele realisieren erst da, dass sie die Person hier auf der Welt nicht mehr treffen. Und genau dann ist Musik etwas Wertvolles.
Es ist wirklich hart, wenn jemand, den man kennt, stirbt. Mir ist es dann auch wichtig, die Familie nicht allein zu lassen.
Wenn ich kann, begleite ich die Trauerfeier – mit Musik, mit Dasein. Ich stell’ mir dann vor, dass sich auch die verstorbene Person darüber freut, wie von ihr Abschied genommen wird. Dabei bin ich überzeugt, dass die Mühe für eine schöne Beerdigung irgendwie bei ihr ankommt.
Ich glaub’ auch: Liebe bleibt nicht an der Grabkante stehen. Sie reicht weiter. Und vielleicht kommt sogar ein bisschen davon an – auf der anderen Seite.
Ich kann voll verstehen, dass er auf Beerdigungen eher verzichten würde. Aber ich finde, dass Menschen einen guten Abschied brauchen. Viele realisieren erst da, dass sie die Person hier auf der Welt nicht mehr treffen. Und genau dann ist Musik etwas Wertvolles.
Es ist wirklich hart, wenn jemand, den man kennt, stirbt. Mir ist es dann auch wichtig, die Familie nicht allein zu lassen.
Wenn ich kann, begleite ich die Trauerfeier – mit Musik, mit Dasein. Ich stell’ mir dann vor, dass sich auch die verstorbene Person darüber freut, wie von ihr Abschied genommen wird. Dabei bin ich überzeugt, dass die Mühe für eine schöne Beerdigung irgendwie bei ihr ankommt.
Ich glaub’ auch: Liebe bleibt nicht an der Grabkante stehen. Sie reicht weiter. Und vielleicht kommt sogar ein bisschen davon an – auf der anderen Seite.
Dienstag, 28. Oktober 2025
Ich hatte das perfekte WG-Zimmer: Es war richtig groß, hatte eine schöne Aussicht und hatte eine günstige Miete. Es war ein richtiger Traum!
Das Problem: einer der beiden Mitbewohner. Erst war’s nur Kleinkram – mein Waschmittel oder mein Duschgel waren plötzlich weg. Und beim Einkaufen oder Putzen haben mein Buddy und ich alles gemacht. Die Diskussionen waren mühsam. Aber hey – ich hatte ja ein schönes Zimmer.
Irgendwann wurd's richtig heftig: Geld aus der WG-Kasse fehlte und es wurde mit Gewalt gedroht. Für mich war klar: Ich muss hier raus - sofort. Zum Glück hat alles schnell geklappt: Mein Vermieter war verständnisvoll, und ich hab direkt eine neue WG gefunden.
Jetzt wohn’ ich mit sechs Leuten, hab ein kleineres Zimmer, die Miete ist höher und der Weg zur Arbeit länger. Aber trotzdem: Es war die beste Entscheidung. Weil’s nicht auf Quadratmeter ankommt – sondern darauf, wie man sich fühlt, wenn man nach Hause kommt.
Statt einer schönen Aussicht hab ich jetzt einen Garten. Und obwohl wir mehr Leute sind, ist es immer sauber, alle kaufen ein und niemand klaut. Ich kann mich auf meine Mitbewohner komplett verlassen.
Das ist für mich viel wichtiger als ein perfektes Zimmer. Ich glaub’: Wenn Vertrauen und Miteinander stimmen, entsteht ein echtes Zuhause. Und das ist für mich sowas wie Segen.
Das Problem: einer der beiden Mitbewohner. Erst war’s nur Kleinkram – mein Waschmittel oder mein Duschgel waren plötzlich weg. Und beim Einkaufen oder Putzen haben mein Buddy und ich alles gemacht. Die Diskussionen waren mühsam. Aber hey – ich hatte ja ein schönes Zimmer.
Irgendwann wurd's richtig heftig: Geld aus der WG-Kasse fehlte und es wurde mit Gewalt gedroht. Für mich war klar: Ich muss hier raus - sofort. Zum Glück hat alles schnell geklappt: Mein Vermieter war verständnisvoll, und ich hab direkt eine neue WG gefunden.
Jetzt wohn’ ich mit sechs Leuten, hab ein kleineres Zimmer, die Miete ist höher und der Weg zur Arbeit länger. Aber trotzdem: Es war die beste Entscheidung. Weil’s nicht auf Quadratmeter ankommt – sondern darauf, wie man sich fühlt, wenn man nach Hause kommt.
Statt einer schönen Aussicht hab ich jetzt einen Garten. Und obwohl wir mehr Leute sind, ist es immer sauber, alle kaufen ein und niemand klaut. Ich kann mich auf meine Mitbewohner komplett verlassen.
Das ist für mich viel wichtiger als ein perfektes Zimmer. Ich glaub’: Wenn Vertrauen und Miteinander stimmen, entsteht ein echtes Zuhause. Und das ist für mich sowas wie Segen.
Montag, 27. Oktober 2025
„Eigenlob stinkt“ - Ich glaub’ diesen Spruch kennen alle. Ich hab den schon als Kind ganz oft um mich herum gehört. Irgendwie stimmt er ja auch: Es ist manchmal echt anstrengend jemandem zuzuhören, der nur angibt und sich abfeiert.
Es gibt Leute, bei denen vergeht mir direkt die Lust aufs Gespräch – weil’s immer nur um ihr perfektes Leben geht. Und plötzlich fühlt sich meins so mies an. Obwohl es das gar nicht ist.
Aber manchmal gibt's auch Momente, in denen ich richtig stolz auf mich bin, zum Beispiel wenn mir was bei der Arbeit richtig gut gelingt oder ich meinen Schrank ausgemistet hab. Dann wünsche ich mir manchmal, dass mich jemand lobt.
Also erzähl’ ich’s dann stolz meinen Freunden – gern auch mit zu vielen Details. Und irgendwann denk’ ich mir dann: „Eigenlob stinkt … warum mach’ ich’s trotzdem?“
Ich glaube aber, dass es da einen riesigen Unterschied zwischen Eigenlob und echter Freude gibt. Es ist echt nervig, wenn sich jemand andauernd nur selbst lobt. Aber trotzdem darf man stolz auf sich selbst sein und das auch zeigen.
Und manchmal glaub’ ich: Gott sieht mich sowieso – auch dann, wenn ich niemandem was erzähle. Für ihn bin ich wertvoll, einfach so. Und vielleicht darf ich das selbst öfter glauben.
Es gibt Leute, bei denen vergeht mir direkt die Lust aufs Gespräch – weil’s immer nur um ihr perfektes Leben geht. Und plötzlich fühlt sich meins so mies an. Obwohl es das gar nicht ist.
Aber manchmal gibt's auch Momente, in denen ich richtig stolz auf mich bin, zum Beispiel wenn mir was bei der Arbeit richtig gut gelingt oder ich meinen Schrank ausgemistet hab. Dann wünsche ich mir manchmal, dass mich jemand lobt.
Also erzähl’ ich’s dann stolz meinen Freunden – gern auch mit zu vielen Details. Und irgendwann denk’ ich mir dann: „Eigenlob stinkt … warum mach’ ich’s trotzdem?“
Ich glaube aber, dass es da einen riesigen Unterschied zwischen Eigenlob und echter Freude gibt. Es ist echt nervig, wenn sich jemand andauernd nur selbst lobt. Aber trotzdem darf man stolz auf sich selbst sein und das auch zeigen.
Und manchmal glaub’ ich: Gott sieht mich sowieso – auch dann, wenn ich niemandem was erzähle. Für ihn bin ich wertvoll, einfach so. Und vielleicht darf ich das selbst öfter glauben.
Sonntag, 29. Juni 2025
„Einen Tag mal nichts tun“ – die Idee klingt super, aber wenn ich sie mal durchziehen will, bekomm’ ich’s einfach nicht hin.
Immer wenn ich nämlich mal nichts tun will, hab ich dauernd das Gefühl etwas zu verpassen. Es nervt mich total, vor allem weil Pausen ja eigentlich voll wichtig sind. Aber mir fällt das nichts tun einfach schwer, weil ich immer so viele Ideen hab, was ich gerade sonst so alles machen oder mit wem ich mich mal wieder treffen könnte.
Es quält mich dann dauernd mein Gewissen. Ich muss mich teilweise selbst bei ’ner Art inneren Diskussion überzeugen, dass ich nichts verpasse und es echt wichtig ist auch mal runterzukommen.
Ich hab´ darüber mit meinen Freunden gesprochen. Sie haben erstmal geschmunzelt, weil sie mich eben als dauernd beschäftigten und aktiven Menschen kennen. Ihnen war gar nicht klar, dass so richtige Pausen so schwer für mich sind. Aber dann haben sie vorgeschlagen, dass wir ja einfach gemeinsam entspannte Dinge machen könnten. Teilweise reichen ja auch kurze Pausen am Tag – man muss ja schließlich nicht gleich nen ganzen Tag lang nichts tun. Wir verabreden uns jetzt häufig zu einem Online-Kaffee-Call und wenn wir alle in der Gegend sind, dann machen wir auch mal ’nen ganzen Tag lang was Entspanntes zusammen. So haben wir jetzt auch viel mehr Kontakt und bei Zeit mit Freunden kann ich definitiv auch mal runterkommen.
Immer wenn ich nämlich mal nichts tun will, hab ich dauernd das Gefühl etwas zu verpassen. Es nervt mich total, vor allem weil Pausen ja eigentlich voll wichtig sind. Aber mir fällt das nichts tun einfach schwer, weil ich immer so viele Ideen hab, was ich gerade sonst so alles machen oder mit wem ich mich mal wieder treffen könnte.
Es quält mich dann dauernd mein Gewissen. Ich muss mich teilweise selbst bei ’ner Art inneren Diskussion überzeugen, dass ich nichts verpasse und es echt wichtig ist auch mal runterzukommen.
Ich hab´ darüber mit meinen Freunden gesprochen. Sie haben erstmal geschmunzelt, weil sie mich eben als dauernd beschäftigten und aktiven Menschen kennen. Ihnen war gar nicht klar, dass so richtige Pausen so schwer für mich sind. Aber dann haben sie vorgeschlagen, dass wir ja einfach gemeinsam entspannte Dinge machen könnten. Teilweise reichen ja auch kurze Pausen am Tag – man muss ja schließlich nicht gleich nen ganzen Tag lang nichts tun. Wir verabreden uns jetzt häufig zu einem Online-Kaffee-Call und wenn wir alle in der Gegend sind, dann machen wir auch mal ’nen ganzen Tag lang was Entspanntes zusammen. So haben wir jetzt auch viel mehr Kontakt und bei Zeit mit Freunden kann ich definitiv auch mal runterkommen.
Samstag, 28. Juni 2025
„Hast du denn deinen Tanten und Onkeln auch schon Grüße geschickt?“ - Jedes Mal, wenn ich auf Reisen bin, nervt mich meine Mutter damit. Die Fotos sind doch so schön und die würden sich bestimmt freuen.
Aber ich bin da meistens eher skeptisch. Wir haben zwar schon Kontakt, aber jetzt auch nicht total eng. Wir leben halt über Deutschland verteilt, weshalb wir uns auch selten sehen. Ich frag’ mich manchmal, ob sie überhaupt mal an mich denken, wenn nicht gerade irgendeine Feier bevorsteht. Deswegen fühlt es sich dann immer so komisch an, ihnen Fotos von ’ner Reise zu schicken. Irgendwie ist das ja dann voll random. Und es gibt heutzutage Insta-Stories und so – da sehen ja alle das es mir gut geht.
Im Endeffekt schick ich dann aber doch immer noch persönliche Grüße. Und es ist echt krass, wie falsch meine Annahme neulich war: Alle haben mir nämlich daraufhin voll süße Texte geschrieben und sich richtig gefreut. Sie haben sogar meiner Mutter davon erzählt, dass ich an sie persönlich gedacht hab und wie toll sie es finden, dass ich sie nicht vergessen hab.
Da hab’ ich dann festgestellt, dass meine Mutter recht hat. Persönliche Grüße mit Fotos per WhatsApp oder vielleicht sogar in Form einer Postkarte zu schicken ist wirklich schön. Es zeigt einfach, dass mir eine bestimmte Person wichtig ist und ich gerade an sie gedacht habe.
Aber ich bin da meistens eher skeptisch. Wir haben zwar schon Kontakt, aber jetzt auch nicht total eng. Wir leben halt über Deutschland verteilt, weshalb wir uns auch selten sehen. Ich frag’ mich manchmal, ob sie überhaupt mal an mich denken, wenn nicht gerade irgendeine Feier bevorsteht. Deswegen fühlt es sich dann immer so komisch an, ihnen Fotos von ’ner Reise zu schicken. Irgendwie ist das ja dann voll random. Und es gibt heutzutage Insta-Stories und so – da sehen ja alle das es mir gut geht.
Im Endeffekt schick ich dann aber doch immer noch persönliche Grüße. Und es ist echt krass, wie falsch meine Annahme neulich war: Alle haben mir nämlich daraufhin voll süße Texte geschrieben und sich richtig gefreut. Sie haben sogar meiner Mutter davon erzählt, dass ich an sie persönlich gedacht hab und wie toll sie es finden, dass ich sie nicht vergessen hab.
Da hab’ ich dann festgestellt, dass meine Mutter recht hat. Persönliche Grüße mit Fotos per WhatsApp oder vielleicht sogar in Form einer Postkarte zu schicken ist wirklich schön. Es zeigt einfach, dass mir eine bestimmte Person wichtig ist und ich gerade an sie gedacht habe.
Freitag, 27. Juni 2025
„Wie lange wird es weh tun, wenn jemand wichtiges gestorben ist?“ – das hab´ ich viele in meinem Umfeld gefragt, als ich getrauert habe.
Eigentlich komm ich schon klar, aber es gibt eben so viele Dinge, die mich an diesen wundervollen Menschen noch erinnern. Und wenn ich die Sachen dann seh´ oder schöne Momente wieder hochkommen, tut es auch noch Monate später einfach weh.
Ich hab viele verschiedene Antworten bekommen, aber die schönste war diese: Mit der Trauer ist es wie mit einem großen Loch, das mit der Zeit immer kleiner wird. Es wird immer existieren, aber irgendwann ist es so klein geworden, dass wir nicht mehr direkt reinfallen, wenn wir darauf treten. Auch die Trauer, dass wir den Menschen nie wieder sehen können, wird immer ein klein wenig dableiben. Aber irgendwann wird sie kleiner werden, weil wir unsern Umgang damit finden. Und jeder braucht dafür seine individuelle Zeit.
Bei meinem Umgang mit dem Tod hilft mir mein Glaube total. Zu wissen, dass es auch nach dem Tod ein Leben gibt, beruhigt mich. Und es freut mich, dass es den Verstorbenen bei Gott gut geht. Gott ist schließlich immer für uns da - auch dann, wenn das Leben vorbei zu sein scheint. Und irgendwann werden wir uns dann bei Gott wiedersehen, davon bin ich überzeugt.
Eigentlich komm ich schon klar, aber es gibt eben so viele Dinge, die mich an diesen wundervollen Menschen noch erinnern. Und wenn ich die Sachen dann seh´ oder schöne Momente wieder hochkommen, tut es auch noch Monate später einfach weh.
Ich hab viele verschiedene Antworten bekommen, aber die schönste war diese: Mit der Trauer ist es wie mit einem großen Loch, das mit der Zeit immer kleiner wird. Es wird immer existieren, aber irgendwann ist es so klein geworden, dass wir nicht mehr direkt reinfallen, wenn wir darauf treten. Auch die Trauer, dass wir den Menschen nie wieder sehen können, wird immer ein klein wenig dableiben. Aber irgendwann wird sie kleiner werden, weil wir unsern Umgang damit finden. Und jeder braucht dafür seine individuelle Zeit.
Bei meinem Umgang mit dem Tod hilft mir mein Glaube total. Zu wissen, dass es auch nach dem Tod ein Leben gibt, beruhigt mich. Und es freut mich, dass es den Verstorbenen bei Gott gut geht. Gott ist schließlich immer für uns da - auch dann, wenn das Leben vorbei zu sein scheint. Und irgendwann werden wir uns dann bei Gott wiedersehen, davon bin ich überzeugt.
Donnerstag, 26. Juni 2025
„Ich hab' eine Idee!“ – wenn ich mit dem Satz fröhlich angerannt komm', freuen sich meine Freunde schon auf das nächste Event. Manchmal sind die Ideen aber auch ziemlich unrealistisch.
Zum Beispiel hatte ich voll Bock zu wandern. Ich geh‘ auch so öfters wandern, aber eigentlich immer mit nem Wander-Buddy, der die Route plant. Vor allem, weil ich die Strecken nie einschätzen kann.
Und trotzdem hab' ich dann halt selbst meine Traum-Tageswanderung erstellt. Allerdings war der Plan total unrealistisch: 9 Stunden reine Wanderzeit, ohne Pausen, während mir die Busverbindung nur 8 Stunden erlaubt hat. Ich hab' dann sofort den Video-Call mit meinem Freund gestartet und ihm von dieser wunderbaren Idee erzählt. Er hat zwar geschmunzelt, aber auch sofort angefangen meinen Plan realistisch zu machen – und das hat er auch geschafft.
Nach der Wanderung hab´ ich das dann auch 'ner Freundin erzählt, die mir sofort Tipps für: How to survive mit Muskelkater gegeben hat.
Ich bin echt dankbar und find es mega wichtig, dass meine Freunde mir zuhören und mich ernst nehmen. Sie unterstützen mich bei meinen Träumen, aber bringen mich auch wieder zu den Fakten zurück. Es stärkt mich, zu wissen, dass ich mich auf sie verlassen und sie immer um Rat fragen kann. Wir hören aufeinander und suchen gemeinsam nach einer realistischen Lösung.
Zum Beispiel hatte ich voll Bock zu wandern. Ich geh‘ auch so öfters wandern, aber eigentlich immer mit nem Wander-Buddy, der die Route plant. Vor allem, weil ich die Strecken nie einschätzen kann.
Und trotzdem hab' ich dann halt selbst meine Traum-Tageswanderung erstellt. Allerdings war der Plan total unrealistisch: 9 Stunden reine Wanderzeit, ohne Pausen, während mir die Busverbindung nur 8 Stunden erlaubt hat. Ich hab' dann sofort den Video-Call mit meinem Freund gestartet und ihm von dieser wunderbaren Idee erzählt. Er hat zwar geschmunzelt, aber auch sofort angefangen meinen Plan realistisch zu machen – und das hat er auch geschafft.
Nach der Wanderung hab´ ich das dann auch 'ner Freundin erzählt, die mir sofort Tipps für: How to survive mit Muskelkater gegeben hat.
Ich bin echt dankbar und find es mega wichtig, dass meine Freunde mir zuhören und mich ernst nehmen. Sie unterstützen mich bei meinen Träumen, aber bringen mich auch wieder zu den Fakten zurück. Es stärkt mich, zu wissen, dass ich mich auf sie verlassen und sie immer um Rat fragen kann. Wir hören aufeinander und suchen gemeinsam nach einer realistischen Lösung.
Mittwoch, 25. Juni 2025
Ich bin gerne und auch ziemlich viel unterwegs, egal ob mit Freunden oder auf Reisen. Und als ich dann von zuhause ausgezogen bin hat mich mal meine Mama ziemlich traurig gefragt: „Was hab´ ich denn eigentlich falsch gemacht, dass du immer von mir wegwillst?“
Mich hat ihre Frage komplett irritiert. Einfach, weil sie in meinen Augen gar nichts falsch gemacht hat – sondern alles richtig. Klar war sie vielleicht mal bisschen zu streng zu mir, aber jetzt nicht so, dass ich von ihr weggehen wollen würde. Im Gegenteil: ich lieb's sie zu besuchen, mit ihr zu reden, etwas gemeinsam zu unternehmen oder einfach nur da zu sein. Aber irgendwie kann ich ihre Frage auch verstehen.
Ich finde, dass sie für mich die perfekte Mama ist und genau deswegen hab´ ich auch den Mut wegzugehen. Ich weiß, dass ich immer zu ihr kommen kann. Sie mich sogar irgendwo in der Pampa suchen und abholen würde. Auf sie kann ich mich komplett verlassen, sie ist sozusagen wie ein Safe-Space – oder vielleicht eher eine Safe-Person - für mich. Mir ist klar, dass das nicht selbstverständlich ist, aber weil ich genau diese Sicherheit hab´, trau´ ich mich, viel unterwegs zu sein. Das hab´ ich ihr dann auch erklärt. Ich glaub’ sie ist immer noch etwas traurig, wenn ich wieder geh. Trotzdem freut sie sich nun, mein sicherer Hafen zu sein.
Mich hat ihre Frage komplett irritiert. Einfach, weil sie in meinen Augen gar nichts falsch gemacht hat – sondern alles richtig. Klar war sie vielleicht mal bisschen zu streng zu mir, aber jetzt nicht so, dass ich von ihr weggehen wollen würde. Im Gegenteil: ich lieb's sie zu besuchen, mit ihr zu reden, etwas gemeinsam zu unternehmen oder einfach nur da zu sein. Aber irgendwie kann ich ihre Frage auch verstehen.
Ich finde, dass sie für mich die perfekte Mama ist und genau deswegen hab´ ich auch den Mut wegzugehen. Ich weiß, dass ich immer zu ihr kommen kann. Sie mich sogar irgendwo in der Pampa suchen und abholen würde. Auf sie kann ich mich komplett verlassen, sie ist sozusagen wie ein Safe-Space – oder vielleicht eher eine Safe-Person - für mich. Mir ist klar, dass das nicht selbstverständlich ist, aber weil ich genau diese Sicherheit hab´, trau´ ich mich, viel unterwegs zu sein. Das hab´ ich ihr dann auch erklärt. Ich glaub’ sie ist immer noch etwas traurig, wenn ich wieder geh. Trotzdem freut sie sich nun, mein sicherer Hafen zu sein.
Dienstag, 24. Juni 2025
Ich bin vom Dorf in ne Großstadt gezogen. Da gibt's ja im Lifestyle und Umgang miteinander einige Unterschiede. Am Anfang ist es mir total schwergefallen, dass in der Stadt alles so anonym ist. Komisch war für mich auch, Menschen nicht zu grüßen.
Letztens war ich abends auf dem Heimweg und war total glücklich über den vergangenen Tag – also hab' ich auch einfach vor mich hin gelächelt. Da kam mir dann ein kleiner Junge entgegen. Als er mich lächeln gesehen hat, hat er mich direkt angestrahlt, ein „Hallo“ zugerufen und sich später mit einem „Gute Nacht“ nochmal umgedreht.
Es war total schön, den Jungen auch lächeln zu sehen und wieder einmal von jemand fremden einfach gegrüßt zu werden. Das hat mich sofort glücklich gemacht. Wenn ich darüber nachdenk', find’ ich’s auch wirklich krass, wie viel ein kleines Lächeln bewirken kann.
Und vielleicht schaffe ich es ja das nächste Mal wieder, wenn ich gut gelaunt durch die Stadt laufe, jemand anderen mit meiner Freude anzustecken.
Letztens war ich abends auf dem Heimweg und war total glücklich über den vergangenen Tag – also hab' ich auch einfach vor mich hin gelächelt. Da kam mir dann ein kleiner Junge entgegen. Als er mich lächeln gesehen hat, hat er mich direkt angestrahlt, ein „Hallo“ zugerufen und sich später mit einem „Gute Nacht“ nochmal umgedreht.
Es war total schön, den Jungen auch lächeln zu sehen und wieder einmal von jemand fremden einfach gegrüßt zu werden. Das hat mich sofort glücklich gemacht. Wenn ich darüber nachdenk', find’ ich’s auch wirklich krass, wie viel ein kleines Lächeln bewirken kann.
Und vielleicht schaffe ich es ja das nächste Mal wieder, wenn ich gut gelaunt durch die Stadt laufe, jemand anderen mit meiner Freude anzustecken.
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