Donnerstag, 04. September 2025
Ich hab letztens 'ne Freundschaft beendet. Das war echt schwer für mich. Aber ich hatte in dieser Freundschaft immer wieder das Gefühl, auf Eierschalen zu gehen, von Anfang an. Als ich dann entschieden hab’, dass es so nicht weiter gehen kann, hab ich damit voll gestruggelt.
Ich hab mich viel hinterfragt, ob ich vielleicht überreagiert hab’, weil wir ja auch gute Zeiten zusammen hatten. Und es hat mir sehr weh getan, dass ich für einen Menschen, der mir wichtig war, jetzt wahrscheinlich der Bösewicht bin.
In meinem Gefühlschaos hab ich mich an meinen Vater erinnert. Er ist sonst gar nicht so der Typ für weise Ratschläge. Aber was er da gesagt hat, das stimmt: „Es geht drum, dass sich das Leben zusammen leichter anfühlt als allein“.
Das ist mir im Kopf geblieben, und ich hab gemerkt, dass Zweifel und Schuldgefühle echt keine guten Gründe sind, an etwas festzuhalten. So wie der Freund und ich gerade sind, ist das Leben für uns zusammen halt nicht leichter.
Und seit ich mir das eingestanden und losgelassen habe, fühle ich mich ein ganzes Stück leichter.
Ich hab mich viel hinterfragt, ob ich vielleicht überreagiert hab’, weil wir ja auch gute Zeiten zusammen hatten. Und es hat mir sehr weh getan, dass ich für einen Menschen, der mir wichtig war, jetzt wahrscheinlich der Bösewicht bin.
In meinem Gefühlschaos hab ich mich an meinen Vater erinnert. Er ist sonst gar nicht so der Typ für weise Ratschläge. Aber was er da gesagt hat, das stimmt: „Es geht drum, dass sich das Leben zusammen leichter anfühlt als allein“.
Das ist mir im Kopf geblieben, und ich hab gemerkt, dass Zweifel und Schuldgefühle echt keine guten Gründe sind, an etwas festzuhalten. So wie der Freund und ich gerade sind, ist das Leben für uns zusammen halt nicht leichter.
Und seit ich mir das eingestanden und losgelassen habe, fühle ich mich ein ganzes Stück leichter.
Mittwoch, 03. September 2025
Ich hab mich endlich drum gekümmert, neue Ärzte zu finden und Vorsorgeuntersuchungen zu machen. Das war schon lang auf meiner To-Do-Liste. Aber mir ist immer was eingefallen, was ich lieber machen würde als rumtelefonieren und Arzttermine ausmachen. Vor allem, weil ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht habe, mit Ärzten, die mich nicht ernst genommen haben.
Aber bei einem der Termine hat der Arzt was gesagt, das meine Einstellung verändert hat.
“Es geht ja darum, ihre Lebensqualität zu verbessern.” Wenn ich drüber nachdenke, ist mir schon klar, dass es in der Medizin darum geht. Aber ich hab Arzttermine immer eher als was gesehen, dass ich halt machen muss. Dabei hat mein Arzt recht, es geht darum, meine Lebensqualität zu verbessern. Wenn ich zur Vorsorge gehe, oder meine Beschwerden ernst nehme, tu ich mir was Gutes und kümmere mich um mich selbst.
Ich will mir diese Frage bei viel mehr Sachen stellen, nicht nur beim Arzt: “Verbessert das meine Lebensqualität? Wenn nicht, was kann ich ändern?”
Ich treffe ja ständig kleine Entscheidungen, die beeinflussen, wie ich mich fühle. Um die Behandlung meiner Bauchkrämpfe kann sich mein Arzt kümmern. Aber ich kann abends zum Buch, statt zum Handy greifen. Denn auch wenn ich über so was wie meine Gesundheit wenig Kontrolle hab - ich kann trotzdem mit kleinen Entscheidungen meine Lebensqualität verbessern.
Aber bei einem der Termine hat der Arzt was gesagt, das meine Einstellung verändert hat.
“Es geht ja darum, ihre Lebensqualität zu verbessern.” Wenn ich drüber nachdenke, ist mir schon klar, dass es in der Medizin darum geht. Aber ich hab Arzttermine immer eher als was gesehen, dass ich halt machen muss. Dabei hat mein Arzt recht, es geht darum, meine Lebensqualität zu verbessern. Wenn ich zur Vorsorge gehe, oder meine Beschwerden ernst nehme, tu ich mir was Gutes und kümmere mich um mich selbst.
Ich will mir diese Frage bei viel mehr Sachen stellen, nicht nur beim Arzt: “Verbessert das meine Lebensqualität? Wenn nicht, was kann ich ändern?”
Ich treffe ja ständig kleine Entscheidungen, die beeinflussen, wie ich mich fühle. Um die Behandlung meiner Bauchkrämpfe kann sich mein Arzt kümmern. Aber ich kann abends zum Buch, statt zum Handy greifen. Denn auch wenn ich über so was wie meine Gesundheit wenig Kontrolle hab - ich kann trotzdem mit kleinen Entscheidungen meine Lebensqualität verbessern.
Dienstag, 02. September 2025
Ugh, warum bin ich so?
Das ist 'ne Frage, die ich mir früher ziemlich oft gestellt hab. Wenn ich schon wieder 'ne Frist für 'ne Hausarbeit verpasst hab. Stunden in der Bib war, um Texte zu lesen, die meine Freunde irgendwie viel schneller lesen konnten. Oder schon wieder tausend Sachen vergessen hab, die ich machen muss.
Ich war ständig frustriert und von mir enttäuscht. Warum klappt das alles nicht, obwohl ich mich so sehr anstrenge und es gefühlt anderen viel leichter fällt?
Die Antwort hab ich dann vor einem Jahr bekommen: Ich hab ADHS, also 'ne Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Ich wäre selbst nie drauf gekommen, dass ich das haben könnte. Aber ich hatte Glück, und ein Therapeut hat die Zeichen gesehen. Die sehen bei Frauen meist anders aus, als das Stereotyp "Zappelphilipp". Als ich mich dann informiert und die Diagnose gekriegt hab, war das für mich eine riesen Erleichterung. Auf mein ständiges „warum“ hatte ich auf einmal eine Antwort - und Strategien, wie ich es mir leichter machen kann, damit umzugehen, wie ich bin. Und die Wichtigste davon ist für mich zu akzeptieren, dass ich eben bin, wie ich bin. Und das fällt mir viel leichter, seitdem ich endlich weiß, warum.
Das ist 'ne Frage, die ich mir früher ziemlich oft gestellt hab. Wenn ich schon wieder 'ne Frist für 'ne Hausarbeit verpasst hab. Stunden in der Bib war, um Texte zu lesen, die meine Freunde irgendwie viel schneller lesen konnten. Oder schon wieder tausend Sachen vergessen hab, die ich machen muss.
Ich war ständig frustriert und von mir enttäuscht. Warum klappt das alles nicht, obwohl ich mich so sehr anstrenge und es gefühlt anderen viel leichter fällt?
Die Antwort hab ich dann vor einem Jahr bekommen: Ich hab ADHS, also 'ne Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung. Ich wäre selbst nie drauf gekommen, dass ich das haben könnte. Aber ich hatte Glück, und ein Therapeut hat die Zeichen gesehen. Die sehen bei Frauen meist anders aus, als das Stereotyp "Zappelphilipp". Als ich mich dann informiert und die Diagnose gekriegt hab, war das für mich eine riesen Erleichterung. Auf mein ständiges „warum“ hatte ich auf einmal eine Antwort - und Strategien, wie ich es mir leichter machen kann, damit umzugehen, wie ich bin. Und die Wichtigste davon ist für mich zu akzeptieren, dass ich eben bin, wie ich bin. Und das fällt mir viel leichter, seitdem ich endlich weiß, warum.
Montag, 01. September 2025
Wie oft kann ich noch einen Baum anschauen?
Eine Frau, die inzwischen an Krebs gestorben ist, hatte sich das immer wieder gefragt.
Wie oft kann ich noch einen Baum anschauen?
Ich hoffe, dass ich noch mehrere tausend Mal die Möglichkeit hab. Aber wie oft genau, kann ich nicht wissen - sicher ist nur, dass es nicht unendlich viele sind.
Der Gedanke ist bei mir voll hängen geblieben. Nachdem ich das gehört hab, hab ich meinen Tag mit ganz anderen Augen erlebt. Ich glaub’, dass es gut ist, wenn man nicht die ganze Zeit über den Tod nachgrübelt.
Aber manchmal hilft es mir auch. Wenn ich mich dran erinner’, dass meine Zeit begrenzt ist, merke ich, dass auch die kleinen Momente besonders sind. So komm’ ich aus meinem Alltagstrott raus.
Meine Lebenszeit ist begrenzt - so oder so. Aber wenn ich mehr drüber nachdenke, lass’ ich das Leben nicht an mir vorbeirauschen, sondern genieße es noch mehr.
Wenn ich Zeit mit meiner Familie oder in der Natur verbringe, Kunst genieße, oder was Neues ausprobiere. Wer weiß, wie oft ich das noch kann.
Eine Frau, die inzwischen an Krebs gestorben ist, hatte sich das immer wieder gefragt.
Wie oft kann ich noch einen Baum anschauen?
Ich hoffe, dass ich noch mehrere tausend Mal die Möglichkeit hab. Aber wie oft genau, kann ich nicht wissen - sicher ist nur, dass es nicht unendlich viele sind.
Der Gedanke ist bei mir voll hängen geblieben. Nachdem ich das gehört hab, hab ich meinen Tag mit ganz anderen Augen erlebt. Ich glaub’, dass es gut ist, wenn man nicht die ganze Zeit über den Tod nachgrübelt.
Aber manchmal hilft es mir auch. Wenn ich mich dran erinner’, dass meine Zeit begrenzt ist, merke ich, dass auch die kleinen Momente besonders sind. So komm’ ich aus meinem Alltagstrott raus.
Meine Lebenszeit ist begrenzt - so oder so. Aber wenn ich mehr drüber nachdenke, lass’ ich das Leben nicht an mir vorbeirauschen, sondern genieße es noch mehr.
Wenn ich Zeit mit meiner Familie oder in der Natur verbringe, Kunst genieße, oder was Neues ausprobiere. Wer weiß, wie oft ich das noch kann.
Sonntag, 20. April 2025
Heute ist Ostern; Jesus ist auferstanden! Wer heute einen katholischen Gottesdienst besucht, so wie ich, hört eine Geschichte aus der Bibel, bei der ich immer ein bisschen stolz werde. Die Geschichte hat nämlich das, was ich 'nen „strong female main character“ nennen würde: eine starke weibliche Hauptperson. Bei den Freunden von Jesus hab ich eher Männer im Kopf: Petrus, Thomas, Johannes. Aber die Auferstehung von Jesus wird an Ostern so erzählt, wie eine Frau sie erlebt. Ihr Name: Maria Magdalena. Und zu ihr hab ich ’ne besondere Verbindung: Meine Eltern haben mich nach ihr benannt, mein zweiter Vorname ist wegen ihr Maria.
Sie spielt ’ne richtig wichtige Rolle in der Geschichte: Nachdem sie gesehen hat, wie Jesus am Kreuz gestorben ist, geht sie heute, an Ostern, an sein Grab. Sie ist die Erste, die sieht, dass das Grab leer ist, und erzählt das den anderen Freunden von Jesus. Sie denkt erst, dass jemand seine Leiche gestohlen hat. Als sie darüber weint, erscheint ihr Jesus. Und als er sie mit ihrem Namen anspricht, erkennt sie ihn. Und kriegt als erste den Auftrag, den anderen zu sagen, dass er lebt, dass er von den Toten auferstanden ist.
Ich nenn’ mich meistens nur Sarah, aber wenn Jesus in dieser Geschichte „Maria“ sagt, krieg’ ich immer ein bisschen Gänsehaut. Ich finds einfach echt cool, dass ich diesen Namen mit 'ner Frau teile, die an Ostern so 'ne wichtige Rolle spielt.
Sie spielt ’ne richtig wichtige Rolle in der Geschichte: Nachdem sie gesehen hat, wie Jesus am Kreuz gestorben ist, geht sie heute, an Ostern, an sein Grab. Sie ist die Erste, die sieht, dass das Grab leer ist, und erzählt das den anderen Freunden von Jesus. Sie denkt erst, dass jemand seine Leiche gestohlen hat. Als sie darüber weint, erscheint ihr Jesus. Und als er sie mit ihrem Namen anspricht, erkennt sie ihn. Und kriegt als erste den Auftrag, den anderen zu sagen, dass er lebt, dass er von den Toten auferstanden ist.
Ich nenn’ mich meistens nur Sarah, aber wenn Jesus in dieser Geschichte „Maria“ sagt, krieg’ ich immer ein bisschen Gänsehaut. Ich finds einfach echt cool, dass ich diesen Namen mit 'ner Frau teile, die an Ostern so 'ne wichtige Rolle spielt.
Samstag, 19. April 2025
Heute ist … NICHTS.
Jesus ist tot und morgen, an Ostern, feiern Christen seine Auferstehung. Aber dazwischen, heute, ist nichts. Grabesruhe, totale Stille.
Solche Momente gibt es immer wieder im Leben. Eine Freundschaft oder eine Beziehung endet, ein geliebter Mensch stirbt. Und dann? Erst mal nichts. Auf einmal gibt es ein „vorher“ und ein „nachher“, aber man ist noch nicht so ganz im „nachher“ angekommen. Man ist da irgendwie dazwischen.
Für mich war das so, als meine Mutter gestorben ist. Ich bin da nicht direkt wieder in meinen Alltag zurück, ich wollte mich nicht ablenken. Mir war wichtig, dass ich einfach Zeit hab, das zu verarbeiten, und zu spüren, was mich beschäftigt, bevor ich so richtig in ein Leben ohne sie (an meiner Seite) gestartet bin, in mein Leben „danach“.
Ich find’ am Karsamstag schön, dass da dieses Nichts einen Raum hat. Mir zeigt das nochmal, dass diese Zeit dazwischen nicht verschwendet ist. Dass man nicht sofort ins „nachher“ muss, dass das Leben nicht direkt weiter gehen muss. Das Nichts, die Stille, das Dunkel; das darf man auch brauchen. Und außerdem wirkt das Licht danach wieder viel heller.
Jesus ist tot und morgen, an Ostern, feiern Christen seine Auferstehung. Aber dazwischen, heute, ist nichts. Grabesruhe, totale Stille.
Solche Momente gibt es immer wieder im Leben. Eine Freundschaft oder eine Beziehung endet, ein geliebter Mensch stirbt. Und dann? Erst mal nichts. Auf einmal gibt es ein „vorher“ und ein „nachher“, aber man ist noch nicht so ganz im „nachher“ angekommen. Man ist da irgendwie dazwischen.
Für mich war das so, als meine Mutter gestorben ist. Ich bin da nicht direkt wieder in meinen Alltag zurück, ich wollte mich nicht ablenken. Mir war wichtig, dass ich einfach Zeit hab, das zu verarbeiten, und zu spüren, was mich beschäftigt, bevor ich so richtig in ein Leben ohne sie (an meiner Seite) gestartet bin, in mein Leben „danach“.
Ich find’ am Karsamstag schön, dass da dieses Nichts einen Raum hat. Mir zeigt das nochmal, dass diese Zeit dazwischen nicht verschwendet ist. Dass man nicht sofort ins „nachher“ muss, dass das Leben nicht direkt weiter gehen muss. Das Nichts, die Stille, das Dunkel; das darf man auch brauchen. Und außerdem wirkt das Licht danach wieder viel heller.
Freitag, 18. April 2025
An Karfreitag ist Jesus am Kreuz gestorben. Daran denken Christen heute. Und sie glauben, dass er das für sie gemacht hat. Aus Liebe.
Der Name Karfreitag kommt von ‘'nem altdeutschen Wort für Trauer, und ich find’ das merkt man wirklich. Auch der katholische Gottesdienst ist da ganz anders als sonst.
Es gibt keine Instrumente und keine Kirchenglocken. Es werden besondere Bitten für die ganze Welt vorgetragen, und die ganze Leidensgeschichte Jesu aus der Bibel.
Und ganz am Anfang, da gibt’s ein besonderes Zeichen: die Niederwerfung. Dabei legen sich der Pfarrer und die Ministranten auf den Boden. Ausgestreckt, um ganz bei sich zu sein. Und ganz nah bei Jesus. Ohnmächtig und traurig, wie er.
Ich war oft selbst als Ministrantin dabei. Das war für mich unglaublich berührend. Ich fühle mich da Jesus ganz nah und mit ihm verbunden.
Aber auch mit dem Leid, das Menschen jeden Tag erleben. Wenn sie vor dem Krieg in ihrem Land auf der Flucht sind. Oder nicht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen.
Das sind schwere, schmerzhafte Gefühle. Bei der Niederwerfung hab ich das Gefühl, ich kann mit allem, was mich traurig macht, wo ich mich ohnmächtig fühle, wo ich nicht weiter weiß, vor Gott kommen.
Der Name Karfreitag kommt von ‘'nem altdeutschen Wort für Trauer, und ich find’ das merkt man wirklich. Auch der katholische Gottesdienst ist da ganz anders als sonst.
Es gibt keine Instrumente und keine Kirchenglocken. Es werden besondere Bitten für die ganze Welt vorgetragen, und die ganze Leidensgeschichte Jesu aus der Bibel.
Und ganz am Anfang, da gibt’s ein besonderes Zeichen: die Niederwerfung. Dabei legen sich der Pfarrer und die Ministranten auf den Boden. Ausgestreckt, um ganz bei sich zu sein. Und ganz nah bei Jesus. Ohnmächtig und traurig, wie er.
Ich war oft selbst als Ministrantin dabei. Das war für mich unglaublich berührend. Ich fühle mich da Jesus ganz nah und mit ihm verbunden.
Aber auch mit dem Leid, das Menschen jeden Tag erleben. Wenn sie vor dem Krieg in ihrem Land auf der Flucht sind. Oder nicht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen.
Das sind schwere, schmerzhafte Gefühle. Bei der Niederwerfung hab ich das Gefühl, ich kann mit allem, was mich traurig macht, wo ich mich ohnmächtig fühle, wo ich nicht weiter weiß, vor Gott kommen.
Donnerstag, 17. April 2025
Heute ist Gründonnerstag. Damit beginnen die Feiertage, die mit Ostern enden. Worum es an Ostern geht, das wissen die meisten vermutlich noch. Klar, Jesus ist von den Toten auferstanden. Aber Gründonnerstag?
Da hat Jesus zum letzten Mal mit seinen Freunden gegessen. Er wird dann von Judas verraten, bevor er am Tag darauf am Kreuz stirbt. Aber vorher in dieser Nacht berührt mich ein Moment ganz besonders: Jesus geht beten. Er spürt, was auf ihn zukommt. Er wird gefoltert, er wird leiden und sterben. Und davor hat er Angst. In der Bibel sagt er zu seinen Freunden: „Meine Seele ist zu Tode betrübt.“ Dann betet er zu Gott: „Mein Vater, für dich ist alles möglich. Nimm doch diesen Becher fort, damit ich ihn nicht trinken muss!“ (BasisBibel) Jesus hat Angst und bittet Gott darum, dass er da nicht durch muss. Das ist für mich so ein menschlicher Moment, ich kann das richtig gut verstehen. Gleichzeitig betet Jesus aber auch: „Vater, nicht das, was ich will, soll geschehen – sondern das, was du willst!“ Er hat Todesangst, er will da nicht durch, aber trotzdem vertraut er Gott und gibt sich in seine Hand. Diesen Moment find’ ich echt stark. An Gott glauben, ihm vertrauen, das heißt nicht, dass ich keine Angst haben darf. Ich kann gleichzeitig Gott vertrauen und mit meiner Angst zu ihm kommen. So, wie Jesus es getan hat.
Da hat Jesus zum letzten Mal mit seinen Freunden gegessen. Er wird dann von Judas verraten, bevor er am Tag darauf am Kreuz stirbt. Aber vorher in dieser Nacht berührt mich ein Moment ganz besonders: Jesus geht beten. Er spürt, was auf ihn zukommt. Er wird gefoltert, er wird leiden und sterben. Und davor hat er Angst. In der Bibel sagt er zu seinen Freunden: „Meine Seele ist zu Tode betrübt.“ Dann betet er zu Gott: „Mein Vater, für dich ist alles möglich. Nimm doch diesen Becher fort, damit ich ihn nicht trinken muss!“ (BasisBibel) Jesus hat Angst und bittet Gott darum, dass er da nicht durch muss. Das ist für mich so ein menschlicher Moment, ich kann das richtig gut verstehen. Gleichzeitig betet Jesus aber auch: „Vater, nicht das, was ich will, soll geschehen – sondern das, was du willst!“ Er hat Todesangst, er will da nicht durch, aber trotzdem vertraut er Gott und gibt sich in seine Hand. Diesen Moment find’ ich echt stark. An Gott glauben, ihm vertrauen, das heißt nicht, dass ich keine Angst haben darf. Ich kann gleichzeitig Gott vertrauen und mit meiner Angst zu ihm kommen. So, wie Jesus es getan hat.
Mittwoch, 16. April 2025
300 Kilo Kunststoff und LEDs: die sind mir im Kopf geblieben, als ich Freunde in Münster besucht hab. Warum? Na ja, daraus besteht die „Himmelsleiter“ - das ist 'ne Lichtinstallation, die dort am Kirchturm der Lamberti-Kirche hängt: eine Gold leuchtende Leiter, die über der Innenstadt strahlt. Besonders nachts sieht das richtig cool aus. Da sieht man den Turm nicht, sondern nur die leuchtende Leiter, die in den Himmel ragt.
Sie soll ein Symbol für Hoffnung sein. Die Künstlerin sagt, die Leiter steht dafür, „niemals den Glauben an das Gute zu verlieren“.
Das passt für mich voll. Diese Leiter, die Himmel und Erde verbindet, erinnert mich dran, dass ich nicht allein gelassen bin. Gott ist da, und ich bin mit ihm verbunden.
Das kann ich gerade gut brauchen, wenn ich seh, was in der Welt so vor sich geht. Ich find's da manchmal echt schwer, hoffnungsvoll zu bleiben. Aber die Leiter, und die Verbindung, für die sie steht, erinnern mich dran: Egal wie dunkel es gerade aussieht, ich will mich davon nicht entmutigen lassen. Ich will nicht den Glauben an das Gute verlieren - und daran können mich auch LEDs und Kunststoffröhren erinnern.
Sie soll ein Symbol für Hoffnung sein. Die Künstlerin sagt, die Leiter steht dafür, „niemals den Glauben an das Gute zu verlieren“.
Das passt für mich voll. Diese Leiter, die Himmel und Erde verbindet, erinnert mich dran, dass ich nicht allein gelassen bin. Gott ist da, und ich bin mit ihm verbunden.
Das kann ich gerade gut brauchen, wenn ich seh, was in der Welt so vor sich geht. Ich find's da manchmal echt schwer, hoffnungsvoll zu bleiben. Aber die Leiter, und die Verbindung, für die sie steht, erinnern mich dran: Egal wie dunkel es gerade aussieht, ich will mich davon nicht entmutigen lassen. Ich will nicht den Glauben an das Gute verlieren - und daran können mich auch LEDs und Kunststoffröhren erinnern.
Dienstag, 15. April 2025
Ich liebe es ins Kino zu gehen und Filme zu schauen. Letztens hab ich „Konklave“ gesehen. Das ist ein Thriller, der sich um die Wahl von ‘'nem neuen Papst dreht. Darin hält der Kardinal Thomas Lawrence eine Predigt, die mir seitdem nicht aus dem Kopf geht.
Er spricht darüber, dass es wichtig ist, sich auch mal nicht sicher zu sein und Fragen zu stellen, auch wenn man Gott vertraut. Wenn man sich ganz sicher wäre, dann würde man Gott nämlich gar nicht mehr vertrauen. Vertrauen bedeutet ja, dass man sich eben nicht ganz sicher sein kann, und sich trotzdem drauf einlässt.
Kardinal Lawrence sagt: Erst wenn man auch mal zweifelt, ist der Glaube lebendig. Das gehört dazu. Und mit der Zeit wächst das Vertrauen.
Wenn man sich ganz sicher ist, und nichts infrage stellt, bleibt kein Platz mehr für andere Meinungen. Darunter leiden dann Toleranz und Vielfalt. Aber genau das wünscht er sich für die Kirche. Deshalb bittet er Gott, einen Papst zu schicken, der auch zweifelt.
Das hat mich total berührt. Mir ist es eigentlich eher unangenehm, wenn ich an meinem Glauben zweifle. Ich frag’ mich dann, ob ich vielleicht 'ne schlechte Christin bin, ob ich was falsch mache. Aber auch Jesus hat gezweifelt; am Kreuz hat er gerufen „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
Die Predigt in dem Film hat mich daran erinnert: Zweifeln gehört zum Glauben dazu.
Er spricht darüber, dass es wichtig ist, sich auch mal nicht sicher zu sein und Fragen zu stellen, auch wenn man Gott vertraut. Wenn man sich ganz sicher wäre, dann würde man Gott nämlich gar nicht mehr vertrauen. Vertrauen bedeutet ja, dass man sich eben nicht ganz sicher sein kann, und sich trotzdem drauf einlässt.
Kardinal Lawrence sagt: Erst wenn man auch mal zweifelt, ist der Glaube lebendig. Das gehört dazu. Und mit der Zeit wächst das Vertrauen.
Wenn man sich ganz sicher ist, und nichts infrage stellt, bleibt kein Platz mehr für andere Meinungen. Darunter leiden dann Toleranz und Vielfalt. Aber genau das wünscht er sich für die Kirche. Deshalb bittet er Gott, einen Papst zu schicken, der auch zweifelt.
Das hat mich total berührt. Mir ist es eigentlich eher unangenehm, wenn ich an meinem Glauben zweifle. Ich frag’ mich dann, ob ich vielleicht 'ne schlechte Christin bin, ob ich was falsch mache. Aber auch Jesus hat gezweifelt; am Kreuz hat er gerufen „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
Die Predigt in dem Film hat mich daran erinnert: Zweifeln gehört zum Glauben dazu.
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