Sonntag, 26. Oktober 2025
Meine Oma sagt immer „man zehrt von seinen Erinnerungen“ und erzählt dann immer gemeinsam mit meinem Opa von ihren Reisen, die sie früher unternommen haben. Sie wissen auch jetzt noch jedes kleine Detail und ihre Augen leuchten, wenn wir auf dieses Thema kommen. Inzwischen kann ich das auch voll nachvollziehen. In den letzten Wochen habe ich Vorträge über mein Auslandssemester in Brasilien halten dürfen und schon bei der Vorbereitung, als ich alle Bilder nochmal angeschaut hab – habe ich richtig in Erinnerungen geschwelgt. Da waren wieder die Begegnungen mit tollen Menschen da, Fügungen, die sich auf meiner Reise einfach so ergeben haben, Momente, in denen ich einen echten Schutzengel hatte, oder lustige Momente, die mir immer noch ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Vor allem sind es die Momente, in denen ich mich von Gott behütet und begleitet wissen durfte. Zum Beispiel als ich mitten in der Nacht durch eine Drogenfavela fahren musste und nichts passiert ist oder ich eigentlich überall auf irgendeine herzliche einheimische Person getroffen bin, die mir Tipps für Aufenthalte und Sicherheit gegeben hat. Das sind die Momente, an die ich mich immer erinnern werde und die mich auch mal durch graue, dunkle Täler tragen. Weil ich weiß: Gott fügt alles zusammen, er hat mich schon mal durch brenzlige Situationen getragen und er wird es wieder tun.
Samstag, 25. Oktober 2025
Gestern erst hat mein Herz wieder richtige Saltos gemacht – weil ich mich so gefreut hab! Ich nehme das schon seit längerem wahr, aber jetzt muss ich es echt mal loswerden: Es ist so cool und herzerwärmend zu sehen, wie viele Menschen, oft auch echt junge Menschen, sich gegenseitig im öffentlichen Nahverkehr helfen. Sei es die Klapprampe hinten im Bus auszuklappen, damit ein Rollstuhlfahrer barrierefrei in den Bus gelangt, beim Austeigen einer älteren Person den Rollator aus dem Bus zu heben und noch einen Arm anzubieten oder einfach direkt aufzustehen und einen Sitzplatz anzubieten, wenn offensichtlich ist, dass die Person nicht lange stehen kann – das machen meistens sogar 5 Menschen auf einmal. Und genau das macht das Miteinander doch auch aus. So aufmerksam füreinander zu sein und achtsam miteinander umzugehen. Vielleicht sogar mehr zu machen, als eigentlich verlangt wird. Und das selbstlos, ohne eine Gegenleistung oder Anerkennung zu erwarten – das ist schon einfach bombastisch! Genau das hat ja auch Jesus gesagt, dass wir einander hilfsbereit, freundlich und liebend begegnen sollen. Fast schon verrückt, dass ich es im Bus immer wieder erlebe, dass es mehr Menschen gibt, die helfen wollen, als Hilfe nötig ist. Und wenn ich im Bus mal nicht die Erste bin, die helfen kann, dann grinse ich zumindest die Person ganz breit an, die geholfen hat.
Donnerstag, 23. Oktober 2025
Bei mir gab´s gestern Tutti frutti – ein Nachtisch, der abwechselnd mit Butterkeksen, Trauben und Vanillepudding geschichtet wird. Klingt vielleicht ein bisschen wild, aber bei uns in der Familie hat das richtig Tradition. Mein Opa hat nämlich den Nachtisch für uns Enkel immer gemacht, als wir noch klein waren. Und ich freu mich immer noch wie ein Kind, wenn ich das Tutti frutti auf dem Tisch stehen seh. Dann schmeckt für mich alles nach Kindheit und Heimat. Mir kommen viele schöne Erinnerungen an die Nachmittage oder Ferienzeiten bei meinen Großeltern. Inzwischen weiß ich selbst, wie man den Nachtisch macht – und egal, wo ich bisher gewohnt hab – überall gabs mal Tutti frutti. Ich bereite ihn wie mein Opa voller Liebe für meine Liebsten zu: für enge Freunde, Familie, meinen Freund. Und ich sag´s wie´s ist: Alle lieben es. Wie man bekanntlich ja schön sagt, geht Liebe durch den Magen. Und genau diese Liebe möchte ich auch wie mein Opa an ganz besondere Menschen weitergeben.
Dienstag, 21. Oktober 2025
Heyhey, hier ist Milena. So kleine Momentaufnahmen sind einfach unbezahlbar. Vor kurzem habe ich meine Polaroidkamera wieder für mich entdeckt. Einmal kurz abdrücken und schon kommt oben ein frisch gedrucktes Bild raus. Ich knipse zur Zeit was das Zeug hält – Landschaften, klitzekleine Dinge oder Personen. Ich finde es macht einen riesigen Unterschied, ob man mit dem Handy tausend Mal versucht ein möglichst schönes Bild zu machen, oder ob man einfach mit der Polaroidkamera nur eine Möglichkeit hat und den Moment einfängt. Wiederentdeckt habe ich meine Polaroid-Liebe auf einer Hochzeit. Da ist ein richtig tolles Bild entstanden – aus dem Moment heraus. Zwei Freunde von mir waren noch gar nicht perfekt ready für den Auslöser, aber ich hab einfach abgedrückt und es ist ein Bild entstanden, bei dem sich beide aus tiefstem Herzen anlachen. Und genau da kommt das Leben rüber, das nicht perfekt auf einem Bild abgelichtet sein muss, sondern einfach ECHT. Deshalb lieb ich diese kleinen Momentaufnahmen auf den Polaroids so sehr. Und das Beste: Man kann sie direkt ausgedruckt mitnehmen und bei sich tragen.
Samstag, 27. September 2025
. „Es ist einfach immer wie nach Hause kommen“. Den Satz hab ich vor Kurzem genau so zu echten Herzensmenschen von mir gesagt. Denn exakt so hat es sich angefühlt, als ich dieses befreundete Paar, das wie Familie für mich ist, nach Ewigkeiten mal wieder besucht habe. Vor ein paar Jahren hab ich bei ihnen in der Dachgeschosswohnung gewohnt und sie wurden für mich in dieser Zeit echt wichtige Personen. Wir haben damals sogar zusammen Weihnachten gefeiert. Seitdem halten wir Kontakt und es wurde auch einfach mal wieder Zeit sie zu besuchen. Und es tat so gut! Ich hab im selben Bett geschlafen wie damals, das mit meiner Lieblingsbettwäsche bezogen war, meine Lieblingsschokolade stand auf dem Küchentisch bereit und alles sah aus wie immer. Es war einfach wie nach Hause kommen. Ich hab mich so wohl und willkommen gefühlt durch ihre kleinen Aufmerksamkeiten. Das möchte ich auch schaffen: Den Menschen, die zu mir zu Besuch kommen, ein solches Wohlfühlgefühl zu geben. Zumindest mit einer kleinen Aufmerksamkeit, wie zum Beispiel mit einer selbstgeschriebenen Karte zur Begrüßung oder einem kleinen Blumensträußchen. Einfach, damit direkt ein Zuhause-Gefühl und eine richtig schöne Atmosphäre zum Wohlfühlen entsteht.
Donnerstag, 25. September 2025
Vor ein paar Tagen war ich auf dem Junggesellinnenabschied einer meiner Freundinnen. Ihre Trauzeugin hatte alles perfekt organisiert und alle wichtigen Freundinnen aus ihrem Leben zusammengetrommelt. Ich kannte von der Gruppe nur 2 Freundinnen. Irgendwie schon crazy, wenn man sich überlegt, dass man diesen einen Tag einer guten Freundin, mit einem ganz wild zusammengewürfelten Haufen besonders schön verbringen möchte, ohne, dass sich vorher alle kennen. Aber: Es war mega! Alle waren für diese eine Freundin gekommen, um ihr einen unvergesslichen Tag zu bereiten. Sie war der Grund, dass wir überhaupt aufeinandergetroffen sind. Es brauchte keine fünf Minuten, bis die ersten Späße losgingen und wir gemeinsam gelacht haben. Und wir waren uns ohne Worte einig: Dieser Tag soll für sie einfach wunderschön werden. Die Chemie hat einfach gepasst und es war wirklich genial. Ohne diesen Anlass hätten wir uns vermutlich nie getroffen – es wäre vermutlich nie diese tolle gemeinsame Erinnerung entstanden. Und genau das finde ich bemerkenswert: Eine einzige Person kann der Grund sein, dass ganz unterschiedliche Menschen gemeinsam zusammenkommen und daraus was Wunderschönes entsteht.
Mittwoch, 24. September 2025
Heyhey, hier ist Milena. Vor kurzem war ich mal wieder mit dem Zug vom Süden in den hohen Norden unterwegs. Es ist alles reibungslos abgelaufen, bis kurz vor meinem Umstieg die Durchsage kam, dass aufgrund eines Unfalls vorerst kein Zug mehr in die Richtung meines Zielortes fährt. Ich hab mich dann kurz informiert und bin in einen Zug gestiegen, der in die richtige Richtung fahren sollte – dann aber 2 Stunden nicht losgefahren ist. Dann war auch noch mein Handyakku leer, was mir normalerweise nie passiert, und die Steckdosen im Zug haben einfach nicht funktioniert. Deshalb konnte ich auch erst einmal niemanden anrufen und Bescheid sagen, dass es später wird. Es war dann fast ein kleines Wunder, als eine Frau direkt neben mir, angeboten hat, dass sie mich mitnehmen kann. Sie hatte auch genug vom Warten und hat sich deshalb abholen lassen. Ich war überrascht, weil wir uns ja gar nicht richtig kannten. Aber wie cool, dachte ich mir, dass sie das anbietet und auf mich als fremde Person einfach so zugeht. Das war wirklich einfach Glück im Unglück. Und die junge Frau im Zug war ein richtiges Geschenk für mich - ihre zuvorkommende und hilfsbereite Haltung – einfach DIE Definition von gelebter Nächstenliebe.
Samstag, 16. August 2025
Heyhey, hier ist Milena. Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Dieses Zitat von Jim Rohn hab ich vor kurzem gehört. Und ja, irgendwie ist da was dran. Egal ob Familie, Freunde, Partner, Arbeitskollegen oder Kommilitoninnen – Menschen mit denen ich viel Zeit verbringe, beeinflussen mich, sogar so, dass man es hören kann. Ich merk das vor allem, wenn ich mich dabei ertappe, dass ich Floskeln oder Redeweisen von anderen annehme, aber ich meine das geht noch viel tiefer. Unsere engen Kontakte beeinflussen auch, was wir denken, was wir für richtig oder falsch halten und wie wir handeln. Und ich merke, dass das mit meinem Glauben auch so ist. Je mehr ich mich zum Beispiel mit Jesus beschäftige, mir Zeit nehme von seinem Leben zu hören oder beim Beten mit ihm spreche, desto mehr fühle ich mich mit ihm verbunden. Und übernehme vielleicht sogar Verhaltensweisen, die er vorgelebt hat. zum Beispiel so zu vergeben, wie er anderen vergeben hat oder offener zu werden für andere Menschen, weil man sie nicht verurteilt, sondern sie erst einmal kennenlernt. Es gibt so vieles, was ich gerne von Jesus übernehmen würde und das gute ist – zumindest glaube ich das – er ist immer da.
Donnerstag, 14. August 2025
Hey, hier ist Milena. „Wie bete ich richtig?“ – diese Frage hat mir vor Kurzem eine Freundin gestellt und erzählt, dass sie in ihrer Gemeinde Freundinnen hat, die immer richtig schön beten und die richtigen Worte finden. Sie hat gesagt, dass sie das irgendwie nicht so gut hinbekommt, wie die anderen und mich dann gefragt, ob ich Tipps für sie habe. Ich verstehe voll gut, woher die Frage kommt. Vor allem wenn man andere mit so schönen Worten beten hört und man selbst manchmal das Gefühl hat nach dem „Guter Gott“ nicht mehr weiter zu wissen. Aber ganz ehrlich: Beim Gebet gibt es kein richtig oder falsch. Ein Gebet ist gut, so wie es ist. Man kann Freude, Sorgen oder Bitten hineinlegen. Ein Gebet kann für mich selbst oder andere sein. Manchmal hilft es gerade am Anfang auch total ein schon vorgefertigtes Gebet, wie zum Beispiel einen Psalm aus der Bibel, zu nehmen und zu beten. Das kann bei Formulierungen helfen, ohne, dass man sich selbst dabei zu große Gedanken machen muss. Im Endeffekt ist ein Gebet aber immer ein Gespräch mit Gott. Man erhält darauf vielleicht nicht immer eine Antwort, aber man kann seine Gedanken und Gefühle loswerden, um Hilfe, Rat oder Unterstützung bitten. Und dabei weiß ich: Gott hört mich, egal wie lang mein Gebet ist oder wie ich es formuliere.
Montag, 11. August 2025
Heyhey, hier ist Milena. Vor einiger Zeit hatte ich auf dem Rückweg von einem Wochenendtrip ein kleines Problem. Meine Zugverbindung ist ausgefallen, also bin bin für ne Zeit am Frankfurter Hauptbahnhof gestrandet. Nach einiger Zeit warten, hab ich dann aber zum Glück doch noch eine Verbindung nach Hause bekommen und mir ist was sehr wildes passiert. Gerade am Abfahrtsgleis angekommen tippt mich dann plötzlich jemand von hinten an – es war ein guter Freund, den ich seit zwei Jahren nicht mehr gesehen habe. Wir sind fast ausgerastet, dass wir uns ausgerechnet dort nach dieser langen Zeit wiedergesehen haben. Dazu kam noch, dass wir im Zug dann noch einen anderen Kumpel getroffen haben, der auch auf der Rückfahrt war. Also haben wir uns als wild zusammengewürfelter Haufen zusammengesetzt und hatten einfach die beste Zeit. Ich musste so viel lachen, wie echt lange nicht mehr. In dem Moment hat einfach alles gepasst, es war wirklich Fügung, dass wir uns alle gefunden haben und, dass nach so viel Chaos eine so gute Zeit entstehen konnte. Da waren wir dann doch einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Auch wenn es manchmal anders läuft als geplant, kann gerade dann etwas mega Gutes entstehen. Beim nächsten Mal Zugverspätung werde ich mich an diese Situation erinnern und allein die Möglichkeit, dass sowas nochmal passieren kann, lässt mich die Situation dann vielleicht positiver sehen.
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