Milena
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Samstag, 14. März 2026
„Ja hallo Gott hier“ oder „Hallo, Gott, der Allmächtige am Apparat, wie kann ich ihnen helfen“. Wie würde sich Gott wohl melden, wenn er einen Telefonanschluss hätte? Das habe ich mich vor kurzem gefragt, als ich ein Himmelstelefon an der Straße stehen sehen habe. Da hatte jemand ne alte Telefonzelle neu beschriftet. Keine Ahnung, wo man da wirklich rausgekommen wäre. Aber ich musste echt schmunzeln und fand es eine total schöne Idee – ein Himmelstelefon. Was man da wohl so alles am Hörer sagen würde. Manche würden vielleicht komplett ausrasten, sowohl positiv als auch negativ; andere wären vielleicht schockiert wirklich Gott am anderen Ende der Leitung zu haben und ganz andere hätten sicher ne Menge Fragen. Mich hat die Idee vom Himmelstelefon an einen Satz erinnert, der in einem alten Gebet steht und wo es heißt, dass man Gott in Not wirklich anrufen oder zu ihm rufen kann: „Rufe mich an in der Not!“. Wenn man einfach so nach Gott ruft – innerlich oder ganz laut, gibt´s sicher nicht immer direkt eine klare Antwort mit „Ja, hallo Gott hier“. Mich beruhigt aber das Vertrauen, das in diesem Vers steckt: Dass da jemand ist, den ich in Not wirklich anrufen kann, dem ich alles Schlimme hinwerfen, Wünsche und Bitten aussprechen kann. Das Himmelstelefon war für mich da eine echt schöne Erinnerung, es einfach mal auszuprobieren.
Milena
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Donnerstag, 12. März 2026
Wenn ich nach draußen geh, ist es auf einmal wieder laut. Also nicht so laut, dass man sich die Ohren zuhalten muss, aber von überall hör ich etwas: In Cafes sitzen die Leute draußen und unterhalten sich, auf den Spielplätzen spielen Kinder ganz begeistert im Sand und als Hintergrundsound gibt’s das Zwitschern der Vögel. Ich bin gerade so richtig im Frühlingsfeeling. Und der Frühling ist nicht einfach nur so toll, weil wieder Leben auf den Straßen einkehrt, sondern auch weil alles wieder von neuem beginnt. Der ganze Kreislauf um die Jahreszeiten, die Natur und unser Leben. Es fasziniert mich jedes Mal aufs Neue, wie alles aufeinander abgestimmt ist. Da fangen die Blumen an zu blühen und gleichzeitig kehren die Insekten und Vögel zurück – einfach ein Spektakel, wie die Natur den Frühling feiert. Der Frühling ist für mich ein kleines Wunder: Und gleichzeitig schwingt da für mich auch immer das Versprechen mit, dass alles neu wird und das Leben erhalten wird. Die Natur gibt es vor, wir Menschen dürfen es erleben, sehen, riechen, spüren und sind mit dafür verantwortlich, dass wir diesen Kreislauf erhalten.
Milena
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Dienstag, 10. März 2026
Ich geh gerade nicht mehr ohne Ladegerät und Powerbank aus dem Haus. Irgendwie ist mein Handyakku wohl am Ende – nach n paar Stunden kommt schon die Meldung „bitte ein Ladekabel anschließen“. Mein Handy tankt dann schön seine Energie an der Steckdose. Richtig nice, wenn das bei uns Menschen auch so einfach wär. Kabel anschließen, in die Steckdose und zack wieder 100%. Doch so einfach ist es leider nicht. Umso wichtiger ist es zu wissen, wo und wie ich mich auflade. Ich habe festgestellt, dass das bei mir zum Beispiel mit Bewegung und frischer Luft funktioniert. Meine optimale Kombi: Spaziergang in der Natur. Da kann ich durchatmen, Gedanken sortieren, meinen Fokus neu setzen und bekomme wieder richtig Energie. Andere tanken beim Sport auf, beim Freunde treffen oder Musik hören. Wie das am besten klappt, hängt auch davon ab, wie ich drauf bin – und vor allem: Ob ich mir Zeit nehme. Für mich ist aber klar: es hilft mir zu wissen, wo ich meinen Akku wieder aufladen kann und, dass ich meinen Akku zumindest im grünen Bereich brauche. Wenn ich das weiß, ist es eigentlich wie beim Handy: einfach Tür auf, rausgehen und ne Runde laufen. Und zack ist mein Akku wieder auf 100%.
Milena
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Samstag, 14. Februar 2026
Wie bringt man ne ganze Schlang an der Kasse zum Grinsen? Echt nicht so einfach – meistens schauen da ja alle eher ins Leere, gestresst oder im besten Fall neutral. Aber ich habs vor kurzem erlebt: Ein paar Personen vor mir war ein Junge, der für seine Eltern eingekauft hat. Als er bezahlen wollte, hat er bemerkt, dass er nicht genügend Geld dabeihatte. Die Frau direkt hinter ihm hat keine Sekunde gezögert, ihren Geldbeutel gezückt und ihm das fehlende Geld lächelnd in die Hand gedrückt. So konnte der Junge freudestrahlend alles bezahlen und bedankte sich ein paar Mal bei der Frau. Für mich war das ein echt berührender Moment. Und scheinbar nicht nur für mich, sondern für alle in der Schlange, denn alle grinsten bis über beide Ohren. Irgendwie war für jeden klar: Das war ne mega Aktion! Wie krass wäre es bitte, wenn alle Menschen so nen Herz-für-den-Nächsten-Reflex hätten. Das wär ein richtiger Traum von mir. Damit würden sich auch nicht alle großen Problem unserer Welt lösen. Aber ich bin schon überzeugt, dass jedes Lächeln die Welt ein bisschen verändert – und von daher hat die Frau an der Kasse in meinen Augen an diesem Tag einen großen Unterschied gemacht!
Milena
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Donnerstag, 12. Februar 2026
Mit Milena. Achtung, jetzt kommt ein Gedanke, der für Menschen ohne Brille vielleicht nicht 100% nachvollziehbar ist – aber ich hoffe, ihr könnt trotzdem halbwegs nachvollziehen was ich mein. Ich zieh jeden Morgen als erstes meine Brille auf – ohne sie geht nix. Und ich dachte mir so: Eigentlich zieh ich morgens auch noch immer irgendeine andere Brille auf, mit der ich aufs Leben blick. Natürlich keine echte – zwei Brillen wären auch ein bisschen weird – sondern so im übertragenen Sinne. Manchmal ist es die rosarote Brille, durch die man alles mega happy sieht und die Welt mehr als nur in Ordnung zu sein scheint. Manchmal aber auch die total genervte, grummelige Brille, mit der man die Welt deutlich grauer sieht. Alles nervt, ist zu viel oder dauert zu lange. Es gibt noch so viele weitere Brillen, die auf ihre Art verschiedene Situationen verschwimmen und andere aber scharf sehen lassen: die lustige Brille, die politische und viele mehr. Und so Brillen sind ja erstmal was Gutes. Aber es ist wichtig mir bewusst zu sein, mit welcher Brille ich durchs Leben geh. Das hilft mir mega zu verstehen, wie ich auf Situationen reagiere und sie wahrnehme. Deshalb frag ich mich jetzt immer wieder: Mit welcher Brille schaue ich eigentlich gerade auf die Situation oder den Menschen?
Milena
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Sonntag, 18. Januar 2026
Ich bin gerade total in meiner Brettspielphase. Zum Glück nicht nur ich, sondern auch ein paar von meinen friends. Es passt ja gerade auch einfach zur Jahreszeit. Draußen ist es meistens ungemütlich, es findet kaum was statt und dann ist so ein Spieleabend mit Freunden genau das Richtige. Von Uno no Mercy, über Monopoly, hin zu Partyspielen wie Twister ist echt alles dabei. Das Coole daran, finde ich, ist nicht nur die gemeinsame Zeit, sondern auch, dass man jede Person immer nochmal besser kennenlernt. Spiele sagen nämlich ganz schön viel über einen Menschen aus. Manche liebens total strategische Spiele zu spielen. Andere mögen es lieber einfach und schnell. Aber vor allem finde ich es mega spannend, wie meine Friends sich beim Spielen verhalten. Ob sie die Chance nutzen, um jemandem so richtig eins reinzuwürgen, so spielen, dass alle am Ende möglichst zufrieden sind oder am Boden zerstört sind, wenn sie verlieren. Ich habe echt schon ein paar ganz unbekannte Seiten in unserer Spielephase entdeckt. Dafür ist spielen echt cool, um sich gegenseitig immer noch besser kennenzulernen und vor allem schweißen solche Spielesessions echt zusammen. Wir ärgern uns, lachen gemeinsam und haben ne richtig gute Zeit. Und am Ende planen wir meistens schon gleich die nächste Spielesession – so süchtig sind wir gerade.
Milena
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Freitag, 16. Januar 2026
Sonnenschein und wolkenloser Himmel – das wäre das perfekte Wetter für den Kurztrip mit meinen Freunden gewesen. Und das gab´s auch. Allerdings nur einen halben Tag lang. Dann hat´s gestürmt, gewindet und geschüttet. Wir haben innerhalb von 3 Tagen von Sonnenschein über windiges Regenwetter zu übelstem Schneefall alles einmal mitgenommen. Quasi alle Jahreszeiten auf einmal. An dem Tag, an dem es hauptsächlich geregnet hat, war eigentlich Sightseeing in Hamburg geplant. Tja, war dann wohl nichts. Doch statt deprimiert zu sein, haben wir uns die dicksten Klamotten angezogen, unseren Regenschirm ausgepackt und haben uns ins windige Regenchaos gestürzt. Uns ist dabei mehrfach der Schirm fast weggeflogen, ein Kumpel stand unbeabsichtigt bis zu den Knöcheln in einer tiefen Pfütze und all unsre Schuhe haben komplett getrieft. Aber wir haben uns unsere Freude nicht nehmen lassen: Wir sind durch den Regen getanzt und haben uns ohne wirklichen Grund kaputtgelacht. Wir haben das Beste draus gemacht und eine echt coole Erinnerung geschaffen. Am Ende mussten wir alles einmal trocknen und wir haben uns bestimmt ne Viertelstunde lang mit dem Föhn aufgewärmt, so durchgefroren waren wir. Aber es hat sich gelohnt. Manchmal sind die schlechtesten Voraussetzungen der Startschuss für was richtig Nices.
Milena
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Mittwoch, 14. Januar 2026
Klavier spielen beflügelt mich in letzter Zeit so richtig. In der Phase als ich noch bei meinen Eltern gewohnt hab und ich Klavierunterricht hatte, da hat mich das Üben oft genervt. Aber wie man so schön sagt, vermisst man etwas immer erst, wenn man es nicht mehr hat. Gerade vermisse ich mein Klavier in meiner kleinen Studibude schon ziemlich. Da steht zwar ein altes Keyboard, aber das ist einfach nicht das gleiche. Deshalb spiele ich umso mehr, wenn ich dann in meiner Heimat bei meinen Eltern bin. Gefühlt von morgens bis abends. Wenn ich auf meinem Klavierhocker sitze und in die Tasten hau, dann ist das einfach meine Zeit. Für mich hat das Klavierspielen sogar etwas mehr, als bloße Me-Time. Ich fühl mich durch Musik und besonders wenn ich selbst Klavier spiel Gott nah. Von traurigen, getragenen Liedern hin zu fröhlich tanzenden Melodien ist dann alles dabei. Egal ob einfach Klavier-Geklimper oder ob ich dazu singe. Ich leg da so richtig meine Emotionen rein und teile sie auch mit Gott. Und das befreit mich. Dann kann ich wirklich alles loslassen und wieder neu auftanken.
Milena
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Montag, 12. Januar 2026
Bei mir ist gerade ausmisten angesagt. Weg mit Altem und Platz für Neues. Egal ob Bücher, Deko oder altes Schulzeug. Alles ist jetzt entweder in Kisten oder hat neue Besitzer gefunden. Jetzt im Januar, am Anfang des neuen Jahres, hat es mich so richtig gepackt. Ich brauch das Gefühl, dass alles aufgeräumt ist, ich mich von alten Dingen trenne und so neu ins Jahr starten kann. Wenn um mich herum alles sortiert ist und seinen Platz hat, fühl ich mich gleich freier und auch innerlich aufgeräumter. Dann hab ich meinen Kopf frei, um neue Ideen zu verwirklichen und mir auch Neues für das Jahr vorzunehmen. Gleichzeitig bin ich konzentrierter, wenn ich aktiv an etwas arbeite. Wenn ich äußerlich mein Zimmer ausmiste, miste ich sozusagen auch mich innerlich aus. Beim Ausmisten stell ich mir nämlich die Frage: Wann hab ich das Teil das letzte Mal gebraucht – und wann wird es das nächste Mal wichtig sein. Alles über ein Jahr heißt eigentlich: Weg damit. Für mein Inneres Aufräumen hab ich das versucht zu übertragen: Woran hänge ich jetzt schon ewig, ohne das ich weiterkomm? Seit Ewigkeiten möchte ich mal joggen anfangen. Aber das wird gerade einfach nix – deswegen erstmal weg damit. Nur dann hab ich Platz für Neues.
Milena
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Sonntag, 21. Dezember 2025
Zwei Freunde muss ich jede Adventszeit besuchen. Auch, weil ich sie so gern mag, aber vor allem wegen ihrem Weihnachtsbaum: Sie haben einen Weihnachtsbaum, auf dem jede Kugel ein Unikat ist. Also nicht so normale Kugeln – gelb, rot grün, sondern so was Abgefahrenes wie ein Burger, ein Football, oder ne Handtasche. All das hängt als Kugel im Baum. Und natürlich in allen Farben. Rot, orange, gelb, blau, türkis, lila, alles ist dabei. Jedes Jahr kommt eine neue dazu und ich liebs total, immer wieder neue Motive zu entdecken und mich an diesem ausgefallenen Baum zu freuen. Zwar sind fast alle Kugeln ja jedes Jahr gleich, bis auf eine, die dazukommt, aber ich bin jedes Jahr wieder voller Vorfreude, Neugier und Erstaunen über diesen Baum. Und ein bisschen ist das ja in der ganzen Adventszeit so. Jedes Jahr, quasi immer wieder gleich, haben wir vier Adventssonntage, Weihnachtsmärkte und warten auf Weihnachten – die Geburt Jesu. Und trotzdem wird es nicht langweilig, es ist nie immer gleich. Mal entdeckt man ne andere Plätzchensorte, hat andere Wünsche oder andere Menschen, mit denen man feiert. Bei mir ist immer irgendwann dieses typische Weihnachtsgefühl da, aber jedes Jahr einen Hauch anders. Am Weihnachtsbaum meiner Freunde habe ich dieses Jahr übrigens ein Kanu entdeckt. Mal schauen, was ich in der Adventszeit neues entdecke.