Mila
Anhören
Sonntag, 07. Dezember 2025
Ahhh, schon der zweite Advent! In 17 Tagen ist Weihnachten. Puh, jedes Jahr trifft mich diese Erkenntnis wie ein Schlag ins Gesicht. War nicht grade noch Anfang November? Ich wollte die Weihnachtsgeschenke dieses Jahr doch schon stressfrei im November zusammen haben und endlich mal ne besinnliche Vorweihnachtszeit genießen.
Spoiler: Das schaff ich wirklich nie. Obwohl ich’s mir jedes Jahr vornehme… Stattdessen laufe ich Mitte Dezember noch mit hochrotem Kopf durch völlig überfüllte Läden oder scrolle nachts durch irgendwelche Online-Shops. Eigentlich will ich das so nicht. Und eigentlich trifft das auch null die Message von Weihnachten. Da geht’s doch eigentlich um Ankommen. Um einen Gott, der sich nicht in Perfektion zeigt, sondern in einem Stall.
Und trotzdem tappe ich jedes Jahr wieder in dieselbe Falle: alles soll schön sein, stimmig, bedeutungsvoll – und vor allem rechtzeitig fertig. Von wegen „Oh du fröhliche“. Für mich passt da eher „Oh du stressige“. Für Family und Friends sollen ja passende Geschenke gefunden werden. Geschenke, die deutlich machen, dass mir die Menschen wichtig.
Kurz vor Weihnachten (mitten im Geschenkestress) zweifel ich dann dran, dass ich alles rechtzeitig fertig bekommen kann. Das schaff ich doch nie!
Aber irgendwie haut’s dann doch immer hin. Und wenn am 23. Dezember alles verpackt ist und ich endlich durchatmen kann, dann spür ich’s: „Oh du fröhliche!“.
Mila
Anhören
Freitag, 05. Dezember 2025
Jetzt, in der Vorweihnachszeit gibt es einen Moment, der jedes Jahr mein Herz höher schlagen lässt. Nämlich: Wenn ich meine Lieblingsplätzchen aus dem Ofen hole. Dann umhüllt mich dieser warme, süße Duft meiner „Orangenelche“.
Die heißen so, weil man sie in Elch-Form ausstanzt. Schon der Name klingt ein bisschen albern, ich weiß. Aber genau das liebe ich daran. Es sind Plätzchen, die für mich nach Zuhause riechen: klassischer Teig, dunkle Schokostückchen und diese feine, frisch geriebene Orangenschale, die alles verfeinert und besser macht. Quasi die Spezialzutat.
Ich backe sie am liebsten nachmittags, wenn es schon dämmert und die Welt draußen ein bisschen ruhiger wird. Dann stehe ich in meiner Küche, höre meine ober-kitschige Weihnachtsplaylist und knete den Teig. Das hat schon was Meditatives für mich. Wenn dann alle schief ausgestochenen Orangenelche im Ofen verstaut sind, dann warte ich darauf, dass sich alles in diesen Schoko-Orangen-Duft hüllt. Himmlisch!
Und wenn dann am Abend meine Friends zum gemeinsamen Plätzchenessen vorbei kommen, dann spür ich die Message von Weihnachten so richtig: Liebe, Geborgenheit und Miteinander. Und dazu gehören für mich eben auch meine Orangen-Elche.
Mila
Anhören
Mittwoch, 03. Dezember 2025
Habt ihr schon mal nen Zeppelin gesehen? Irgendwie faszinieren mich diese Dinger seit meiner Kindheit. Vor ein paar Tagen hab' ich mal wieder einen in Frankfurt gesehen. Das hat meine Kindheitsfreude darüber wieder voll entfacht: Zack, war ich im Rabbit-Hole. Und plötzlich steckte ich tief in der Geschichte der Zeppeline. Und die ist echt wild.
Die ersten Versuche, solche Luftschiffe zu bauen, waren nämlich alles andere als erfolgreich. Die Zeppeline ließen sich schlecht manövrieren, es gab technische Pannen und wind- und wetterfest waren sie auch nicht. Erst die dritte Zeppelinversion von 1906 wurde tatsächlich für mehrere Flüge benutzt. Krass oder? Und dann wars auch schnell wieder vorbei. Ein Hauptproblem: Zeppeline waren damals mit Wasserstoff gefühlt – einem hochexplosiven Gas. Und so kam es häufig zu Unglücken.
Heute gibt es in Deutschland nur noch wenige Zeppeline. Aber jedes Mal, wenn ich einen am Himmel sehe, fühl ich mich wie in 'ner anderen Zeit. Ein bisschen retro, ein bisschen futuristisch, irgendwie magisch.
Und was für 'ne fantastische Aussicht die Menschen im Zeppelin haben müssen! So hoch oben über den Wolken. Aus so nem Perspektivwechsel wirkt die Welt gleich wie ein großes Gesamtkunstwerk. Da komm ich als Christin mal wieder ins Staunen darüber, wie wunderbar liebevoll unsere Welt geschaffen ist.
Und ihre Schöpferin? Was für eine Künstlerin.
Mila
Anhören
Montag, 01. Dezember 2025
1. Dezember. Jetzt dauerts nicht mehr lang bis Weihnachten. In den nächsten Wochen wird viel über Liebe und Hoffnung geredet werden. Und wisst ihr, was mir richtig Hoffnung macht: Wenn man sich anschaut, was die Forschung in den letzten Jahrzehnten im Kampf gegen AIDS erreicht hat.

An AIDS erkranken Menschen, die sich mit dem HI-Virus infiziert haben und keine Medikamente dagegen einnehmen. Das Virus schwächt den Körper so sehr, dass eine Infektion ohne Behandlung früher oder später tödlich verläuft.

Aber: eine Infektion ist längst nicht mehr das Todesurteil, das es einmal war. HIV ist heute gut behandelbar und unter Therapie nicht mehr übertragbar.

Trotzdem machen HIV-positive Menschen heute noch Diskriminierungserfahrungen. Auch hier in Deutschland. Da geht’s um abwertende Kommentare, Vorurteile in Freundschaften und Beziehungen und sogar Benachteiligungen im Job. Aufklärung bleibt deshalb entscheidend.
Der heutige Welt-Aids-Tag ruft jedes Jahr dazu auf, Haltung zu zeigen. Gegen Stigmatisierung und für ein offenes, wertschätzendes Miteinander. Nur dann sind die Fortschritte, die es in der Forschung zu AIDS gegeben hat, auch Hoffnungszeichen: Wenn wir nicht nur das HI-Virus bekämpfen, sondern auch Vorurteile und Diskriminierung ,die damit verbunden sind.
Mila
Anhören
Sonntag, 12. Oktober 2025
Endlich Herbst: Und wisst ihr, was das bedeutet? Es ist endlich wieder Gilmore Girls Zeit! Das ist schon seit Jahren meine absolute Comfort-Serie. Wenn’s draußen kälter wird mach ich’s mir drinnen gemütlich und tauche in die Welt von Lorelai und Rory voll von übergroßen Kaffeetassen ins Leben ihrer trubeligen Kleinstadt Stars Hollow ein. Diese verschrobene Stadt hat so einen besonderen Vibe: alle kennen sich, ständig passiert irgendwas Absurdes, und am Ende sind doch immer alle füreinander da.
Genau das macht die Serie für mich so cozy: Dieses Gefühl von Wahl-Familie. Menschen, die nicht nur nebeneinander her leben, sondern wirklich miteinander. Die Stadtbewohnis treffen sich im Diner bei Luke oder beim Stadtfest und helfen sich gegenseitig, wenn jemand Unterstützung braucht. Da zeigt mir die Serie richtig, wie stark Gemeinschaft tragen kann.
Und genau das hat der Umgang der Menschen in Stars Hollow definitiv mit meinem Glauben gemeinsam. Kirche, wie ich sie erlebt hab, hat für mich genau das Potential wie es die Kleinstadt in der Serie lebt: Ein Ort, an dem Menschen verschiedenster Art zusammenkommen können. Mal nervig, mal chaotisch, manchmal richtig schräg, aber immer mit diesem Band, das hält.
Deshalb passt Gilmore Girls für mich perfekt in den Herbst: Die Serie strahlt nicht nur mit den heißen Kaffeebechern und den liebenswerten Charakteren Wärme aus, sondern auch mit der Erinnerung daran, wie wichtig und schön Gemeinschaft ist.
Mila
Samstag, 11. Oktober 2025
Vor ein paar Tagen wollten drei Freund*innen und ich zusammen Apfelkuchen backen. Alles war schon geplant: Äpfel pflücken, Kuchen backen, Zeit verbringen. Aber dann bin ich genau an dem Tag krank geworden. Und zwar so, dass ich zu fit war für so 'nen richtigen Tag im Bett, aber zu platt, um mitzumachen. Das Resultat war: FOMO hoch zehn.
Das Schönste war dann aber: Meine Friends haben mich nicht vergessen. Sie haben mir zwei Stücke eingepackt und bis zu mir nach Hause gebracht. Das hat mir echt den Tag gerettet – einfach, weil ich gemerkt habe: Hey, die denken an mich, auch wenn ich nicht dabei bin.
Obwohl ich nicht dabei sein konnte, hab ich mich trotzdem nicht außen vor gefühlt, sondern mittendrin, obwohl ich eigentlich gefehlt habe. Es war richtig schön zu merken, dass unsere Freundschaft das ausmacht: Dass man aneinander denkt. Und manchmal reicht schon ein Stück Apfelkuchen, damit man sich nicht doof und vergessen fühlt.
Mila
Anhören
Donnerstag, 09. Oktober 2025
Eine meiner größten Herausforderungen im letzten halben Jahr: Eindeutig: Mit 12 Menschen zusammenwohnen.
Ich bin frisch in ein Wohnheim gezogen. Plötzlich wohne ich zu dreizehnt auf einem Flur. Heißt: 12 Mitbewohnis, mit denen ich mir alles teile: Küche, Aufenthaltsraum, Duschen, Toiletten. Am Anfang dachte ich: puh, ganz schön viel Gewusel, wenn man vorher nur in kleineren WGs oder mit dem Freund zusammen gewohnt hat.
Aber ehrlich? Es hat auch richtig coole Seiten. Manchmal komm ich spätabends ins Wohnzimmer und da sitzt noch jemand zum Quatschen. Ich verabrede mich zu gemeinsamen Kochabenden oder klopf einfach an einer Zimmertür, wenn ich Bock auf Gemeinschaft hab. So viel spontanes Miteinander hatte ich echt noch nie.
Und irgendwie musste ich schmunzeln, als mir aufgefallen ist: l 12 Menschen mit denen man den Alltag teilt, die gibt’s auch in der Bibel. Jesus hatte nämlich auch 12 Leute um sich herum: Seine Jünger. Die waren quasi eine mobile WG – haben aber auch alles geteilt, zusammen gegessen, gefeiert, diskutiert, gelacht und gestritten.
Die Geschichten von Jesus und seinen Friends zeigen, dass Gemeinschaft echt nicht immer einfach ist, selbst, wenn Gott persönlich ein Teil davon ist. Aber die Storys von Jesus und den Jüngern erzählen auch davon, dass so ne Community total schön und unterstützend sein kann. Vor 2000 Jahren genauso wie heute.
Mila
Anhören
Montag, 06. Oktober 2025
Musstet ihr schonmal auf Knopfdruck kreativ sein? Ganz ehrlich: Ich find‘s ultra schwierig. Letztens musste ich ein Kunstprojekt für die Uni machen und dafür hab ich quasi aus dem Nichts mehrere Bilder malen müssen. Ich male echt gerne, aber irgendwann saß ich nur noch vor dem Blatt und dachte: Mir fällt einfach nichts Neues mehr ein. Dieses ständige Produzieren, Ideen aus meinem Kopf ziehen… Das ist anstrengend.
Und dann hab ich mich gefragt: Wie krass ist es eigentlich, dass Gott die Welt erschaffen haben soll? Unsere Erde mit all ihren Farben, Mustern, Lebewesen, den krassen Naturgesetzen und dieser unglaublichen Vielfalt. Das ist doch next-level-creativity oder?
Wenn ich schon damit struggle so ein popeliges Kunstprojekt aufs Papier zu bringen, dann zieh ich echt meinen Hut vor Gottes Fantasie. Denn ich glaube nicht, dass all die Dinge auf der Welt einfach nur zufällig passiert sind. Für mich steckt da ein Gott mit unendlicher Kreativität dahinter und einer genauen Vorstellung davon, was zu tun ist.
Und ich bin überzeugt davon, dass Gott einen Funken der eigenen Kreativität und Schöpfungskraft in jeden Menschen gelegt hat – die muss ich jetzt nur noch wiederfinden! 
Mila
Anhören
Sonntag, 25. Mai 2025
Leute, ich muss euch von einem richtig schönen Erlebnis in meinem Schottland-Urlaub erzählen. Ich war in der Landeshauptstadt Edinburgh in einem Gottesdienst – und der war einfach nur Zucker! Direkt am Anfang hat die Person vorne gesagt: „Ihr dürft euch bewegen, wie ihr wollt. Und wenn ihr lieber sitzen bleiben möchtet: auch total okay!“ Ich hab’ sofort gemerkt: Hier geht’s um echtes Willkommen-Sein.
Und dann die Sprache! Alle Gebete waren so gestaltet, dass mir richtig warm ums Herz wurde. Gott war nicht nur „Vater“, sondern auch „Mutter“ oder einfach „Holy One“. Kein Schubladendenken, keine festen Rollen – einfach ein Raum, in dem alle sich wohlfühlen konnten. Ich war begeistert, wie queersensibel und schön Sprache gleichzeitig sein kann.
Und die Stimmung? Mega! So frei, so herzlich – wie ein riesiger Safe Space. Ich hab mich selten so sehr als Teil einer Gemeinschaft gefühlt, ohne mich irgendwie anpassen zu müssen.
Als ich rausgegangen bin, war ich total bewegt. Ich hab sogar ein paar Tränchen verdrückt, weil ich’s sooo schön fand.
So sollte Kirche doch immer sein: ein Ort, an dem wirklich jede und jeder willkommen ist
Mila
Anhören
Samstag, 24. Mai 2025
Erste Hochzeit im Freundeskreis – und es war sooo schön! Die Trauung war total berührend und trotzdem ganz ohne großes Tamtam. Ja-Wort, Ringtausch, Unterschrift. Zack, verheiratet!
Als dann das frisch verheiratete Paar aus dem Rathaus gekommen ist, standen wir Gäste schon draußen bereit. Aber nicht mit Reis oder Rosenblättern, wie früher oft üblich war, sondern mit Seifenblasen.
Und da war dieser Moment. Die Sonne schien, die Seifenblasen sind durch die Luft geflogen, haben in allen Farben geglitzert und im Wind getanzt. Vorbei am strahlenden Ehepaar. Es sah einfach magisch aus.
In meinem Kopf war dann direkt der Gedanke: Genau so soll ihre Ehe sein. Schillernd. Leicht. Bunt.
Natürlich weiß ich, dass das Leben nicht immer nur leicht ist. Und das wird es auch für die zwei nicht immer sein. Es gibt eben auch graue Tage. Aber diese Seifenblasen-Momente können uns Menschen, glaub ich, gut durch den Alltag tragen. Augenblicke, in denen man kurz alles Schwere ablegt und lacht, liebt und lebt.
Ich glaub, dass ne gute Ehe nicht nur aus dem großen Versprechen besteht oder nicht nur deswegen hält. Manchmal sind’s vielleicht auch die vielen kleinen, schillernden Momente, die man gemeinsam einfängt, bevor sie zerplatzen.
Wie Seifenblasen eben.