Simon
Anhören
Sonntag, 07. Juli 2024
„Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name...“ – dieses Gebet ist aus christlichen Gemeinschaften nicht wegzudenken! Viele haben es schon als Kind auswendig gelernt – ich auch!
Die Überlieferung der Bibel sagt, dass Jesus selbst es als best practice Beispiel fürs Beten vorgeschlagen hat. Wenn ich das Vater Unser bete, dann bin ich nicht nur in Kontakt mit Gott, sondern irgendwie auch mit ganz vielen Menschen auf der Welt verbunden. Überall auf der Welt wird das gleiche Gebet gesprochen – nur eben in ganz verschiedenen Muttersprachen und in ganz verschiedenen Situationen! Gleich die ersten Worte lösen bei Menschen so unterschiedliche Dinge aus: Die eine fühlt sich total wohl dabei Gott mit „Vater anzusprechen“, der andere spricht Gott lieber als Mutter an und andere sagen „Vater und Mutter im Himmel“, weil sie Gott nicht auf ein Geschlecht reduzieren wollen.
So wird das Vaterunser zu einem ganz persönlichen und innigen Gebet. Ein Gebet, das weltweit gesprochen wird und trotzdem meine ganz persönliche Beziehung zu Gott ausdrückt. Mir das bewusst zu machen, hilft mir dabei, das Vaterunser nicht einfach runterzurattern, sondern die Worte ganz aufmerksam zu beten.
Simon
Anhören
Freitag, 05. Juli 2024
„Wart’s nur ab!“, Wenn das jemand zu mir sagt, bekomm ich erstmal ein mulmiges Gefühl. „Wart’s nur ab!“ Meistens klingt das wie ne Drohung. „Du kannst noch was erleben!“ kommt oft direkt hinterher.
Was aber, wenn diese Worte keine böse Drohung, sondern ein ehrliches und gut gemeintes Versprechen sind? In der Bibel gibt’s ein jahrtausendealtes Gebet. Der Person, die da zu Gott betet, geht’s echt nicht gut und sie hat das Gefühl, innerlich keine Ruhe zu finden. Und plötzlich spricht der Mensch, der da betet, nicht mehr Zu Gott – sondern zu seiner unruhigen Seele. Er sagt: „Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken!“ – Puuhh, das sind ganz schön altmodische Wörter... Aber eigentlich bedeuten die genau das gleiche wie: „Wart’s nur ab! Du kannst noch was erleben!“ Wenn ich diesen Satz so lese, dann ist es für mich wie eine kurze Erinnerung, dass sich die Situation, in der man grade steckt, ändern wird – früher oder später. Und zwar so, dass auch wieder Gutes kommt und man am Ende Gott dafür dankbar sein kann! Das ist aktuell aber nur schwer zu glauben, wenn überall auf der Welt kleine und große Chaosse herrschen... also meine Seele ist da auch echt unruhig. Aber dass ich gerade dann diese Worte lesen, beten und zu mir selbst sagen kann „Wart’s nur ab!“, gibt mir nochmal ne ganz andere Sicht auf die Dinge. Das gibt mir Kraft. Da kann ich dieses „Wart’s nur ab!“ auch mit einem leicht verschmitzten Lächeln beten.
Simon
Anhören
Mittwoch, 03. Juli 2024
„Ich geb dir Rückendeckung!“ Ich verbinde den Satz mit Actionfilmen und wichtigen Missionen. Mit Situationen, in denen die Unterstützung von anderen richtig wichtig ist.
In den letzten Wochen erlebe ich es in meinem eigenen Umfeld, dass ich Unterstützung und Schutz von anderen brauche... ich habe zusammen mit ein paar Freunden gerade mit Konflikten zu kämpfen. Das ist für mich echt herausfordernd und kostet Kraft. Aber Gott sei Dank gibt es Menschen, die mir zur Seite stehen, die so denken wie ich und die mich supporten!
Ohne sie könnte ich nicht durchhalten. Ohne diese Verbündeten wäre mein eigener Kampf, den ich gerade in mir drin führe, noch etwas härter.
Aber nicht nur ich brauche Rückendeckung. Ich glaube: die Botschaft von der Liebe Gottes zur Vielfalt des Lebens braucht auch Rückendeckung! Die Botschaft von Gott, der sich auf die Seite der Ausgegrenzten stellt, braucht Menschen, die hinter ihr stehen und sie schützen. Es braucht Menschen, die die Augen offen halten in Situationen, in denen diese Botschaft vielleicht in Gefahr ist. Gefahr durch Menschen, die fragen, ob Gottes Liebe wirklich für alle da ist. Oder Gefahr durch das Nicht-Aufmerksammachen auf das, was in der Gesellschaft falsch läuft.
Und auch diese Menschen erlebe ich in letzter Zeit zum Glück! Auch wenn es nicht einfach ist, gibt es Menschen, die zusammenhalten... Das hilft mir selbst, Rückendeckung für andere zu geben.
Simon
Anhören
Montag, 01. Juli 2024
Wann habt ihr zum letzten Mal jemandem ein Kompliment gemacht? Und wie hat die Person darauf reagiert? Wenn ich jemandem ein Kompliment mache, sind die Leute erst mal irritiert, aber dann lächeln sie. Weil sie überrascht sind. Weil sie sich freuen, dass ich etwas Gutes über sie sage. Ich freu mich ja genauso, wenn jemand etwas Gutes über mich sagt, mir ein Kompliment gibt.
Etwas Gutes sagen – das ist eine Bedeutung, die auch im Wort „Segen“ drin steckt.
Also ist ein Kompliment ein Stück weit auch ein kleiner Segen?
Naja, schon irgendwie, wenn man Gutes sagt und die Menschen sich dadurch freuen.
Aber beim Segnen kommt das Gute nicht von den Menschen, die den Segen sprechen, sondern von Gott. Segnen ist sowas wie ein Zuspruch, dass Gott Gutes über den anderen Menschen denkt und Gutes für ihn will. Also nicht ganz das gleiche wie ein Kompliment. Aber egal ob ich jemandem ein Kompliment mache, oder ihn segne, die Person freut sich darüber – also hoffentlich . In diesem Sinn: Einen gesegneten Tag euch!
Musikbett:
Simon
Anhören
Samstag, 22. Juni 2024
Mit „Ich bin“ fangen die unterschiedlichsten Sätze an: „Ich bin heut richtig gut drauf“ oder „Ich bin Fan von Taylor Swift“, aber auch sowas wie „Ich bin Brillenträger“, „Ich bin Morgenmuffel“ und und und... Mit diesen Worten fangen wir an, wenn wir uns selbst beschreiben.
Je nachdem, mit wem ich spreche, kommt nach dem „ich bin…“ etwas anderes. Das ändert sich und lässt sich auch nicht auf bloß eine Eigenschaft festlegen. Dieses „Ich bin…“ ist immer anders.
Wir verändern uns ständig, wir sind nächste Woche schon nicht mehr die, die wir heute sind. Wir erleben ja ständig neue Sachen, die uns prägen und verändern.
Genau das bedeutet für mich Leben: Dass ich mich verändern kann, dass ich mit vielen Menschen ins Gespräch kommen und immer wieder sagen kann: „Ich bin Simon – auch wenn das jedes mal ein anderer Simon ist – ein bisschen zumindest.“
Aber das Schönste find ich: Egal was ich erlebt hab und egal wie viel sich im Laufe meines Lebens verändern wird: Ich bleibe dabei immer ich. Ich bin Simon.
Simon
Anhören
Donnerstag, 20. Juni 2024
Ich liebe es, wenn mich ein Song plötzlich aus meinen Gedanken reißt und ich für einen Moment einfach den Beat und die Musik spür. Mir gings vor kurzem so, als ich den Song „Never Be Lonely“ von Jax Jones und Zoe Wees gehört hab. Meeega coole Summer Vibes – und eine Message, die einfach zum Tanzen ermutigt! Schon recht am Anfang des Songs singt Zoe Wees: „Also sag mir, wie es sich anfühlt zu wissen, dass ich dich niemals allein lassen werde; zu wissen, dass du die Freiheit hast auszuwählen. Du wirst niemals allein sein!“
Wow! Ich finde, das ist eine Message, die ich auch richtig gut auf Gott übertragen kann. Bevor ihr jetzt denkt: „Was redet der da?“, will ich euch kurz von einem Propheten aus der Hebräischen Bibel bzw. dem Alten Testament erzählen: Jesaja hat damals die Worte von Gott an die Menschen vermittelt, die an Gott geglaubt haben. Und Gott hat gesagt: „Hab keine Angst, denn ich bin bei dir! Ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ja ich helfe dir, wenn du mich brauchst! Und ich halte dich mit meiner gerechten Hand.“
Der Song von Zoe Wees und Jax erinnert mich voll an dieses Versprechen und lässt mich feiern. Dass Gott mich immer begleitet und mir Freiheit gibt, mein Leben so zu gestalten wie ich möchte.
Simon
Anhören
Freitag, 07. Juni 2024
„Einheit in Vielfalt!“ – das ist das Motto der Europäischen Union. Und ich bin so dankbar, dass ich in dieser Europäischen Union aufgewachsen bin! Denn Europa ist mehr als nur der Austausch der Regierungen auf diesem Kontinent untereinander. Europa ist das Band, mit dem das Geschenk der Vielfalt umwickelt ist! Länder, die über viele Jahrhunderte immer wieder Kriege geführt haben, sind in Frieden miteinander verbunden.
Und ohne diesen Frieden und die Einheit in Europa hätte ich niemals so viele Menschen kennengelernt, die mir von ihrer Heimat, ihrer Kultur und ihren Traditionen erzählen. Und ich denke an die Möglichkeit, Urlaub zu machen, um all das und noch mehr zu erleben. Das ist nicht selbstverständlich!
Und gleichzeitig macht es mir Sorgen, wie sich die Politik in manchen Ländern der EU entwickelt. Auch hier in Deutschland. Mit einigen Haltungen bin ich nicht einverstanden. Aber gerade deshalb wäre es eine Katastrophe, jetzt das Motto und diese Vielfalt aufzugeben! Denn dann würde die Hoffnung sterben, dass Menschen überall in Europa in Sicherheit leben können und die Freiheit haben, so sein zu können, wie sie sein wollen.
Am kommenden Sonntag wird gewählt, welche Parteien Deutschland im Europäischen Parlament vertreten sollen, um so eine bestmögliche Zukunft für Europa zu gestalten. Und auch in Zukunft muss das Motto „Einheit in Vielfalt!“ an erster Stelle stehen!
Simon
Anhören
Dienstag, 04. Juni 2024
Der Regen in den letzten Tagen war ja super krass. Immer wieder hab ich da den Spruch gehört, ob jetzt gleich Noah mit seiner Arche vorbeikommt bei diesen sintflutartigen Regenergüssen?! Das sagt man immer mit einem Augenzwinkern, aber die Story von Noah ist – wenn mans genau nimmt – gar nicht so lustig… denn da schickt Gott das Hochwasser als Strafe, weil sich die Menschen nicht an seine Gebote gehalten haben…
Aber jetzt das Hochwasser in manchen Orten in Deutschland, auch vor meiner eigenen Haustür, als Strafe von Gott zu bezeichnen, ist Blödsinn. Denn mit großer Wahrscheinlichkeit hat das ja mit den Folgen des Klimawandels zu tun. Und außerdem hat Gott nach der Flut fest versprochen, niemals wieder so eine krasse Strafe zu schicken! Und was Gott verspricht, gilt!
Viele Menschen sind besorgt um ihre Wohnung oder ihr Geschäft. Und ganz viele Menschen sind im Einsatz: Feuerwehr, Rettungsdienste, das THW und ganz viele Ehrenamtliche, die in der Nachbarschaft mit anpacken. Das ist echt beeindruckend zu sehen! Für all diese Menschen bitte ich Gott um seinen Segen und um Kraft, durchzuhalten.
Simon
Anhören
Samstag, 11. Mai 2024
Wüste, High-Tech-Anzüge, Visionen, riesige Erdwürmer und Raumschiffe, die aussehen wie Libellen – dieses Jahr kam der zweite Teil von Dune in die Kinos und ich bin total begeistert. Erst kurz vor Kinostart hab ich den ersten Teil gesehen, davor hab ich mich vor Science-Fiction immer gedrückt. Ein Mitbewohner meinte dann aber zu mir, dass mir der Film bestimmt gefallen würde – und er hatte recht!
Was mich an den beiden Dune-Filmen so fasziniert, ist, dass die Geschichte, die da erzählt wird, eigentlich schon uralt ist... Denn im Grunde ist die Hauptfigur in den Filmen ein Sci-Fi-Jesus. Es geht um einen jungen Mann, der in eine andere Welt geschickt wird. Auf einen Planeten, der vom Imperator unterdrückt wird. Viele Menschen dort glauben, dass er sie aus der Unterdrückung befreien wird. Und zwar weil er jahrtausendealte Prophezeiungen erfüllt. Der Sci-Fi-Jesus wird einer von ihnen und beginnt, mit ihnen zu leben und zu reisen. Er setzt sich für Gerechtigkeit ein, kämpft sogar darum. Übrigens: Auch seine Mutter spielt ne krasse Rolle. Alles genau so wie bei Jesus! Auch Jesus wurde mit uralten Prophezeiungen in Verbindung gebracht und auch von ihm werden Hilfe und Befreiung erwartet – bis heute! Jesus, der damals in unsere Welt gekommen ist, soll unsere Welt retten. Und dass er das auch tun wird, ist die große Hoffnung der Christinnen und Christen.
Aber wie es mit dem Sci-Fi-Jesus und dem Wüstenplanet weitergeht, sag ich nicht – dazu müsst ihr die Filme schon selbst schauen. Es lohnt sich.?
Simon
Anhören
Donnerstag, 09. Mai 2024
Ich erinner mich, als wär’s gestern gewesen, als ein muslimische Klassenkameradin beim Mittagessen plötzlich zu mir sagt: „Simon, ich versteh euch nicht! Ihr Christen betet ein Stück Holz an!“ Whoa... Im ersten Moment war ich schockiert, dann völlig verwirrt und dann hab ich kapiert, dass sie das Kreuz meint. Und ich muss zugeben: Im ersten Moment macht es wirklich den Anschein, als würden wir als Christinnen und Christen das Holzkreuz anbeten. Aber so ist es gar nicht. Wenn wir beten, beten wir zu Gott. Und wir beten zu Jesus, der an die Mächtigen der Welt ausgeliefert, in den Tod gegeben und nach drei Tagen wieder von den Toten auferweckt wurde. Das Kreuz ruft uns ins Gedächtnis, dass zur Geschichte von Jesus und Gott der Tod am Kreuz dazugehört. Für mich ist das Kreuz also in gewisser Weise ein Denkmal. Es erinnert an eine Person mit ihrer Geschichte, ein bisschen so wie eine Staue von Luther oder Goethe. Aber wenn wir mal genau hinschau’n, gibt es von den Denkmälern für Gott noch viel mehr – und das nicht nur auf KirchtüRmen oder an Halsketten. Sie alle erinnern an die Geschichte von Jesus und Gott, und an die Aussage, die dahinter steckt: Gott liebt die Menschen und die Welt so sehr, dass er auf die Welt gekommen ist und aus Liebe sogar den Tod auf sich genommen hat. Das Kreuz ist also mehr als nur ein Stück Holz – es ist ein Denkmal für Gott.