Jule
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Freitag, 03. April 2026
Jesus musste ganz allein sein Kreuz tragen. Ein riesiges, schweres Stück Holz und er wusste, dass er daran aufgehängt wird. Heute ist Karfreitag. Dieser Tag erinnert uns Christen daran, dass Jesus am Kreuz gestorben ist. Ich stelle mir das furchtbar vor. Bestimmt war auch nicht nur das Holz schwer, sondern auch die psychische Last, die er gespürt hat. Angst, Schmerz, vielleicht auch dieses Gefühl, dass alles ausweglos ist.

Dieses Gefühl kenne ich auch ein bisschen. Wenn etwas mich so sehr beschäftigt, dass es sich anfühlt, als würde ich ein schweres Päckchen mit mir herumtragen. Dann wird jeder Schritt mühsam und ich frage mich: Wie soll ich das nur schaffen?

Was ich aber immer wieder erlebe: Irgendwie geht man trotzdem weiter. Schritt für Schritt.
Und oft merke ich dann: Ich bin doch nicht ganz allein.

Jesus bleibt auf seinem Weg auch nicht komplett allein. Unterwegs hilft ihm ein Mann, das Kreuz zu tragen. Ich finde, darin steckt eine wichtige Botschaft. Gerade, wenn die Last groß ist und wenn der Weg schwer wird: Man muss seine Päckchen nicht allein tragen.

Wenn ich über das spreche, was mich bedrückt, oder wenn jemand einfach ein Stück mitgeht und mir das Gefühl gibt, dass er mich versteht, hilft mir das sehr. Dann bekomme ich Hoffnung, dass ich den Weg doch schaffen kann.
Und manchmal reicht genau das, damit sich das Kreuz ein bisschen leichter anfühlt.