Rebekka
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Dienstag, 22. Juli 2025
Oft sehe ich durch Zufall Leute wieder, zu denen ich mittlerweile den Kontakt verloren habe. Dann erzähle ich zu Hause immer „Ich hab‘ gestern einen Freund aus meiner Schulzeit gesehen“ oder „ich hab‘ letztens eine Freundin auf Instagram gefunden“. Ich rede also von irgendwelchen Leuten, mit denen ich eigentlich schon ewig nicht mehr gesprochen habe, und bezeichne sie als „Freunde“. Leute, mit denen ich eigentlich nie eine wirkliche Beziehung hatte, aber die ich halt mal kennengelernt habe. Kennen, das ist das Stichwort. Denn: Eigentlich sind diese Leute nicht meine Freunde, sondern Bekannte.
Insbesondere auf Facebook sehe ich das: Was hier „Freunde“ sind, sind meist nur Bekannte, denen ich folge, um auf dem letzten Stand zu sein, und um nicht aktiv mit ihnen Kontakt haben zu müssen. Ein Kommentar hier ein Like dort und schon hat sich die Sache – minimale Interaktion. Aber ist das Freundschaft?
Ich finde, nein. Weil Freundschaft für mich mehr ist. Freundschaft beruht auf Zuneigung und Vertrauen zueinander. Mit meinen Freunden teile ich, was ich erlebt habe, wie es mir geht, Geheimnisse. Und im Gegenzug bekomme ich nicht nur ein offenes Ohr, das mir zuhört, sondern sie raten mir auch, was ich tun soll, sagen mir ehrlich ihre Meinung und fühlen mit mir, wenn’s mir schlecht geht. Denn Freunde stehen füreinander ein und unterstützen sich gegenseitig, auch in schwierigen Zeiten.