Rebekka
Anhören
Montag, 21. Juli 2025
Viele Christen glauben: Gott weiß, hört und sieht alles. In Psalm 139 heißt es ganz poetisch „Siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht schon wüsstest.“ Trotzdem soll ich als Christin zu Gott beten und ihm alles erzählen. Aber warum überhaupt, wenn Gott eh alles weiß? Kennt mich Gott jetzt – oder nicht?
Ich glaube, Gott kennt mich. Meinen Charakter, mein Temperament, was ich gut kann, wo ich Fehler mache. Das ist ja gerade der Grund, warum er über mich wachen und mich beschützen kann.
Warum sollte ich also zu ihm beten und ihm alles erzählen, wenn er eh schon weiß, was ich sagen will? Zum einen, weil es mir guttut. Ich kann mein Herz vor ihm ausschütten und weiß, dass er mir zuhört und bei mir ist. Zum anderen glaube ich, dass Gott mich zwar kennt, aber gleichzeitig möchte, dass ich ihn suche. Ich kann und soll mit allem zu ihm kommen und mich ihm freiwillig zeigen, ganz so, wie ich bin. Das ist ein bisschen so wie in einer Liebesbeziehung. Da ist es auch wichtig, sich gegenseitig zu suchen: klar weiß ich, dass mein Freund mich liebt. Aber ich höre es trotzdem gerne, wenn er „Ich liebe dich“ sagt. Genauso liebt Gott mich – und eben weil er mich so sehr liebt, interessiert er sich für mich und will eine Beziehung mit mir.