Ich habe mir ein Auto gekauft. Mein erstes eigenes Auto. Das hat mich eine Zeit lang richtig glücklich gemacht. Aber irgendwann hat das Glücksgefühl nachgelassen. Es ist für mich jetzt schon fast normal, dass ich ein Auto habe.
Das lässt sich auch biologisch erklären. Denn da wird Dopamin ausgeschüttet. Wie wenn man Schokolade isst. Das Problem am Dopamin ist, dass man davon immer mehr will. Offensichtlich war das auch schon vor 2000 Jahren so. Jesus erzählt die Geschichte von einem reichen Kornbauer. Der wollte immer mehr haben. Er sammelt ganz viel Getreide und baut sich größere Scheunen, um es zu lagern. Aber am Ende kann er mit dem ganzen Getreide gar nichts anfangen. Ihm wird die Frage gestellt: Was hat es dir jetzt gebracht, dass du so viel angehäuft hast? Die Antwort ist eigentlich klar: Nichts!
Bei mir ist es ja irgendwie ganz ähnlich. Ich hab mir mit dem Auto auch was angehäuft. Und natürlich ist es cool, jetzt mobiler zu sein. Aber dass ich das Auto gekauft habe und jetzt besitze, macht nicht dauerhaft glücklich. Auch nicht, wenn ich noch fünf weitere Autos kaufe. Glück, das länger anhält, ist für mich zum Beispiel, wenn ich mit meiner Freundin zusammen bin. Ich merke, es geht nicht darum, immer mehr zu haben. Ich bin mehr als das, was ich besitze. Deshalb will ich mich auch vor allem darum kümmern, was mich wirklich glücklich macht.