Corona hat bei mir einiges verändert. Ich wollte eigentlich im März nach Italien gehen um dort ein Auslandssemester zu machen. Monatelang habe ich die Reise geplant und vorbereitet. Das war echt viel Arbeit. Ich hab mich schon total auf Italien gefreut.
Als dann klar war, dass ich das Semester wegen Corona nicht machen kann, war ich unendlich traurig. Die Situation in Italien war zu dem Zeitpunkt total schlimm und viele Menschen sind an dem Virus gestorben. Das ganze Land war im Lockdown.
Ich hab auch ein paar Tage gebraucht um mich an die neue Situation zu gewöhnen.
Und obwohl das alles total ärgerlich für mich gewesen ist, hat es auch etwas Gutes gehabt. Denn weil mein WG-Zimmer in meiner Unistadt natürlich längst untervermietet war, bin ich wieder in meine Heimatstadt zu meiner Familie gezogen. Normalerweise sehen wir uns nur einmal im Monat. So hatten wir jetzt ein halbes Jahr zusammenverbracht. Das war wirklich schön, meine Freunde und meine Familie so oft sehen zu können. Also hab ich einfach ganz viel mit ihnen unternommen und hatte ein wirklich tolles Semester zuhause.
Auch wenn alles ganz anders gelaufen ist, als ich es geplant habe, bin ich trotzdem dankbar. Eines habe ich auf jeden Fall gelernt: Egal wie schwer eine Situation ist - Ich versuche einfach das Beste daraus zu machen.