Wenn ich in eine Bar gehe, dann will ich was trinken. Dann mag ich es nicht, wenn ich da ein Bier bekomme, das nicht ganz voll ist. Da denke ich dann: Der Barkeeper hat es irgendwie nicht so drauf.
Aber ich glaube, das ist halt auch ein echt krasser Job. Jeder will ja schnell bedient werden. Und da kann man ja vielleicht auch nicht auf alles achten. Außerdem hab ich schon mal gehört, dass Barkeeper eigentlich die besten Sozialarbeiter sind. Weil sie so gut zuhören können. Und dann halt viel mitkriegen, was die Leute so bewegt. Über eine Stelle in der Bibel bin ich jetzt draufgekommen, dass Gott vielleicht auch wie ein Barkeeper ist. Denn da heißt es: Er bereitet vor uns einen Tisch und schenkt uns voll ein. Also wie ein Barkeeper.
Und Gott macht das Glas nicht irgendwie halb voll. Er macht es ganz voll. Das heißt für mich: Gott meint es sehr gut mit mir. Und er nimmt sich Zeit für meine Probleme und hört mir zu. Eben wie ein guter Barkeeper. Und ich darf das so annehmen und einfach nur genießen. Wie ein volles und kaltes Bier.