„Dann soll er sich doch ein neues Schaf kaufen!“ Das hat ein 11-Jähriger mit voller Überzeugung zu mir gesagt. Ich habe gerade ein Praktikum gemacht und den Kindern die Geschichte von einem Hirten erzählt, der 100 Schafe hatte. Eines Tages ist ihm eins verloren gegangen und er konnte es nirgends finden.
Ich habe die Kinder dann gefragt, was der Hirte jetzt machen soll. Manche meinten: Ein Schaf ist ja nicht so wichtig. Andere meinten, der Hirte soll das Schaf auf jeden Fall suchen. Auch, wenn die 99 anderen dann mit dem Hütehund allein bleiben. Und einer meinte eben: „Dann soll er sich doch ein neues Schaf kaufen!“
Jesus hat diese Geschichte erzählt. Und da lässt der Hirte tatsächlich alle 99 Schafe zurück und sucht das verlorene Schaf. Und er findet es auch wieder. Eine verrückte Vorstellung eigentlich. 99 stehen lassen für ein einzelnes. Jesus wollte damit genau dieses Erstaunen zu provozieren. Er hat damit gemeint: Wie dieser Hirte ist Gott. Der sucht jeden einzelnen Menschen.
Ich mag die Geschichte voll. Weil sie zeigt: Ich bin für Gott sehr wichtig. Völlig egal, ob ich Mist baue oder verloren gehe. Er liebt mich, so wie ich bin.
Er gibt mich nicht auf, sondern sucht mich und gibt mir immer wieder eine neue Chance. Einfach ein neues Schaf kaufen, kommt für ihn nicht in Frage. Gott sei Dank.