Eigentlich bin ich ein Mensch, der gern alles plant. Ich komm nicht damit klar, wenn ich überrascht werde oder so. In den letzten Jahren hab ich aber gemerkt, dass es oft auch okay ist, nicht für alles immer den einen Plan zu haben: Leute aus meiner Klasse, die immer von der großen Karriere geträumt haben, sind verheiratet und jetzt in Elternzeit. Andere, die Informatik studieren wollten, arbeiten jetzt als Lehrer.
Im Leben läuft es manchmal anders als geplant. Das steht auch schon in der Bibel. Da steht die Geschichte von Abraham. Seine Frau und er wollten immer Kinder, sie haben aber nie welche bekommen. Und irgendwann waren sie einfach zu alt. Aber Gott hatte ihnen eigentlich ganz viele Kinder versprochen. Und dann, als sie nicht mehr damit gerechnet haben, wurde Abrahams Frau tatsächlich schwanger.
Mir zeigt das: Manchmal lohnt es sich planlos zu sein. Nicht immer den Plan für’s Leben zu haben. Manchmal muss man die Dinge einfach auf sich zukommen lassen. Gott mal machen lassen. Denn manchmal ist das dann vielleicht sogar besser, als das, was ich geplant hatte.