Auf der Straße hat mir neulich jemand ein Heft in die Hand gedrückt. Da drin standen ganz viele Informationen zu seiner Religion. Da war zum Beispiel auch eine Anleitung drin, wie man richtig betet.
Da wird behauptet: Zuerst muss man Gott ansprechen mit den Worten „Unser Vater im Himmel“. Dann soll man die Gefühle seines Herzens ausdrücken. Zum Schluss muss man das Gebet mit den Worten „Im Namen Jesu Christi Amen“ beenden.
Das ist einerseits ganz schön kompliziert und andererseits ganz schön streng. Für mich stimmt das nicht.
Es gibt nämlich unter Christinnen und Christen ganz viele Möglichkeiten zu Beten. Manche sagen am Anfang „Lieber Gott“ und sagen dann, was sie bewegt. Manche Menschen falten die Hände, andere halten die Hände in die Luft. Da kann man schon fragen, was jetzt eigentlich richtig ist und was nicht.
Ich persönlich glaube, es ist völlig egal. Das wichtige beim Beten ist für mich, dass ich mit Gott spreche. Ich kann mich bei ihm für etwas Schönes bedanken oder um etwas bitten. Ich darf mich bei ihm auch über Sachen aufregen oder einfach meine Gedanken in Worte fassen und ihm erzählen. Jeder Mensch darf das so machen, wie es für ihn passt.