Dieses Jahr feiern wir in Deutschland 30 Jahre Mauerfall. Deutschland war vor 1989 in zwei Staaten geteilt: in die Bundesrepublik Deutschland und die DDR – die Deutsche Demokratische Republik. Getrennt durch eine Mauer. Aber der Wunsch nach einem vereinten Deutschland wurde immer größer. 100 000ende sind damals auf die Straße gegangen. Schließlich gab die Führung der DDR etwas überraschend die Maueröffnung bekannt. Die Mauer, die über 28 Jahre lang ein unüberwindbares Hindernis darstellte, war gefallen.
In der Bibel heißt es: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.“ Oder anders gesagt: wenn ich auf Gott vertraue, kann mir auch das scheinbar Unmögliche gelingen. Wie gut das doch zur Geschichte des Mauerfalls passt!
Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall gibt es noch Mauern auf der Welt. Ganz reale Mauern wie zum Beispiel die Mauer, die gerade zwischen den USA und Mexiko gebaut wird. Mauern, die Menschen auf der Flucht, hindern anzukommen. Und Mauern in meinem Kopf. Das sind psychische Mauern, die mich zum Beispiel aus Angst darin hindern, mit jemand fremden zu reden.
Ich finde: Alle diese Mauern müssten abgebaut werden. Denn Mauern bedeuten immer Abgrenzung und Diskriminierung, das haben wir aus der Geschichte des Mauerfalls gelernt. Deshalb will ich bei mir anfangen. Gegen die Mauern in meinem Kopf hilft mir mein Glaube. Mein Vertrauen auf Gott gibt mir Mut meine Angst vor Fremden zu überwinden. Und hey wer weiß – wenn das mehr Menschen probieren: vielleicht braucht es dann irgendwann auch keine realen Mauern mehr.