Vor 30 Jahren gab es in Deutschland eine friedliche Revolution. Die hat zur Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland geführt. Da gab es die Montagsdemonstrationen und auch Friedensgebete.
Ein Pfarrer, der dabei sehr aktiv war, wurde mal in einem Interview gefragt, was für ihn damals besonders wichtig gewesen ist. Er hat geantwortet: „Eine gewaltfreie Konfliktlösung“, damit alle dieselben Freiheiten und sozialen Rechte bekommen. Denn für ihn als Christ sei es wichtig, „dass man die Augen und Ohren nicht abwendet, sondern hinschaut.“ Das bedeute für ihn, dass man als Christ nicht Probleme einfach übersehen darf. Sondern, dass man die Aufgabe hat, nach einer friedlichen Lösung zu suchen. Und das nicht nur bei persönlichen Problemen, sondern auch bei politischen.
Ich finde das ziemlich beeindruckend. Da steckt eine ganz schön große Verantwortung dahinter. Christoph Wonneberger, der Pfarrer aus dem Interview ist da für mich echt ein großes Vorbild.
Ich glaube, es braucht nicht gleich so eine große Revolution. Auch im Kleinen kann ich helfen. Zum Beispiel mit einem freundlichen Wort bei einem Streit unter Kollegen oder Freunden. Solange ich nur hinschaue und dann auch handle.