Ich ziehe bald um. In eine fremde Stadt in einem fernen Land. Und da bin echt schon gespannt, wie das so wird. Da ist vieles bestimmt ganz anders als hier und ich muss alles neu kennenlernen.
Hier in Tübingen habe ich eine Heimat gefunden. Hier weiß ich, dass ich genauso sein kann, wie ich bin. Und ich weiß, dass mich meine Freunde und Familie auch so annehmen. Auch wenn ich mal einen Fehler mache, oder Dinge komplizierter mach als sie eigentlich sind.
Zuhause kenne ich mich aus. Da weiß ich, wo der nächste Bäcker und die nächste Bushaltestelle sind. Und in meiner Wohnung hat alles, auch im Chaos, seinen Platz.
Von all diesem Altbekannten wegzugehen, fällt mir nicht leicht. In manchen Momenten finde ich das sogar ziemlich beängstigend.
Seit Jahren hängt an meiner Wohnungstür eine Karte. Auf der steht: „Begegne dem, was auf dich zukommt nicht mit Furcht, sondern mit Hoffnung!“ Dieser Gedanke gibt mir Mut, weil er mich daran erinnert, was für eine große Chance ein solcher Neuanfang ist.
Und auch mein Glaube an Gott schenkt mir da Hoffnung. Weil ich darauf vertraue, dass Gott mich auch in Zukunft begleitet und mich beschützt. Ganz egal, wo ich mich befinde. Und ich bin sicher, dass ich auch in der neuen Stadt Freunde finde werde. Und vielleicht mit etwas Glück sogar eine neue Heimat.