Paulus gehört zu den Christen der ersten Stunde und vielleicht war er sogar einer der steilsten Christen überhaupt. Er hat damals, vor 2000 Jahren, lange Reisen auf sich genommen, um so vielen Menschen wie möglich von Jesus zu erzählen. So sind neue christliche Gemeinden entstanden. Die Briefe, die Paulus diesen Gemeinden geschrieben hat, sind für mich bis heute aktuell. Paulus gibt darin nämlich ziemlich gute Ratschläge, wie ein gutes und friedliches Zusammenleben aussehen kann. Genau wie heute, hatten die Leute nämlich auch schon damals damit hin und wieder ihre Probleme.
Paulus sagt: Wenn ihr als Christen in einer Gemeinde gut zusammenleben wollt, dann müsst ihr mit eurer eigenen Freiheit verantwortungsvoll umgehen. Und das heißt vor allen Dingen: Nehmt Rücksicht aufeinander!
Das klingt vielleicht trivial, aber Paulus versteht das ganz konkret. Etwa, wenn es um alltägliche Konflikte und Streitigkeiten in der Community geht. Dann soll ich nicht immer nur darauf pochen, was für mich passt und dass ich mich frei entfalten kann, sondern ich soll auch auf die anderen schauen und ruhig mal nachgeben. Weil Rechthaberei – auch wenn man Recht hat – ja nur zu mehr Stress führt.
Meine eigene Freiheit hört da auf, wo ich für den anderen verantwortlich bin. Es geht also für Paulus nicht einfach darum, dass ich alles tue, was ich will, sondern dass ich auch das Richtige für die anderen tue.