Schuld und Vergebung, Verbrechen und Geständnisse –
Wenn es in Büchern oder Filmen um diese tiefen, aber auch ziemlich abgründigen Themen geht, dann packt mich das richtig. So wie bei dem Buch „Das Bildnis des Dorian Gray“ von Oscar Wilde.
In dem Roman geht es um den jungen, reichen und vor allem unglaublich gut aussehenden Dorian Gray. Der besitzt ein gemaltes Portrait von sich und das ist besonders. Der leibhaftige Dorian wird in der Geschichte älter und auch immer selbstsüchtiger und grausamer, bleibt aber äußerlich jung und makellos schön. Das Portrait von ihm wird zwar auch älter, aber mit seinen schlimmen Taten auch immer hässlicher. Dorian versucht deshalb alles, um das Gemälde vor sich und der Welt zu verstecken.
Die Wahrheit dieses Romans hat mich ziemlich beeindruckt. Ob ich gute oder schlechte Dinge getan habe, das sieht man ja nicht nur Dorian Gray, sondern auch mir in der Regel nicht an. Aber will ich überhaupt wissen wie ich wirklich aussehe und mich mit dem wahren Bild von mir konfrontieren? Oder bin ich wie Dorian Gray und habe Angst davor, mich meinem wahren Bild zu stellen? Gerade weil mir das feige Verhalten von Dorian Gray leider nicht völlig fremd ist, will ich versuchen, ein ehrlicher und mutiger Mensch zu sein.