Ich bin neulich mit dem Fernbus nach Hause gefahren. Nach dem Einsteigen habe ich mich neben einen circa 11-jährigen Jungen gesetzt. Als ich gerade meine Musik anmachen möchte, tippt mich der Junge von der Seite an. Er meint, ich solle mich doch ein wenig mit ihm unterhalten.
Er fährt gerade von seiner Mutter aus Stuttgart zu seinem Vater nach Konstanz. Seit diesem Jahr geht er aufs Gymnasium.
Ich hab´ ihn gefragt, ob das nicht doof für ihn ist, wenn er jedes Wochenende die Stadt wechselt. Er sagt, dass er seine Eltern einfach beide liebhat und er im Bus immer so nette Menschen kennenlernt.
Wir reden über doofe Lehrer, dass Geschichte total spannend ist und ich lache wegen seinen Witzen den halben Fernbus zusammen.
Das Pärchen vor uns dreht sich um und bittet höflich aber bestimmt, dass sie die Witze doch auch hören möchten. Als wir angekommen sind, haben drei Reihen angefangen, sich gegenseitig Geschichten und Witze zu erzählen!
Und da ist mir wieder klar geworden, wie schön eine einfache Situation doch werden kann, wenn ich offen bin, mich vielleicht auch auf Neues einlasse und den Moment wirklich erleben möchte… oder eben von einem kleinen Jungen daran erinnert werde, wie eine solche Situation doch auch ablaufen kann…