Ara, Mucad, Rashid. Das sind die Namen von drei Menschen, die ein rechtsextremer Attentäter getötet hat. In Christchurch in Neuseeland hat er ein Freitagsgebet gestürmt und insgesamt 50 unschuldige Menschen erschossen, die dort beten wollten. Ara, Mucad, Rashid. Rashid war 50 Jahre alt. Er ist vor neun Jahren aus Pakistan nach Neuseeland gekommen und hat dort als Lehrer gearbeitet. Am Freitag geht er mit seinem Sohn Talha zum Beten in die Moschee. Als der Attentäter angreift, versucht Rashid ihn aufzuhalten und stirbt. Auch sein Sohn überlebt den Angriff nicht. Sein Bruder und die Schwester seiner Frau beschreiben ihn als mutigen Helden.
Ich finde es gut, dass die Namen einiger Opfer und ein wenig von dem, was sie erlebt haben, bekannt wird. Es tut zwar weh, es macht mich gleichzeitig traurig und wütend, aber es bewirkt, dass die 50 Menschen für mich nicht zu einer namenlosen Zahl werden, die mir gleichgültig ist. Nur wenn die Menschen ein Gesicht bekommen, kann ich die Größe und den Schmerz dieser Katastrophe ansatzweise nachempfinden. Ich sehe so, wie wichtig es ist, dass ich mich selbst in meinem Leben einsetze, dass Menschen friedlich zusammenleben können. Egal woher sie kommen und welcher Religion sie angehören. Dabei denke ich an Rashid.