»Freundschaft« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.05.2019 gesendet.
In letzter Zeit habe ich ein klein wenig Probleme mit meiner Gesundheit gehabt. Immer wieder auch mit starken Schmerzen. Bei allen Ärzten habe ich bis jetzt das Gefühl gehabt, nicht ernst genommen zu werden. Keiner von ihnen hat mir letztendlich helfen können. Ich habe mich deswegen im Stich gelassen gefühlt.

Je länger die Geschichte gedauert hat umso mehr Bekannte, Freunde und Kollegen haben es natürlich auch mitbekommen und nachgefragt. Zuerst war mir das eher unangenehm. Dann ist mir aber klar geworden, wie viele Leute tatsächlich um mich besorgt sind. Eigentlich wurde ich überhaupt nicht im Stich gelassen. Alle waren bemüht mir zu helfen. Dank der Hilfe einer Bekannten habe ich es zum Beispiel dann auch noch geschafft, einen Arzt zu finden, der mir helfen konnte.

Jetzt geht es mir nicht nur gesundheitlich wieder gut. Ich weiß auch, dass ich mich auf meine Freunde verlassen kann. Das ist ein tolles Gefühl. Wenn es mal schlecht läuft, sind meine Freunde und meine Familie für mich da. Das macht für mich auch eine Freundschaft aus. Deshalb ist es mir wichtig, für die Anderen auch so eine Freundin zu sein.
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»Einfach mal machen« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.05.2019 gesendet.
Vor ein paar Wochen hat mich meine Chefin angerufen und mir einen vierwöchigen Auslandsaufenthalt für Perugia in Italien angeboten. Zum Arbeiten aber immerhin im Ausland. Ich habe mich wahnsinnig darüber gefreut. Das Problem war nur, dass ich mich schnell entscheiden musste. Obwohl ich sonst immer alles organisiere habe ich das dieses Mal nicht mehr geschafft. Mir hat einfach die Zeit gefehlt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch keine Wohnung, keine Zusage aus Perugia, keine Zeit für meine Projekte, keine Fahrt gebucht und musste schon vier Tage später fahren.
Ich habe trotzdem einfach zugesagt und als mir klar geworden ist, was ich da grade gemacht habe, habe ich die totale Panik bekommen. Ich war einfach vollkommen überfordert.
Irgendwie hat dann aber doch alles funktioniert. Das mit der Wohnung war so spät zwar echt ne knappe Kiste, aber alles andere konnte ich problemlos lösen. Dass das so klappt, hat mich total überrascht.
Ich bin seitdem um einiges zuversichtlicher unterwegs. Ich habe in dieser tollen Zeit vieles gelernt. Vor Allem, auch wenn es wirklich beängstigend ist, einfach mal zu machen.
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»Streit« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.05.2019 gesendet.
Ich habe gerade wieder wegen einer Lappalie einen Streit mit meiner Mutter gehabt und bin immer noch total geladen. Die meisten Streite die wir haben, entstehen aus irgendwelchen Lappalien heraus. Das macht mich total wütend. Eigentlich will ich mich gar nicht streiten.
Ich glaube aber, dass das trotzdem zu kurz gedacht ist. Je mehr ich über das Streiten nachdenke, desto eher finde ich es auch mal ganz wichtig. Klar ich sollte mich schon fragen, worüber es sich zu streiten lohnt, aber per se kann ein Streit auch etwas Gutes sein.
Ich finde Streiten eigentlich auch wichtig, weil ich dem anderen so zeigen kann, was mir zu weit geht und was ich vom anderen brauche. Aber ich bekomme eben auch Grenzen aufgezeigt. Das finde ich gar nicht schlecht. Jemand hat mal zu mir gesagt:“ Durch Reibung entsteht Wärme!“. Das find ich so passend.
Also Streiten ja, aber eben richtig. Dazu gehört bei mir auch immer ein wenig Leidenschaft. Ich denke das ist auch ok. Aber ich möchte eben trotzdem versuchen, nicht zu weit zu gehen. Ich will mein Gegenüber beim Streiten nämlich nicht verletzen.
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»Trauerbewältigung« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.04.2019 gesendet.
Vor sechs Jahren ist mein Opa gestorben, mein „nonno“, wie man in Italien sagt, wo meine Familie herkommt. Weil die Reise zu seiner Beerdigung zu lang gedauert hat und ich es mir auch zu der Zeit nicht leisten konnte habe ich es nicht mehr geschafft dabei zu sein. Ich glaube, wenn ich auf der Beerdigung gewesen wäre, würde es mir leichter fallen um ihn zu trauern. Als ich dann ein paar Monate später das erste Mal am Grab gestanden bin ist so gar nichts in mir hochgekommen und ich habe mich deswegen schuldig gefühlt. Auf dem Friedhof gibt es nichts, was mit meinem „nonno“ zu tun hat. (So habe Jahre damit zugebracht den Verlust irgendwie einzuordnen. Ohne Ergebnis.)

Neulich bin ich dann mit dem Auto nach Hause gefahren. Es kam ein gutes Lied und ich habe lauthals mitgegrölt. Da hats mich erwischt. Plötzlich ist er wieder da gewesen. Ich habe ganz unvermittelt an ihn denken müssen und konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Da habe ich dann gemerkt, dass mir das relativ oft passiert. Immer wieder ist er einfach plötzlich da. Wenn ich Angst oder Sorgen habe, wenn ich etwas Schönes erlebe oder im Stress bin. Manchmal bringt mich das zum Lachen und manchmal zum Weinen.

Ich habe festgestellt, ich brauche keine Beerdigung oder einen Friedhof um zu trauern. Das tu ich ganz automatisch immer dann, wenn ich an ihn denke. Ich habe ihn eigentlich immer in meinem Herzen dabei.

Ich habe noch nicht endgültig herausgefunden, wie ich mit Verlusten umgehen kann. Ich finde das keine Frage des Alters. Ich weiß aber, dass jemand den man liebt immer Teil von einem bleibt.
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»Perfekte Momente« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.04.2019 gesendet.
Gerade eben bin ich mit meiner Mutter im Auto unterwegs gewesen. Wir beide haben eine Shoppingtour hinter uns. Wir waren eher weniger erfolgreich und sind mit leeren Händen nach Hause gefahren.

Wir sitzen also im Auto und peilen unser nächstes Ziel an. Dazu fahren wir am Wald entlang den Berg hoch. Ich merke es zuerst gar nicht, weil ich einfach nur beobachte. Ich sehe die Bäume, das Moos und zwischen den Bäumen fällt ein wenig Sonnenlicht durch, obwohl es eigentlich bewölkt ist. Auf einem alten vermoderten Baumstumpft sitzt ein Bussard, der fast aussieht wie gemalt. Ich bin völlig fasziniert. Meine Mutter erzählt mir währenddessen lustige Geschichten von unserer Verwandtschaft und ich höre einen meiner Lieblingssongs im Radio.

Und da merke ich es erst. In dem Moment ist einfach alles perfekt. Dieser Moment könnte von mir aus ewig anhalten. Wenn ich so darüber nachdenke gibt es solche Momente öfters, nur nehme ich mir nicht immer die Zeit, sie zu genießen oder merke gar nicht, was um mich herum passiert. Manchmal verliere ich mich einfach zu sehr in meinen Sorgen.

Es ist ab und zu ganz hilfreich, die Dinge in einen anderen Zusammenhang zu stellen. Ich habe mich vor einer Weile schon entschlossen, nicht die großen schlechten Dinge zu sehen. Ich achte jetzt viel eher auf die vielen kleinen schönen Momente. Mein Leben hat sich dadurch nicht verändert, aber wie ich mein Leben sehe schon.
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»Freundschaft« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.04.2019 gesendet.
In letzter Zeit habe ich ein klein wenig Probleme mit meiner Gesundheit gehabt. Immer wieder auch mit starken Schmerzen. Bei allen Ärzten habe ich bis jetzt das Gefühl gehabt, nicht ernst genommen zu werden. Keiner von ihnen hat mir letztendlich helfen können. Ich habe mich deswegen im Stich gelassen gefühlt.

Je länger die Geschichte gedauert hat umso mehr Bekannte, Freunde und Kollegen haben es natürlich auch mitbekommen und nachgefragt. Zuerst war mir das eher unangenehm. Dann ist mir aber klar geworden, wie viele Leute tatsächlich um mich besorgt sind. Eigentlich wurde ich überhaupt nicht im Stich gelassen. Alle waren bemüht mir zu helfen. Dank der Hilfe einer Bekannten habe ich es zum Beispiel dann auch noch geschafft, einen Arzt zu finden, der mir helfen konnte.

Jetzt geht es mir nicht nur gesundheitlich wieder gut. Ich weiß auch, dass ich mich auf meine Freunde verlassen kann. Das ist ein tolles Gefühl. Wenn es mal schlecht läuft, sind meine Freunde und meine Familie für mich da. Das macht für mich auch eine Freundschaft aus. Deshalb ist es mir wichtig, für die Anderen auch so eine Freundin zu sein.
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»Stammzellenspende« von Elena   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.04.2019 gesendet.
Stäbchen rein, Spender sein. Den Spruch kennen wahrscheinlich viele. Er ist von der DKMS, also der „Deutschen Knochenmarkspenderdatei“. Die DKMS ist eine gemeinnützige Organisation die Stammzellenspender registriert. Doch wer setzt sich schon mit Stammzellenspenden auseinander? Ich dachte immer das betrifft mich nicht, bis jemand in meiner Familie mit gerade einmal 20 Jahren die Diagnose bekam. Lymphome. Tumore, überall im Körper. Selbst nach Chemo und Bestrahlungen ist keine Besserung zu sehen gewesen. Schlagartig hat auch unsere Familie das Thema Stammzellenspende betroffen.

Wer das mitgemacht hat weiß, dass es die Suche nach der Nadel im Heuhaufen ist. Die Wahrscheinlichkeit einen Spender zu finden ist sehr gering. Wir haben Glück gehabt. Für uns ist ein passender Spender gefunden worden und die Spende war erfolgreich.

Wir haben den Spender zwar nie kennengelernt, aber wir sind ihm unendlich dankbar. Diese Spende hat ein Leben ermöglicht, das ohne nicht zu retten gewesen wäre. Das hat mich dazu bewegt mich auch zu registrieren. Wenn auch ich ein Leben retten kann bin ich sehr dankbar darüber. Für mich gibt es nichts Schöneres.
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