»Opa, was ist ein Schneemann?« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 02.02.2020 gesendet.
Ich komme gerade aus dem Winterurlaub mit meiner Freundin zurück. An einem Tag waren wir rodeln. Mit einem Schlitten den Berg runterheizen macht sowas von Laune. Aber natürlich gehört da auch eine Schneeballschlacht dazu. Und wir haben einen Schneemann gebaut.
Dabei habe ich an ein Plakat denken müssen, das ich bei einer Fridays for Future Demo gesehen habe. Opa, was ist ein Schneemann?
Ganz schön krass der Gedanke, dass Kinder irgendwann nicht mehr wissen könnten, was ein Schneemann oder überhaupt Schnee ist.
Ok, wenn es nur der Schneemann wäre, dann wäre das ja vielleicht nicht so schlimm. Aber auf der Erde breiten sich Wüsten aus. Es gibt mehr Naturkatastrophen und der Meeresspiegel steigt. Das ist ja schon bemerkbar. Wenn ich da an die Waldbrände in Australien denke oder den Vulkanausbruch auf den Philippinen.
Es sind wir Menschen, die für diese Veränderungen verantwortlich sind. Und darunter leiden wir alle … Irgendwie nicht so clever.
Ich finde wir müssen dagegen schleunigst etwas unternehmen. Und ich möchte bei mir selber anfangen. Ich versuche weniger Fleisch zu essen. Ganz verzichten möchte ich nicht, aber weniger ist ja schonmal ein Anfang. Ich weiß, das macht nur einen winzig kleinen Unterschied in der Gesamtmenge. Aber es macht einen Unterschied. Und darauf kommt es an. Denn ich möchte nicht, dass meine Enkel mich eines Tages fragen: Opa, was ist eigentlich ein Schneemann?
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»Gipfelkreuz« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.01.2020 gesendet.
Im Urlaub war ich gerade erst mit ein paar Freundinnen und Freunden in den Alpen. Natürlich sind wir auch auf die Berge hoch. Ganz oben auf den Bergen stand immer ein Kreuz, ein Gipfelkreuz. Diese Kreuze markieren die höchste Stelle eines Berges und sind damit quasi Zielmarkierungen. Die Kreuze gibt es schon lange auf Bergen. Viele wurden z.B. aufgestellt, als damals die Alpen vermessen wurde. Also als berechnet wurde wie groß die Berge sind und die Entfernungen dazwischen und alles, was da eben dazugehört. Aber, kann mir vorstellen, das war gar nicht so easy.
Das Gipfelkreuz ist aber auch ein Zeichen von Macht. Menschen haben es geschafft, diesen Berg zu bezwingen und ganz nach oben zu steigen.
Außerdem ist das Gipfelkreuz auch ein christliches Symbol. Früher haben die Menschen an den Gipfelkreuzen gebetet. Zum Beispiel für mildes Wetter und einen behüteten Abstieg.
Als ich jetzt in meinem Urlaub von einem Gipfelkreuz aus ins Tal geschaut habe, war ich erst mal sprachlos. Das Bergpanorama - einfach nur krass. So wunderschön waren diese mächtigen, schneebedeckten Berge vor dem blauen Himmel. Bei diesem überwältigenden Blick habe ich auch ein kurzes Gebet gesprochen: Hey Gott. Danke für die Wunder der Natur und ihre Schönheit. Hilf uns, diese Schönheit zu erkennen und sie zu bewahren. Amen.
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»Speicher voll« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.01.2020 gesendet.
Letzte Woche habe ich einen wunderschönen Sonnenuntergang gesehen. Ich wohne in Konstanz am Bodensee. Die Sonne habe ich hinter den Bergen über dem See langsam verschwinden sehen und der ganzen Himmel war rot. Das perfekte Bild für meine Instagram Story! Blöderweise meldet mein Handy: „Speicher voll! Bitte Elemente löschen“ Na klasse, das timing hätte echt nicht besser sein können…
Als ich wieder Zuhause war, habe ich mal meine Galerie am Handy gecheckt. Ich hatte 9 540 Bilder und Videos auf dem Handy. Kein Wunder war da kein Platz mehr. Beim Durchschauen sind viele Erinnerungen hochgekommen. Die meisten waren schön, einige aber auch nicht so. Das eine Foto hat mich an den Abend erinnert, an dem ich mich mit meinem besten Freund gestritten habe. Ich hatte ein bisschen was getrunken und mich echt wie ein Arsch verhalten. Deshalb habe ich das Bild schnell gelöscht.
So einfach war das damals nach dem Abend leider nicht. So Klick und weg. Ich musste mich bei meinem Freund entschuldigen. Und erst dann war wieder alles gut.
Ich bin nicht so perfekt, wie meine Instagram Story das vielleicht behauptet. Das ist mir bewusst und Gott weiß das natürlich auch. Deshalb ist es wichtig, dass ich mir meine Fehler eingestehe. Das ist manchmal gar nicht so einfach. Aber gerade bei Gott bin ich mir da sicher: Wenn ich einen Fehler gemacht habe, dann hilft er mir, dass ich mich z.B. entschuldigen kann.
Das Foto von dem Streit habe ich jetzt zwar gelöscht. Trotzdem erinnere ich mich noch daran. So schön, dass es in meinem Leben sowohl Platz für einen Streit mit einem Freund hat als auch für einen traumhaften Sonnenuntergang.
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»4. Advent« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.12.2019 gesendet.
Heute ist der vierte Advent. Übermorgen ist schon Heiligabend. So ein Stress. Ich muss noch unbedingt ein paar Geschenke kaufen. Außerdem muss ich noch für das Weihnachtsessen noch einkaufen. Und der Weihnachtsbaum ist auch noch nicht geschmückt. Jetzt sagt mal noch wer der Advent sei eine besinnliche Zeit.
Alles läuft auf diesen einen Tag zu. Dann muss alles fertig und perfekt sein. Da passt es mir gar nicht rein, dass heute Sonntag ist und alle Geschäfte zu haben.
In der Bibel steht, dass Gott, nachdem er die Welt erschaffen hat, erstmal einen Tag Pause gemacht hat. Irgendwie verständlich, das war sicher auch ziemlich stressig. In einem christlich geprägten Land, wie in Deutschland, gestalten wir nach dieser Geschichte aus der Bibel unsere Woche. Ein Tag in der Woche ist frei. Bei uns ist das der Sonntag, weil Christinnen und Christen glauben Jesus ist an einem Sonntag auferstanden.
Die Menschen sollen also am Sonntag nicht arbeiten, sondern sich ausruhen. Zum Beispiel verbringe ich am Sonntag gerne Zeit mit ihrer Familie oder chille einfach. Um dann mit neuer Power in die Woche starten zu können.
Gerade in der oft stressigen Adventszeit macht das voll Sinn, finde ich. Der Tag Ruhe heute tut auch mir gut. Schließlich habe ich die nächsten Tage noch einiges zu tun. Heute kann ich dafür Kraft tanken. Damit ich dann mit meiner Familie eine besinnliche Weihnachtszeit genießen kann.
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»Freitagsgebet« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.12.2019 gesendet.
Neulich war ich ein paar Tage in der Jugendherberge Heidelberg. Da habe ich mit anderen über politische Themen diskutiert und viel über Religionen gelernt. Das war ziemlich spannend. Denn es waren ganz verschiedene Menschen da: Jüdinnen und Juden, Muslimas und Moslems, Christinnen und Christen und auch nicht religiöse Menschen.
Auch als Christ durfte ich bei einem Freitagsgebet dabei sein. Das Gebet am Freitag ist im Islam besonders wichtig. Dafür sind wir nicht in eine Moschee gegangen. Wir haben einfach einen Raum der Jugendherberge genutzt. Ein Teil des Gebets ist der Gebetsruf. Er wird von einem Gebetsrufer gesungen. Das war ziemlich cool. Der Gebetsruf und das Gebet fanden ganz auf Arabisch statt, da habe ich nichts verstanden. Aber es gab auch extra eine Übersetzung für mich als Nicht-Moslem. Es gibt eine feste Abfolge von Bewegungen: zuerst stehen alle, dann wird gekniet, dann berühren alle mit der Stirn den Boden. So entsteht total das Gefühl von Gemeinschaft.
Nach dem Gebet gab es eine Predigt. Ähnlich wie bei uns in der christlichen Kirche. Insgesamt habe ich viele Gemeinsamkeiten entdeckt, wie Christen und wie Muslime ihren Glauben leben. Vielleicht verbindet uns mehr als uns trennt. Nicht nur in der Jugendherberge in Heidelberg.
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»Inklusion« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.12.2019 gesendet.
Auf einem Stoffbeutel habe ich neulich den Spruch gelesen: Demokratie braucht Inklusion! Aber halt Stopp. Was heißt eigentlich Inklusion?
Inklusion wird meistens im Zusammenhang mit Menschen mit Behinderung genannt. Es bedeutet, dass alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, gemeinsam leben. Alle die gleichen Möglichkeiten im Leben haben.
Alle Menschen sollen ihr Leben so leben dürfen, wie sie es gerne möchten. Damit das möglich ist, müssen aber auch die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden. Das bedeutet ganz praktisch, dass es z.B. Aufzüge für Menschen mit Rollstuhl gibt. Aber auch, dass die Reden bei Veranstaltungen in Gebärdensprache übersetzt werden. Und dass Kinder mit Behinderung eine Schulbegleitung bekommen, damit sie auch die Regelschule besuchen können. Und und und…
Einiges davon wird in Deutschland bereits umgesetzt. Leider aber noch nicht überall und es gibt noch viel zu tun.
Und es braucht noch mehr. Menschen ohne Behinderung müssen offen sein für Veränderungen. Denn Inklusion kann nur gut gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen. Für mich bedeutet das, mich für die Rechte von Menschen mit Behinderung einzusetzen. Damit irgendwann alle ihr Leben so leben können, wie sie es möchten.
Und das ist es, was ich in einem demokratischen Land wie Deutschland will!
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»Vorfreude« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 16.12.2019 gesendet.
Immer, sofort und überall. In Zeiten von Instagram, WhatsApp und Twitter scheint alles erreichbar und immer verfügbar. Und falls es mir digital nicht reicht, dann bestelle ich es einfach. Und zack, ist es dank Prime am nächsten Tag bei mir zuhause. So einfach ist das.
Aber das geht nicht immer. Eine gute Freundin von mir wohnt viele hundert Kilometer entfernt von mir. Ich habe sie schon lange nicht mehr gesehen. Jetzt haben wir endlich einen Termin gefunden, wann ich sie besuchen kann. Aber das ist erst in ein paar Wochen. Die Zeit fühlt sich an wie ein zäher Kaugummi. Dieses Warten ist die reinste Qual.
Im Advent warten Christinnen und Christen auch. Sie warten auf Weihnachten, die Geburt von Jesus. Und auch dieses Fest kann nicht mal eben mit Prime morgen statt nächster Woche sein. Das bedeutet, geduldig warten. Der Advent ist aber nicht nur eine Zeit des langweiligen Wartens. Sondern eine Zeit der Vorfreude und der Vorbereitung. Jesus wird an Weihnachten als Mensch geboren! Gott will uns nahe sein und kommt als Mensch durch Jesus auf die Erde. Wenn das mal nicht ein Grund ist zu feiern. So kann ich die Zeit im Advent nutzen, um mich voller Vorfreude und gespannt auf den Tag vorzubereiten.
Also kann Warten auch etwas Schönes sein. Eine Zeit, in der ich mich auf das kommende Ereignis freue, und diese Freude wird jeden Tag größer. So sind die Tage bis ich meine Freundin wieder sehe, gar keine so große Qual mehr. Und trotzdem: Am schönsten ist es natürlich, wenn das Warten endlich vorbei ist.
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»Wind of change« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.11.2019 gesendet.
I follow the Moskva
Down to Gorky Park
Listening to the wind of change
So heißen die ersten Zeilen des songs Wind of Change. Er wurde 1989 von der Band Scorpions geschrieben. Das war damals der Hit. Und er ist zu einer Hymne der deutschen Wiedervereinigung geworden. Denn heute vor genau 30 Jahren öffnete die Führung der DDR die Mauer. In dem Lied geht es um den Wandel, der sich zu dieser Zeit auf der Welt und vor allem in Deutschland abgespielt hat. Deutschland war zu der Zeit geteilt in die Bundesrepublik Deutschland und die DDR – die Deutsche Demokratische Republik. Getrennt durch eine riesige Mauer quer durch das Land. Deutschland war also gespalten. Aber die Menschen in beiden Teilen haben sich ein vereinigtes Deutschland gewünscht. Dafür sind sie auf die Straße gegangen und haben protestiert. Und das erfolgreich.
Auch heute befinden wir uns in Zeiten des Wandels. Die Welt, Deutschland, wir alle stehen vor großen Herausforderungen. Der schnelle Klimawandel und die Folgen davon, betreffen alle. Weltweit gehen Millionen Menschen auf die Straße und demonstrieren für eine bessere Klimapolitik. Angetrieben von dem Wunsch einer Zukunft, in der Menschen auch noch glücklich leben können. Die Geschichte zeigt, dass ein Wandel in der Politik möglich ist. Und dass es sich lohnt dafür die Stimme zu erheben.
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»Solidarität« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.11.2019 gesendet.
„Bei der Verteilung der Menschen mit Fluchterfahrung muss Europa mehr Solidarität zeigen.“ So die Schlagzeile in der Zeitung. Was bedeutet das? Und was ist eigentlich Solidarität?
Im Christentum gibt es ein anderes Wort für Solidarität: Nächstenliebe. Solidarität heißt: „Liebe deinen Nächsten oder deine Nächste!“ Aber wer genau ist denn jetzt mein Nächster oder meine Nächste? Ist das meine Familie, meine Freunde oder meine Nachbarinnen?
Dazu erzählt Jesus eine Geschichte in der Bibel: Ein Mann wird auf einer Reise von Räubern überfallen und zusammengeschlagen. Die Räuber hauen ab und lassen den Mann blutend am Boden liegen. Zwei Personen kommen vorbei, die den Mann zwar sehen, aber schnell vorbei gehen. Erst die dritte hilft dem Mann. Sie bringt ihn ins nahegelegene Gasthaus und zahlt sogar für seine Behandlung.
Ein vollkommen fremder Mensch hat dem Mann das Leben gerettet. Hat ihm geholfen, als es ganz dringend war.
Für mich heißt das: jeder Mensch, der meine Hilfe braucht, ist mein Nächster oder meine Nächste. Und Nächstenliebe beziehungsweise Solidarität heißt: Ich helfe diesem Menschen.
Jetzt ist die Schlagzeile in der Zeitung auch verständlich: Alle Länder der europäischen Union sollen zusammenarbeiten. Sie sollen Menschen helfen, die tatsächlich in großer Not sind, weil sie aus ihrem Heimatland fliehen mussten. Natürlich ist das eine große Herausforderung. Aber ich glaube: gemeinsam können wir das in der EU schaffen und Nächstenliebe zeigen. Unsere Solidarität ist gefragt!
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»30 Jahre Mauerfall« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.11.2019 gesendet.
Dieses Jahr feiern wir in Deutschland 30 Jahre Mauerfall. Deutschland war vor 1989 in zwei Staaten geteilt: in die Bundesrepublik Deutschland und die DDR – die Deutsche Demokratische Republik. Getrennt durch eine Mauer. Aber der Wunsch nach einem vereinten Deutschland wurde immer größer. 100 000ende sind damals auf die Straße gegangen. Schließlich gab die Führung der DDR etwas überraschend die Maueröffnung bekannt. Die Mauer, die über 28 Jahre lang ein unüberwindbares Hindernis darstellte, war gefallen.
In der Bibel heißt es: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.“ Oder anders gesagt: wenn ich auf Gott vertraue, kann mir auch das scheinbar Unmögliche gelingen. Wie gut das doch zur Geschichte des Mauerfalls passt!
Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall gibt es noch Mauern auf der Welt. Ganz reale Mauern wie zum Beispiel die Mauer, die gerade zwischen den USA und Mexiko gebaut wird. Mauern, die Menschen auf der Flucht, hindern anzukommen. Und Mauern in meinem Kopf. Das sind psychische Mauern, die mich zum Beispiel aus Angst darin hindern, mit jemand fremden zu reden.
Ich finde: Alle diese Mauern müssten abgebaut werden. Denn Mauern bedeuten immer Abgrenzung und Diskriminierung, das haben wir aus der Geschichte des Mauerfalls gelernt. Deshalb will ich bei mir anfangen. Gegen die Mauern in meinem Kopf hilft mir mein Glaube. Mein Vertrauen auf Gott gibt mir Mut meine Angst vor Fremden zu überwinden. Und hey wer weiß – wenn das mehr Menschen probieren: vielleicht braucht es dann irgendwann auch keine realen Mauern mehr.
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