»Kein Empfang« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.09.2019 gesendet.
Im Sommer bin ich für ein Wochenende ins Wendland gefahren. Wo das ist? – hatte ich auch keinen Plan, bis ich dort war. Es ist ein sehr schöner Fleck Natur in Niedersachen. Nach einer ewigen Zugfahrt habe ich meiner Mama schreiben wollen. Kurz Bescheid geben, dass ich sicher angekommen bin. Fehlanzeige – ich hatte kein Netz. Etwas genervt bin ich im ganzen 30 Einwohner Dorf rumgegangen- nirgends Handyempfang. Also habe ich es aufgegeben. Am nächsten Tag habe ich gemerkt, wie oft ich mein Handy rausholen wollte: Nachrichten oder Mails zu checken, kurz den Wetterbericht anzuschauen oder einfach die News der Welt zu lesen. Doch das ging ja nicht. Ich habe dann mein Handy einfach in der Reisetasche gelassen.
Plötzlich hatte ich Zeit. Ich hatte Zeit nachzudenken. Nachzudenken über mich, mein Leben und auch über Gott. Ich finde es spannend mir zu überlegen, welche Rolle Gott in meinem Alltag spielt.
Für mich war diese Erfahrung, mal nicht erreichbar zu sein, total gut. Ich war gelassen und ausgeglichen. Das hat einfach Geschwindigkeit rausgenommen. Und ich habe über Fragen nachgedacht, für die ich mir sonst nicht die Zeit nehme.
Im Alltag benutze und schätze ich mein Handy. Aber es ist auch mal gut es nicht nutzen zu können. Um wirklich Zeit für mich zu haben.
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»Dreifachgebot der Liebe« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.09.2019 gesendet.
Ich hab schon wieder einen Termin vergessen. Und dann hab ich auch noch diese Prüfung verhauen. Grad läuft einfach nix richtig. Manchmal kann ich mich einfach nicht ausstehen!
In der Bibel steht dazu was, was wirklich strange ist. Das Doppelgebot der Liebe. Es besteht aus zwei Teilen:
Zum einen sollst du Gott lieben. Und zum anderen sollst du deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Wie dich selbst. Da steckt eigentlich doch noch ein drittes Gebot drin. Nämlich du sollst dich selber lieben.
Das hört sich doch erstmal wirklich strange an - sich selber lieben. Wenn man selbstverliebt ist, ist das doch nichts Gutes!
Aber hier geht es nicht darum arrogant zu sein. Sondern sich selber zu akzeptieren. Nicht alles an mir ist toll. Ich bin nicht perfekt. Aber ich bin so wie ich bin. Und es ist wichtig mir selber treu zu bleiben. Ich glaube erst mit dieser Einstellung kann ich auch ein eine guter Freund sein.
Okay, ich darf mich also selber mögen, auch wenn ich nicht alles im Leben auf die Reihe bekomme. Das ist dann gar nicht mehr so strange, sondern echt genial, dieses Doppelgebot der Liebe! Oder sollte ich eher Dreifachgebot sagen?
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»9-11« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.09.2019 gesendet.
Heute ist der 11. September - im Englischen sagt man 9/11. Das ist der Tag, an dem es 2001 in in New York Terroranschläge gegeben hat. An diesem Tag sind zwei Flugzeuge in das World Trade Center gekracht. Ich war selber erst drei Jahre alt damals. Aber bei einer Reise nach New York habe ich den Ort besucht. Früher standen da die zwei großen Türme, die Twin-Towers. Nun ist das ein riesen Loch! Ground Zero, heißt dieser Ort. Mitten in der Großstadt New York ein großes Loch. Das ist irgendwie sehr beeindruckend!
Es ist krass, was für einen Einschnitt dieses Ereignis im Leben vieler Menschen bedeutet hat. Viele Menschen sind gestorben. Viele Menschen haben einen Teil ihrer Familie, Freunde und Bekannte verloren. Die ganze Welt war erschüttert.
Überall haben Menschen ihr Mitgefühl gezeigt. Auch in Deutschland haben viele Menschen Gottesdienste gefeiert und damit gezeigt, dass sie mit den Opfern und den trauernden Hinterbliebenen mitleiden. In diesem Schockmoment war zu spüren, dass die Menschen sich näher gekommen und miteinander verbunden sind. Das macht mir trotz des unfassbaren Leids Hoffnung. Hoffnung in einer Welt mit Gewalt und Terror. Denn es ist eben auch eine Welt voll Liebe und Mitgefühl.
Ground Zero erinnert bis heute an dieses dunkle Ereignis der Geschichte. Es zeigt mir, wie kostbar das Leben von Menschen ist. Und niemand, wirklich niemand, sollte leichtfertig damit umgehen!
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»Spuren im Sand« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.09.2019 gesendet.
Es ist September, der Sommer geht zu Ende. Für einige beginnt heute ein neues Schuljahr, für andere startet gerade ein neues Ausbildungsjahr und viele steigen nach dem Sommerurlaub wieder in den Alltagstrubel ein. Ich war diesen Sommer im Urlaub am Meer. Bei einem schönen Strandspaziergang hab ich dort meine Spuren im Sand gesehen.
Dazu gibt es ein Gedicht, das ich sehr mag. In dem Gedicht geht es um einen Mann, der eine Traum hat. In dem Traum ist er an einem Strand und sieht im Himmel Ausschnitte aus seinem Leben. Im Sand sieht er zwei Fußspuren. Seine und die von Gott, der ihn begleitet. In schweren Zeiten seines Lebens sieht er nur eine Spur im Sand. Das erschreckt den Mann und er fragt Gott: Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten gebraucht habe?“. Und Gott antwortet: Ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in schweren Zeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.“
Ich finde das eine wunderschöne Geschichte. Bei mir beginnt auch bald ein neues Semester. Ich weiß nicht so recht, was mich da erwartet. Das macht mich neugierig, aber auch etwas unsicher. Wenn ich aber an die Geschichte denke, vergeht meine Unsicherheit. Es ist ein krasser Zuspruch von Gott, dass er mich im Leben begleitet. In Zeiten, in denen es mir gut geht, geht er an meiner Seite. Und in schweren Zeiten wird er mich tragen. Ich kann mich auf Gott verlassen und so mutig neue, unbekannte Wege gehen.
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»Vor dem Essen beten« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.08.2019 gesendet.
Bei mir zuhause haben wir immer vor dem Essen gebetet. Die ganze Familie hat am Tisch gesessen und das Essen hat echt schon gut gerochen. Meine Geschwister und ich wollten gerne schnell anfangen. Aber wir mussten immer warten - zuerst wird gebetet. Das Gebet war unser gemeinsamer Beginn. Ich habe das früher oft nervig gefunden, ich hatte ja Kohldampf. Deshalb konnte ich es kaum abwarten, bis das Gebet vorbei war.
Heute sehe ich das etwas anders. Seitdem ich ausgezogen bin, esse ich oft allein. Dabei fehlt mir die Gesellschaft. Ich finde es schön, wenn man das Essen gemeinsam beginnt und miteinander redet. Außerdem ist das Gebet eine kurze Pause bevor das große Essen losgeht. Ein kleiner Moment Ruhe im Alltag. Wenn man von einem Termin zum anderen hetzt und Essen nur aus Fast Food besteht, ist es schön kurz Pause zu machen. Und mit dem Beten zeige ich auch, dass ich dankbar bin. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass es mir so gut geht.
Das Gebet vor dem Essen ist eine coole Option, einfach mal Danke zu sagen für das, was ich habe. Mittlerweile passiert es mir sogar, dass ich in der überfüllten Mensa, bevor ich esse, kurz zur Ruhe komme und dankbar bin.
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»Gott Mann oder Frau« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.08.2019 gesendet.
Das Leben der Menschen hängt von Regeln, Gesetzen und Vorschriften ab. Verkehrsregeln, dem Grundgesetz, Altersbeschränkungen.
Im Christentum findet man das auch und zwar in den 10 Geboten. In einem Gebot heißt es: „Du sollst dir kein Bild von Gott machen“. Das finde ich, ehrlich gesagt, gar nicht so easy. Immer wenn ich Sachen über Gott lese oder höre, habe ich ein Bild im Kopf. Wenn ich Herr, Vater oder Hirte höre, dann stelle ich mir Gott eindeutig als Mann vor. Aber in der Bibel heißt es auch: Ich will euch trösten, wie eine Mutter tröstet.
Da denke ich dann an einen weiblichen Gott. Aber wie soll das gehen? Ist Gott jetzt männlich oder weiblich?
Ich glaube, das ist gar nicht wichtig. Gott wird mit vielen unterschiedlichen Bildern beschrieben. Dabei geht es um die Eigenschaften hinter dem Wort. Das hängt natürlich vom Zusammenhang ab. In diesem Fall mit dem „Trösten“ steckt hinter dem Wort Mutter, dass sie als fürsorglich und liebevoll gilt.
Um mir Gedanken über Gott machen zu können, brauche ich eben Worte und Bilder. Dabei beschreibe ich aber immer nur einzelne Seite Gottes. Das Geschlecht ist hier unwichtig. Ich glaube das ist auch mit dem Gebot in der Bibel gemeint. Ich kann und soll mir kein festes Bild von Gott machen. Denn Gott ist viel mehr als ich mir überhaupt vorstellen kann.
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»Existenz Gottes« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.08.2019 gesendet.
Gibt es einen Gott oder etwa nicht? Im letzten halben Jahr habe ich immer wieder Veranstaltungen zu dieser Frage besucht. Das ist eine Frage, die haben sich Menschen schon seit tausenden von Jahren gestellt. Viele schlaue Personen haben versucht Beweise zu finden, dass es Gott gibt. In der Veranstaltung haben wir festgestellt, dass es keine logisch eindeutige Argumentation gibt, die beweist, dass es Gott gibt. Wir Menschen können Gott also mit unseren Gedanken nicht begreifen.
Viele Menschen glauben trotzdem an einen Gott. Ich auch. Obwohl nicht bewiesen werden kann, dass es einen Gott gibt. Manchmal finde ich es selbst auch unvorstellbar. Wie kann es Kriege, Armut und Hass in unserer Welt geben, wenn Gott das verhindern könnte?
Da kann man schon mal an Gott zweifeln. Aber Zweifel sind ein Teil des Glaubens. Ich finde es wichtig, Sachen zu hinterfragen und nicht alles kommentarlos hinzunehmen. Zweifeln hilft mir, mich und meinen Glauben weiter zu entwickeln.
Ich habe also gelernt, dass Gott mit unserem menschlichen Verstand nicht beweisbar ist. Aber ich glaube: Gott ist größer als wir es begreifen können. Auch wenn Menschen ihn nicht beweisen können, kann Gott existieren. Ich glaube an Gott. Und mir schenkt mein Glaube Zuversicht und Hoffnung. Zuversicht und Hoffnung, dass es auch in schweren Zeiten wieder besser wird. Und dabei ist es auch voll okay, immer wieder zu zweifeln.
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»Künstliche Intelligenz« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.06.2019 gesendet.
Heute geht der evangelische Kirchentag in Dortmund zu Ende. In den letzten vier Tagen haben ungefähr 2500 Veranstaltungen stattgefunden. Es ging um Glaube, Religion, Politik, Kultur und Gesellschaft. Ein Thema davon war KI, künstliche Intelligenz. Dieser Begriff taucht in der letzten Zeit häufig auf.
Bei künstlicher Intelligenz geht es um das selbstständige Lernen von Maschinen. Also Maschinen, die nicht von Menschen jeden Befehl programmiert bekommen, sondern selber lernen.
Ziemlich spannend, wie weit die Technik damit schon ist. Es wird bereits diskutiert, dass LKW-Fahrer und Fahrerinnen von selbstfahrenden Transportern ersetzt werden sollen. Aber bisher gibt es noch eindeutige Unterschiede zwischen einer künstlichen Intelligenz und einem Menschen. KI kann inzwischen zwar schon Emotionen erkennen, aber diese nicht erleben und für mich sind Freude, Trauer und Liebe enorm entscheidend für mein Leben.
Auch Glauben können Maschinen nicht. Also auf Gott vertrauen oder an das Universum oder eine höhere Macht glauben.
Unsere Welt ist so bunt und einzigartig dadurch, dass wir Menschen fühlen und glauben können. Mit der Entwicklung der KI entstehen tolle neue Möglichkeiten für die Menschen. Aber ich denke die Menschen in ihrer Einzigartigkeit werden sie Gott sei Dank nie ersetzen können.
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»Was für ein Vertrauen« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.06.2019 gesendet.
Momentan findet der Evangelische Kirchentag in Dortmund statt. Das ist ein Event mit über 2500 Veranstaltungen rund um Glaube, Religion, Politik, Kultur und Gesellschaft. Miteinander zu reden und Zeit miteinander zu verbringen, das ist da besonders wichtig.
Der Kirchentag steht immer unter einem Motto. Dieses Jahr lautet das Motto: „Was für ein Vertrauen“.
Im Leben dreht sich viel um Leistung und darum Fortschritt zu bringen. Aber ohne Vertrauen geht nichts. Vertrauen ist total wichtig, wo Menschen zusammenleben. Schon bei der Geburt vertraut ein Baby quasi blind seinen Eltern. Es ist auf sie angewiesen in der ersten Zeit seines Lebens. Ohne Vertrauen könnte ich mir auch keine Freundschaft oder Liebe vorstellen.
Ich glaube, Vertrauen gibt mir Kraft. Zum einen motiviert es mich, wenn andere mir vertrauen. Aber auch anderen Menschen vertrauen zu können, entlastet mich total.
Ich vertraue auch Gott. Ich glaube, er liebt mich, so wie ich bin. Bei ihm hängt mein Wert nicht von meiner Leistung ab. Er vertraut mir. Traut mir was zu!
Ich finde es toll, dass der Kirchentag einen Ort für Vertrauen schafft.
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»DEKT« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.06.2019 gesendet.
Heute wird der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag in Dortmund eröffnet. Das ist ein riesen Event. So ein Kirchentag ist alle zwei Jahre in einer anderen deutschen Stadt. Über fünf Tage werden jetzt in Dortmund 2500 Veranstaltungen angeboten. Dabei gibt es interessante Podiumsdiskussionen und Vorträge, coole Gottesdienste und tolle Konzerte. Aber auch Sportangebote, Theater und sonstige Freizeitaktivitäten.
Organsiert wird der Kirchentag von der evangelischen Kirche in Deutschland. Aber Menschen aller Glaubensrichtungen sind eingeladen daran teilzunehmen. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen die Gemeinschaft, die Begegnung und der Austausch über aktuelle Themen.
Auch dieses Jahr werden wieder über 100 000 Menschen erwartet. Das ist echt beeindruckend. Ohne die ehrenamtliche Mitarbeit von sehr vielen Leuten wäre der Kirchentag nicht möglich. Stark, was Menschen zusammen auf die Beine stellen!
Die Schwerpunkte sind in diesen Jahr Arbeit, Europa, soziale Teilhabe, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Cool, dass die Kirche sich auch mit solchen Themen befasst.
Ich gehe zusammen mit meinem Bruder auf den Kirchentag. Das Tolle dabei ist, dass wir unser eigenes Programm zusammenstellen können. So besuchen wir die Veranstaltungen, die wir interessant finden. Ich bin schon sehr gespannt und freu mich drauf!
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