»Vor dem Essen beten« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.08.2019 gesendet.
Bei mir zuhause haben wir immer vor dem Essen gebetet. Die ganze Familie hat am Tisch gesessen und das Essen hat echt schon gut gerochen. Meine Geschwister und ich wollten gerne schnell anfangen. Aber wir mussten immer warten - zuerst wird gebetet. Das Gebet war unser gemeinsamer Beginn. Ich habe das früher oft nervig gefunden, ich hatte ja Kohldampf. Deshalb konnte ich es kaum abwarten, bis das Gebet vorbei war.
Heute sehe ich das etwas anders. Seitdem ich ausgezogen bin, esse ich oft allein. Dabei fehlt mir die Gesellschaft. Ich finde es schön, wenn man das Essen gemeinsam beginnt und miteinander redet. Außerdem ist das Gebet eine kurze Pause bevor das große Essen losgeht. Ein kleiner Moment Ruhe im Alltag. Wenn man von einem Termin zum anderen hetzt und Essen nur aus Fast Food besteht, ist es schön kurz Pause zu machen. Und mit dem Beten zeige ich auch, dass ich dankbar bin. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass es mir so gut geht.
Das Gebet vor dem Essen ist eine coole Option, einfach mal Danke zu sagen für das, was ich habe. Mittlerweile passiert es mir sogar, dass ich in der überfüllten Mensa, bevor ich esse, kurz zur Ruhe komme und dankbar bin.
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»Gott Mann oder Frau« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.08.2019 gesendet.
Das Leben der Menschen hängt von Regeln, Gesetzen und Vorschriften ab. Verkehrsregeln, dem Grundgesetz, Altersbeschränkungen.
Im Christentum findet man das auch und zwar in den 10 Geboten. In einem Gebot heißt es: „Du sollst dir kein Bild von Gott machen“. Das finde ich, ehrlich gesagt, gar nicht so easy. Immer wenn ich Sachen über Gott lese oder höre, habe ich ein Bild im Kopf. Wenn ich Herr, Vater oder Hirte höre, dann stelle ich mir Gott eindeutig als Mann vor. Aber in der Bibel heißt es auch: Ich will euch trösten, wie eine Mutter tröstet.
Da denke ich dann an einen weiblichen Gott. Aber wie soll das gehen? Ist Gott jetzt männlich oder weiblich?
Ich glaube, das ist gar nicht wichtig. Gott wird mit vielen unterschiedlichen Bildern beschrieben. Dabei geht es um die Eigenschaften hinter dem Wort. Das hängt natürlich vom Zusammenhang ab. In diesem Fall mit dem „Trösten“ steckt hinter dem Wort Mutter, dass sie als fürsorglich und liebevoll gilt.
Um mir Gedanken über Gott machen zu können, brauche ich eben Worte und Bilder. Dabei beschreibe ich aber immer nur einzelne Seite Gottes. Das Geschlecht ist hier unwichtig. Ich glaube das ist auch mit dem Gebot in der Bibel gemeint. Ich kann und soll mir kein festes Bild von Gott machen. Denn Gott ist viel mehr als ich mir überhaupt vorstellen kann.
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»Existenz Gottes« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.08.2019 gesendet.
Gibt es einen Gott oder etwa nicht? Im letzten halben Jahr habe ich immer wieder Veranstaltungen zu dieser Frage besucht. Das ist eine Frage, die haben sich Menschen schon seit tausenden von Jahren gestellt. Viele schlaue Personen haben versucht Beweise zu finden, dass es Gott gibt. In der Veranstaltung haben wir festgestellt, dass es keine logisch eindeutige Argumentation gibt, die beweist, dass es Gott gibt. Wir Menschen können Gott also mit unseren Gedanken nicht begreifen.
Viele Menschen glauben trotzdem an einen Gott. Ich auch. Obwohl nicht bewiesen werden kann, dass es einen Gott gibt. Manchmal finde ich es selbst auch unvorstellbar. Wie kann es Kriege, Armut und Hass in unserer Welt geben, wenn Gott das verhindern könnte?
Da kann man schon mal an Gott zweifeln. Aber Zweifel sind ein Teil des Glaubens. Ich finde es wichtig, Sachen zu hinterfragen und nicht alles kommentarlos hinzunehmen. Zweifeln hilft mir, mich und meinen Glauben weiter zu entwickeln.
Ich habe also gelernt, dass Gott mit unserem menschlichen Verstand nicht beweisbar ist. Aber ich glaube: Gott ist größer als wir es begreifen können. Auch wenn Menschen ihn nicht beweisen können, kann Gott existieren. Ich glaube an Gott. Und mir schenkt mein Glaube Zuversicht und Hoffnung. Zuversicht und Hoffnung, dass es auch in schweren Zeiten wieder besser wird. Und dabei ist es auch voll okay, immer wieder zu zweifeln.
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»Künstliche Intelligenz« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.06.2019 gesendet.
Heute geht der evangelische Kirchentag in Dortmund zu Ende. In den letzten vier Tagen haben ungefähr 2500 Veranstaltungen stattgefunden. Es ging um Glaube, Religion, Politik, Kultur und Gesellschaft. Ein Thema davon war KI, künstliche Intelligenz. Dieser Begriff taucht in der letzten Zeit häufig auf.
Bei künstlicher Intelligenz geht es um das selbstständige Lernen von Maschinen. Also Maschinen, die nicht von Menschen jeden Befehl programmiert bekommen, sondern selber lernen.
Ziemlich spannend, wie weit die Technik damit schon ist. Es wird bereits diskutiert, dass LKW-Fahrer und Fahrerinnen von selbstfahrenden Transportern ersetzt werden sollen. Aber bisher gibt es noch eindeutige Unterschiede zwischen einer künstlichen Intelligenz und einem Menschen. KI kann inzwischen zwar schon Emotionen erkennen, aber diese nicht erleben und für mich sind Freude, Trauer und Liebe enorm entscheidend für mein Leben.
Auch Glauben können Maschinen nicht. Also auf Gott vertrauen oder an das Universum oder eine höhere Macht glauben.
Unsere Welt ist so bunt und einzigartig dadurch, dass wir Menschen fühlen und glauben können. Mit der Entwicklung der KI entstehen tolle neue Möglichkeiten für die Menschen. Aber ich denke die Menschen in ihrer Einzigartigkeit werden sie Gott sei Dank nie ersetzen können.
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»Was für ein Vertrauen« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.06.2019 gesendet.
Momentan findet der Evangelische Kirchentag in Dortmund statt. Das ist ein Event mit über 2500 Veranstaltungen rund um Glaube, Religion, Politik, Kultur und Gesellschaft. Miteinander zu reden und Zeit miteinander zu verbringen, das ist da besonders wichtig.
Der Kirchentag steht immer unter einem Motto. Dieses Jahr lautet das Motto: „Was für ein Vertrauen“.
Im Leben dreht sich viel um Leistung und darum Fortschritt zu bringen. Aber ohne Vertrauen geht nichts. Vertrauen ist total wichtig, wo Menschen zusammenleben. Schon bei der Geburt vertraut ein Baby quasi blind seinen Eltern. Es ist auf sie angewiesen in der ersten Zeit seines Lebens. Ohne Vertrauen könnte ich mir auch keine Freundschaft oder Liebe vorstellen.
Ich glaube, Vertrauen gibt mir Kraft. Zum einen motiviert es mich, wenn andere mir vertrauen. Aber auch anderen Menschen vertrauen zu können, entlastet mich total.
Ich vertraue auch Gott. Ich glaube, er liebt mich, so wie ich bin. Bei ihm hängt mein Wert nicht von meiner Leistung ab. Er vertraut mir. Traut mir was zu!
Ich finde es toll, dass der Kirchentag einen Ort für Vertrauen schafft.
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»DEKT« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.06.2019 gesendet.
Heute wird der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag in Dortmund eröffnet. Das ist ein riesen Event. So ein Kirchentag ist alle zwei Jahre in einer anderen deutschen Stadt. Über fünf Tage werden jetzt in Dortmund 2500 Veranstaltungen angeboten. Dabei gibt es interessante Podiumsdiskussionen und Vorträge, coole Gottesdienste und tolle Konzerte. Aber auch Sportangebote, Theater und sonstige Freizeitaktivitäten.
Organsiert wird der Kirchentag von der evangelischen Kirche in Deutschland. Aber Menschen aller Glaubensrichtungen sind eingeladen daran teilzunehmen. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen die Gemeinschaft, die Begegnung und der Austausch über aktuelle Themen.
Auch dieses Jahr werden wieder über 100 000 Menschen erwartet. Das ist echt beeindruckend. Ohne die ehrenamtliche Mitarbeit von sehr vielen Leuten wäre der Kirchentag nicht möglich. Stark, was Menschen zusammen auf die Beine stellen!
Die Schwerpunkte sind in diesen Jahr Arbeit, Europa, soziale Teilhabe, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Cool, dass die Kirche sich auch mit solchen Themen befasst.
Ich gehe zusammen mit meinem Bruder auf den Kirchentag. Das Tolle dabei ist, dass wir unser eigenes Programm zusammenstellen können. So besuchen wir die Veranstaltungen, die wir interessant finden. Ich bin schon sehr gespannt und freu mich drauf!
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»Kofi Annan« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.06.2019 gesendet.
Vor vier Jahren hatte ich einen Platz in der Porschearena in Stuttgart ergattert. Es war Evangelischer Kirchentag. Jeder einzelne Platz war besetzt und man konnte die Aufregung in der Luft spüren. Und dann war es soweit. Ohne ihn zu sehen, hab ich gespürt, dass er den Raum betreten hat. Gänsehautmoment! Er hatte eine Wahnsinns Ausstrahlung, die mich sofort in den Bann gezogen hat. Kofi Annan.
Kofi Annan war ein Diplomat aus Ghana und 10 Jahre lang der Generalsekretär der UN. Die UN, oder auch Vereinte Nationen, ist ein Zusammenschluss von 193 Ländern auf der Welt. Sie setzt sich für den Weltfrieden und die Menschenrechte ein.
Kofi Annan hat sich für eine friedlichere Welt stark gemacht. Dafür hat er sogar den Friedensnobelpreis bekommen.
Als ich ihn damals auf dem Kirchentag gesehen hab, hat er an einer Podiumsdiskussion zum Thema Friedensbemühungen auf der Welt teilgenommen.
Für mich ist Kofi Annan ein großes Vorbild. Er hat sich lebenslang für einen friedlichen Umgang zwischen Menschen eingesetzt. Es war eine tolle Erfahrung, ihn einmal live gesehen zu haben.
In zwei Tagen wird der diesjährige Evangelische Kirchentag in Dortmund eröffnet. Ich werde auch wieder dort sein. Mal sehen, welche beeindruckenden Persönlichkeiten ich diesmal live erlebe.
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»Friedhof« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.05.2019 gesendet.
Ich wohne direkt neben einem Friedhof. Friedhöfe habe ich schon immer komisch gefunden. Irgendwie etwas unheimlich. Sind ja überall tote Menschen vergraben.
Seitdem mein Papa gestorben ist, sehe ich das anders. Für mich ist der Friedhof ein Ort, um zu trauern. Ich gehe gerne an sein Grab und nehme mir bewusst Zeit dafür. Manchmal bin einfach nur traurig, oft sehr wütend. Teilweise gehe ich auch gut gelaunt auf den Friedhof. Wenn ich zum Beispiel etwas Tolles erlebt habe, möchte ich das gerne meinem Papa erzählen. Das geht leider nicht wirklich, aber ich habe das Gefühl, ihm auf dem Friedhof nahe zu sein.
Auf dem Grabstein meines Papas ist ein Kreuz. Das Kreuz ist für Christinnen und Christen ein Zeichen für die Auferstehung. Jesus wurde gekreuzigt und begraben. Aber er hat den Tod überwunden. Und deshalb hoffen Christinnen und Christen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Wie das genau aussieht? Da habe ich auch keine Ahnung! Aber ich glaube fest, dass dort alle friedlich und sorgenfrei sein werden. Und das gibt mir Hoffnung.
Deshalb ist ein Friedhof nicht nur ein Ort für die Toten. Sondern ein Ort für die Lebenden. Es ist ein Ort der Erinnerung und der Trauer. Aber auch ein Ort der Begegnung und der Hoffnung. Also viel mehr als nur ein komischer, unheimlicher Ort.
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»Nelson Mandela« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.05.2019 gesendet.
Genau heute vor 25 Jahren wurde Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsident Südafrikas gewählt. Bevor er Präsident wurde, war Mandela der wahrscheinlich berühmteste Gefangene der Welt.
Er hat gegen die Regierung Südafrikas rebelliert. Die hat Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben und Religionen brutal diskriminiert. Nelson Mandela wurde dann zu lebenslanger Haft verurteilt. Die meiste Zeit war er in einem Hochsicherheitsgefängnis. Da musste er hart körperlich arbeiten, wurde schlecht versorgt und unmenschlich behandelt.
Insgesamt war er 27 Jahre in Haft. Das ist länger als ich lebe! Unglaublich diese lange Zeit im Gefängnis durchzustehen und dann noch weiterhin Kraft zu haben. Sogar Kraft Präsident Südafrikas zu werden.
Später sagt Mandela etwas sehr Faszinierendes:
„Als ich aus der Zelle durch die Tür in Richtung Freiheit ging, wusste ich, dass ich meine Verbitterung und meinen Hass zurücklassen musste, oder ich würde mein Leben lang gefangen bleiben“
Wenn ich 27 Jahre zu Unrecht eingesperrt werden würde, wäre ich sicher unglaublich wütend. Ich glaube, ich würde mich rächen wollen. Aber Mandela möchte nach vorne blicken. Er sagt, der Hass wird niemanden etwas nützen. Er wird nur mehr Hass und Unglück mit sich bringen.
Ich denke das stimmt. Für mich ist Nelson Mandela ein tolles Vorbild. So würde ich gerne auch denken und handeln.
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»Rugby« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 07.05.2019 gesendet.
Letzten Mittwoch hatte ich ein echt cooles Erlebnis beim Rugby. Ich habe einen scharfen Pass bekommen und mit einem neuen Side-Step einfach meinen Gegner ausgetanzt. So habe ich dann einen Try gelegt. Es war ein riskanter Spielzug. Sowas habe ich mich davor noch nie getraut. Aber es hat funktioniert und das ganze Team hat sich mit mir gefreut.
Auch, wenn ihr jetzt nicht wirklich checkt, von was ich rede: Im Rugby haben alle ihre feste Position und damit eine ganz bestimmte Aufgabe. Und jede Aufgabe ist wichtig für das Team.
In der Bibel heißt es: Der Körper des Menschen ist einer und besteht doch aus vielen Teilen. Aber all die vielen Teile gehören zusammen und bilden einen unteilbaren Organismus.
Jede Position im Rugby ist notwendig, damit die Mannschaft spielen kann. Außerdem müssen die Personen aufeinander eingespielt sein. Ich muss mich auf meine Teamkollegen verlassen können. Ich brauche ihre Unterstützung, wenn ich zum Beispiel getakelt werde. Alleine kann ich kein Spiel gewinnen.
Ich merke selber, wie ich an meiner eigenen Position besser werde, weil ich mich voll auf mein Team verlassen kann. Und mein Team braucht auch mich, sowie ein Körper die Augen, die Arme, den Mund und alle anderen Körperteile braucht.
Mit meiner Mannschaft im Rücken traue ich mich auch mal wieder etwas Neues auszuprobieren.
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