»Wind of change« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.11.2019 gesendet.
I follow the Moskva
Down to Gorky Park
Listening to the wind of change
So heißen die ersten Zeilen des songs Wind of Change. Er wurde 1989 von der Band Scorpions geschrieben. Das war damals der Hit. Und er ist zu einer Hymne der deutschen Wiedervereinigung geworden. Denn heute vor genau 30 Jahren öffnete die Führung der DDR die Mauer. In dem Lied geht es um den Wandel, der sich zu dieser Zeit auf der Welt und vor allem in Deutschland abgespielt hat. Deutschland war zu der Zeit geteilt in die Bundesrepublik Deutschland und die DDR – die Deutsche Demokratische Republik. Getrennt durch eine riesige Mauer quer durch das Land. Deutschland war also gespalten. Aber die Menschen in beiden Teilen haben sich ein vereinigtes Deutschland gewünscht. Dafür sind sie auf die Straße gegangen und haben protestiert. Und das erfolgreich.
Auch heute befinden wir uns in Zeiten des Wandels. Die Welt, Deutschland, wir alle stehen vor großen Herausforderungen. Der schnelle Klimawandel und die Folgen davon, betreffen alle. Weltweit gehen Millionen Menschen auf die Straße und demonstrieren für eine bessere Klimapolitik. Angetrieben von dem Wunsch einer Zukunft, in der Menschen auch noch glücklich leben können. Die Geschichte zeigt, dass ein Wandel in der Politik möglich ist. Und dass es sich lohnt dafür die Stimme zu erheben.
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»Solidarität« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.11.2019 gesendet.
„Bei der Verteilung der Menschen mit Fluchterfahrung muss Europa mehr Solidarität zeigen.“ So die Schlagzeile in der Zeitung. Was bedeutet das? Und was ist eigentlich Solidarität?
Im Christentum gibt es ein anderes Wort für Solidarität: Nächstenliebe. Solidarität heißt: „Liebe deinen Nächsten oder deine Nächste!“ Aber wer genau ist denn jetzt mein Nächster oder meine Nächste? Ist das meine Familie, meine Freunde oder meine Nachbarinnen?
Dazu erzählt Jesus eine Geschichte in der Bibel: Ein Mann wird auf einer Reise von Räubern überfallen und zusammengeschlagen. Die Räuber hauen ab und lassen den Mann blutend am Boden liegen. Zwei Personen kommen vorbei, die den Mann zwar sehen, aber schnell vorbei gehen. Erst die dritte hilft dem Mann. Sie bringt ihn ins nahegelegene Gasthaus und zahlt sogar für seine Behandlung.
Ein vollkommen fremder Mensch hat dem Mann das Leben gerettet. Hat ihm geholfen, als es ganz dringend war.
Für mich heißt das: jeder Mensch, der meine Hilfe braucht, ist mein Nächster oder meine Nächste. Und Nächstenliebe beziehungsweise Solidarität heißt: Ich helfe diesem Menschen.
Jetzt ist die Schlagzeile in der Zeitung auch verständlich: Alle Länder der europäischen Union sollen zusammenarbeiten. Sie sollen Menschen helfen, die tatsächlich in großer Not sind, weil sie aus ihrem Heimatland fliehen mussten. Natürlich ist das eine große Herausforderung. Aber ich glaube: gemeinsam können wir das in der EU schaffen und Nächstenliebe zeigen. Unsere Solidarität ist gefragt!
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»30 Jahre Mauerfall« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.11.2019 gesendet.
Dieses Jahr feiern wir in Deutschland 30 Jahre Mauerfall. Deutschland war vor 1989 in zwei Staaten geteilt: in die Bundesrepublik Deutschland und die DDR – die Deutsche Demokratische Republik. Getrennt durch eine Mauer. Aber der Wunsch nach einem vereinten Deutschland wurde immer größer. 100 000ende sind damals auf die Straße gegangen. Schließlich gab die Führung der DDR etwas überraschend die Maueröffnung bekannt. Die Mauer, die über 28 Jahre lang ein unüberwindbares Hindernis darstellte, war gefallen.
In der Bibel heißt es: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.“ Oder anders gesagt: wenn ich auf Gott vertraue, kann mir auch das scheinbar Unmögliche gelingen. Wie gut das doch zur Geschichte des Mauerfalls passt!
Auch 30 Jahre nach dem Mauerfall gibt es noch Mauern auf der Welt. Ganz reale Mauern wie zum Beispiel die Mauer, die gerade zwischen den USA und Mexiko gebaut wird. Mauern, die Menschen auf der Flucht, hindern anzukommen. Und Mauern in meinem Kopf. Das sind psychische Mauern, die mich zum Beispiel aus Angst darin hindern, mit jemand fremden zu reden.
Ich finde: Alle diese Mauern müssten abgebaut werden. Denn Mauern bedeuten immer Abgrenzung und Diskriminierung, das haben wir aus der Geschichte des Mauerfalls gelernt. Deshalb will ich bei mir anfangen. Gegen die Mauern in meinem Kopf hilft mir mein Glaube. Mein Vertrauen auf Gott gibt mir Mut meine Angst vor Fremden zu überwinden. Und hey wer weiß – wenn das mehr Menschen probieren: vielleicht braucht es dann irgendwann auch keine realen Mauern mehr.
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»Kein Empfang« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.09.2019 gesendet.
Im Sommer bin ich für ein Wochenende ins Wendland gefahren. Wo das ist? – hatte ich auch keinen Plan, bis ich dort war. Es ist ein sehr schöner Fleck Natur in Niedersachen. Nach einer ewigen Zugfahrt habe ich meiner Mama schreiben wollen. Kurz Bescheid geben, dass ich sicher angekommen bin. Fehlanzeige – ich hatte kein Netz. Etwas genervt bin ich im ganzen 30 Einwohner Dorf rumgegangen- nirgends Handyempfang. Also habe ich es aufgegeben. Am nächsten Tag habe ich gemerkt, wie oft ich mein Handy rausholen wollte: Nachrichten oder Mails zu checken, kurz den Wetterbericht anzuschauen oder einfach die News der Welt zu lesen. Doch das ging ja nicht. Ich habe dann mein Handy einfach in der Reisetasche gelassen.
Plötzlich hatte ich Zeit. Ich hatte Zeit nachzudenken. Nachzudenken über mich, mein Leben und auch über Gott. Ich finde es spannend mir zu überlegen, welche Rolle Gott in meinem Alltag spielt.
Für mich war diese Erfahrung, mal nicht erreichbar zu sein, total gut. Ich war gelassen und ausgeglichen. Das hat einfach Geschwindigkeit rausgenommen. Und ich habe über Fragen nachgedacht, für die ich mir sonst nicht die Zeit nehme.
Im Alltag benutze und schätze ich mein Handy. Aber es ist auch mal gut es nicht nutzen zu können. Um wirklich Zeit für mich zu haben.
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»Dreifachgebot der Liebe« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.09.2019 gesendet.
Ich hab schon wieder einen Termin vergessen. Und dann hab ich auch noch diese Prüfung verhauen. Grad läuft einfach nix richtig. Manchmal kann ich mich einfach nicht ausstehen!
In der Bibel steht dazu was, was wirklich strange ist. Das Doppelgebot der Liebe. Es besteht aus zwei Teilen:
Zum einen sollst du Gott lieben. Und zum anderen sollst du deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Wie dich selbst. Da steckt eigentlich doch noch ein drittes Gebot drin. Nämlich du sollst dich selber lieben.
Das hört sich doch erstmal wirklich strange an - sich selber lieben. Wenn man selbstverliebt ist, ist das doch nichts Gutes!
Aber hier geht es nicht darum arrogant zu sein. Sondern sich selber zu akzeptieren. Nicht alles an mir ist toll. Ich bin nicht perfekt. Aber ich bin so wie ich bin. Und es ist wichtig mir selber treu zu bleiben. Ich glaube erst mit dieser Einstellung kann ich auch ein eine guter Freund sein.
Okay, ich darf mich also selber mögen, auch wenn ich nicht alles im Leben auf die Reihe bekomme. Das ist dann gar nicht mehr so strange, sondern echt genial, dieses Doppelgebot der Liebe! Oder sollte ich eher Dreifachgebot sagen?
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»9-11« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.09.2019 gesendet.
Heute ist der 11. September - im Englischen sagt man 9/11. Das ist der Tag, an dem es 2001 in in New York Terroranschläge gegeben hat. An diesem Tag sind zwei Flugzeuge in das World Trade Center gekracht. Ich war selber erst drei Jahre alt damals. Aber bei einer Reise nach New York habe ich den Ort besucht. Früher standen da die zwei großen Türme, die Twin-Towers. Nun ist das ein riesen Loch! Ground Zero, heißt dieser Ort. Mitten in der Großstadt New York ein großes Loch. Das ist irgendwie sehr beeindruckend!
Es ist krass, was für einen Einschnitt dieses Ereignis im Leben vieler Menschen bedeutet hat. Viele Menschen sind gestorben. Viele Menschen haben einen Teil ihrer Familie, Freunde und Bekannte verloren. Die ganze Welt war erschüttert.
Überall haben Menschen ihr Mitgefühl gezeigt. Auch in Deutschland haben viele Menschen Gottesdienste gefeiert und damit gezeigt, dass sie mit den Opfern und den trauernden Hinterbliebenen mitleiden. In diesem Schockmoment war zu spüren, dass die Menschen sich näher gekommen und miteinander verbunden sind. Das macht mir trotz des unfassbaren Leids Hoffnung. Hoffnung in einer Welt mit Gewalt und Terror. Denn es ist eben auch eine Welt voll Liebe und Mitgefühl.
Ground Zero erinnert bis heute an dieses dunkle Ereignis der Geschichte. Es zeigt mir, wie kostbar das Leben von Menschen ist. Und niemand, wirklich niemand, sollte leichtfertig damit umgehen!
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»Spuren im Sand« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.09.2019 gesendet.
Es ist September, der Sommer geht zu Ende. Für einige beginnt heute ein neues Schuljahr, für andere startet gerade ein neues Ausbildungsjahr und viele steigen nach dem Sommerurlaub wieder in den Alltagstrubel ein. Ich war diesen Sommer im Urlaub am Meer. Bei einem schönen Strandspaziergang hab ich dort meine Spuren im Sand gesehen.
Dazu gibt es ein Gedicht, das ich sehr mag. In dem Gedicht geht es um einen Mann, der eine Traum hat. In dem Traum ist er an einem Strand und sieht im Himmel Ausschnitte aus seinem Leben. Im Sand sieht er zwei Fußspuren. Seine und die von Gott, der ihn begleitet. In schweren Zeiten seines Lebens sieht er nur eine Spur im Sand. Das erschreckt den Mann und er fragt Gott: Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten gebraucht habe?“. Und Gott antwortet: Ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in schweren Zeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.“
Ich finde das eine wunderschöne Geschichte. Bei mir beginnt auch bald ein neues Semester. Ich weiß nicht so recht, was mich da erwartet. Das macht mich neugierig, aber auch etwas unsicher. Wenn ich aber an die Geschichte denke, vergeht meine Unsicherheit. Es ist ein krasser Zuspruch von Gott, dass er mich im Leben begleitet. In Zeiten, in denen es mir gut geht, geht er an meiner Seite. Und in schweren Zeiten wird er mich tragen. Ich kann mich auf Gott verlassen und so mutig neue, unbekannte Wege gehen.
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»Vor dem Essen beten« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.08.2019 gesendet.
Bei mir zuhause haben wir immer vor dem Essen gebetet. Die ganze Familie hat am Tisch gesessen und das Essen hat echt schon gut gerochen. Meine Geschwister und ich wollten gerne schnell anfangen. Aber wir mussten immer warten - zuerst wird gebetet. Das Gebet war unser gemeinsamer Beginn. Ich habe das früher oft nervig gefunden, ich hatte ja Kohldampf. Deshalb konnte ich es kaum abwarten, bis das Gebet vorbei war.
Heute sehe ich das etwas anders. Seitdem ich ausgezogen bin, esse ich oft allein. Dabei fehlt mir die Gesellschaft. Ich finde es schön, wenn man das Essen gemeinsam beginnt und miteinander redet. Außerdem ist das Gebet eine kurze Pause bevor das große Essen losgeht. Ein kleiner Moment Ruhe im Alltag. Wenn man von einem Termin zum anderen hetzt und Essen nur aus Fast Food besteht, ist es schön kurz Pause zu machen. Und mit dem Beten zeige ich auch, dass ich dankbar bin. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass es mir so gut geht.
Das Gebet vor dem Essen ist eine coole Option, einfach mal Danke zu sagen für das, was ich habe. Mittlerweile passiert es mir sogar, dass ich in der überfüllten Mensa, bevor ich esse, kurz zur Ruhe komme und dankbar bin.
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»Gott Mann oder Frau« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.08.2019 gesendet.
Das Leben der Menschen hängt von Regeln, Gesetzen und Vorschriften ab. Verkehrsregeln, dem Grundgesetz, Altersbeschränkungen.
Im Christentum findet man das auch und zwar in den 10 Geboten. In einem Gebot heißt es: „Du sollst dir kein Bild von Gott machen“. Das finde ich, ehrlich gesagt, gar nicht so easy. Immer wenn ich Sachen über Gott lese oder höre, habe ich ein Bild im Kopf. Wenn ich Herr, Vater oder Hirte höre, dann stelle ich mir Gott eindeutig als Mann vor. Aber in der Bibel heißt es auch: Ich will euch trösten, wie eine Mutter tröstet.
Da denke ich dann an einen weiblichen Gott. Aber wie soll das gehen? Ist Gott jetzt männlich oder weiblich?
Ich glaube, das ist gar nicht wichtig. Gott wird mit vielen unterschiedlichen Bildern beschrieben. Dabei geht es um die Eigenschaften hinter dem Wort. Das hängt natürlich vom Zusammenhang ab. In diesem Fall mit dem „Trösten“ steckt hinter dem Wort Mutter, dass sie als fürsorglich und liebevoll gilt.
Um mir Gedanken über Gott machen zu können, brauche ich eben Worte und Bilder. Dabei beschreibe ich aber immer nur einzelne Seite Gottes. Das Geschlecht ist hier unwichtig. Ich glaube das ist auch mit dem Gebot in der Bibel gemeint. Ich kann und soll mir kein festes Bild von Gott machen. Denn Gott ist viel mehr als ich mir überhaupt vorstellen kann.
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»Existenz Gottes« von Paul   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.08.2019 gesendet.
Gibt es einen Gott oder etwa nicht? Im letzten halben Jahr habe ich immer wieder Veranstaltungen zu dieser Frage besucht. Das ist eine Frage, die haben sich Menschen schon seit tausenden von Jahren gestellt. Viele schlaue Personen haben versucht Beweise zu finden, dass es Gott gibt. In der Veranstaltung haben wir festgestellt, dass es keine logisch eindeutige Argumentation gibt, die beweist, dass es Gott gibt. Wir Menschen können Gott also mit unseren Gedanken nicht begreifen.
Viele Menschen glauben trotzdem an einen Gott. Ich auch. Obwohl nicht bewiesen werden kann, dass es einen Gott gibt. Manchmal finde ich es selbst auch unvorstellbar. Wie kann es Kriege, Armut und Hass in unserer Welt geben, wenn Gott das verhindern könnte?
Da kann man schon mal an Gott zweifeln. Aber Zweifel sind ein Teil des Glaubens. Ich finde es wichtig, Sachen zu hinterfragen und nicht alles kommentarlos hinzunehmen. Zweifeln hilft mir, mich und meinen Glauben weiter zu entwickeln.
Ich habe also gelernt, dass Gott mit unserem menschlichen Verstand nicht beweisbar ist. Aber ich glaube: Gott ist größer als wir es begreifen können. Auch wenn Menschen ihn nicht beweisen können, kann Gott existieren. Ich glaube an Gott. Und mir schenkt mein Glaube Zuversicht und Hoffnung. Zuversicht und Hoffnung, dass es auch in schweren Zeiten wieder besser wird. Und dabei ist es auch voll okay, immer wieder zu zweifeln.
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