»Taufpatin und Vorbild sein« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.01.2020 gesendet.
Mein kleiner Neffe wird bald getauft. Ich freue mich schon richtig darauf, auch weil ich seine Taufpatin sein darf. Für mich ist das eine ganz besondere Ehre, dass meine Schwester und ihr Mann mich als Patin gefragt ausgewählt haben.
Manche finden das ja überflüssig. Andere denken, dass Paten für das Patenkind sorgen sollen, falls den Eltern etwas zustößt. Meine Schwester hat mich aber gefragt, weil sie und ihr Mann wollen, dass ich für meinen Neffen nicht nur als Mensch ein Vorbild bin, sondern auch als Christin.
Und das finde ich gar nicht so einfach – Vorbild zu sein. Ich bin ja auch nicht perfekt und zweifle oft an Gott. Manchmal streite ich mich sogar richtig mit ihm. Ich würde sagen, dass es bei ihm ist wie bei einem guten Freund. Wir streiten uns, wir verlieren uns manchmal eine Zeit lang aus den Augen, aber ich bin doch sehr froh ihn zu haben.
Ich möchte meinen Neffen daran teilhaben lassen, was es für mich bedeutet gläubig zu sein. Ich weiß natürlich nicht, ob er selbst später gläubig wird. Aber ich möchte ihm auf jeden Fall bei Fragen weiterhelfen und ihn begleiten, wenn er mal nicht mehr weiterweiß. Ich möchte vor allem eins – ganz egal was ihn beschäftigt, immer für ihn da sein.
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»Neues Jahr, neues Land« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.12.2019 gesendet.
Nächste Woche beginnt ein neues Jahr. 2020. Für mich bedeutet das neue Jahr auch ein neues Abenteuer. Ich gehe nämlich für 6 Monate nach Italien.
Ich freue mich schon sehr darauf, in einem anderen Land zu leben. Ich bin gespannt auf eine neue Kultur, neue Nachbarn und eine neue Herausforderung. 2020 wird für mich wirklich eine spannende Zeit.
Aber ich mach mir natürlich auch so meine Gedanken. Eben weil alles so neu sein wird. Ich schwanke hin und her: Mal freu ich mich, mal mach ich mir Sorgen, ob auch alles so werden wird wie ich mir das wünsche. Immerhin bin ich ganz auf mich gestellt und kenne da noch niemanden. Ich hoffe, dass ich nette Leute kennenlerne und mich schnell dort einlebe und auch ein neues Lieblingscafè finde in dem ich meine Nachmittage verbringen kann.
Ich versuche mir immer vor Augen zu halten, dass ich nicht allein sein werde. Meine Familie und meine Freunde sind nur einen Anruf entfernt. Sie machen mir Mut, diese Herausforderung trotzdem zu wagen.
Mir hilft es auch, wenn ich mir vorstelle, dass Gott mich nicht allein lässt. Genau wie meine Familie und Freunde. Ich vertraue darauf, dass er mich begleitet bei diesem Abenteuer. Dieses Vertrauen möchte ich beibehalten. Auch bei all den anderen Herausforderungen, die ich nächstes Jahr anpacken will.
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»Dankbarkeitstagebuch« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.12.2019 gesendet.
Als ich letztens so durch die Stadt geschlendert bin habe ich im Schaufenster eines Buchladens etwas entdeckt: Ein Dankbarkeitstagebuch. Ich wusste erstmal gar nicht was das sein soll. Ich bin dann rein in den Laden und hab ein bisschen darin herumgeblättert und es mir auch mitgenommen. Da trag ich jetzt immer abends, Erlebnisse oder Momente ein, für die ich dankbar bin. Am Anfang hab ich gezweifelt, ob mir da wirklich jeden Tag was einfällt.
Aber gleich am ersten Abend sind mir plötzlich ganz viele Punkte eingefallen für die ich Danke sagen kann. Dass ich den Bus morgens noch erwischt habe, obwohl ich mal wieder total knapp dran war zum Beispiel. Oder, dass ich beim Bäcker das letzte Brötchen von meiner Lieblingssorte ergattern konnte.
Ich führe das Tagebuch jetzt schon länger. Oft sind das nur Kleinigkeiten, kleine Begegnungen oder Gespräche, die ich reinschreibe. Aber es gab bis jetzt keinen Tag an dem ich nichts hatte für das ich dankbar bin. Und es macht mich wirklich glücklich zu sehen, wie viel Gutes mir in meinem Alltag passiert. Ich hab das echt unterschätzt. Deswegen möchte ich das auch wirklich beibehalten und jeden Abend vor dem Schlafengehen wenigstens eine Sache finden für die ich sagen kann: Danke Gott, dass ich das heute erleben durfte.
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»Schön, dass es Dich gibt« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.12.2019 gesendet.
Letztens hat mir eine Freundin eine richtig schöne Nachricht geschrieben: „Es ist schön, dass es dich gibt!“ Sie hat das einfach so geschrieben. Es gab gar keinen bestimmten Anlass dafür. Wir haben uns schon ein paar Tage nicht mehr geschrieben und dann schickt sie mir diese Nachricht: „Es ist schön, dass es dich gibt!“
Ich habe mich total darüber gefreut. Irgendwie sage ich das viel zu selten, wie froh ich bin die andere Person in meinem Leben zu haben. Und das bin ich wirklich – ich bin sehr froh, eine Freundin wie sie zu haben. Auf die ich bauen kann und die immer für mich da ist.
Trotzdem sage ich ihr das nicht oft. Vielleicht weil es für mich schon ein bisschen selbstverständlich geworden ist, dass wir so gute Freundinnen sind. Und das will ich eigentlich gar nicht – dass eine Freundin, auf die ich mich verlassen kann, etwas ist, das selbstverständlich.
Jetzt wo ich weiß, wie sehr es mich freut, wenn ich das höre, hab ich beschlossen das selbst auch öfter mal meinen Freunden zu sagen. Dafür reicht ja schon eine kurze Whatsapp-Nachricht oder ein Anruf, mit ein paar netten Worten: Es ist schön, dass es dich gibt!
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»Die Hände Gottes« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.11.2019 gesendet.
Ich habe keine Angst vor dem Sterben. Das ist leicht gesagt. Vor allem, wenn es einem gut geht. Ich habe bei einem Vortrag eine Frau gehört, die das auch sagt: Sie habt keine Angst vor dem Sterben. Es gab Zeiten, da ist sie dem Tod schon sehr nahe gewesen. Heute geht es ihr besser. Sie hat davon gesprochen, dass ihr der Glaube an Gott geholfen hat, dieses Vertrauen zu haben.
Nach dem Vortrag sind wir miteinander noch ein wenig ins Gespräch gekommen. Sie hat mir erzählt, dass sie die ganze Zeit als es ihr so schlecht ging, immer an einen Satz gedacht hat: Du kannst nicht tiefer fallen als in die Hände Gottes. Der Satz hat ihr bei ihrer Krankheit sehr geholfen und auch heute noch hilft er ihr, wenn mal etwas nicht so läuft wie geplant.
Ich finde das echt einen krassen Satz, der es auch in sich hat. Du kannst nicht tiefer fallen als in die Hände Gottes. Ich kann also darauf vertrauen, dass da jemand ist, der mich auffängt, wenn ich falle. Das muss noch nicht mal auf den Tod bezogen sein. Es gibt viele Situationen in denen ich Angst habe zu scheitern. Bei meinen Prüfungen zum Beispiel. Aber ich kann mir sicher sein: Egal wie es ausgeht, ich werde trotzdem nicht fallen gelassen. Für mich ist das ein unglaubliches Geschenk, dass ich darauf vertrauen kann.
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»Lebenswunder« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.10.2019 gesendet.
Ich bin grade beim Wäscheaufhängen, da klingelt plötzlich mein Handy. Ein Facetime-Anruf von meiner Schwester. Als ich rangehe, hält sie drei Zettel in die Kamera Du – wirst – Tante!
Als ich das gelesen hab, hab ich mich mega gefreut: Mir sind vor Freude sogar die Tränen gekommen. Ich konnte es erst gar nicht glauben. Das ist so ein wunderschönes Gefühl und ich bin total überwältigt. Mein erster Gedanke war: Oh krass. Das ist ganz schön viel Verantwortung, die da auf mich zukommt. Und dann: Was für Geschenk, dass ich die bald für einen kleinen Menschen übernehmen darf.
Ich finde das wirklich ein Wunder, dass im Körper meiner Schwester ein neuer Mensch heranwächst. Und ich finde es echt unvorstellbar, dass aus einer Eizelle und einem Samen einfach ein Lebewesen entsteht. Für den einen mag das was ich da ein Wunder nenne, vielleicht ganz einfach durch die Biologie erklärbar sein. Für mich ist so ein neues Leben aber immer wieder ein Zeichen dafür, was Gott alles schaffen kann.
Viel zu oft vergesse ich dabei, dass auch mein eigenes Leben so wundersam begonnen hat. Ich bin wirklich dankbar für mein Leben und auch dafür, dass Gott es mir geschenkt hat.
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»Wunschlos glücklich« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 05.10.2019 gesendet.
Ich habe in ein paar Wochen Geburtstag. Da freue ich mich schon richtig drauf! Ich habe eine ziemlich große Familie und an meinem Geburtstag kommen immer alle zum Feiern vorbei. Wir essen dann gemeinsam bei meinen Eltern im Garten, meistens wird gegrillt und wir haben eine richtig gute Zeit zusammen.
Wenn mein Geburtstag näher rückt bekomme ich von meinen Tanten, Omas und Geschwistern immer dieselbe Frage gestellt: Was wünschst du dir denn dieses Jahr? Normalerweise fallen mir da auch gleich mehrere Sachen ein, die ich brauchen kann. Einen neuen Rucksack, eine schicke neue Uhr oder einfach nur einen Gutschein für einen meiner Lieblingsläden.
Dieses Jahr ist das irgendwie anders. Es gibt natürlich vieles, das ich gerne hätte, aber in Wirklichkeit brauch ich gerade nichts. Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist und dass es viele gibt, die nicht einmal das Nötigste haben.
Ich bin aber wirklich wunschlos glücklich. Es fehlt mir an nichts. Alles was ich mir zum Geburtstag wünsche, ist einen schöner Tag mit all meinen Liebsten. Das sagen zu können, fühlt sich einfach richtig gut an. Ich bin Gott wirklich dankbar, dass er mich so reich beschenkt hat, dass es mir an nichts fehlt.
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»Rettungsgasse« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.10.2019 gesendet.
Als ich letztens mit meinem Bruder auf der Autobahn gefahren bin, sind wir in einen ewig langen Stau gekommen. Die Autos sind ganz langsam im Schritttempo über die Straße geschlichen. Wir haben uns beide total geärgert. Nichts geht mehr.
Mein Bruder ist dann ganz selbstverständlich ganz rechts rangefahren um eine Rettungsgasse freizuhalten. Schließlich ist, wenn jemand schwer verletzt ist jede Sekunde entscheidend. Ich habe aber ganz viele Autofahrer gesehen, die das nicht gemacht haben. Das macht mich wirklich wütend. Dabei höre ich im Radio und Fernsehen immer wieder, wie wichtig das ist. Und ich bin mir sicher, dass die anderen Autofahrer auch wissen, dass man eine Rettungsgasse freihalten soll.
Ich verstehe nicht, warum manche trotzdem den Weg versperrt haben. Mir gibt das immer ein total gutes Gefühl, wenn ich sehe, wie alle gemeinsam eine Rettungsgasse bilden. Wenn alle zusammen arbeiten und jeder ein kleines Stück zur Seite fährt– können wir gemeinsam vielleicht sogar einer Person das Leben retten. Ich finde das wirklich unglaublich wichtig. Und ich hoffe, dass das in Zukunft bei jedem Stau klappt.
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»Instagrammmodels« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 30.09.2019 gesendet.
Ich kann mich manchmal selbst nicht ausstehen. Es gibt Tage, da stehe ich vor dem Spiegel und finde meine Haare zu langweilig, meine Nase zu groß und meinen Bauch zu schwabbelig. Wenn ich an so einem Tag dann auch noch durch Instagram scrolle, wird das Gefühl noch schlimmer. Ich sehe auf jedem Foto nur wunderschöne Mädels mit perfekten Körpern, die selbstbewusst in die Kamera lächeln. Wenn ich die so sehe, bin ich echt total neidisch.
Eigentlich weiß ich ja, dass das auf den Fotos auch nur ganz normale Frauen sind. Und ich weiß eigentlich auch, dass sie auf ihren Fotos nur so perfekt aussehen, weil sie sich extra dafür schick gemacht haben und ihre Bilder mit Filtern bearbeiten. Trotzdem fühle ich mich durch solche Bilder manchmal total schlecht.
Seit ein paar Wochen folge ich einigen Profilen nicht mehr, weil sie mir dieses schlechte Gefühl gegeben haben. Es gibt nämlich auch genug Accounts, die auch mal ihre Dehnungsstreifen oder ihre Augenringe fotografieren. Ich sehe jetzt viele Fotos von wunderschönen Frauen, die aber nicht vorgeben perfekt zu sein. Und genau das macht ihre Schönheit für mich aus. Und ich bin jetzt auch viel zufriedener mit mir selbst.
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»Autounfall« von Lisa   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.09.2019 gesendet.
Ein Junge aus meiner Stadt ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Er war in der Innenstadt viel zu schnell unterwegs und hat dann die Kontrolle über sein Auto verloren. Und das mit gerade einmal 18 Jahren.
Mich hat die Nachricht von seinem Tod total schockiert. Dabei kannte ich ihn nicht mal richtig. Die Familie hat nach dem Unfall eine Anzeige in der Zeitung veröffentlicht. Keine normale Todesanzeige, sondern einen Aufruf an andere junge Autofahrer. Sie schreiben, dass es schlimme Folgen haben kann, so leichtsinnig zu fahren wie ihr Sohn. Vor allem für Führerscheinneulinge, die noch nicht so viel Erfahrung haben. Sie meinen vermutlich solche wie mich. Sie rufen mich dazu auf, genau zu überlegen, ob ich mein Leben riskieren will, um vor anderen cool dazustehen. Ich finde das total beeindruckend und stark, dass die Familie in ihrer Trauer an andere denkt. Und obwohl das schon länger her ist, beschäftigt es mich noch.
Ich habe mir das echt zu Herzen genommen. Ich will einfach nicht mein Leben oder das von anderen riskieren, nur weil ich cool dastehen möchte.
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