»Vaterunser« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.03.2019 gesendet.
„Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.“ So beginnt das bekannteste Gebet des Christentums. Es wird überall auf der Welt in Gottesdiensten gebetet.
Es geht weiter mit „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“. Also Gottes Wille soll geschehen. Das ist ganz schön krass. Immerhin heißt das, dass mein eigener Wille nicht im Vordergrund steht. Aber es heißt auch, dass ich darauf vertraue, dass Gott es gut mit mir meint.
Danach geht es weiter mit einer Bitte: „Unser tägliches Brot gib uns heute“. Ich glaube, das meint mehr als nur Brot, sondern alles, was ich für einen Tag zum Leben brauche. Zum Beispiel auch Freunde.
„Und vergib uns unsere Schuld.“ Das steht im Vater unser nicht allein. Es ist verbunden mit dem Wunsch „Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Also, dass auch ich den Menschen vergebe, die mich verletzt haben. Mir fällt das manchmal echt schwer. Darum bin ich froh, dass es weitergeht mit „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“. Ich glaube, dass jeder Versuchungen kennt, zum Beispiel dann, wenn man eigentlich grad arbeiten sollte.
Umso schöner find ich es, dass das Gebet mit dem Trost endet, dass Gott wirklich die Macht hat, das zu tun, um was ich ihn bitte. „Denn dein ist die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“
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»Klatsch und Tratsch« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.03.2019 gesendet.
Jan ist mit Lisa im Kino gewesen und gleich hat die Gerüchteküche bei seinen Freunden gekocht: „Hast du schon gehört: Jan ist jetzt mit Lisa zusammen! Das ist ganz schön seltsam, das passt doch überhaupt nicht!“ Dabei sind die beiden auch gar nicht zusammen.
So Gerüchte entstehen ganz schnell. Es ist manchmal halt auch echt interessant, sich über den letzten Klatsch und Tratsch zu unterhalten. Und nicht jeder Klatsch muss ja gleich böse oder gemein sein. Aber ich glaub, er kann trotzdem ganz leicht auch zu Ärger führen und Betroffene ernsthaft verletzen. Denn oft weiß jeder nur so einen Teil der Geschichte, aber alle meinen, sie müssten ihre Meinung dazu herausposaunen.
In der Bibel steht: „Ihr sollt andere nicht verurteilen, damit Gott euch nicht verurteilt.“ Oft sieht man ja die Fehler bei anderen viel schneller als bei einem selbst. Für mich heißt das, anderen mit mehr Offenheit zu begegnen und hinter ihrem Rücken nicht schlecht von ihnen zu reden.
Leider ist das mit der Offenheit in dem ganzen Getratsche häufig richtig schwer. Trotzdem versuche ich mir über Lisa und Jan kein Urteil zu bilden und ihnen stattdessen stillschweigend Glück zu wünschen. Wie auch immer das für die beiden aussehen mag.
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»Hiob« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.02.2019 gesendet.
Hiob war ein frommer, reicher Mann, der viele Kinder hatte. Seine Geschichte steht in der Bibel. Hiob hat ganz fest an Gott geglaubt und ihm immer vertraut. Er hat sich auch immer an seine Gebote gehalten und wirklich so gelebt, wie er dachte, dass es Gott gefallen würde. Doch dann hatte Hiob richtig viel Pech: Zuerst hat er sein ganzes Geld verloren und dann sind auch noch seine Kinder gestorben. Er ist krank geworden und es ging ihm echt schlecht.
Da hat Hiob angefangen an Gott zu zweifeln. Er hat ihm ganz viele Vorwürfe gemacht und ihm nicht mehr vertraut.
Doch dann hat sich Gott Hiob gezeigt. Er sich all das angehört, was Hiob ihm vorgeworfen hat. Und Gott hat ihm gezeigt, dass Menschen manchmal nicht verstehen können, warum sie so viel leiden müssen. Aber er hat ihm auch gezeigt, dass er trotzdem einen Plan für sie hat und sie in ihrem Leid nicht allein lässt. Dass er Gutes tut, auch, wenn sie das in dem Moment gar nicht merken.
Gott ist weiter für Hiob dagewesen. Obwohl Hiob daran gezweifelt hat, dass er es gut mit ihm meint. Er hat ihn sogar seinen Feind genannt. Aber für Gott war das kein Grund ihn fallen zu lassen.
Ich finde das ganz schön krass. Zwar gibt die Geschichte keine Antwort darauf, warum es so viel Leid auf der Welt gibt. Aber sie zeigt mir, dass ich auch in meinem Leid noch auf Gott vertrauen kann.
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»Dankbarkeit« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.01.2019 gesendet.
Neulich hab ich eine Hand voll roter Bohnen bekommen. Zu jeder Bohne sollte ich mir eine Sache überlegen, für die ich Gott besonders danken wollte. Das war in einem Gottesdienst. Ich fand das erstmal ganz schön schwierig, weil ich echt viele Bohnen hatte. Aber je länger ich darüber nachgedacht hab desto mehr Dinge sind mir eingefallen: meine Familie, meine Freunde, meine Arbeit, mein Zuhause und vieles mehr.
Gott zu danken ist Christinnen und Christen wichtig. Das sieht man an vielen Dankesliedern und Gebeten, die Christen singen und beten. Zum Beispiel auch in Gottesdiensten.
Mir ist es wichtig Danke zu sagen. Und mir tut es gut, wenn mir jemand Danke sagt. Es zeigt mir, dass andere mich nicht für selbstverständlich nehmen. Und anderes herum, macht es mich genauso glücklich, wenn sich andere über meinen Dank freuen. Es heißt ja nicht umsonst: Geteilte Freude ist doppelte Freude.
Ich glaube bei Gott ist das ganz genauso. Er freut sich, wenn ich ihm ab und zu sage, wie dankbar ich für das bin, was ich habe. Ich habe eine der roten Bohnen aus dem Gottesdienst aufgehoben. Sie liegt auf meinem Schreibtisch direkt neben der Einkaufsliste. So erinnert sie mich jeden Tag daran, dankbar zu sein.
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»Vielfalt« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.01.2019 gesendet.
Eigentlich hab ich nur einen ganz normalen roten Tee gewollt. Aber dann stand ich vor dem Teeregal und konnte zwischen fünfzig verschiedenen Sorten wählen. Da war von Erdbeere über Waldbeere bis zum Granatapfeltee alles mit dabei. Das hat mich ganz schön begeistert: da kann ja jeder ganz leicht seinen Lieblingstee nehmen oder mutig etwas Neues ausprobieren!
Ich bin der Meinung, dass es mit der Art zu glauben genau so ist. Je nach Lebenssituation ist mir nämlich in meinem Glauben etwas anderes wichtig. Wenn ich grade zornig bin, dann streite ich auch mal mit Gott. Dann mache ich ihm im Gebet Vorwürfe und lasse meine ganze Wut bei ihm aus. Bin ich aber grade glücklich, fällt es mir viel leichter Gottes Liebe wahrzunehmen und ihm dafür auch dankbar zu sein. Es gibt ganz viele verschieden Wege seinen Glauben zu verstehen und zu leben. Und ich finde es auch okay, wenn andere einen anderen Weg für sich wählen.
Mir hilft es, wenn ich mir das manchmal wieder in Erinnerung rufe. Jeder hat die Freiheit zwischen den Wegen zu wählen oder auch mal einen anderen auszuprobieren. Ich glaube nicht, dass es die eine richtige Art gibt, seinen Glauben zu leben. Genauso wenig wie es den einen Tee gibt. Aber genau diese große Vielfalt ist es, die es ausmacht.
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»Zeit« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.01.2019 gesendet.
Ich hab letzte Woche ewig am Bahnhof gestanden. Mein Zug war verspätet. Mir war kalt und ich war müde und wollte nur noch nach Hause. Aber der Zug ist einfach nicht gekommen und mir ist nichts anderes übrig geblieben als einfach nur zu warten.
In der Bibel heißt es, dass alles seine Zeit hat: Lachen und weinen, arbeiten und ausruhen. Das sind alles Bezeichnungen für Positives und Negatives. Sie scheinen zusammenzugehören. Das Gute und das Schlechte.
Wenn es mir gerade nicht so gut geht, macht mir das Mut. Es gibt mir die Hoffnung, dass auch wieder Zeiten kommen, in denen ich mich wohler fühle. Es hilft mir Geduld zu haben, wenn ich auf etwas warte wie neulich auf den Zug. Aber es hilft mir auch, die Zeit besser zu genießen, in der ich besonders glücklich bin. Zum Beispiel wenn ich einen schönen Abend mit meinen Freunden verbringe. Alles hat seine Zeit. Das bedeutet auch, dass ich mir mal Zeit für mich nehmen darf, um mir nochmal meinen Lieblingsfilm nach einem langen Arbeitstag anzuschauen.
Lachen und weinen, arbeiten und ausruhen. Alles gehört dazu. Wenn ich mir das klar mache, dann ist manches leichter.
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»Zuhören« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 14.01.2019 gesendet.
Egal wo man ist, man hört überall Geräusche. Hier unterhalten sich Leute und da läuft Musik. Mir ist aufgefallen, dass ich oft gar nicht mehr richtig zuhöre .
Dabei ist zuhören so wichtig: Man merkt ja auch selbst, ob jemand aufmerksam ist. Zum Beispiel, wenn man gerade redet und einem niemand zuhört. Ich finde das dann immer total unhöflich. Dabei passiert mir das manchmal auch. Dann bin ich mit meinen Gedanken ganz woanders, wenn jemand gerade was zu mir sagt.
Von Jesus wird in der Bibel erzählt, dass er immer allen zugehört hat. Das waren Männer, Frauen und Kinder. Ich finde das nicht selbstverständlich. Von mir weiß ich, dass ich mit manchen Menschen nur rede, wenn ich etwas von ihnen möchte. Zum Beispiel mit dem Hausmeister, wenn mal wieder der Rollladen kaputt ist. Aber von Jesus wird gesagt, dass er wirklich allen zugehört hat. Ich glaube, das hat er gemacht, weil er sich für jeden Einzelnen interessiert hat.
Ich finde das sehr beeindruckend. Es erinnert mich daran, selbst wieder besser zuzuhören. Auf das, was mir meine Freunde zu sagen haben, um zu wissen, was sie grad so machen. Aber auch darauf, was ich selbst brauche oder einfach mal wieder auf richtig gute Musik.
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