»Schulanfang« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.09.2020 gesendet.
Sechseinhalb Wochen Sommerferien sind morgen vorbei! Bei mir mischen sich da Wehmut und Vorfreude. Denn auch für mich geht es bald an der Uni wieder los.
Endlich sieht man dann seine Freundinnen und Freunde wieder wie gewohnt und dann ist auch ganz bald der Alltag wieder da. So jedenfalls war das für mich bisher immer. Doch 2020 ist alles noch viel aufregender als sonst! Und ich bin auch echt schon gespannt, wie das neue Schuljahr so wird! Nichts scheint sicher zu sein: Bleiben die Schulen bis Weihnachten überhaupt offen? Oder wird in zwei Wochen schon wieder digital unterrichtet?
Eines habe ich in der letzten Zeit jedoch auf jeden Fall gelernt: Ich habe mein Leben nur sehr wenig selbst in der Hand. Natürlich wusste ich auch schon vor Corona, dass die Dinge nicht immer so laufen, wie ich mir das wünsche oder vorstelle. Aber plötzlich ist alles ganz anders! Und selbstverständliche Sachen wie ein normaler Schulbetrieb sind auf einmal fraglich und unsicher. Da merke ich: Mein Alltag ist eben nicht selbstverständlich und vieles kann ich gar nicht beeinflussen.
Gerade in dieser Zeit hilft mir mein Glaube an Gott. Auch wenn sich alles andere ändert, Gott bleibt. Das hilft mir gerade in unsicheren Zeiten, weil ich mich darauf verlassen kann.
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»Hoffnung« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.09.2020 gesendet.
Der Mensch braucht Sauerstoff zum Leben. Das ist klar. Aber ich glaube, dass Hoffnung genauso wichtig ist wie die Luft, die wir atmen. Hoffnung motiviert und unterstützt mich. Ich denke, jeder Mensch hofft auf etwas, das ihn antreibt. Den Schulabschluss etwa, oder die Hoffnung auf eine eigene Familie und einen guten Beruf.
Ein Freund von mir hat neulich gesagt: „Ohne Hoffnung kann man alles bleiben lassen.“ Ich gebe ihm da recht. Ohne Hoffnung ist alles gleich viel schwieriger. Wenn ich zum Beispiel auf eine gute Note hoffe, fällt es mir viel leichter, mich anzustrengen und zu lernen.
Hoffnung gibt mir auch ein positives Lebensgefühl. Sie stärkt mich und so kann ich auch durch schwere Zeiten kommen. Denn es hilft mir, wenn ich mich auf etwas freuen kann oder wenn ich in der Zukunft irgendetwas Schönes erwarte. Zum Beispiel die Aussicht, wieder gesund zu werden, wenn ich mit Fieber im Bett liege.
Für mich bedeutet mein Glaube an Gott, Hoffnung zu haben. Deswegen ist er mir auch so wichtig. Vor allem in Situationen, die aussichtslos erscheinen, gibt er mir Hoffnung. Wenn ich verzweifelt bin, hilft mir Gott daran zu glauben, dass sich doch alles zum Guten wendet. Ja, wenn mir alles hoffnungslos erscheint, trägt er mich durchs Leben.
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»Dankbarkeit« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.09.2020 gesendet.
Zur Dankbarkeit muss man sich immer wieder entscheiden. Das steht in einem Text, den ich neulich gelesen habe. Dankbarkeit sei die wichtigste Entscheidung im Leben, die wir immer wieder neu treffen müssen.
Ich merke an mir selbst, wie schnell ich Dinge für selbstverständlich hinnehme. Natürlich hab ich ein Dach über den Kopf. Natürlich hab ich genug zu essen. Und ja, ich hab auch Freunde, zu denen ich kommen kann, wenn es mir mal nicht so gut geht. Kurz gesagt: Ich habe jede Menge Gründe, dankbar zu sein. Und trotzdem vergesse ich leicht, wie gut es mir geht! Dabei macht es mir gleich gute Laune, wenn ich dankbar für etwas ist.
Wenn ich mich bei jemandem bedanke, dann zeige ich, dass ich ihn wertschätze. Das stärkt Freundschaften und das Gemeinschaftsgefühl zwischen Menschen.
Mich für die Dankbarkeit zu entscheiden bedeutet für mich, mir bewusst zu werden, was ich alles habe. Dann freue ich mich darüber und zeige das auch anderen. Gegenüber meinen Mitmenschen – und gegenüber Gott. Denn ich glaube, für vieles in meinem Leben ist Gott mitverantwortlich:
Für meine Gesundheit, meine Familie und all die schönen Sachen in meinem Leben. Und wenn ich gerade einen schlechten Tag habe, dann hilft es mir, mich aktiv an Dinge zu erinnern, für die ich eben doch dankbar seien kann.
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»Body shaming« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.09.2020 gesendet.
Ich hab vor Kurzem einen Post gesehen. Da stand ein Kleinkind auf einer Waage und hat seinen kugeligen Kinderbauch betrachtet. Das hat mich ganz schön erschreckt! Weil dieses Bild so deutlich zeigt, wie früh wir uns darüber Gedanken machen, wie wir aussehen. Klar, für Kinder ist es sicher wichtig, dass sie ihren Körper kennenlernen und ich denke auch nicht, dass sie sich in Kategorien wie schön und hässlich einteilen. Bei Erwachsenen ist das oft anders.
Ich verbinde mit der Waage auch oft Zweifeln an mir selbst: Bin ich vielleicht zu dick? Oder zu dünn? Nicht hübsch genug? Man könnte fast meinen, eine Waage misst die Schönheit eines Menschen. Ich denke aber: Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Jedem gefällt etwas anderes. Und bis vor etwa 300 Jahren waren zum Beispiel Doppelkinne und dicke Bäuche total in.
Niemand von uns hat sich ausgesucht, wie er oder sie aussieht. Und ich finde es total bescheuert, wenn Leute andere wegen ihres Aussehens mobben und böse Kommentare über deren Figuren machen!
Ich glaube fest daran, dass alle Menschen von Gott geschaffen sind und er jeden Einzelnen schön findet. Deswegen gebe auch ich mir Mühe, das Positive und Schöne zusehen, auch wenn mir das manchmal schwerfällt.
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»Paulus« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.07.2020 gesendet.
Ich hab neulich die Geschichte von Paulus in der Bibel nachgelesen. Paulus ist bis heute bekannt, weil er ganz viele Briefe an Christen geschrieben hat, die jetzt in der Bibel stehen.
Er hat zur selben Zeit gelebt wie Jesus und war ein sehr strenggläubiger Jude. Am Anfang aber hat Paulus Jesus für einen Betrüger gehalten und alle seine Anhänger verfolgt.
Bis er irgendwann sein Verhalten komplett verändert hat: In einem Brief schreibt Paulus, dass ihm Jesus Christus in einer Vision erschienen ist. Er sah ein helles Licht und hörte seine Stimme. Nach diesem Ereignis hat Paulus angefangen, an Jesus zu glauben und daran, dass er wirklich Gottes Sohn ist.
Deswegen hat Paulus auch aufgehört gegen die Christen zu kämpfen. Stattdessen hat er so vielen Menschen wie möglich von Jesus, dem Sohn Gottes erzählt. Und auch davon, dass man durch den Glauben an ihn gerettet wird.
Ich finde die Geschichte von Paulus ganz schön beeindruckend. Er hat gesehen, dass es ein Fehler war, andere Menschen wegen ihres Glaubens zu verfolgen. Und dann er hatte den Mut, sein Verhalten zu überdenken und zu ändern. Das ist oft ganz schön schwierig. Ich hoffe, dass auch ich bei mir selber erkenne, wenn ich einen Fehler gemacht hab. Und ich dann so mutig bin etwas zu ändern.
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»Was ist Wahrheit« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.07.2020 gesendet.
Ich glaub, die Wahrheit ist manchmal ganz schön kompliziert. Vor allem, wenn sich zwei Menschen streiten und beide behaupten, dass ihre Meinung jeweils die Richtige sei. Das ist ja meistens der Grund, warum man sich überhaupt streitet. Weil jeder von sich selbst denkt, dass er recht hat.
Ich hab neulich die Geschichte gelesen, wie ein Lehrer seiner Klasse ein schwarzes Buch mitgebracht hat. Er hat sich vorne hingestellt und gesagt: „Das Buch ist rot!“ Darauf hat die Klasse gerufen: „Nein, das stimmt nicht!“ Und der Lehrer meinte, „Doch, für mich ist das Buch rot!“ Dann hat ein Schüler gerufen: „Dann sind Sie eben farbenblind. Das Buch ist schwarz!“ Darauf hat der Lehrer das Buch umgedreht und der Klasse seinen Blick auf das Buch gezeigt. Und die Rückseite des Buches war rot.
Ich denke, mit der Wahrheit ist es wie mit dem Buch. Sie hat mehrere Seiten. Und es kommt ganz auf den Blickwinkel an, wenn es darum geht, was wahr ist.
Mich erinnert diese Geschichte daran, dass meine eigene Sicht immer nur ein Teil der Wahrheit ist. Sie ist nicht falsch, aber eben nur eine Seite des Ganzen. Das hilft mir, mehr Rücksicht auf die Meinung anderer zunehmen, weil die Wahrheit für jemanden anderen ganz anders aussehen kann.
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»Bewusst leben« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 15.07.2020 gesendet.
Ich war letztens im Urlaub. Nur einen Tag, aber der war dafür umso schöner. Ich war mit einer Freundin in einem Freilichtmuseum. Ich muss zugeben, am Anfang war ich von der Idee nicht super begeistert. Aber ich wollte unbedingt mal wieder etwas anderes sehen als meine eigenen vier Wände.
Ich bin ohne große Erwartungen an den Tag gegangen. Aber von der Fahrt, über das Museum, die Natur und das Wetter hat einfach alles gepasst. Da konnte ich endlich mal wieder alles andere, alles Alltägliche vergessen und den Moment genießen. Das war wirklich wie Urlaub. Ein Tag, den ich so richtig bewusst erlebt hab.
Für mich sind das die Momente, bei denen ich mich am besten erholen kann und für die ich besonders dankbar bin. Das muss gar kein 3-wöchiger Urlaub sein. Da reicht schon ein gutes Gespräch oder ein Kaffeetrinken mit einer Freundin, das einfach mal den Alltag unterbricht. Dabei ist mir wichtig, dass ich das ganz bewusst und ohne Stress erleben kann.
Auch mein Glaube hilft mir dabei, Momente bewusster wahrzunehmen. Der Gedanke an Gott hilft mir dabei, innezuhalten. Zum Beispiel wenn ich bete. Dann nehme ich mir Zeit für Gott und konzentriere mich einmal ganz auf die schönen Dinge in meinem Leben.
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»Schwarz-Weiß« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.07.2020 gesendet.
Vor knapp einem Jahr war ich in Washington DC. Das war ein richtig schöner Urlaub. Wenn ich jetzt an Amerika denke, dann habe ich ein anderes Bild vor Augen.
Ich sehe Demonstrationen und Proteste. Die Demonstranten fordern etwas, das eigentlich selbstverständlich sein sollte: Dass Menschen nicht wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert werden! Die hat schließlich nichts mit dem Charakter eines Menschen zu tun!
Ich glaube, dass alle Menschen von Gott gemacht und auch von ihm gewollt sind. Egal, wo auf der Welt sie geboren werden und mit welcher Hautfarbe. Egal, ob schwarz oder weiß, arm oder reich, Mann, Frau oder Diverse. Wir sind alle von Gott gemacht. Das bedeutet für mich, dass wir auch alle gleich viel wert sind. Und genau deswegen sollte auch jeder Mensch mit Respekt und Würde behandelt werden.
Darum finde ich es auch so wichtig, dass die Demonstrierenden auf Rassismus und Diskriminierung aufmerksam machen. Dazu braucht man gar nicht bis nach Amerika schauen. Auch hier in Deutschland werden Menschen wegen ihrer Hautfarbe ausgegrenzt. Darum hat es auch hier inzwischen Demonstrationen gegeben. Ich finde das richtig, weil ich glaube, dass Gott auch keinen Unterschied macht, wie jemand aussieht und welche Sprache er spricht.
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»Zweifel« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.03.2020 gesendet.
Ich hab neulich ein Gedicht gelesen. Da hat ein Junge zu Gott gebetet und gesagt: „Ich hab zu Dir gerufen, aber du warst nicht da.“
Ich kenn das. Das ist dann, als ob Gott ganz weit weg wäre. Dann hab ich das Gefühl als könnte ich ihn gar nicht richtig erreichen oder spüren. So als würde ich ihn rufen und er würde mich nicht hören.
Aber ich versuche weiter an Gott zu glauben. Und gerade dann mich noch mehr auf ihn zu verlassen. Darauf, dass er auch da ist, wenn ich mich verlassen fühle und nicht weiß, was ich tun soll.
Und ich habe es auch schon erlebt, dass mein Glaube durch den Zweifel gewachsen ist. Dass sich meine Beziehung zu Gott geändert hat. Wenn ich an ihm gezweifelt habe und dann wieder gemerkt hab, dass er doch da ist. Dass er mir zuhört und doch erreichbar ist. Ähnlich wie bei einem Freund oder einer Freundin, die man nach einem Streit noch besser kennenlernt.
Ich würde dem Jungen gern sagen, dass ich glaube, dass Gott da war. Auch, wenn er das nicht gefühlt hat. Ich glaube nämlich, dass Gott niemanden alleine lässt.
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»Feminismus« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 29.02.2020 gesendet.
Emma Watson ist nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als Feministin bekannt. Sie hat mal gesagt: „Sowohl Männer als auch Frauen sollten die Freiheit haben, einfühlsam zu sein. Sowohl Männer als auch Frauen sollten die Freiheit haben, stark zu sein.“ So versteht die Schauspielerin jedenfalls Feminismus.
Es geht darum, dass jeder Mensch, ganz egal, ob Mann oder Frau, selbst entscheiden kann, wer er ist und was ihn ausmacht. Viele Dinge, die wir für typisch Mann oder typisch Frau halten, haben viel mehr mit unserer Kultur zu tun als tatsächlich mit dem Geschlecht von Menschen. Deshalb sollten sie auch nicht danach beurteilt werden.
Ich glaube nicht an ein starkes und ein schwaches Geschlecht. Für mich liegt die Stärke eines Menschen im Charakter. Wenn jemand etwa den Mut hat, das Richtige zu tun. Oder den Mut hat, seine Gefühle und Emotionen zu zeigen. Das zeigt nämlich, dass einem Dinge wichtig sind. Und das kann einen vielleicht verletzlich machen, aber ganz bestimmt nicht schwach.
Auch von Jesus wird in der Bibel erzählt, dass er geweint hat. Zum Beispiel als sein Freund Lazarus gestorben ist. Das macht Jesus aber nicht weniger stark. Es zeigt, wie wichtig ihm sein Freund war und wie leid es ihm getan hat, dass er gestorben ist. Ich finde, das ist Stärke.
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