»Entscheidung« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.09.2019 gesendet.
„Wenn Du eine Entscheidung getroffen hast, dann vergiss die Alternativen.“ Den Spruch hab ich mal gelesen und musste neulich wieder an ihn denken:
Ich wollte mit einer Freundin in den Urlaub fahren. Mit dem Fernbus für drei Tage nach Venedig. Aber der Bus ist einfach nicht gekommen. Wir standen noch Stunden am Bahnhof und haben auf ihn gewartet. Und je länger wir gewartet haben, desto unsicherer wurden wir. Und dann hatten wir genau zwei Möglichkeiten: Aufgeben und den Urlaub ausfallen lassen oder spontan mit dem Zug zu fahren. Was nicht nur teurer gewesen wäre, sondern auch länger gedauert hätte.
Ich hab aber gewusst: Wenn wir einfach daheim geblieben wären, dann wäre ich wahnsinnig enttäuscht gewesen. Und es wäre mir sicher sehr schwer gefallen, die Alternative, nämlich den Urlaub einfach zu vergessen.
Wir haben dann tatsächlich noch ein weiteres Ticket gebucht und sind trotzdem gefahren. Bestimmt war das nicht die vernünftigste Entscheidung. Aber manchmal ist es auch gut, auf sein eigenes Bauchgefühl zu hören. Mir hilft es in solchen Momenten, ehrlich zu mir selbst zu sein und Gott zu vertrauen. Darauf, dass er mich auch in solchen Situationen unterstützt. Unser Urlaub war dann nämlich trotzdem richtig toll.
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»Grenzkontrolle« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.09.2019 gesendet.
Als ich aus dem Urlaub zurückgefahren bin, wurde unser Bus an der deutschen Grenze rausgezogen. Grenzpolizisten haben ihn durchsucht.
Da ist mir aufgefallen, dass nur die Papiere von ausländisch aussehenden Reisenden kontrolliert wurden. Das fand ich ziemlich rassistisch. Dabei wird immer behauptet, dass solche Kontrollen vorurteilsfrei seien. Aber das war die überhaupt nicht. Da sind Leute allein wegen ihres Aussehens beurteilt worden. Dabei sagen diese äußeren Merkmale gar nichts über den Charakter einer Person aus. Nichts darüber, wie sie sich gegenüber anderen verhält, was sie gut kann oder mag.
In der Bibel steht die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Die Samariter waren in Jerusalem ein sehr unbeliebtes Volk. Und trotzdem hat sich ein Samariter als Einziger um einen Verletzten gekümmert, der am Straßenrand lag. Viele sind an ihm vorbeigelaufen. Aber nur er ist stehen geblieben und hat sich gekümmert. Der Samariter zeigt, dass man Menschen nicht aufgrund ihrer Herkunft oder Religion beurteilen darf.
Ich finde, auch wir sollten mehr gegen Rassismus und Diskriminierung von Menschen tun. Zum Beispiel indem wir keine Vorurteile gegen Flüchtlinge oder andere Einwanderer verbreiten.
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»Pause« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.08.2019 gesendet.
Ich hab gerade eine Pause gemacht: Ich war im Freibad. Und hab mich da beim Schwimmen so richtig entspannt.
Ich nehme mir regelmäßig vor so eine Pause zu machen. Zwischendrin einfach mal abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Aber das geht leider oft in meinem Alltag unter. Da schaue ich nur auf die Uhr, um auf keinen Fall den nächsten Termin zu verpassen. Und wenn ich mich dann kurz ausruhe, dann gehe ich meistens in Gedanken meine To-Do-Liste durch. Dabei sind richtige Pausen total wichtig, um wieder neue Energie zu tanken.
Eine Pause machen heißt für mich, dass ich mir Zeit nehme. Und zwar genau dann, wenn ich viel zu tun habe. Zeit für mich, wenn ich schwimmen gehe. Oder Zeit für meine Freunde, wenn wir abends noch gemütlich zusammensitzen. Aber auch Zeit für Gott und für meinen Glauben. Ich lese da zum Beispiel in der Bibel. Oder rede mit Gott, das heißt ich bete. Erzähle ihm, was mich so beschäftigt. Das ist für mich der einfachste Weg abzuschalten. Dann hör ich auf so gehetzt zu sein und werde wieder ruhiger. So, dass ich mich ganz auf meinen Glauben konzentrieren kann. Der hilft mir, um zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Nicht die Einkaufsliste für morgen, sondern die Ruhe, die ich bei meinen Freunden, meiner Familie und ganz besonders auch bei Gott finde.
Und damit ich das im Alltag nicht vergesse, brauch ich ab und zu eine Pause.
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»Mein Weg« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.07.2019 gesendet.
Ich hab neulich Post von meiner Bank bekommen. Da stand in so einem großen Banner quer über den Brief geschrieben: „Jeder hat etwas, das ihn antreibt. Wir machen den Weg frei.“ Das klingt erstmal ganz schön praktisch, vor allem, weil das ja die Bank sagt. Aber ich glaub, ganz so einfach ist es nicht.
Ja, jeder hat irgendwie Träume, die ihn antreiben. Oder auch Vorstellungen wie sein Leben so verlaufen soll: Erst Schule und Ausbildung, dann ein Job und vielleicht in ein paar Jahren dann auch eine Familie. Aber ich glaube nicht daran, dass die Bank oder das Geld allein da den Weg frei macht.
Ich persönlich kann auch noch gar nicht so genau sagen, wohin mein Weg überhaupt gehen wird. Das weiß ich bis jetzt einfach noch nicht. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass ich meinen Weg nicht allein finden muss. Da sind meine Freunde und meine Familie, die mich hoffentlich begleiten werden.
Vielleicht werde ich meinen Weg nicht gleich auf Anhieb finden. Aber das finde ich gar nicht so schlimm. Denn ich habe ja die Unterstützung von meinen Freunden und meiner Familie.
Und auf die kann ich wirklich vertrauen.
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»Fridays for future« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.07.2019 gesendet.
Freitag. Und wieder sind in vielen Schulen die Klassenzimmer halb leer. So wie in den letzten Wochen auch schon. Immer mehr Schüler und Jugendliche demonstrieren inzwischen europaweit mit der Fridays For Future Bewegung für eine bessere Klimapolitik. Ich finde es voll krass, wie viele sich inzwischen dafür interessieren.
Ich als Christin bin davon überzeugt, dass alle Menschen und die ganze Welt von Gott kommen. Dass er alles gemacht hat. Die Welt, die so vielseitig ist und auch die Natur, die so richtig beeindruckend ist: Wenn zum Beispiel gewaltige Kräfte einen Vulkan zum Feuerspucken bringen oder wenn riesige Wale in mehreren Kilometern Tiefe im Meer tauchen.
Wenn ich in die Natur schaue, dann sehe ich, was Gott gemacht hat. In der Bibel steht, dass Gott der Schöpfer der Welt ist. Und dass wir Menschen seine – also unsere Welt schützen sollen. Das heißt für mich, dass wir verantwortungsbewusst handeln müssen. Zum Beispiel auch, wenn es um natürliche Ressourcen wie Wasser, Öl oder Kohle geht.
Deswegen bin ich froh, dass die Fridays For Future Bewegung uns daran erinnert, mal wieder an unsere Welt zu denken. Und dass so viele Schüler und Jugendliche für einen besseren Schutz unseres Planeten sogar auf die Straße gehen.
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»Oh Du Fröhliche« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.07.2019 gesendet.
Ich hab seit Tagen einen Ohrwurm: Oh du Fröhliche. Ich geh schon allen damit auf die Nerven. Aber ich finde, das ist einfach ein schönes Lied. Es erinnert mich an Weihnachten: An meine Kirche daheim, die im Dunkeln mit voller Lautstärke singt.
Ja, ich weiß, wir haben gerade Sommer und bis Weihnachten dauert es noch über ein halbes Jahr. Trotzdem, ich denke gern an die besinnliche Weihnachtszeit. Wenn sich alle auf das Familienfest vorbereiten und sich gegenseitig eine Freude machen wollen.
An Weihnachten feiern Christinnen und Christen Jesu Geburt. Dass er für uns geboren wurde, weil wir Gott so wichtig sind. Dazu ist der 24. Dezember schon vor vielen Jahrhunderten zu Jesu Geburtstag ernannt worden, weil man seinen genauen Geburtstag gar nicht kannte.
Jesu Geburt ist aber nicht nur an Weihnachten wichtig. Er ist nicht nur Ende Dezember für uns geboren und zu uns Menschen gekommen. Das ist nur das Fest, an dem wir da ganz besonders daran denken.
Dass Jesus gelebt hat, hat das Leben von allen Gläubigen verändert. Denn Jesus ist für jeden einzelnen Tag zu uns gekommen. Deswegen find ich es auch okay, wenn man da im Sommer daran denkt und die Bedeutung von Weihnachten mitten ins Jahr hineinsingt. Denn: Oh du Fröhliche, freue dich oh Christenheit.
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»Von anderen lernen« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.06.2019 gesendet.
Eine Freundin von mir glaubt, dass man von jedem Menschen etwas lernen kann. Das hat sie neulich zu mir gesagt. Ich hab bis dahin da noch nie so drüber nachgedacht, aber meine erste Reaktion war: „Ich will gar nicht von allen etwas lernen.“ Klar, von meinen Freundinnen und Freunden schon.
Da sind mir auch gleich Dinge eingefallen, wie die Gelassenheit von einem Freund. Oder, dass eine Freundin immer so strukturiert ist. Ich mag sie halt so wie sie sind, deswegen sind sie ja auch meine Freunde.
Aber bei Leuten, die ich nicht so gerne mag hab ich darüber noch nie nachgedacht. Vor allem nicht bei denen, mitdenen ich mich auch öfter mal streite. Da fallen mir erstmal die Dinge ein, die mich an ihnen stören: zum Beispiel Unehrlichkeit oder ständiges Geläster. Ich hab dann versucht mich weniger auf diese negativen Dinge zu konzentrieren. Einfach mal netter über diese Leute zu denken. Und da sind mir echt gute Dinge an ihnen aufgefallen, auf die ich bis dahin gar nicht so geachtet habe.
Ich glaube, dass die Freundin von mir recht hatte. Meine Freunde haben ja auch manchmal Eigenschaften, die ich nicht so toll finde. Genauso haben auch die Leute, die ich nicht so mag, gute Eigenschaften. Und von denen kann ich lernen.
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»Zuhause« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.06.2019 gesendet.
Ich bin über das Wochenende nach Hause zu meinem Eltern gefahren. Früher bin ich noch öfter zu ihnen gegangen, aber in letzter Zeit hat es schon länger nicht mehr geklappt.
Es gibt Zeiten, in denen melde ich mich bei meinen Eltern eher weniger. Da hab ich viel vor und dann vergesse ich häufig, dass ich noch anrufen wollte. Neulich haben sie sich deswegen mal wieder bei mir beschwert. Ich würde mich nur dann melden, wenn ich was von ihnen brauche.
Von meinen Eltern weiß ich aber trotzdem, dass sie sich immer freuen. Selbst wenn ich nur kurz oder selten nach Hause komme. Wenn ich grad was brauch oder sogar auch einfach nur um noch ein schnelles Mittagessen abzustauben. Mir ist es manchmal sogar schon eine Hilfe, dass ich einfach nur weiß, dass ich immer nach Hause kommen kann. Ich glaub, bei Gott ist das auch so. An ihn denke ich nämlich auch oft nicht. Je besser es mir geht, desto seltener denke ich an ihn. Aber ich glaube, dass ich zu ihm auch immer kommen kann. Ganz egal, wann ich das letzte Mal an ihn gedacht hab. Auch wenn es Wochen her ist. Ich vertraue darauf, dass er sich dann trotzdem freut. Genau wie meine Eltern, wenn ich zu Ihnen komme.
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»Auto« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.06.2019 gesendet.
Mir hat jemand mein Auto kaputt gefahren. Ich hatte in Tübingen abends im Wohngebiet geparkt und am nächsten Morgen war es komplett Schrott. Die Polizei hat sich dann bei mir gemeldet und mir gesagt, dass mein Auto mit einem Totalschaden abgeschleppt worden ist.
Mich hat das erstmal total aufgeregt. Und ich war irgendwie komplett überrascht, weil ich überhaupt nicht damit gerechnet hatte. Und es war auch traurig. Ich hatte das Auto seit drei Jahren und hab viele schöne Ausflüge damit gemacht.
Trotzdem hab ich aus dem Unfall was gelernt. Mindestens drei Dinge: Erstens: ich bin unglaublich froh und dankbar, dass ich zu der Zeit nicht in dem Auto gesessen hab und nichts Schlimmeres passiert ist.
Zweitens: Es gibt Dinge, die man nicht vorhersehen kann. Gerade eben Unfälle oder Verluste, die das eigene Leben komplett auf den Kopf stellen können. Vor solchen Situationen kann man nicht davon laufen. Der einzige Weg ist, sich ihnen zu stellen. Mir hilft in solchen Momenten dann immer mein Glaube und die Hoffnung, dass Gott mich nicht allein lässt. Das schenkt mir dann meistens die Ruhe, die ich brauche, um mit solchen Situationen umzugehen. Dann verlass ich mich ganz auf Gott und vertraue auf seine Hilfe.
Und drittens: Es gibt viel wichtigere Dinge als ein Auto. Gesundheit zum Beispiel.
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»Helfen« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.04.2019 gesendet.
Ich hab mich neulich mit jungen Muslimen und Christen getroffen. Wir haben gemeinsam Stellen aus dem Koran und der Bibel gelesen. Und uns danach darüber unterhalten.
In der Geschichte aus dem Koran ging es um Mose. Der kommt auch in der Bibel vor. Aber diese Geschichte steht nur im Koran. Mose musste da aus seiner Heimat fliehen, weil er verfolgt wurde. Nach einer langen, anstrengenden Flucht ist Mose ganz erschöpft in einer Stadt angekommen. Dort haben viele Hirten ihren Viehherden Wasser zu trinken gegeben. Da hat Mose zwei Frauen entdeckt, die ihre Herden nicht tränken konnten, weil zu viele Hirten da waren. Deswegen hat er ihnen geholfen und die Tiere für die beiden mit Wasser versorgt.
Ich find das voll beeindruckend von Mose. So eine Flucht muss wahnsinnig anstrengend sein. Aber obwohl es ihm selbst überhaupt nicht gut ging, hat er den beiden Frauen geholfen.
Ich glaube, dass auch ich als Christin etwas aus dieser Erzählung aus dem Koran lernen kann. Sie zeigt mir, wie wichtig es ist, auch noch dann auf andere zu achten, wenn es einem selbst gerade nicht so toll geht.
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