»Gottes Liebe« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 25.10.2020 gesendet.
Ich habe neulich einen guten Spruch gelesen: „Gott liebt uns nicht, weil wir wertvoll sind. Sondern wir sind wertvoll, weil Gott uns liebt.“
Das heißt, dass Gott jeden Menschen liebt, egal wer er ist oder was er macht. Und ich muss gar nichts dafür tun, damit Gott mich liebt. Auch wenn ich mal etwas falsch gemacht hab und grad einfach nichts läuft, wie es sollte. Gott liebt mich trotzdem! Mir geht es dann immer gleich viel besser, wenn ich daran denke. Ich spüre, wie mich das verändert und beruhigt.
Wenn es um andere Leute geht, muss ich mich da manchmal aktiv dran erinnern. Mir fällt es nämlich oft echt schwer, mich nicht über meine Mitmenschen zu ärgern. Und auch wenn ich die Dinge nicht laut ausspreche, kann ich in Gedanken ganz schön gemein werden!
Mir hilft es dann, an diesen Spruch zu denken: „Wir sind wertvoll, weil Gott uns liebt.“ Auch die Menschen, die ich nicht verstehe und die mich nerven, sind von Gott geliebt. Das hängt nicht davon ab, was ich über sie denke oder wie sie sich verhalten. Sie sind genauso unperfekt wie ich auch. Wenn ich daran denke, fällt es mir leichter, auch die Menschen zu respektieren, die mich manchmal aufregen - und dann kann ich auch aufhören, über sie zu schimpfen.
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»Stoßgebet« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 23.10.2020 gesendet.
Ich war neulich in der Stadt unterwegs. Ich bin durch die Straßen gebummelt und hab mir die Schaufenster angeguckt. Als plötzlich aus einer Seitenstraße ein Ball auf die Straße gerollt ist. Und im selben Moment ein Auto kam.
Ich kann mich an diesen Moment erinnern, als wäre es gerade eben gewesen. Ich hab das Auto kommen sehen und der Ball ist direkt vor die Motorhaube gekullert. Alles, was ich denken konnte, war: Bitte, kein Kind! Um Himmels willen, lass kein Kind hinter seinem Ball herspringen!
Ich war zu weit weg, als dass ich irgendwie hätte eingreifen können. Und das ist alles im Bruchteil einer Sekunde passiert! Ich hatte gerade noch Zeit, dieses Stoßgebet gen Himmel zu rufen. Denn mir war klar: Jetzt kann nur noch Gott helfen! Ich konnte nur darauf vertrauen, dass er dieses Kind beschützt. Und das hat er auch!
Der Junge, dem der Ball gehört hat, kam zwar angerannt. Aber als er das Auto gesehen hat, ist er wie angewurzelt stehen geblieben! Es ist alles noch mal gut gegangen!
Dieser Beinahe-Unfall hat mir gezeigt, wie wenig ich die Dinge selbst in der Hand hab. Manchmal ist ein Stoßgebet das Einzige, was ich noch tun kann. Umso mehr beruhigt es mich, dass ich mich gerade in großer Not oder gefährlichen Situationen an Gott wenden kann. Und ich vertraue darauf: Er hört mir zu!
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»Nie wieder« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 21.10.2020 gesendet.
2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal. Damals sind viele schreckliche Dinge passiert. Allen voran der Holocaust, bei dem circa 6 Millionen Juden von den Nazis ermordet wurden.
Bis heute stellt sich die Frage, wie wir mit diesen Verbrechen umgehen sollen. Immerhin sind 75 Jahre eine ganz schön lange Zeit.
Der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat mal gesagt: „Die Jungen sind nicht dafür verantwortlich für das, was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Gegenwart daraus wird.“
Ich verstehe das so: Es ist unsere Aufgabe, dass so etwas Schreckliches nie wieder passiert. Deshalb finde ich es auch wichtig, dass die Menschen, die damals verfolgt und getötet wurden, nicht vergessen werden. Denn die Erinnerung hilft uns dabei, dass wir uns dafür einsetzen, dass solche Verbrechen sich nicht wiederholen.
Für mich heißt das auch, dass ich mich für alle Menschen stark mache, die heute noch auf der Flucht sind, verfolgt oder getötet werden.
Leider können wir den Krieg und den Holocaust nicht rückgängig machen. Aber wir können daraus lernen. Denn heute ist es unsere Verantwortung, dass Menschen nicht wegen ihrer Religion oder ihrer Herkunft verfolgt werden oder sogar sterben müssen.
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»Schritt für Schritt« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.10.2020 gesendet.
Corona-Krise, Klima-Krise, Flüchtlingskrise. Manchmal wird mir das echt zu viel, wenn ich Nachrichten höre. Jeden Tag ertrinken Flüchtlinge im Mittelmeer. Jeden Tag verbrennt ein Stück mehr vom Regenwald. Jeden Tag erkranken und sterben mehr Menschen an Covid-19. Das ist echt zum Verzweifeln!
Ich fühle mich da ganz machtlos, weil ich gar nicht richtig helfen kann. Ich weiß einfach nicht, was ich bei so vielen Problemen machen soll!
Neulich im Gottesdienst hab ich dazu aber etwas gehört, das mir echt weitergeholfen hat: Es ist ganz normal, dass ich mich da hilflos fühle. Und es ist auch okay, weil es zeigt, dass mir das Klima oder die Flüchtlinge nicht egal sind. Wichtig ist nur, dass aus dieser Ohnmacht keine Gleichgültigkeit wird. Und ich mir dann nur denke: „Ich kann die Welt eh nicht retten, dann kann ich es auch gleich sein lassen.“ Gegen die Gleichgültigkeit hilft es mir, dass ich mich auf die Dinge konzentriere, die ich tun kann.
Jede Kleinigkeit ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich muss nicht alle Probleme dieser Welt auf einmal lösen – aber ich kann jeden Tag etwas für eine bessere Zukunft tun. Zum Beispiel das Auto einmal stehen lassen oder einem Fremden ein Lächeln schenken. Dann fühle ich mich gleich auch schon gar nicht mehr so hilflos.
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»Schulanfang« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.09.2020 gesendet.
Sechseinhalb Wochen Sommerferien sind morgen vorbei! Bei mir mischen sich da Wehmut und Vorfreude. Denn auch für mich geht es bald an der Uni wieder los.
Endlich sieht man dann seine Freundinnen und Freunde wieder wie gewohnt und dann ist auch ganz bald der Alltag wieder da. So jedenfalls war das für mich bisher immer. Doch 2020 ist alles noch viel aufregender als sonst! Und ich bin auch echt schon gespannt, wie das neue Schuljahr so wird! Nichts scheint sicher zu sein: Bleiben die Schulen bis Weihnachten überhaupt offen? Oder wird in zwei Wochen schon wieder digital unterrichtet?
Eines habe ich in der letzten Zeit jedoch auf jeden Fall gelernt: Ich habe mein Leben nur sehr wenig selbst in der Hand. Natürlich wusste ich auch schon vor Corona, dass die Dinge nicht immer so laufen, wie ich mir das wünsche oder vorstelle. Aber plötzlich ist alles ganz anders! Und selbstverständliche Sachen wie ein normaler Schulbetrieb sind auf einmal fraglich und unsicher. Da merke ich: Mein Alltag ist eben nicht selbstverständlich und vieles kann ich gar nicht beeinflussen.
Gerade in dieser Zeit hilft mir mein Glaube an Gott. Auch wenn sich alles andere ändert, Gott bleibt. Das hilft mir gerade in unsicheren Zeiten, weil ich mich darauf verlassen kann.
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»Hoffnung« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.09.2020 gesendet.
Der Mensch braucht Sauerstoff zum Leben. Das ist klar. Aber ich glaube, dass Hoffnung genauso wichtig ist wie die Luft, die wir atmen. Hoffnung motiviert und unterstützt mich. Ich denke, jeder Mensch hofft auf etwas, das ihn antreibt. Den Schulabschluss etwa, oder die Hoffnung auf eine eigene Familie und einen guten Beruf.
Ein Freund von mir hat neulich gesagt: „Ohne Hoffnung kann man alles bleiben lassen.“ Ich gebe ihm da recht. Ohne Hoffnung ist alles gleich viel schwieriger. Wenn ich zum Beispiel auf eine gute Note hoffe, fällt es mir viel leichter, mich anzustrengen und zu lernen.
Hoffnung gibt mir auch ein positives Lebensgefühl. Sie stärkt mich und so kann ich auch durch schwere Zeiten kommen. Denn es hilft mir, wenn ich mich auf etwas freuen kann oder wenn ich in der Zukunft irgendetwas Schönes erwarte. Zum Beispiel die Aussicht, wieder gesund zu werden, wenn ich mit Fieber im Bett liege.
Für mich bedeutet mein Glaube an Gott, Hoffnung zu haben. Deswegen ist er mir auch so wichtig. Vor allem in Situationen, die aussichtslos erscheinen, gibt er mir Hoffnung. Wenn ich verzweifelt bin, hilft mir Gott daran zu glauben, dass sich doch alles zum Guten wendet. Ja, wenn mir alles hoffnungslos erscheint, trägt er mich durchs Leben.
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»Dankbarkeit« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.09.2020 gesendet.
Zur Dankbarkeit muss man sich immer wieder entscheiden. Das steht in einem Text, den ich neulich gelesen habe. Dankbarkeit sei die wichtigste Entscheidung im Leben, die wir immer wieder neu treffen müssen.
Ich merke an mir selbst, wie schnell ich Dinge für selbstverständlich hinnehme. Natürlich hab ich ein Dach über den Kopf. Natürlich hab ich genug zu essen. Und ja, ich hab auch Freunde, zu denen ich kommen kann, wenn es mir mal nicht so gut geht. Kurz gesagt: Ich habe jede Menge Gründe, dankbar zu sein. Und trotzdem vergesse ich leicht, wie gut es mir geht! Dabei macht es mir gleich gute Laune, wenn ich dankbar für etwas ist.
Wenn ich mich bei jemandem bedanke, dann zeige ich, dass ich ihn wertschätze. Das stärkt Freundschaften und das Gemeinschaftsgefühl zwischen Menschen.
Mich für die Dankbarkeit zu entscheiden bedeutet für mich, mir bewusst zu werden, was ich alles habe. Dann freue ich mich darüber und zeige das auch anderen. Gegenüber meinen Mitmenschen – und gegenüber Gott. Denn ich glaube, für vieles in meinem Leben ist Gott mitverantwortlich:
Für meine Gesundheit, meine Familie und all die schönen Sachen in meinem Leben. Und wenn ich gerade einen schlechten Tag habe, dann hilft es mir, mich aktiv an Dinge zu erinnern, für die ich eben doch dankbar seien kann.
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»Body shaming« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.09.2020 gesendet.
Ich hab vor Kurzem einen Post gesehen. Da stand ein Kleinkind auf einer Waage und hat seinen kugeligen Kinderbauch betrachtet. Das hat mich ganz schön erschreckt! Weil dieses Bild so deutlich zeigt, wie früh wir uns darüber Gedanken machen, wie wir aussehen. Klar, für Kinder ist es sicher wichtig, dass sie ihren Körper kennenlernen und ich denke auch nicht, dass sie sich in Kategorien wie schön und hässlich einteilen. Bei Erwachsenen ist das oft anders.
Ich verbinde mit der Waage auch oft Zweifeln an mir selbst: Bin ich vielleicht zu dick? Oder zu dünn? Nicht hübsch genug? Man könnte fast meinen, eine Waage misst die Schönheit eines Menschen. Ich denke aber: Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Jedem gefällt etwas anderes. Und bis vor etwa 300 Jahren waren zum Beispiel Doppelkinne und dicke Bäuche total in.
Niemand von uns hat sich ausgesucht, wie er oder sie aussieht. Und ich finde es total bescheuert, wenn Leute andere wegen ihres Aussehens mobben und böse Kommentare über deren Figuren machen!
Ich glaube fest daran, dass alle Menschen von Gott geschaffen sind und er jeden Einzelnen schön findet. Deswegen gebe auch ich mir Mühe, das Positive und Schöne zusehen, auch wenn mir das manchmal schwerfällt.
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»Paulus« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.07.2020 gesendet.
Ich hab neulich die Geschichte von Paulus in der Bibel nachgelesen. Paulus ist bis heute bekannt, weil er ganz viele Briefe an Christen geschrieben hat, die jetzt in der Bibel stehen.
Er hat zur selben Zeit gelebt wie Jesus und war ein sehr strenggläubiger Jude. Am Anfang aber hat Paulus Jesus für einen Betrüger gehalten und alle seine Anhänger verfolgt.
Bis er irgendwann sein Verhalten komplett verändert hat: In einem Brief schreibt Paulus, dass ihm Jesus Christus in einer Vision erschienen ist. Er sah ein helles Licht und hörte seine Stimme. Nach diesem Ereignis hat Paulus angefangen, an Jesus zu glauben und daran, dass er wirklich Gottes Sohn ist.
Deswegen hat Paulus auch aufgehört gegen die Christen zu kämpfen. Stattdessen hat er so vielen Menschen wie möglich von Jesus, dem Sohn Gottes erzählt. Und auch davon, dass man durch den Glauben an ihn gerettet wird.
Ich finde die Geschichte von Paulus ganz schön beeindruckend. Er hat gesehen, dass es ein Fehler war, andere Menschen wegen ihres Glaubens zu verfolgen. Und dann er hatte den Mut, sein Verhalten zu überdenken und zu ändern. Das ist oft ganz schön schwierig. Ich hoffe, dass auch ich bei mir selber erkenne, wenn ich einen Fehler gemacht hab. Und ich dann so mutig bin etwas zu ändern.
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»Was ist Wahrheit« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 17.07.2020 gesendet.
Ich glaub, die Wahrheit ist manchmal ganz schön kompliziert. Vor allem, wenn sich zwei Menschen streiten und beide behaupten, dass ihre Meinung jeweils die Richtige sei. Das ist ja meistens der Grund, warum man sich überhaupt streitet. Weil jeder von sich selbst denkt, dass er recht hat.
Ich hab neulich die Geschichte gelesen, wie ein Lehrer seiner Klasse ein schwarzes Buch mitgebracht hat. Er hat sich vorne hingestellt und gesagt: „Das Buch ist rot!“ Darauf hat die Klasse gerufen: „Nein, das stimmt nicht!“ Und der Lehrer meinte, „Doch, für mich ist das Buch rot!“ Dann hat ein Schüler gerufen: „Dann sind Sie eben farbenblind. Das Buch ist schwarz!“ Darauf hat der Lehrer das Buch umgedreht und der Klasse seinen Blick auf das Buch gezeigt. Und die Rückseite des Buches war rot.
Ich denke, mit der Wahrheit ist es wie mit dem Buch. Sie hat mehrere Seiten. Und es kommt ganz auf den Blickwinkel an, wenn es darum geht, was wahr ist.
Mich erinnert diese Geschichte daran, dass meine eigene Sicht immer nur ein Teil der Wahrheit ist. Sie ist nicht falsch, aber eben nur eine Seite des Ganzen. Das hilft mir, mehr Rücksicht auf die Meinung anderer zunehmen, weil die Wahrheit für jemanden anderen ganz anders aussehen kann.
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