»Oh Du Fröhliche« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.07.2019 gesendet.
Ich hab seit Tagen einen Ohrwurm: Oh du Fröhliche. Ich geh schon allen damit auf die Nerven. Aber ich finde, das ist einfach ein schönes Lied. Es erinnert mich an Weihnachten: An meine Kirche daheim, die im Dunkeln mit voller Lautstärke singt.
Ja, ich weiß, wir haben gerade Sommer und bis Weihnachten dauert es noch über ein halbes Jahr. Trotzdem, ich denke gern an die besinnliche Weihnachtszeit. Wenn sich alle auf das Familienfest vorbereiten und sich gegenseitig eine Freude machen wollen.
An Weihnachten feiern Christinnen und Christen Jesu Geburt. Dass er für uns geboren wurde, weil wir Gott so wichtig sind. Dazu ist der 24. Dezember schon vor vielen Jahrhunderten zu Jesu Geburtstag ernannt worden, weil man seinen genauen Geburtstag gar nicht kannte.
Jesu Geburt ist aber nicht nur an Weihnachten wichtig. Er ist nicht nur Ende Dezember für uns geboren und zu uns Menschen gekommen. Das ist nur das Fest, an dem wir da ganz besonders daran denken.
Dass Jesus gelebt hat, hat das Leben von allen Gläubigen verändert. Denn Jesus ist für jeden einzelnen Tag zu uns gekommen. Deswegen find ich es auch okay, wenn man da im Sommer daran denkt und die Bedeutung von Weihnachten mitten ins Jahr hineinsingt. Denn: Oh du Fröhliche, freue dich oh Christenheit.
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»Von anderen lernen« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 08.06.2019 gesendet.
Eine Freundin von mir glaubt, dass man von jedem Menschen etwas lernen kann. Das hat sie neulich zu mir gesagt. Ich hab bis dahin da noch nie so drüber nachgedacht, aber meine erste Reaktion war: „Ich will gar nicht von allen etwas lernen.“ Klar, von meinen Freundinnen und Freunden schon.
Da sind mir auch gleich Dinge eingefallen, wie die Gelassenheit von einem Freund. Oder, dass eine Freundin immer so strukturiert ist. Ich mag sie halt so wie sie sind, deswegen sind sie ja auch meine Freunde.
Aber bei Leuten, die ich nicht so gerne mag hab ich darüber noch nie nachgedacht. Vor allem nicht bei denen, mitdenen ich mich auch öfter mal streite. Da fallen mir erstmal die Dinge ein, die mich an ihnen stören: zum Beispiel Unehrlichkeit oder ständiges Geläster. Ich hab dann versucht mich weniger auf diese negativen Dinge zu konzentrieren. Einfach mal netter über diese Leute zu denken. Und da sind mir echt gute Dinge an ihnen aufgefallen, auf die ich bis dahin gar nicht so geachtet habe.
Ich glaube, dass die Freundin von mir recht hatte. Meine Freunde haben ja auch manchmal Eigenschaften, die ich nicht so toll finde. Genauso haben auch die Leute, die ich nicht so mag, gute Eigenschaften. Und von denen kann ich lernen.
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»Zuhause« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 06.06.2019 gesendet.
Ich bin über das Wochenende nach Hause zu meinem Eltern gefahren. Früher bin ich noch öfter zu ihnen gegangen, aber in letzter Zeit hat es schon länger nicht mehr geklappt.
Es gibt Zeiten, in denen melde ich mich bei meinen Eltern eher weniger. Da hab ich viel vor und dann vergesse ich häufig, dass ich noch anrufen wollte. Neulich haben sie sich deswegen mal wieder bei mir beschwert. Ich würde mich nur dann melden, wenn ich was von ihnen brauche.
Von meinen Eltern weiß ich aber trotzdem, dass sie sich immer freuen. Selbst wenn ich nur kurz oder selten nach Hause komme. Wenn ich grad was brauch oder sogar auch einfach nur um noch ein schnelles Mittagessen abzustauben. Mir ist es manchmal sogar schon eine Hilfe, dass ich einfach nur weiß, dass ich immer nach Hause kommen kann. Ich glaub, bei Gott ist das auch so. An ihn denke ich nämlich auch oft nicht. Je besser es mir geht, desto seltener denke ich an ihn. Aber ich glaube, dass ich zu ihm auch immer kommen kann. Ganz egal, wann ich das letzte Mal an ihn gedacht hab. Auch wenn es Wochen her ist. Ich vertraue darauf, dass er sich dann trotzdem freut. Genau wie meine Eltern, wenn ich zu Ihnen komme.
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»Auto« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 04.06.2019 gesendet.
Mir hat jemand mein Auto kaputt gefahren. Ich hatte in Tübingen abends im Wohngebiet geparkt und am nächsten Morgen war es komplett Schrott. Die Polizei hat sich dann bei mir gemeldet und mir gesagt, dass mein Auto mit einem Totalschaden abgeschleppt worden ist.
Mich hat das erstmal total aufgeregt. Und ich war irgendwie komplett überrascht, weil ich überhaupt nicht damit gerechnet hatte. Und es war auch traurig. Ich hatte das Auto seit drei Jahren und hab viele schöne Ausflüge damit gemacht.
Trotzdem hab ich aus dem Unfall was gelernt. Mindestens drei Dinge: Erstens: ich bin unglaublich froh und dankbar, dass ich zu der Zeit nicht in dem Auto gesessen hab und nichts Schlimmeres passiert ist.
Zweitens: Es gibt Dinge, die man nicht vorhersehen kann. Gerade eben Unfälle oder Verluste, die das eigene Leben komplett auf den Kopf stellen können. Vor solchen Situationen kann man nicht davon laufen. Der einzige Weg ist, sich ihnen zu stellen. Mir hilft in solchen Momenten dann immer mein Glaube und die Hoffnung, dass Gott mich nicht allein lässt. Das schenkt mir dann meistens die Ruhe, die ich brauche, um mit solchen Situationen umzugehen. Dann verlass ich mich ganz auf Gott und vertraue auf seine Hilfe.
Und drittens: Es gibt viel wichtigere Dinge als ein Auto. Gesundheit zum Beispiel.
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»Helfen« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 28.04.2019 gesendet.
Ich hab mich neulich mit jungen Muslimen und Christen getroffen. Wir haben gemeinsam Stellen aus dem Koran und der Bibel gelesen. Und uns danach darüber unterhalten.
In der Geschichte aus dem Koran ging es um Mose. Der kommt auch in der Bibel vor. Aber diese Geschichte steht nur im Koran. Mose musste da aus seiner Heimat fliehen, weil er verfolgt wurde. Nach einer langen, anstrengenden Flucht ist Mose ganz erschöpft in einer Stadt angekommen. Dort haben viele Hirten ihren Viehherden Wasser zu trinken gegeben. Da hat Mose zwei Frauen entdeckt, die ihre Herden nicht tränken konnten, weil zu viele Hirten da waren. Deswegen hat er ihnen geholfen und die Tiere für die beiden mit Wasser versorgt.
Ich find das voll beeindruckend von Mose. So eine Flucht muss wahnsinnig anstrengend sein. Aber obwohl es ihm selbst überhaupt nicht gut ging, hat er den beiden Frauen geholfen.
Ich glaube, dass auch ich als Christin etwas aus dieser Erzählung aus dem Koran lernen kann. Sie zeigt mir, wie wichtig es ist, auch noch dann auf andere zu achten, wenn es einem selbst gerade nicht so toll geht.
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»Vergebung« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 27.04.2019 gesendet.
„Vergib uns unsere Schuld. Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ So beten Christinnen und Christen im Vater unser. Ich finde diese zwei kurzen Sätze ganz schön schwer.
„Und vergib uns unsere Schuld“. So heißt es in der Bibel. In meinen eigenen Worten würde ich da sagen: „Lieber Gott, ich hab was falsch gemacht. Bitte verzeih mir.“ Mir persönlich fällt es gar nicht so leicht, einen Fehler zu zugeben. Ganz egal ob vor Gott oder vor meinen Freunden. Das bedeutet nämlich, dass ich für meinen Fehler die Verantwortung übernehmen muss. Zum Beispiel nach einem Streit. Dann muss ich auf den anderen zugehen, um mich zu entschuldigen.
„Vergib uns unsere Schuld“ steht da aber nicht allein. Dazu gehört auch der nächste Satz: „Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Das heißt, dass auch ich den Menschen vergebe, die mich verletzt haben. In manchen Situationen ist das aber richtig schwierig, beispielsweise in der Partnerschaft oder im Büro. Ich kenne das. Dann will ich dem anderen eigentlich gar nicht verzeihen. Ich glaub, genau deswegen betet man darum. Ich kann eben nicht nur für mich um Entschuldigung bitten, aber selbst anderen nicht verzeihen. Ich muss mich überwinden und meinen eigenen Stolz begraben, um den Groll und Schmerz loslassen zu können. Aber dann ist Versöhnung möglich.
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»Neue Wege« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 24.04.2019 gesendet.
„Du sagst mir nicht, was ich tun soll“. Das ist einer meiner Lieblingssätze. Und zu niemandem habe ich diesen Satz öfter gesagt als zu meiner Mutter. Ich glaub, dass jeder mal gegen seine Eltern rebelliert. Man muss ja auch nicht immer alles hinnehmen. Oder alles so machen, wie es schon immer war. Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Hat das Recht Neues auszuprobieren.
Ich glaube, dass Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten total wichtig sind. Sie führen dazu, dass ich meine eigene Meinung überdenken muss.
Auch Jesus ist neue Wege gegangen. Die Erzählungen über diese neuen Wege stehen in der Bibel. Zu seiner Zeit hat es in Jerusalem sehr streng gläubige Juden gegeben. Die haben die Gebote von Gott ganz ernst genommen. Deswegen hat man zum Beispiel auch am Sabbat, also am Ruhetag überhaupt nichts machen dürfen. Nichtmal ein Feuer entzünden. Jesus hat das anders gesehen. Er hat am Sabbat sogar Menschen geheilt. Die streng gläubigen Juden fanden das gar nicht gut und wollten Jesus deswegen schaden.
Ich denke, dass es gut ist auch mal Neues auszuprobieren und manches anders zu machen. Das muss ja nicht gleich zu einer großen Rebellion führen. Auch im Kleinen kann ich Dinge ändern. Bei mir zu Hause oder bei der Arbeit.
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»Dein Wille« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 22.04.2019 gesendet.
Das Vaterunser ist eines der bekanntesten Gebete. Christinnen und Christen glauben, dass Jesus genau dieses Gebet gesprochen hat. Er hat damit seinen Vater, also Gott angeredet und es dann seinen Jüngern beigebracht. Es ist in ganz viele Sprachen übersetzt worden, damit Gläubige auf der ganzen Welt es verstehen können. Da heißt es: „Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.“ Also, dass Gottes Wille geschehe. Das bedeutet, dass mein eigener Wille nicht an erster Stelle steht. Ich find das echt krass.
Denn damit hat Jesus Gott so sehr vertraut, dass er Gottes Willen vor seinen eigenen gestellt hat. Jesus hat sich zu hundert Prozent auf Gott verlassen und war davon überzeugt, dass Gott es gut mit ihm und den Menschen meint. Jesus wurde gekreuzigt. Er hat sich dagegen nicht gewehrt, weil es Gottes Wille war. Was danach passiert ist, das feiern wir an Ostern. Er war tot und ist dann wieder lebendig geworden. Er hat damit gezeigt, dass Gott sogar mächtiger ist als der Tod.
„Dein Wille geschehe.“ Wenn ich es in meinen eigenen Worten sagen würde, dann wäre das: „Gott, ich weiß nicht immer, was das Beste für mich und alle Menschen ist, darum bitte ich um deine Hilfe. Damit dein guter Wille geschehe.“
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»Vaterunser« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 03.03.2019 gesendet.
„Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.“ So beginnt das bekannteste Gebet des Christentums. Es wird überall auf der Welt in Gottesdiensten gebetet.
Es geht weiter mit „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“. Also Gottes Wille soll geschehen. Das ist ganz schön krass. Immerhin heißt das, dass mein eigener Wille nicht im Vordergrund steht. Aber es heißt auch, dass ich darauf vertraue, dass Gott es gut mit mir meint.
Danach geht es weiter mit einer Bitte: „Unser tägliches Brot gib uns heute“. Ich glaube, das meint mehr als nur Brot, sondern alles, was ich für einen Tag zum Leben brauche. Zum Beispiel auch Freunde.
„Und vergib uns unsere Schuld.“ Das steht im Vater unser nicht allein. Es ist verbunden mit dem Wunsch „Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Also, dass auch ich den Menschen vergebe, die mich verletzt haben. Mir fällt das manchmal echt schwer. Darum bin ich froh, dass es weitergeht mit „Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“. Ich glaube, dass jeder Versuchungen kennt, zum Beispiel dann, wenn man eigentlich grad arbeiten sollte.
Umso schöner find ich es, dass das Gebet mit dem Trost endet, dass Gott wirklich die Macht hat, das zu tun, um was ich ihn bitte. „Denn dein ist die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“
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»Klatsch und Tratsch« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 01.03.2019 gesendet.
Jan ist mit Lisa im Kino gewesen und gleich hat die Gerüchteküche bei seinen Freunden gekocht: „Hast du schon gehört: Jan ist jetzt mit Lisa zusammen! Das ist ganz schön seltsam, das passt doch überhaupt nicht!“ Dabei sind die beiden auch gar nicht zusammen.
So Gerüchte entstehen ganz schnell. Es ist manchmal halt auch echt interessant, sich über den letzten Klatsch und Tratsch zu unterhalten. Und nicht jeder Klatsch muss ja gleich böse oder gemein sein. Aber ich glaub, er kann trotzdem ganz leicht auch zu Ärger führen und Betroffene ernsthaft verletzen. Denn oft weiß jeder nur so einen Teil der Geschichte, aber alle meinen, sie müssten ihre Meinung dazu herausposaunen.
In der Bibel steht: „Ihr sollt andere nicht verurteilen, damit Gott euch nicht verurteilt.“ Oft sieht man ja die Fehler bei anderen viel schneller als bei einem selbst. Für mich heißt das, anderen mit mehr Offenheit zu begegnen und hinter ihrem Rücken nicht schlecht von ihnen zu reden.
Leider ist das mit der Offenheit in dem ganzen Getratsche häufig richtig schwer. Trotzdem versuche ich mir über Lisa und Jan kein Urteil zu bilden und ihnen stattdessen stillschweigend Glück zu wünschen. Wie auch immer das für die beiden aussehen mag.
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