»Friedensgebet« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 13.10.2019 gesendet.
Vor 30 Jahren gab es in Deutschland eine friedliche Revolution. Die hat zur Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland geführt. Da gab es die Montagsdemonstrationen und auch Friedensgebete.
Ein Pfarrer, der dabei sehr aktiv war, wurde mal in einem Interview gefragt, was für ihn damals besonders wichtig gewesen ist. Er hat geantwortet: „Eine gewaltfreie Konfliktlösung“, damit alle dieselben Freiheiten und sozialen Rechte bekommen. Denn für ihn als Christ sei es wichtig, „dass man die Augen und Ohren nicht abwendet, sondern hinschaut.“ Das bedeute für ihn, dass man als Christ nicht Probleme einfach übersehen darf. Sondern, dass man die Aufgabe hat, nach einer friedlichen Lösung zu suchen. Und das nicht nur bei persönlichen Problemen, sondern auch bei politischen.
Ich finde das ziemlich beeindruckend. Da steckt eine ganz schön große Verantwortung dahinter. Christoph Wonneberger, der Pfarrer aus dem Interview ist da für mich echt ein großes Vorbild.
Ich glaube, es braucht nicht gleich so eine große Revolution. Auch im Kleinen kann ich helfen. Zum Beispiel mit einem freundlichen Wort bei einem Streit unter Kollegen oder Freunden. Solange ich nur hinschaue und dann auch handle.
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»Gruppenzwang« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 11.10.2019 gesendet.
Ich hab mal zu den typischen Freitagabend-Rauchern gehört. Ich bin oft mit meiner Clique weggegangen zum Feiern. Und da war es ganz normal, dass man in der Gruppe geraucht hat. Ich hab mir gar nicht so viel dabei gedacht, sondern einfach mitgemacht. Ich wollte halt dazugehören.
Dann bin ich umgezogen und hab neue Leute kennengelernt. Von denen raucht niemand. Da hab ich gemerkt, dass ich das Rauchen selbst gar nicht so toll finde. Und dass ich vorher nur geraucht hab, weil das alle gemacht haben. So aus Gruppenzwang eben, weil ich nicht auffallen und den anderen gefallen wollte.
Ich glaube bei Gott ist das nicht so. Für ihn muss ich mich nicht erst verändern, damit ich ihm gefalle. Gott nimmt jeden genauso an wie er ist. Mir gibt das den Mut auch wirklich so zu sein wie ich bin.
Jetzt rauche ich nicht mehr. Und, wenn ich meine alte Clique treffe, dann rauche ich auch nicht mit. Und das ist gar nicht schlimm, weil die anderen mich trotzdem noch mögen. Ein Kumpel hat sogar zu mir gesagt, dass er es richtig toll findet, dass ich Nein zu diesem Gruppenzwang gesagt habe.
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»Talent« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.10.2019 gesendet.
Mein Bruder ist Musiker. Er war schon ganz früh an der Musikschule und arbeitet jetzt in einem professionellen Orchester. Als ich noch kleiner war, war ich manchmal ganz schön eifersüchtig auf ihn. Weil er sein Talent so früh gefunden hatte. Und ich auch immer so richtig gut in einer Sache sein wollte.
Ich glaube, dass jeder Mensch eine Begabung für etwas besitzt. Dass es irgendetwas gibt, dass jeder gut kann. Aber ich glaube, dass man nicht alle Talente sofort findet. Manchmal muss man erst rausfinden, was einem so liegt. Und von meinem Bruder weiß ich, dass auch zu einem großen Talent noch sehr viel Arbeit, Zeit und Geduld gehören.
In der Bibel gibt es eine Geschichte, in der es auch um Talente geht. Ein Mann verteilt seinen Dienern Talente. Das waren damals besondere Silbermünzen. Zwei von ihnen investieren die Münzen und verdoppeln damit ihren Wert. Der dritte Diener vergräbt seine Münzen jedoch in der Erde. Das macht den Mann ganz wütend und er nimmt ihm die Münzen wieder weg.
Manchmal dauert es eben länger, bis man das gefunden hat, was man gut kann. Aber die Geschichte ermutigt mich, meine Talente auch einzusetzen und an ihnen festzuhalten. Ich kann vielleicht nicht bei the voice of germany mitmachen. Aber auch eine gute Freundin zu sein, ist zum Beispiel ein Talent.
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»Neuanfang« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 09.10.2019 gesendet.
Ich ziehe bald um. In eine fremde Stadt in einem fernen Land. Und da bin echt schon gespannt, wie das so wird. Da ist vieles bestimmt ganz anders als hier und ich muss alles neu kennenlernen.
Hier in Tübingen habe ich eine Heimat gefunden. Hier weiß ich, dass ich genauso sein kann, wie ich bin. Und ich weiß, dass mich meine Freunde und Familie auch so annehmen. Auch wenn ich mal einen Fehler mache, oder Dinge komplizierter mach als sie eigentlich sind.
Zuhause kenne ich mich aus. Da weiß ich, wo der nächste Bäcker und die nächste Bushaltestelle sind. Und in meiner Wohnung hat alles, auch im Chaos, seinen Platz.
Von all diesem Altbekannten wegzugehen, fällt mir nicht leicht. In manchen Momenten finde ich das sogar ziemlich beängstigend.
Seit Jahren hängt an meiner Wohnungstür eine Karte. Auf der steht: „Begegne dem, was auf dich zukommt nicht mit Furcht, sondern mit Hoffnung!“ Dieser Gedanke gibt mir Mut, weil er mich daran erinnert, was für eine große Chance ein solcher Neuanfang ist.
Und auch mein Glaube an Gott schenkt mir da Hoffnung. Weil ich darauf vertraue, dass Gott mich auch in Zukunft begleitet und mich beschützt. Ganz egal, wo ich mich befinde. Und ich bin sicher, dass ich auch in der neuen Stadt Freunde finde werde. Und vielleicht mit etwas Glück sogar eine neue Heimat.
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»Entscheidung« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.09.2019 gesendet.
„Wenn Du eine Entscheidung getroffen hast, dann vergiss die Alternativen.“ Den Spruch hab ich mal gelesen und musste neulich wieder an ihn denken:
Ich wollte mit einer Freundin in den Urlaub fahren. Mit dem Fernbus für drei Tage nach Venedig. Aber der Bus ist einfach nicht gekommen. Wir standen noch Stunden am Bahnhof und haben auf ihn gewartet. Und je länger wir gewartet haben, desto unsicherer wurden wir. Und dann hatten wir genau zwei Möglichkeiten: Aufgeben und den Urlaub ausfallen lassen oder spontan mit dem Zug zu fahren. Was nicht nur teurer gewesen wäre, sondern auch länger gedauert hätte.
Ich hab aber gewusst: Wenn wir einfach daheim geblieben wären, dann wäre ich wahnsinnig enttäuscht gewesen. Und es wäre mir sicher sehr schwer gefallen, die Alternative, nämlich den Urlaub einfach zu vergessen.
Wir haben dann tatsächlich noch ein weiteres Ticket gebucht und sind trotzdem gefahren. Bestimmt war das nicht die vernünftigste Entscheidung. Aber manchmal ist es auch gut, auf sein eigenes Bauchgefühl zu hören. Mir hilft es in solchen Momenten, ehrlich zu mir selbst zu sein und Gott zu vertrauen. Darauf, dass er mich auch in solchen Situationen unterstützt. Unser Urlaub war dann nämlich trotzdem richtig toll.
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»Grenzkontrolle« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 10.09.2019 gesendet.
Als ich aus dem Urlaub zurückgefahren bin, wurde unser Bus an der deutschen Grenze rausgezogen. Grenzpolizisten haben ihn durchsucht.
Da ist mir aufgefallen, dass nur die Papiere von ausländisch aussehenden Reisenden kontrolliert wurden. Das fand ich ziemlich rassistisch. Dabei wird immer behauptet, dass solche Kontrollen vorurteilsfrei seien. Aber das war die überhaupt nicht. Da sind Leute allein wegen ihres Aussehens beurteilt worden. Dabei sagen diese äußeren Merkmale gar nichts über den Charakter einer Person aus. Nichts darüber, wie sie sich gegenüber anderen verhält, was sie gut kann oder mag.
In der Bibel steht die Geschichte vom barmherzigen Samariter. Die Samariter waren in Jerusalem ein sehr unbeliebtes Volk. Und trotzdem hat sich ein Samariter als Einziger um einen Verletzten gekümmert, der am Straßenrand lag. Viele sind an ihm vorbeigelaufen. Aber nur er ist stehen geblieben und hat sich gekümmert. Der Samariter zeigt, dass man Menschen nicht aufgrund ihrer Herkunft oder Religion beurteilen darf.
Ich finde, auch wir sollten mehr gegen Rassismus und Diskriminierung von Menschen tun. Zum Beispiel indem wir keine Vorurteile gegen Flüchtlinge oder andere Einwanderer verbreiten.
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»Pause« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 12.08.2019 gesendet.
Ich hab gerade eine Pause gemacht: Ich war im Freibad. Und hab mich da beim Schwimmen so richtig entspannt.
Ich nehme mir regelmäßig vor so eine Pause zu machen. Zwischendrin einfach mal abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Aber das geht leider oft in meinem Alltag unter. Da schaue ich nur auf die Uhr, um auf keinen Fall den nächsten Termin zu verpassen. Und wenn ich mich dann kurz ausruhe, dann gehe ich meistens in Gedanken meine To-Do-Liste durch. Dabei sind richtige Pausen total wichtig, um wieder neue Energie zu tanken.
Eine Pause machen heißt für mich, dass ich mir Zeit nehme. Und zwar genau dann, wenn ich viel zu tun habe. Zeit für mich, wenn ich schwimmen gehe. Oder Zeit für meine Freunde, wenn wir abends noch gemütlich zusammensitzen. Aber auch Zeit für Gott und für meinen Glauben. Ich lese da zum Beispiel in der Bibel. Oder rede mit Gott, das heißt ich bete. Erzähle ihm, was mich so beschäftigt. Das ist für mich der einfachste Weg abzuschalten. Dann hör ich auf so gehetzt zu sein und werde wieder ruhiger. So, dass ich mich ganz auf meinen Glauben konzentrieren kann. Der hilft mir, um zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Nicht die Einkaufsliste für morgen, sondern die Ruhe, die ich bei meinen Freunden, meiner Familie und ganz besonders auch bei Gott finde.
Und damit ich das im Alltag nicht vergesse, brauch ich ab und zu eine Pause.
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»Mein Weg« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 20.07.2019 gesendet.
Ich hab neulich Post von meiner Bank bekommen. Da stand in so einem großen Banner quer über den Brief geschrieben: „Jeder hat etwas, das ihn antreibt. Wir machen den Weg frei.“ Das klingt erstmal ganz schön praktisch, vor allem, weil das ja die Bank sagt. Aber ich glaub, ganz so einfach ist es nicht.
Ja, jeder hat irgendwie Träume, die ihn antreiben. Oder auch Vorstellungen wie sein Leben so verlaufen soll: Erst Schule und Ausbildung, dann ein Job und vielleicht in ein paar Jahren dann auch eine Familie. Aber ich glaube nicht daran, dass die Bank oder das Geld allein da den Weg frei macht.
Ich persönlich kann auch noch gar nicht so genau sagen, wohin mein Weg überhaupt gehen wird. Das weiß ich bis jetzt einfach noch nicht. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass ich meinen Weg nicht allein finden muss. Da sind meine Freunde und meine Familie, die mich hoffentlich begleiten werden.
Vielleicht werde ich meinen Weg nicht gleich auf Anhieb finden. Aber das finde ich gar nicht so schlimm. Denn ich habe ja die Unterstützung von meinen Freunden und meiner Familie.
Und auf die kann ich wirklich vertrauen.
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»Fridays for future« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 19.07.2019 gesendet.
Freitag. Und wieder sind in vielen Schulen die Klassenzimmer halb leer. So wie in den letzten Wochen auch schon. Immer mehr Schüler und Jugendliche demonstrieren inzwischen europaweit mit der Fridays For Future Bewegung für eine bessere Klimapolitik. Ich finde es voll krass, wie viele sich inzwischen dafür interessieren.
Ich als Christin bin davon überzeugt, dass alle Menschen und die ganze Welt von Gott kommen. Dass er alles gemacht hat. Die Welt, die so vielseitig ist und auch die Natur, die so richtig beeindruckend ist: Wenn zum Beispiel gewaltige Kräfte einen Vulkan zum Feuerspucken bringen oder wenn riesige Wale in mehreren Kilometern Tiefe im Meer tauchen.
Wenn ich in die Natur schaue, dann sehe ich, was Gott gemacht hat. In der Bibel steht, dass Gott der Schöpfer der Welt ist. Und dass wir Menschen seine – also unsere Welt schützen sollen. Das heißt für mich, dass wir verantwortungsbewusst handeln müssen. Zum Beispiel auch, wenn es um natürliche Ressourcen wie Wasser, Öl oder Kohle geht.
Deswegen bin ich froh, dass die Fridays For Future Bewegung uns daran erinnert, mal wieder an unsere Welt zu denken. Und dass so viele Schüler und Jugendliche für einen besseren Schutz unseres Planeten sogar auf die Straße gehen.
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»Oh Du Fröhliche« von Sarah   Drucken Einzelansicht
Beitrag wurde am 18.07.2019 gesendet.
Ich hab seit Tagen einen Ohrwurm: Oh du Fröhliche. Ich geh schon allen damit auf die Nerven. Aber ich finde, das ist einfach ein schönes Lied. Es erinnert mich an Weihnachten: An meine Kirche daheim, die im Dunkeln mit voller Lautstärke singt.
Ja, ich weiß, wir haben gerade Sommer und bis Weihnachten dauert es noch über ein halbes Jahr. Trotzdem, ich denke gern an die besinnliche Weihnachtszeit. Wenn sich alle auf das Familienfest vorbereiten und sich gegenseitig eine Freude machen wollen.
An Weihnachten feiern Christinnen und Christen Jesu Geburt. Dass er für uns geboren wurde, weil wir Gott so wichtig sind. Dazu ist der 24. Dezember schon vor vielen Jahrhunderten zu Jesu Geburtstag ernannt worden, weil man seinen genauen Geburtstag gar nicht kannte.
Jesu Geburt ist aber nicht nur an Weihnachten wichtig. Er ist nicht nur Ende Dezember für uns geboren und zu uns Menschen gekommen. Das ist nur das Fest, an dem wir da ganz besonders daran denken.
Dass Jesus gelebt hat, hat das Leben von allen Gläubigen verändert. Denn Jesus ist für jeden einzelnen Tag zu uns gekommen. Deswegen find ich es auch okay, wenn man da im Sommer daran denkt und die Bedeutung von Weihnachten mitten ins Jahr hineinsingt. Denn: Oh du Fröhliche, freue dich oh Christenheit.
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